Es ist Emily nicht
leichtgefallen, Hollyhill zu verlassen und nach München zurückzukehren.
Doch hier angekommen, vermisst sie ihre Freundin Fee, die seit kurzem
spurlos verschwunden ist. Erst Joe und Silly, die plötzlich bei ihr
auftauchen, bringen Licht ins Dunkel und erklären Emily, dass Fee kurz
nach ihrer Abreise auf der Suche nach ihr in Hollyhill aufgetaucht ist.
Sie bitten sie um ihre Hilfe. Da
Emily seit einiger Zeit auch schlimme Träume wegen Matt hat, in denen
immer wieder dasselbe geschieht, sagt sie zu und reist zurück. Doch
Matt ist nicht in Hollyhill und auch sonst hat sich das Dorf irgendwie
verändert....
Meine Meinung: Endlich
ist er da, der abschließende Band der Hollyhill-Reihe, und natürlich
mochte ich wieder mit auf die Reise gehen. Dieses Mal ist das
liebgewonnene Cover in einem kräftigen Rot unterwegs und signalisiert
gemeinsam mit dem verheißungsvollen Titel ein hoffentlich gutes Ende der
Reihe.
Auch bei diesem Band war das Lesen des Buches ein Genuss. Das lag vor allem an dem flüssigen Schreibstil der Autorin, der mich
durch die Geschichte fliegen ließ. Die schön gezeichneten Charaktere, die alle sehr stimmig und gut
beschrieben sind, haben mich schon vor langer Zeit für sich eingenommen und eine magische
Anziehungskraft auf mich ausgeübt. Ich habe mitgelacht und geweint und
mich der spannenden Atmosphäre hingegeben, die mich ganz und gar
gefesselt hat. Dass
Emilys Freundin Fee in diesem Band präsenter ist, hat mich sehr
gefreut. Auf der Suche nach Emily hat sie Hollyhill entdeckt - und fühlt
sich hier pudelwohl. Das hat natürlich auch mit einem gewissen jungen
Mann zu tun, der ganz und gar nicht Emilys Zustimmung findet. Fee bringt
frischen Wind in das Dorf, auch wenn ich manchmal das Gefühl hatte,
dass sie alles viel zu sehr auf die leichte Schulter nahm. Böse sein
konnte ich ihr deswegen jedoch nicht. Gut
gefallen hat mir auch, wie die Autorin die Atmosphäre der 1920er Jahre
transportiert hat. Das machte es mir leicht, mir die einzelnen Szenen
vorzustellen, die zeitgleich in meinem Kopf mitliefen. Das
Ende der Reihe hat mir gut gefallen, auch wenn noch einige Fragen für
mich offenblieben. Aber vielleicht überrascht die Autorin ihre Leser ja
doch noch mal mit einer Fortsetzung? Wer weiß...
Fazit: In "Für immer Hollyhill" begibt sich Emily zum dritten Mal mit dem Dorf auf Reisen. Schnell hat mich der Jugendfantasyroman wieder mit seinen Charakteren verzaubert und tief in seine Geschehnisse hineinkatapultiert. Ich liebe
Zeitreiseromane und diese Reihe ist auf jeden Fall etwas Besonderes mit der genau richtigen Mischung aus Spannung,
Magie und Liebe, die mich direkt gefesselt hat.
gebundenes Buch mit 385 Seiten Verlag: Heyne fliegt Alter: ab 14 Jahren Preis: 16,99 Euro ISBN: 978-3-453-27028-2 erschienen: 29.02.2016 weiter Infos, Leseprobe und Einkauf über Verlag möglich → HIER Blog der Autorin → HIER
Vielen Dank an den Heyne Verlag für die Zusendung eines Rezensionsexemplars.
Nach außen ist
Albas Leben einfach fantastisch. Ihr Vater ist der mächtigste Mann
Londons, sie leben in einem wunderschönen Haus im wohlhabenden Norden
und sie hat eigentlich alles, was man sich zum Leben wünscht. Vom
näheren betrachtet ist ihr Dasein jedoch alles andere als rosig. Sie
lebt in einem goldenen Käfig, den sie nur zum Schulunterricht verlassen
darf. Ihre Eltern kümmern sich bestenfalls nicht um sie, doch wenn ihre
Mutter eine schlechte Phase hat, lebt sie ihre Aggressionen mit Vorzug
an ihrer Tochter aus.
