Montag, 7. Oktober 2013

Calling Crystal

In der Welt der Savants fühlt sich Crystal absolut fehl am Platz. Weder ist ihre Gabe etwas besonderes, noch ist sie in der Lage mit den anderen telepathisch zu kommunizieren. Und so betrachtet sie sich meist nur als Anhängsel ihrer erfolgreichen Schwester Diamond. Als diese völlig unerwartet ihren Seelenspiegel trifft, versucht Crystal sich das erste Mal in Eigenständigkeit und nimmt einen Job bei einer ihr bekannten Kostümschneiderin an. Von da an nimmt ihr Leben an Fahrt auf, was auch, zu einem nicht geringfügigen Teil, an einem ihrer attraktiven, zukünftigen Schwäger liegt.

Meine Meinung:

"Calling Crystal" ist der dritte Teil einer Reihe von Joss Stirling, der jedoch problemlos auch als Einzelband gelesen werden kann. Alle wichtigen Dinge werden dem Leser ganz nebenbei vermittelt ohne, dass man irgendwelche Informationen zu vermissen scheint.

Anfangs fand ich manche Szenen etwas kitschig, doch nach einiger Zeit, hat mich das gar nicht mehr gestört. Im Gegenteil: Es hat mich gefesselt. Manchmal braucht ein Mädchen halt ein bisschen Kitsch, vor allem, wenn er so schön verpackt ist wie in diesem Buch.

Die Protagonistin Crystal fühlt sich nicht nur optisch fehl am Platz, sondern auch in der Welt der Savants. Diese Menschen haben alle eine übernatürliche Begabung, die innerhalb der Familien vererbt werden. Alle sechs Geschwister von Crystal scheinen ihren Platz im Leben gefunden zu haben, nur Crystal ist diesbezüglich völlig planlos. Der Tod ihres Vaters, zu dem sie eine ganz besondere Beziehung gehabt hat, hat sie ein wenig aus der Bahn geworfen und ohne ihn fühlt sie sich nur noch als das fünfte Rad am Wagen. Dazu kommt noch, dass sie, im Gegensatz zu allen anderen Savants, nicht in der Lage scheint, telepathisch zu kommunizieren.

Als sie mit der Welt der Benedicts in Kontakt kommt, ändert sich jedoch ihr Leben. Wie in den Bänden zuvor auch sind alle Benedict-Jungs wieder mit an Bord. Im Vordergrund steht dieses Mal Xavier, der eine ziemlich lose Klappe hat, mit der er zunächst bei Crystal aneckt. Schnell merkt er, dass mit ihr etwas nicht stimmt, was für ihn eine Herausforderung als Heiler darstellt. Und so versucht er beharrlich, Crystal zu helfen und erst durch einen Zufall entdeckt er, wieviel mehr sie ihm eigentlich bedeutet.

Fazit:

Ob man will oder nicht: Dieser Roman reißt einen einfach mit. Sowohl der Schreibstil von Joss Stirling, als auch die sympathischen Charaktere, an deren Schicksal man einfach teilhaben möchte, haben mich für sich gefangengenommen und auf eine wunderschöne Reise nach Venedig entführt. Wer Jugendfantasy mag und nichts gegen ein wenig Kitsch und Vorhersehbarkeit hat, der wird dieses Buch einfach lieben.





gebundenes Buch mit 384 Seiten
Verlag: dtv
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erschienen: Mai 2013
Alter: ab 14 Jahren
Preis: 16,95 Euro
ISBN: 978-3-423-76070-6
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