Samstag, 11. Januar 2014

Dezemberglut

Charis führt ein sorgenfreies Leben als sie durch ihre Entführung durch bösartige Vampire Kontakt mit der Welt der Unsterblichen bekommt. Traumatisiert wird sie ausgerechnet von der von ihr verhassten Spezies in Gestalt der Nacht-Patrouille gerettet und weigert sich, von Schuld und Angst zerfressen, das Angebot einer Gedächtnislöschung anzunehmen.

Nach einem Gespräch mit dem Anführer Julian wird Charis als zukünftige Vertraute der Nacht-Patrouille, gemeinsam mit einigen Jungvampiren, unterrichtet und bekommt als Mentor den übellaunigen Damian zugeteilt, der mit seiner Vergangenheit und der selbstauferlegten Schuld nicht klarkommt und ständig in eine Aura von Zorn und Verzweiflung gehüllt ist. Werden diese beiden verletzten Seelen einen Weg zueinander und heraus aus ihrer Qual finden können?

Meine Meinung:

Im Anschluss an ihr Debüt
"Novembermond" erfreut uns Linda K. Heyden nun mit der Fortsetzung der Reihe: "Dezemberglut". Nachdem ich beim ersten Teil das Schicksal von Julian und Ellen verfolgen durfte, ist nun ein anderes Mitglied der Berliner Vampirgemeinschaft auf der Suche nach seinem persönlichen Glück. Das Prinzip ist nicht neu, aber selten ist es so schön umgesetzt wie hier. Sehr durchdacht und unter Einbeziehung der bereits bekannten Charaktere durfte ich diesmal Anteil daran haben, wie die raue Schale des Vampirs und Dämonenjägers Damian geknackt wird. Die Handlung ist gewohnt flüssig und spannend; sämtliche Charaktere sind sehr detailreich und gefühlvoll skizziert worden.

Die Vampire in diesem Buch leben größtenteils nach einem besonderen Verhaltenskodex. Zudem umgibt sie, je nach ihrem persönlichen Entwicklungsstadium, dass sich nach der Anzahl ihrer Arkanum - ihrer Ruhephasen - bemisst, jeweils eine außergewöhnliche Magie. Zahlreiche Unternehmen dienen ihnen in der menschlichen Welt als Deckmantel, doch ihr wirklicher Auftrag ist der Kampf gegen die Dämonen. Ihr Anführer ist Julian, ein Vampir und Mann, für den stets die Verantwortung und das Wohlbefinden der anderen an erster Stelle kommen und der auch dieses Mal versucht, die Geschicke zum Wohl aller zu lenken.

Charis ist eine sehr beeindruckende Frau. Aufgrund eines unglücklichen Zufalls wird die junge Studentin von dem bösartigen Gregor und seinem Helfer Martin gekidnappt und gefoltert. Tief verstört und emotional und körperlich an ihre Grenzen getrieben, wird sie dann jedoch von der Nacht-Patrouille gerettet, die zu ihrem Schrecken die gleiche Natur haben wie ihre Folterer! Erst langsam begreift sie, dass diese Vampire ganz anders sind und fasst vorsichtig Vertrauen. Ihrem Wunsch entsprechend darf sie am Kampfunterricht der Neulinge teilnehmen, doch ausgerechnet der ungehobelste Vampir von allen wird ihr als Mentor zugeteilt: Damian!

Dieser hat schon einige Schicksalsschläge hinter sich und ist überzeugt davon, dass er allen Menschen und Vampiren um sich herum nur Unglück bringt. Zudem ist er schwer gezeichnet und seines Lebens mehr als überdrüssig. Allein die Dämonenjagd hält ihn noch aufrecht. Als Julian ihm die Verantwortung für Charis aufdrückt, kann er diese Entscheidung zunächst nicht nachvollziehen. Doch nach und nach scheint ihn etwas mit dieser Frau zu verbinden und sie wird ihm wichtiger als ihm eigentlich lieb ist, denn Berlin wird derzeit von einem ganz besonderen Dämon bedroht.