In einer besonders schlimmen Nacht stößt
die Sechzehnjährige an ihrem heimlichen Rückzugsort plötzlich auf das
Memorandum der Familie. Hier werden die Erinnerungen gesichert gelagert,
die sich in der Zukunft aufzeichnen lassen und deren Missbrauch oder
Diebstahl mit dem Tode bestraft werden. Just in dem Moment der
Entdeckung steht jedoch ausgerechnet Seven vor ihr, der einen wichtigen
Erinnerungschip stehlen soll. Ein Plan reift in Alba, dessen Ausführung
sie beide in große Gefahr bringen kann.
Meine Meinung:
Bei
diesem Buch hatten mich sowohl das schöne Cover, als auch der
interessante Klappentext angesprochen. Nachdem ich mir bei den
gespeicherten Erinnerungen zunächst so etwas wie Dumbledores Denkarium
vorgestellt habe, bin ich sehr neugierig geworden und wollte unbedingt
wissen, was sich hinter der Geschichte verbirgt
Die Handlung
spielt in der Zukunft und ist abwechselnd aus der Sicht von Alba und
Seven geschrieben. Sie beginnt mit einer spannenden Szene, die die
Geschehnisse ein wenig vorwegnimmt und schwenkt dann um in eine
ausführliche Einleitung.
Dabei kommt die Geschichte erst langsam
ins Rollen. Die Autorin erklärt sehr ausführlich die Welt ihrer beiden
Protagonisten, die ich mir sehr gut vorstellen konnte. Nur zögerlich
kommt dann Fahrt auf, die bei einer Razzia ihren ersten Höhepunkt
erlangt.
Alba und Seven leben ihre Leben im absoluten Gegensatz.
Während Alba im reichen Norden lebt und es ihr körperlich an nichts
mangelt, muss sich Seven im Süden hart durchkämpfen und für seinen
Lebensunterhalt stehlen. Für beide birgt das Zusammensein Gefahr und
dennoch bringt sie nichts davon ab. Beide Charaktere fand ich sehr
sympathisch und interessant, aber sie konnten mich leider nicht gänzlich
packen.
Dennoch konnte ich die Geschichte einfach nicht zur
Seite legen. Mir persönlich haben hier zwar ein paar
Hintergrundinformationen gefehlt, aber die Idee zur Geschichte gefällt
mir wirklich gut. Vielleicht hätte sie etwas besser ausgebaut werden
können.
Währenddessen der Schreibstil der Autor dafür sehr
leicht und flüssig zu lesen war und die Handlung dadurch für mich nie
ins Stocken geriet. Es hat Spaß gemacht, den Roman zu lesen und die Zeit
flog nur so dahin.
Fazit:
Mit "Alba & Seven - Vertraue niemals der Erinnerung"
hat Natasha Ngan einen interessanten Jugendroman mit dystopischem
Hintergrund geschaffen. Mit ihrer Grundidee konnte mich die Autorin sehr
überzeugen und ihr kurzweiliger Schreibstil hat mich dabei die ganze
Zeit für sich eingenommen. Ich würde mich freuen, wenn es eine
Fortsetzung zu der Geschichte geben würde.
gebundenes Buch mit 432 Seiten Verlag: Arena Autorin: Natasha Ngan Übersetzer/in: Michael Koseler Facebookauftritt des Verlags → HIER erschienen: Januar 2016 Alter: ab 14 Jahren Preis: 17,99 Euro ISBN: 978-3-401-60138-0 mehr Infos und Einkauf über Verlag möglich → HIER Facebookseite der Autorin → HIER
Vielen Dank an den Arena Verlag für die Zusendung eines Rezensionsexemplars.
Um die Pflege
ihrer kranken Oma bezahlen zu können, bricht die siebzehnjährige Sara
in fremde Häuser ein und stiehlt dort Diamanten. Nicht nur ihre
Kletterbegabung kommt ihr dabei zugute, sondern auch ihr
außergewöhnliches Talent in Bezug auf Diamanten: Sie kann sie hören! Für
sie haben sie einen ganz besonderen Klang, der sie zu sich ruft.
Dadurch ist sie zu einer Meisterdiebin geworden.
