Sonntag, 8. Februar 2015

Die Auslese - Nichts vergessen und nie vergeben

Cia und Tomas haben mittlerweile an der Akademie in Tosu ihre Studien begonnen und sind verschiedenen Fachrichtungen zugeteilt worden. Trotzdem, dass Cia durch die Regierung ihre Erinnerungen an die Auslese geraubt worden sind, weiß sie, was in dieser Zeit in etwa passiert ist, denn sie hat die wichtigsten Details zuvor auf ihren Kommunikator gesprochen. Zwar fällt es ihr schwer zu glauben, dass dies alles passiert sein soll, aber iher ständigen Alpträume zeigen ihr, dass sie darauf vertrauen kann.

Fortan versucht sie alles, um die Auslese zu beenden, doch die Verantwortlichen haben sie im Auge und jeder Schritt von ihr wird überwacht. Zudem kommt, dass sie nicht weiß, wem sie wirklich vertrauen kann, doch immer wieder machen Situationen es erforderlich, dass sie genau in dieser Hinsicht Entscheidungen fällen muss. Es kommt zu weiteren Todesopfern; die Zeit drängt. Wird Cia die Auslese stoppen können?

Meine Meinung:

Der erste Teil der Trilogie hat mir unheimlich gut gefallen und war dabei so spannend, dass ich das Buch einfach nicht an die Seite legen konnte. Ich bin also mit hohen Erwartungen an die Fortsetzung herangetreten.

Optisch passt sich der zweite Band sehr gut seinem Vorgänger an und auch der Klappentext ist sehr verheißungsvoll und hat mir sofort Lust zum Lesen gemacht.
Durch den fesselnden Schreibstil von Joelle Charbonneau und die Erzählung des Romans aus der Sicht von Cia hatte ich sehr schnell wieder eine Verbindung zu der Protagonistin und habe gleich erneut mit ihr gezittert und gebangt. Ich konnte ihre Anspannung die ganze Zeit fühlen und habe dabei selbst atemlos nach einer Lösung gestrebt.

Anfangs ist Cia sich und ihren Überzeugungen im gewohnten Maße treugeblieben. Sie ist immer noch  darauf bedacht, stets das Richtige zu tun und sich auch um ihre Mitmenschen zu kümmern, so wie es ihre Eltern sie gelehrt haben. Doch im Laufe der Geschichte ist sie gezwungen, hiervon abzuweichen. Sie spürt die Verantwortung für alle Teilnehmer der Auslese und auch für ihre Familie schwer auf ihren Schultern und muss erkennen, dass es Entscheidungen gibt, bei denen man nicht zwischen schwarz und weiß wählen kann, sondern bei denen man sich tief in der Grauzone bewegt.

Dennoch schenkt sie entgegen des Rates ihres Vaters auch dieses Mal anderen Menschen ihr Vertrauen, da es einfach Situationen gibt, in denen man blind vertrauen muss. Aber genau wie bei ihr sind bei mir dabei stets die Zweifel im Hinterkopf gegeblieben und die ständige Sorge um Cias Wohlergehen. Ich habe sie bewundert für ihren Mut, umso mehr als sie gezwungen ist, von ihren Prinzipien abzuweichen.

Die Handlung selbst ist dieses Mal langsamer, aber dennoch unglaublich spannend und aufregend. Es gibt weniger Action als beim ersten Band; trotzdem fesselt mich das Geschehen und manifestiert sich dabei in körperlicher Anspannung beim Lesen. Gekonnt schürt die Autorin bei ihren Lesern Angst und Zweifel an der Vertrauenswürdigkeit einzelner Charaktere und immer habe ich gebangt, ob Cia nicht den falschen Menschen vertraut.

Zum Ende hin steigt der Spannungspegel dann noch einmal spürbar an. Die Ereignisse überschlagen sich und lassen mich fassungslos zurück. Ich will unbedingt sofort weiterlesen und muss dennoch brav auf das Finale warten.

Fazit:

"Die Auslese - Nichts vergessen und nie vergeben" ist der spannende, zweite Band einer dystopischen Trilogie mit viel Thrill aus der Feder von Joelle Charbonneau. Die Autorin schreibt über Mut, Liebe und Vertrauen, aber auch über Verrat und die ureigensten Instinkte des Menschen. Obwohl ich mich von den zahlreich erschienenen Dystopien schon ein wenig gesättigt fühle, schafft diese Reihe es, mich an ihre Seiten zu fesseln und, dass ich sie begeistert weiterempfehle. 





gebundenes Buch mit 416 Seiten
Verlag: Penhaligon
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Erscheinungsdatum: 12.01.2015
Preis: 16,99 Euro
ISBN:
978-3-7645-3118-8
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Vielen Dank an den Penhaligon Verlag für die Bereitstellung eines Rezensionsexemplars.