Fazit:

Der in Berlin spielende Roman "Dezemberglut" ist ein Urban Fantasy Roman mit einer gut durchdachten Mischung aus Spannung, Action, Magie und Romantik. Linda K. Heyden schafft es erneut, mich zu fesseln und mit ihren tollen und wundervoll beschriebenen Charakteren einfach mitzureißen, deren Vertiefung stets in einem ausgewogenen Verhältnis zur Resthandlung steht. Ich bin begeistert und bereits jetzt schon wahnsinnig gespannt auf den nächsten Band. Dieser Reihe werde ich auf jeden Fall treubleiben. 




Taschenbuch mit 308 Seiten
Verlag: Sieben
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erschienen: Dezember 2013
Preis: 16,50 Euro
ISBN: 978-3-
864433-66-5
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Mittwoch, 8. Januar 2014

Cherryblossom - Nymphenherz

Hanna und Ben wurden gerettet und befinden sich in der Obhut des Rates. Hier wird von Hanna erwartet, dass sie sich unterordnet und eine Verbindung mit dem Hexer Ben eingeht. Dem sieht sie mit gemischten Gefühlen entgegen. Ständig wandern ihre Gedanken zu Lennox, doch ihr ist klar, dass sie sich zunächst fügen muss.

Während Hanna ihre Kräfte trainiert, wird ihr zeitgleich klar, dass das Machtgefüge des Rates sehr unausgewogen ist, zu viele Interessen treffen hier aufeinander und Hanna spürt, dass längst nicht alle Mitglieder ihr freundlich gesinnt sind. So schmiedet sie auf der einen Seite Fluchtpläne und versucht sich auf der anderen Seite verzweifelt zu behaupten. Wer steht noch auf ihrer Seite?

Meine Meinung:

Ich habe "Cherryblossom - Nymphenherz" ebenso verschlungen wie den ersten Band zuvor. Der Schreibstil von Mina Kamp ist gewohnt flüssig und ich mag es, wie sie mit den verschiedenen Erzählperspektiven spielt und sie in einem ständigen Wechsel zwischen der Sicht der Protagonistin Hanna in der Ich-Form und einem Erzählstrang in der dritten Person ihre Geschichte erzählt.

Die Verbindung zu Hanna war gleich wieder da und auch die Handlung knüpft direkt dort an, wo sie im ersten Teil aufhörte. Inzwischen versucht sich Hanna nicht nur damit abzufinden, dass sie sowohl Nymphe, als auch Hexe ist, sondern sie trainiert hart ihre Fähigkeiten. Sie hat gelernt, mit gegebenen Situation umzugehen, dabei aber nie ihren Kampfgeist eingebüßt. Gleichzeitig bemüht sie sich, hinter die Geheimnisse ihrer Vergangenheit zu kommen.

Auch die anderen Charaktere waren sehr schön beschrieben und man lernt hier Ben auch einmal von einer ganz anderen Seite kennen. Ebenso wie Hannas Vater, der bisher nur die Fäden im Hintergrund gezogen hat, bekommt auch Luisas Charakter hier mehr Raum und neue Facetten.  

Besonders Mina Kamps Ideenreichtum hat mir in diesem Band gut gefallen. So führt sie einige "mystische" Figuren hier einer ganz neuen Bedeutung zu, die mich nicht nur sehr überrascht, sondern auch gut unterhalten hat. Das gelungene Ende, in dem fast alle Handlungsstränge zusammengeführt werden, lässt mich mit einem guten Gefühl zurück.

Fazit:

Der Suchtfaktor des vorherigen Bandes "Cherryblossom - Die Zeitwandler" hat mich auch bei "Cherryblossom - Nymphenherz" wieder schnell erwischt. Durchweg gefesselt habe ich das Schicksal von Hanna und Lennox verfolgt, wobei viel Spannung, Action und Romantik diesen Roman zu einem Leseerlebnis machen, in dem auch die Situationskomik nicht zu kurz kommt. 




Taschenbuch mit 322 Seiten
Verlag: Oldigor
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erschienen: Oktober 2013
Alter: ab 14 Jahren
 
Preis: 13,90 Euro
ISBN: 978-3-943697-66-7
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Vielen Dank an den Oldigor Verlag für die Zusendung eines Rezensionsexemplars.