Ihr Hehler
Kratos, dem sie ihre Ware regelmäßig in die Katakomben bringt, verlangt
regelmäßig Extras von ihr, die sie nicht versteht, aber die sie in ihrer
Geldnot akzeptiert. Doch dann spürt Sara, dass sie verfolgt wird. Als
sie sich diesem Verfolger stellt, löst das Zusammentreffen ungeahnte
Fähigkeiten in Sara aus, die ihr Leben auf den Kopf stellen.
Meine Meinung:
Der
Titel des wunderschön gestalteten Buches verspricht etwas Großartiges.
Gemeinsam mit dem Klappentext hat er bei mir Erwartungen bezüglich des
Fantasy-Genres geweckt. Doch tatsächlich bleibt die Geschichte näher an
unserer Realität, als ich vermutet habe und spielt vermutlich in einer
nahen Zukunft.
Der Schreibstil von Bettina Belitz ist leicht düster, aber ausgesprochen einprägsam. Dabei hat er einen Sog auf mich ausgeübt, der seinesgleichen sucht. Ich war fasziniert von der Handlung, von der Idee, die hinter dieser Geschichte steht und konnte
die besondere Atmosphäre, die die Autorin geschaffen hat, die ganze Zeit fühlen. Was
ich an den Geschichten der Autorin mag, ist, dass sie nicht auf Kampf
mit ihren Charakteren gefallen will. Meist sind sie recht eigen und
haben auch oft Eigenschaften, die sie nicht gleich auf Anhieb
sympathisch machen. Das gilt auch für Sara. Sie ist manchmal etwas
eigentümlich, doch wenn man die Umstände bedenkt, wie sie aufgewachsen
ist, kann man es ihr wirklich nicht verübeln, denn Liebe und Zuwendung
hat sie eigentlich nur von ihrer Oma Alina erfahren, die ihr
krankheitsbedingt längst keine Stütze mehr ist, sondern indirekt nun vollen Einsatz von Sara fordert. Diese schleicht sich langsam in mein Herz, löst des öfteren Unverständnis aus, aber setzt sich dabei dennoch ganz fest.
Insbesondere
den Beginn des Romans fand ich sehr gelungen. Saras Gabe hat die
Autorin sehr schön beschrieben, ebenso wie ihren familiären Hintergrund.
Eine Wende erhält die Geschichte als Sara auf Damir trifft, der ihr
seit der ersten Begegnung plötzlich immer wieder über den Weg läuft.
Auch er ist schwer charakterlich einzuschätzen und alles andere als der
viel umschwärmte Protagonist.
Manchmal empfand ich die Vielfalt
des Romans fast als ein wenig zuviel. Es geht um fantastische Gaben, ein
Familiendrama, Liebe, Drogen und noch viele andere Themen. Mir
persönlich fehlte ein bisschen der Fantasyschwerpunkt, den ich mir
erhofft hatte.
Die vorgegebene Altersempfehlung von 14 Jahren
finde ich etwas zu niedrig angesetzt. Das Buch enthält nicht nur viele
komplexe Themen, sondern auch einige eher härtere Szenen, die für mich
zu einer Empfehlung ab 16 Jahren führen. Auch wenn es sich nur um zwei
Jahre handelt, gibt es für mich da schon einen ordentlichen
Entwicklungsunterschied bei jungen Menschen.
Letztendlich hätte
ich mir mehr Hintergrundinformationen gewünscht, aber das kann ja noch
kommen. Schließlich handelt es sich hier um einen Trilogieauftakt. Ich
bin jedenfalls schon sehr gespannt auf die Fortsetzung.
Fazit: Mit "Diamanenkrieger-Saga: Damirs Schwur"hat Bettina Belitz einen Roman geschaffen, der mich aufgrund des genialen und düsteren Schreibstils
der Autorin unheimlich fesseln konnte und eine gewisse Faszination auf mich ausgewirkt
hat. Gebannt habe ich das Geschehen verfolgt und bin jetzt schon gespannt, was die Fortsetzung bringen wird.
gebundenes Buch mit 449 Seiten Verlag: cbt Autorin: Bettina Belitz Facebookauftritt des Verlags → HIER
erschienen: 22.02.2016 Alter: ab 14 Jahren Preis: 17,99 Euro ISBN: 978-3-570-16417-4 mehr Infos, Leseprobe und Einkauf über Verlag möglich →HIER Website der Autorin → HIER
Vielen Dank an den cbt Verlag für die Zusendung eines Rezensionsexemplars.
