Donnerstag, 30. Mai 2013

Die Kane-Chroniken - Der Feuerthron

Carter und Sadies neueste Aufgabe ist es, die Sonnenlitanei zu beschaffen, die in drei Teile zerlegt ist. Diese benötigen sie, um den Sonnengott Re wiederzuerwecken, damit dieser den Kampf gegen die Chaos-Schlange Apophis aufnehmen kann, die die ganze Welt bedroht. Und sie haben nur fünf Tage Zeit dazu. Die beiden Geschwister stürzen dabei wie gewohnt von einem Abenteuer ins andere. Wird ihr Plan gelingen?

Meine Meinung:

Ich freue mich immer, wenn ich ein neues Buch von Rick Riordan in der Hand halten darf, da ich seinen lebendigen und ungewöhnlichen Schreibstil sehr schätzen gelernt habe.

Das zweite Abenteuer von Sadie und Carter ist ähnlich aufgebaut wie der erste Band. Beide erzählen hier abwechselnd rückblickend von ihrem letzten Erlebnis und gestalten die Geschichte so ungeheuer lebendig. Die freche Sprache, derer sich der Autor hier wieder bedient, unterstützt diesen Eindruck und macht das Lesen zu einem wahren Vergnügen.

Inzwischen sind Carter und Sadie unter die Ausbilder gegangen. Einige talentierte, junge Leute leben nun zusammen mit ihnen im Brooklyn House und lassen sich von den beiden auf dem alten Weg der Götter unterrichten. Das ist dem Lebenshaus natürlich ein Dorn im Auge. Die neuen Charaktere sind sehr interessant und runden die Geschichte angenehm ab. Dadurch lässt es sich auch viel besser verkraften, das einige liebgewonnene aus dem ersten Band hier leider nur eine Nebenrolle spielen.

Auch die Gefühle kommt natürlich nicht zu kurz in diesem unterhaltsamen Roman. Besonders auf Sadie scheint in diesem Teil diesbezüglich das Hauptaugenmerk zu liegen. Sie kann sich nicht entscheiden, wem sie ihre Zuneigung schenken soll und schwankt zwischen dem Nachwuchsmagier Walt und dem Gott Anubis. Neben all den Erlebnissen der letzten Zeit zeigt sie hier, dass auch sie eigentlich nur ein Mädchen ist mit den gleichen Wünschen und Bedürfnissen wie andere ihres Alters auch.

Fazit:

"Die Kane-Chroniken - Der Feuerthron" war genau wie sein Vorgänger wieder eine sehr spannende und unterhaltsame Lektüre. Rick Riordan hat es wieder einmal geschafft, eine gelungene Mischung aus ägyptischer Mythologie, Abenteuer und Witz zu schaffen, die mich durchweg gefesselt hat. Es hat mir viel Spaß gemacht, Carter und Sadie wieder auf ihre Abenteuer zu begleiten und die am Ende offenen Fragen lassen mich bereits ungeduldig auf den nächsten Band warten. 





gebundenes Buch mit 528 Seiten
Verlag: Carlsen
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Alter: ab 12 Jahren
erschienen: März 2013
Preis: 17,80 Euro
ISBN: 978-3-551-55589-2
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Montag, 27. Mai 2013

Der Tod und die Diebin - Bündnis der Sieben 01

Lucy Sorokin ist eine geschickte Diebin, die gerade erst wieder einen heißen Coup gelandet hat. Mit Leichtigkeit hat sie Kolja Grigorjew verführt, dann zielgerichtet ausgeknockt und ist dann mit ihrer Beute ganz schnell verschwunden. Dummerweise gehört dazu auch ein besonderer Ring, den der vor Wut rasende Kolja unbedingt wiederhaben will. Denn Kolja ist nicht nur irgendein reicher Trottel, sondern ein bösartiger Nephilim, der von dem Ring seine Lebensenergie erhält. Ihm bleibt nicht mehr viel Zeit, deshalb setzt er die Bruderschaft der anonymen Meister, das älteste Syndikat auf der Welt,  auf Lucy an.

Zu dieser Bruderschaft gehört auch Daniel, der für die Organisation auf Bestellung tötet. Wie alle dort ist er ein Wiedergeborener und mit jedem neuen Leben muss er für sie tätig sein. Lange hat er versucht unterzutauchen, doch jetzt hat ihn die Bruderschaft wiedergefunden und ihn zu einem neuen Auftrag genötigt: Lucy.

Daniel Spezialität ist der leise Tod der besonderen Art und so pirscht er sich beizeiten an sein neues Opfer heran. Ärgerlich nur, dass diese Lucy genau die Art von Frau ist, nach der er sich sehnt und während er noch mit sich und seinem Auftrag hadert, liefern sich die beiden ein erotisches Vorspiel mit allen Finessen.

Meine Meinung:

Swantje Berndt hat mit ihrem neuen Roman eine tolle Idee verwirklicht. Die Wiedergeborenen sind dazu verdammt, sich in jedem neuen Leben an alle vorangegangenen zu erinnern. Haben sie sich einmal mit Leib und Seele der Bruderschaft verschrieben, gibt es für sie kein Entkommen mehr. Sie gehören ihr auf ewig an und  Ungehorsam wird mit dem Verlust der Seele bestraft.