Sonntag, 5. Januar 2014

Seelenzauber: Die Wahrheit

Nilah und Liran sind immer noch auf der Flucht vor Sunabru und auch vor dem geheimnisvollen Orden. Doch bevor die beiden ihrem Weg weiterfolgen können, muss Nilah zunächst einen Kampf in ihrem Inneren ausfechten - tief in ihre Seele.

Ihre Reise führt die beiden weiter über die Bretagne zurück nach Irland, denn hier hat alles seinen Ursprung genommen und hier wird sich auch das Schicksal der Welt entscheiden. Werden Nilah und Liran stark genug sein, um es mit Sunabru und dem Orden aufnehmen zu können?

Meine Meinung:

Lange habe ich auf die Fortsetzung von "Gezeitenzauber" gewartet und ich habe mich unheimlich gefreut, als ich dann endlich in "Seelenzauber" eintauchen durfte.

Ich liebe Erik Kellens Schreibstil. Er schafft es stets, mich mit seinen Worten zu verzaubern und ich bin immer wieder begeistert, wie es ihm gelingt, etwas, für das ich nie die richtigen Worte finden würde, so zu beschreiben, dass es passt wie die sprichwörtliche Faust aufs Auge. Man fühlt, wieviel Herzblut in seinen Büchern steckt, und das ist wahrscheinlich auch der Grund dafür, weshalb es ihm so gut gelingt, die beschriebenen Gefühle direkt zu seinen Lesern zu transportieren.

Inhaltlich gesehen hatte ich mit dem zweiten Teil anfänglich meine Schwierigkeiten. Es fiel mir ein wenig schwer, der etwas surrealen Handlung zu folgen. Vielleicht lag das einfach an meinen Erwartungen, die ich an das Buch hatte, denn ich hatte nicht damit gerechnet, dass der tiefgründige Urban Fantasy-Roman, als den ich den ersten Teil in Erinnerung hatte, hier zum Teil auf eine neue, spirituellere Ebene geführt worden ist.


Nachdem ich mich jedoch darauf eingelassen habe, habe ich den Worten wieder gebannt folgen können. Doch darf man als Leser nicht erwarten, dass die Charaktere hier noch dieselben sind wie zuvor. Zuviel ist mittlerweile geschehen, das seine Spuren hinterlassen hat und gerade auch bei Nilah einen inneren Kampf ausgelöst hat, den sie zunächst überwinden muss, um ihrem eigentlichen Schicksal folgen zu können. Hierfür legt sie letztendlich eine Stärke an den Tag, für die ich sie bewundert habe und, die ich mir gerne mal im Bedarfsfall ausleihen würde. Bei ihrer Auseinandersetzung mit ihrem Innersten begegnet sie den literarischen Helden ihrer Kindheit, die allesamt sehr schön beschrieben waren. Doch von all den Nebencharakteren blieb für mich der kleine Tok mein besonderer Liebling, denn er zeigt für mich hier wahre Größe.  

Die Botschaft hinter dieser Geschichte ist beeindruckend und wird hier sehr anspruchsvoll vermittelt. Das Ende fand ich sehr überraschend und es zeigt ganz klar auf, dass es neben schwarz und weiß noch unendlich viele Grauschattierungen gibt. Niemand ist nur gut oder böse, jeder ist das Produkt seiner Umwelt und seiner Entscheidungen und für alles gibt es einen Grund im Leben. "Seelenzauber" ist eines jener Bücher, die einem immer wieder Mut machen und Kraft geben, wenn man an der Realität verzweifeln möchte.
 
Fazit:

In "Seelenzauber" wird es auf jeden Fall tiefgründiger, philosophischer und auch teilweise surrealer als man es vom ersten Band "Gezeitenzauber" gewohnt ist. Der inhaltliche Wechsel kommt eventuell zunächst überraschend und ist bestimmt nicht jedermanns Sache, doch wer sich darauf einlassen kann, wird mit diesem Buch auf einen wahren Leseschatz treffen. Mich hält es gedanklich selbst nach Leseende noch fest und ich hoffe sehr, dass Erik Kellen auch noch einen dritten, abschließenden Teil für seine Leser schreiben wird.






ebook mit 422 Seiten
erschienen: 21.11.2013
Preis: 2,99 Euro
ISBN (als Taschenbuch):
978-1494243265
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Vielen Dank an Erik Kellen für die Zusendung eines ebooks.
 