"Eigentlich wollte Yuma nach dem Abi in Frankreich jobben, weit weg von
ihrem nervigen Stiefbruder Linus, der die ganze Nacht Games zockt. Doch
plötzlich taucht bei ihm Amon auf, ein seltsamer Typ mit türkisen
Augen. Yuma erscheint er bedrohlich, gleichzeitig ist sie fasziniert von
ihm. Garantiert machen sie was Illegales und Yuma beschließt, dem auf
die Spur zu kommen. Ein schwerer Fehler: Ihre Nachforschungen
katapultieren sie in eine Welt, die nach den Regeln eines Computerspiels
funktioniert – doch Yuma hat von Gaming keine Ahnung! Unversehens
findet sie sich im Setting einer verlassenen Stadt mit tödlichen
Gefahren wieder und erkennt: Das hier ist kein Spiel, in dem man einfach
von vorne beginnt, wenn die Spielfigur gestorben ist. Es geht ums
nackte Überleben ... und eine gefährliche Liebe." (Quelle: HIER) Meine Meinung: Nachdem die "Zauber der Elemente"-Reihe der Autorin
schon eine Weile auf meiner Wunschliste lag, bin ich auf die neue Reihe
von Daphne Unruh gestoßen - und direkt eingetaucht. Das Buch mit dem
ansprechenden Cover ist in einem angenehmen Schreibstil geschrieben und
hat mich sofort für sich gefangengenommen. Die
Charaktere fand ich sehr gut dargestellt. Sie wirkten authentisch,
nahezu lebendig und konnten mich von sich überzeugen. Die Protagonistin
Yuma war mir gleich zum Anfang sympathisch, obwohl sie manchmal fast zu
gut wirkte. Da bin ich mit ihrer besten Freundin definitiv einer
Meinung. Doch als sie nur einmal von ihrem üblichen Verhalten abweicht,
nicht auf ihre innere Stimme hört und ihre Nase in fremde Angelegenheiten
steckt, findet sie sich prompt in einer gefährlichen Welt wieder. Doch
zum Glück ist Yuma auch sehr mutig und lässt sich nicht so schnell
unterkriegen. Das mochte ich sehr an ihr. Ihr
Stiefbruder Linus ist da eher gewöhnungsbedürftig. Er lässt Yuma bei
jeder Gelegenheit spüren, dass er sie als Eindringling empfindet. Dass
er sein zweites Zimmer an sie abgeben musste, als sie mit ihrem Vater
eingezogen ist, macht die Sache nicht wirklich besser. Auch
Amon ist ein interessanter Charakter, der so schnell nicht zu
durchschauen ist. Doch das macht ihn natürlich auch geheimnisvoll und
wirkt dadurch sehr anziehend auf Yuma. Sein Verhalten ist sehr
wechselhaft; es fiel mir schwer, ihn in eine Schublade zu stecken. Die
Beschreibungen in dem Buch waren sehr detailreich, so dass ich das
Gefühl hatte, Yuma fast zu begleiten. Die Welt, die die Autorin
erschaffen hat, ist sehr genau beschrieben und nahm augenblicklich
Gestalt in meinem Kopf an. Dazu kommt, dass die Spannung die ganze Zeit
spürbar war und das Buch mich mit seinem Gesamtpaket einfach nur
begeistern konnte. Fazit: Dystopiefreunde
und Liebhaber spannender Jugendromane werden bei "Lost City 1.0" auf
jeden Fall auf ihre Kosten kommen. Der Trilogieauftakt von Daphne Unruh
konnte mich mit seiner gut umgesetzten Idee voll und ganz überzeugen und
macht mich jetzt schon neugierig auf die Fortsetzung, die zum Glück
noch dieses Jahr erscheinen wird.
Taschenbuch mit 284 Seiten Autor/in: Daphne Unruh Verlag: createspace erschienen: 19.01.2016 Preis: 9,99 Euro ISBN:978-1523498024 mehr Infos, Leseprobe und Einkauf über Verlag möglich → HIER Website der Autorin → HIER Vielen Dank an die Autorin für die Zusendung eines Rezensionsexemplars.