Freitag, 18. März 2016

Die Diamantenkrieger-Saga: Damirs Schwur

Um die Pflege ihrer kranken Oma bezahlen zu können, bricht die siebzehnjährige Sara in fremde Häuser ein und stiehlt dort Diamanten. Nicht nur ihre Kletterbegabung kommt ihr dabei zugute, sondern auch ihr außergewöhnliches Talent in Bezug auf Diamanten: Sie kann sie hören! Für sie haben sie einen ganz besonderen Klang, der sie zu sich ruft. Dadurch ist sie zu einer Meisterdiebin geworden.

Ihr Hehler Kratos, dem sie ihre Ware regelmäßig in die Katakomben bringt, verlangt regelmäßig Extras von ihr, die sie nicht versteht, aber die sie in ihrer Geldnot akzeptiert. Doch dann spürt Sara, dass sie verfolgt wird. Als sie sich diesem Verfolger stellt, löst das Zusammentreffen ungeahnte Fähigkeiten in Sara aus, die ihr Leben auf den Kopf stellen.

Meine Meinung:

Der Titel des wunderschön gestalteten Buches verspricht etwas Großartiges. Gemeinsam mit dem Klappentext hat er bei mir Erwartungen bezüglich des Fantasy-Genres geweckt. Doch tatsächlich bleibt die Geschichte näher an unserer Realität, als ich vermutet habe und spielt vermutlich in einer nahen Zukunft.

Der Schreibstil von Bettina Belitz ist leicht düster, aber ausgesprochen einprägsam. Dabei hat er einen 
Sog auf mich ausgeübt, der seinesgleichen sucht. Ich war fasziniert von der Handlung, von der Idee, die hinter dieser Geschichte steht und konnte die besondere Atmosphäre, die die Autorin geschaffen hat, die ganze Zeit fühlen.
Was ich an den Geschichten der Autorin mag, ist, dass sie nicht auf Kampf mit ihren Charakteren gefallen will. Meist sind sie recht eigen und haben auch oft Eigenschaften, die sie nicht gleich auf Anhieb sympathisch machen. Das gilt auch für Sara. Sie ist manchmal etwas eigentümlich, doch wenn man die Umstände bedenkt, wie sie aufgewachsen ist, kann man es ihr wirklich nicht verübeln, denn Liebe und Zuwendung hat sie eigentlich nur von ihrer Oma Alina erfahren, die ihr krankheitsbedingt längst keine Stütze mehr ist, sondern indirekt nun vollen Einsatz von Sara fordert. Diese schleicht sich langsam in mein Herz, löst des öfteren Unverständnis aus, aber setzt sich dabei dennoch ganz fest.

Insbesondere den Beginn des Romans fand ich sehr gelungen. Saras Gabe hat die Autorin sehr schön beschrieben, ebenso wie ihren familiären Hintergrund. Eine Wende erhält die Geschichte als Sara auf Damir trifft, der ihr seit der ersten Begegnung plötzlich immer wieder über den Weg läuft. Auch er ist schwer charakterlich einzuschätzen und alles andere als der viel umschwärmte Protagonist.

Manchmal empfand ich die Vielfalt des Romans fast als ein wenig zuviel. Es geht um fantastische Gaben, ein Familiendrama, Liebe, Drogen und noch viele andere Themen. Mir persönlich fehlte ein bisschen der Fantasyschwerpunkt, den ich mir erhofft hatte.

Die vorgegebene Altersempfehlung von 14 Jahren finde ich etwas zu niedrig angesetzt. Das Buch enthält nicht nur viele komplexe Themen, sondern auch einige eher härtere Szenen, die für mich zu einer Empfehlung ab 16 Jahren führen. Auch wenn es sich nur um zwei Jahre handelt, gibt es für mich da schon einen ordentlichen Entwicklungsunterschied bei jungen Menschen.

Letztendlich hätte ich mir mehr Hintergrundinformationen gewünscht, aber das kann ja noch kommen. Schließlich handelt es sich hier um einen Trilogieauftakt. Ich bin jedenfalls schon sehr gespannt auf die Fortsetzung.

Fazit:

 

Mit "Diamanenkrieger-Saga: Damirs Schwur" hat Bettina Belitz einen Roman geschaffen, der mich aufgrund des genialen und düsteren Schreibstils der Autorin unheimlich fesseln konnte und eine gewisse Faszination auf mich ausgewirkt hat. Gebannt habe ich das Geschehen verfolgt und bin jetzt schon gespannt, was die Fortsetzung bringen wird.





gebundenes Buch mit 449 Seiten
Verlag: cbt
Autorin: Bettina Belitz
Facebookauftritt des Verlags → HIER
erschienen: 22.02.2016
Alter: ab 14 Jahren
Preis: 17,99 Euro
ISBN: 978-3-570-16417-4

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Vielen Dank an den cbt Verlag für die Zusendung eines Rezensionsexemplars.