Freitag, 3. Januar 2014

Wie Monde so silbern

Als Cyborg gilt die junge Cinder nicht mehr als Mensch, sondern lediglich als eine Mischung aus Dienerin und Besitz. Sie hat sich ihrem Vormund Ari unterzuordnen, die das Recht hat, alle Entscheidungen für sie zu treffen. Mit ihren geschickten Händen hat sich Cinder einen Namen als Mechanikerin gemacht. Aus diesem Grund steht auch eines Tages Prinz Kai vor ihr und bittet um die Reparatur einer Androidin, die ihm sehr am Herzen liegt. Wie die meisten jungen Mädchen kann auch Cinder sich seinem Charme nicht entziehen.

Und während die ganze Stadt bereits in Aufruhr wegen des bald anstehenden Balls ist, der für Cinder als Cyborg jedoch unerreichbar ist, breitet sich auf der ganzen Welt eine furchtbare und tödliche Krankheit aus: die Blaue Pest! Auch in Cinders Umfeld gibt es Opfer. Und als wäre das alles nicht schon genug, taucht plötzlich auch noch die Königin von Luna auf! Wird es tatsächlich Krieg geben oder stimmen die Gerüchte und sie hat es auf den Prinzen abgesehen?

Meine Meinung:

Die ersten Seiten des Buches haben mich völlig unvermittelt getroffen und ich konnte es zunächst gar nicht richtig einsortieren. Doch dieses Gefühl hat sich schnell verflüchtigt und ich war von der faszinierenden Cinderella-Adaption total vereinnahmt. Sie spielt in einer fernen Zukunft, in der es nicht nur Androiden und Cyborgs gibt, sondern bereits seit sehr langer Zeit Leben auf dem Mond.

Die Protagonistin Cinder war mir schnell sympathisch, was nicht nur dem Appell an mein Mitgefühl geschuldet war, sondern auch ihrem einnehmenden Wesen. Sie ist liebenswert, sensibel und kümmert sich stets um die Ihren. Doch gleichzeitig ist sie auch sehr mutig und tapfer. Furchtlos stellt sie sich ihrem Schicksal, auch, wenn es große Opfer von ihr verlangt.

Auch Prinz Kai scheint ein echtes Goldstück zu sein. Zwar würde er am liebsten erst in weiter Ferne regieren, aber er hat das Herz auf dem rechten Fleck und steht Cinder in Selbstlosigkeit in keiner Weise nach. Doch im Gegensatz zum ursprünglichen Aschenputtel-Märchen muss er sich mit einigen Problemen mehr als Standesdünkel und einer bösen Stiefmutter seiner Angebeteten herumschlagen.

Cinderella ist definitiv mein absolutes Lieblingsmärchen, doch wer denkt, dass er dadurch weiß, was in diesem Roman geschieht und auf welches Ende es hinausläuft, liegt weit daneben. Mit dem klassischen Märchen als Grundstock hat die Autorin eine faszinierende, futurische, neue Welt erschaffen, der ich mich einfach nicht verschließen konnte und, in die ich auf schnellstem Wege wieder eintauchen möchte.

Fazit:

Mit "Wie Monde so silbern" ist Marissa Meyer ein erstklassiger Auftakt zu ihren Luna-Chroniken, die als Vierteiler geplant sind, gelungen. Mit einer Mischung aus Fantasy, Dystopie und Science Fiction konnte mich der Roman begeistern und die Seiten flogen nur so dahin. Die Fortsetzung "Wie Blut so rot" ist bereits jetzt ein absolutes Muss in meinem Bücherregal. 





gebundenes Buch mit 384 Seiten
Verlag: Carlsen
Facebookauftritt des Verlags → HIER
erschienen: 20.12 2013
Alter: ab 12 Jahren
Preis: 18,90 Euro, ebook inklusive
ISBN:
978-3-551-58286-7
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Vielen Dank an den Carlsen Verlag für die Zusendung eines Rezensionsexemplars. 

