Donnerstag, 25. August 2016

Finian Blue Summers

"Die neunzehnjährige Rayne hat Wünsche. Ganz normale Wünsche für ein ganz normales Mädchen. Einmal will sie ihre Haare lila färben, unter dem Sternenhimmel schlafen oder sich ein Schmetterlings-Tattoo stechen lassen. Heimlich sammelt sie diese Wünsche in einem Wunschglas. Aber Rayne ist kein gewöhnliches Mädchen, sie ist ein Star. Mit ihrem Geigenspiel begeistert sie ein Millionenpublikum, doch der Erfolg hat seinen Preis: Ihr dominanter Vater bestimmt über jedes Detail ihres Lebens. Als der elterliche Druck für Rayne zu groß wird, flüchtet sie sich in Schweigen und landet in einer Nobelklinik. Hier absolviert Finian ein Praktikum - und er ist sofort von dem sprachlosen Mädchen fasziniert. Mit ihm wagt Rayne nicht nur eine Reise ins sommerliche Tennessee, sondern auch den Aufbruch in ein ganz neues Leben. Ein Buch über die Liebe, das Schicksal, unmögliche Wünsche und Blaubeermarmelade." (Quelle: Amazon)

Meine Meinung:

Nachdem ich von der Autorin bisher nur Romane unter dem Namen Marah Woolf gelesen habe, reizte es mich, mit ihr einmal in ein anderes Genre abzutauchen. "Finian Blue Summers" kam da eigentlich wie gerufen und ich war sehr gespannt, wie der Roman mir gefallen würde.

Er ist abwechselnd aus der Sicht von Finian und Rayne geschrieben und lässt dadurch einen tiefen Einblick in die Gedanken- und Gefühlswelt der beiden Charaktere zu. Dennoch schafft die Autorin es, nicht zuviel zu verraten und der Handlung nichts vorwegzunehmen. Zwar konnte man einen Teil davon erahnen, aber das Ende als solches hat mich völlig überraschend getroffen.

Sowohl die Protagonisten, als auch die Nebencharaktere in diesem Roman werden langsam eingeführt und Finian und Rayne sind mir auf Anhieb sympathisch. Zunächst fand ich Raynes Situation nicht so leicht nachvollziehbar, aber als ich mir verdeutlicht habe, dass sie zu Hause unterrichtet worden ist, wurde mir schnell klar, wie isoliert sie tatsächlich aufgewachsen sein muss. Als sie dank Finian dann zum ersten Mal aus ihrem Leben ausbricht, ist sie deshalb auch wie ein Schwamm, der alles um sich herum aufsaugt. Alles möchte sie ausprobieren und hat dabei oft eine kindliche Einstellung den Dingen gegenüber, die ich sowohl niedlich, als aber auch stellenweise sehr erschreckend fand.
 

Besonders gut gefallen hat mir die Idee mit dem Wunschglas, das ursprünglich bei Raynes Oma stand und, in das Rayne all ihre auf kleine Zettel geschriebenen Wünsche geworfen hat. Ich fand es sehr berührend wie einfach und für andere Menschen selbstverständlich diese Wünsche oft waren. Ganz besonders für einen jungen Menschen, der von außen betrachtet, eigentlich alles hat, was sich andere ersehnen, aber tatsächlich in vielerlei Hinsicht sehr bedürftig ist.
 

Emma C. Moores Schreibstil hat mich beim Lesen unheimlich gefesselt. Hier ist alles rund und passend mit genau dem richtigen Sog, der dafür sorgte, dass ich mich nicht vom Buch lösen konnte. Die Handlung hat mich dabei dermaßen berührt, dass ich erst einmal eine ganze Weile gebraucht habe, um wieder auf den Teppich zu kommen. Und genau das macht für mich ein gutes Buch aus. Wenn ich vom Leser zum Beteiligten einer Handlung wechsele, dann hat ein Autor alles richtig gemacht.

Fazit:

Mit "Finian Blue Summers" konnte mich Emma C. Moore voll und ganz überzeugen. Einnehmende Charaktere und eine fesselnde Handlung haben mich in den Roman hineingezogen und erst am Ende wieder zutiefst berührt ausgespuckt. Zu gerne wäre ich noch ein wenig in der Handlung verblieben und hoffe, dass es nicht allzu lange dauern wird, bis die Autorin mich wieder mit einem neuen Roman verzaubern wird. 





Taschenbuch mit 278 Seiten
Autorin: Emma C. Moore
Verlag:
CreateSpace Independent Publishing Platform
erschienen: 25.08.2016
Preis: 8,99 Euro
 

ISBN: 978-1537247670
mehr Infos auf der Website der Autorin → HIER

Vielen Dank an Emma C. Moore für die Bereitstellung eines Vorableseexemplars.