Donnerstag, 18. Dezember 2014

Madison Mayfield - Die Augen des Bösen

London, 1890. Die 17-jährige Madison Mayfield lebt bei ihrem Onkel und ihrer Tante in einem pompösen Stadtpalais, nachdem ihre Eltern vor zweieinhalb Jahren bei einem tragischen Unfall ums Leben gekommen sind. Sie selbst hat diesen Unfall nur knapp überlebt, und seitdem wird sie in regelmäßigen Abständen von anfallartigen Visionen heimgesucht: Völlig herausgerissen aus dem Hier und Jetzt erlebt sie schreckliche Verbrechen hautnah mit. Allerdings kann sie immer nur die Opfer, nie den Täter erkennen. Mit aller Kraft kämpft Madison gegen diese Visionen an – bis sie eines Tages mit einem Zeitungsartikel konfrontiert wird, in dem einer der Morde, die sie vor Augen hatte, geschildert wird. Wie kann das sein?(Quelle: cbj Verlag)

Meine Meinung:

Nachdem mir die "Liberty 9"-Reihe von Rainer M. Schröder so gut gefallen hat, wollte ich natürlich gerne auch einmal etwas anderes von ihm lesen. Mit "Madison Mayfield - Die Augen des Bösen" bekam ich dazu die Gelegenheit.

Das Cover des Buches sieht interessant aus und lässt vermuten, wo und wann sich die Geschichte zutragen wird. Letztendlich war es der informative Klappentext, der mich neugierig gemacht hat und, der der Auslöser zum Lesen war.

Gleich zu Beginn wirft der Autor seine Leser ganz unvermittelt mitten in die Handlung, die mit einer Vision von Madison beginnt. Das Mädchen war mir schnell sympathisch. Mir gefiel nicht nur ihre Art, sondern ich verspürte schnell den Wunsch, sie gegen ihre Familie und den Rest der Welt verteidigen zu wollen. Diese Visionen sind es unter anderem auch, weshalb Madison sich zunächst in einer Nervenheilanstalt befindet. Doch zum Glück soll sie entlassen werden und macht dort auch unmittelbar die Bekanntschaft ihrer neuen Gesellschafterin, Leona, die sie zurück ins Heim ihres Onkels begleiten soll, in dem Madison bestenfalls gelitten wird.

Beide Charaktere haben mir gut gefallen, wenn sie auch recht einfach gestrickt waren und nicht soviel Tiefe besaßen, wie ich es mir erhofft hatte. Auch die Nebencharaktere konnten bei mir punkten, wobei mir vor allem der Butler Oates echt ans Herz gewachsen ist.

Schön fand ich auch, wie der Autor ganz nebenbei einige Informationen der Epoche eingeflochten hat. Das machte die Handlung viel authentischer. Allerdings fand ich es sehr schade, dass die Figur des Blake Scarboro erst so spät Teil der Geschichte geworden ist. Über ihn hätte ich gerne mehr erfahren.

Fazit:

Gerne habe ich "Madison Mayfield - Die Augen des Bösen" von Rainer M. Schröder gelesen und das Schicksal von Madison verfolgt. Sehr anschaulich hat der Autor die Verhältnisse der damaligen Epoche geschildert und sie dadurch für mich zum Leben erweckt. Ich habe begeistert zusammen mit Madison nach der Identität des Mörders geforscht, war dabei aber bis zum Schluss völlig ahnungslos.





gebundenes Buch mit 512 Seiten
Verlag: cbj
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erschienen: 24.11.2014 
Alter: ab 12 Jahren
Preis: 18,99 Euro
ISBN: 978-3-570-15898-2
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