Mittwoch, 1. Januar 2014

Gray kiss

Noch immer ist Samantha eine Gray und scharf auf jede Seele, die sich ihr nähert. Verzweifelt ist sie auf der Suche nach Stephen, um ihre eigene Seele und die ihrer Freundin Carly zurückzuerhalten. Gleichzeitig entdeckt sie gemeinsam mit Bishop und seinem Team, dass die Grays immer stärker werden und auch Sam spürt die Veränderung. Einzig Bishops Bruder Kraven scheint ihren immer stärker werdenden Hunger bremsen zu können - sehr zum Missfallen von Bishop.

Zudem gibt es auffällig viele Suizide in der Stadt und ausgerechnet ihre Erzfeindin Jordan versucht das Geheimnis dahinter zu entschlüsseln und begibt sich damit in Gefahr. Als das Team Verstärkung von der wunderschönen Cassandra bekommt, ist Sams Misstrauen geweckt, zumal sich der Neuzugang auffällig oft in Bishops Nähe aufhält.

Meine Meinung:

Der erste Band der Dilogie hatte mir gut gefallen und so ging ich mit hohen Erwartungen an die Fortsetzung, die diese voll und ganz erfüllt hat.

Ich mag den jugendlich-lockeren Schreibstil von Michelle Rowen, der mit vielen kleinen sarkastischen Bemerkungen gespickt ist und mich dadurch so außerordentlich gut unterhalten hat.

Gerne bin ich zurückgekehrt in die ungewöhnliche Stadt Trinity, in der sich seit einer Weile übernatürliche Wesen zu stapeln scheinen. Die Barriere, die über die Stadt gelegt worden ist, hindert sie am Fortkommen und es ist an Bishop und seinem Team dafür zu sorgen, die Grays zu vernichten und die Menschen der Stadt zu schützen. Unglücklicherweise ist auch Samantha immer noch eine Gray und somit eigentlich eines der Ziele der Einsatzgruppe. Doch zum Glück sind sie auch auf ihre weiteren Fähigkeiten angewiesen und haben sie deshalb teils widerwillig mit in ihr Team aufgenommen.

Die Ereignisse der letzten Zeit sind an den Charakteren nicht spurlos vorbeigegangen und die Entwicklung der einzelnen in der Gruppe wrd sehr schön und schlüssig dargestellt. Neben Samanthas verzweifelter Suche nach ihrer Seele wird in diesem Band auch sehr stark die Beziehung der Brüder Bishop und Kraven zueinander thematisiert. Während Bishop sich immer noch verschließt und verzweifelt dagegen ankämpft, seinen Verstand nicht zu verlieren, füttert Kraven Sam absichtlich mit kleinen Brocken der Vergangenheit der Jungs und hat eine diebische Freude daran, dass er der einzige ist, der Sams übernatürlichen Hunger stillen kann und dabei keinen Schaden nimmt, weil er nicht mehr im Besitz seiner Seele ist. Das sorgt für weiteren Zündstoff in der explosiven Beziehung der drei zueinander.

Das Ende fand ich sehr stimmig und schön. Alle offenen Fragen werden geklärt, die Hintergründe entschlüsselt und der unerwartete Schluss hat mich mit einem guten Gefühl aus der Geschichte entlassen.

Fazit:

"Gray kiss" ist der zweite Teil einer spannenden und unterhaltsamen Dilogie aus dem Genre der Jugendfantasy. Gut dargestellte Charaktere, die mich schnell für sich gewinnen konnten, haben mich überzeugt, ebenso wie die einfallsreiche Handlung und der kontant eingestreute Sarkasmus, den ich in Dialogen so sehr liebe. Ich bin schon sehr gespannt auf die nächsten Projekte von Michelle Rowen.





Taschenbuch mit 416 Seiten
Verlag: Mira Taschenbuch - Darkiss
erschienen: Dezember 2013
Preis: 12,99 Euro
ISBN: 978-3-86278-881-1
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Vielen Dank an den Mira Taschenbuch Verlag und an Blogg dein Buch für die Zusendung eines Rezensionsexemplars.