Daniel Levant gehört zu denen, die ihre Mitgliedschaft in dem Syndikat bereuen. Schon einmal hat er versucht der Bruderschaft zu entkommen, doch ein alter Bekannter hat ihn erneut aufgestöbert. Daniel ist ein sehr emotionaler Charakter. Er liebt die Frauen und das Vergnügen mit voller Hingabe. Gleichzeitig hadert er aber auch oft mit seinem Schicksal und verfällt dabei in eine tiefe Melancholie, die fast an Selbstzerstörung grenzt. Sein neuer Auftrag bringt ihn an die Grenzen seiner Belastbarkeit und dabei seine Seele in sehr große Gefahr.

Auch Lucy ist es gewohnt, das andere Geschlecht um den Finger zu wickeln und hat auch keinerlei Skrupel dies für ihre Streifzüge auszunutzen. Stehlen ist ihr Lebensinhalt und damit macht sie auch vor nichts und niemanden halt. Daniels Auftauchen und seine Verführungskünste bringen ihre emotionalen Barrieren ins Schwanken. Sie ist fast versucht, von ihrem bisherigen Lebensstil abzuschweifen, als die Bedrohung durch Kolja Grigorjew und seine Handlanger alles durcheinanderbringt.

Swantje Berndts flüssiger Schreibstil hat mich zügig durch die Handlung gelenkt. Die schnell aufkommende Spannung ließ mich das Buch gar nicht mehr an die Seite legen und die prickelnde Erotik hat das ihre dazugetan.

Fazit:

Starke Charaktere, anhaltende Spannung und eine gut umgesetzte Idee haben "Der Tod und die Diebin - Bündnis der Sieben 01" zu einem tollen Auftakt einer verheißungsvollen Urban Fantasy-Reihe werden lassen. Der vielversprechende Schluss lässt auf einen spannenden Nachfolgeband hoffen, den ich mit Sicherheit auch wieder vernaschen werde.




Taschenbuch mit Seiten
Verlag: Sieben Verlag
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erschienen: Mai 2013
Preis: 14,90 Euro
ISBN: 978-3-864431-38-8
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Sonntag, 26. Mai 2013

Das Geheimnis des Nebels

Cover: www. burg-verlag.com
Diana lebt allein mit ihrer Mutter in einem ruhigen und beschaulichen Ort, an dem selten etwas Aufregendes geschieht. Als sie gerade auf dem Rückweg von ihrer Freundin Janina ist und ihre bevorzugte Abkürzung durch den nahen Wald nimmt, hat sie dort eine merkwürdige Erscheinung, die sie ängstigt und, die sie nicht zuordnen kann. Im dichten Nebel meint sie die Umrisse eines Drachens wahrgenommen zu haben! Das gibt´s doch gar nicht!

Im Laufe der nächsten Tage verblasst die Erinnerung immer mehr und wird schnell von dem Autauchen eines neuen Mitschülers in der Parallelklasse verdrängt. Dessen leuchtend grüne Augen haben es Diana sofort angetan und lassen sie so schnell nicht wieder los. Doch deren Besitzer Adrian ist ihr gegenüber sehr schroff und abweisend, so dass sich Diana verletzt wieder zurückzieht. Widrige Umstände auf der gemeinsamen Klassenfahrt bringen die beiden jedoch immer wieder in Kontakt und lösen bei Diana ein Auf und Ab ihrer Gefühle aus. Was steckt hinter dem seltsamen Verhalten von Adrian? Und was zur Hölle ist da nachts mitten im Wald passiert?

Meine Meinung:

Der flüssige und sehr ausführliche Schreibstil von Pia Hepke hat mich sehr schnell in die Geschichte hineingezogen, die sie abwechselnd aus der Sicht von Diana in der Ich-Form und aus verschiedenen dritten Personen erzählt.

Dabei erhält man einen tiefen Einblick in Dianas Charakter, die mir nach wenigen Seiten schon sympathisch war. Sie ist sehr liebenwürdig und fast zu gutmütig. Manchmal hätte ich sie gerne geschüttelt, wenn sie mal wieder all zu schnell ihrer Freundin Janina verziehen hat, die sich oft ganz selbstverständlich die gemeinsame Freundschaft zunutze macht, in dem Wissen, dass Diana ihr bestimmt bald wieder vergeben wird. An diesen Stellen hätte ich mir manches Mal etwas mehr Selbstbewusstsein für Diana gewünscht.

Adrian ist sehr geheimnisvoll und gibt nur wenig über sich preis. Sein ständig wechselhaftes Verhalten verwirrt Diana und erschwert das Aufkommen tiefergehender Gefühle. Doch hinter dieser Fassade erkennt man seine verletzte Seele, die Angst hat, sich in irgendeiner Form an andere Personen zu binden. Nur langsam öffnet sich Adrian vereinzelt und trifft dabei eine folgenschwere Entscheidung.

Obwohl ich anfänglich oftmals das Gefühl hatte, zu wissen, in welche Richtung die Geschichte gehen würde, hat mich die Autorin immer wieder mit vielen unerwarteten, starken Nebenszenen beglückt, die neue Fragen bei mir aufgeworfen haben, die ich unbedingt geklärt wissen will. Die Geschichte baut sich sehr langsam auf, unterbrochen von gelegentlichen Spannungsspitzen, und führt seine Leser sehr umfassend in das Geschehen ein. Das vorläufige Ende hat mich sehr neugierig gemacht und lässt für den zweiten Band ein erhöhtes Maß an Spannung erwarten.

Fazit:

"Das Geheimnis des Nebels" ist der Auftakt einer vierteiligen Jugendfantasyreihe. Ausführliche Beschreibungen, eine langsam entstehende Liebe und interessante Charaktere haben mir den Roman sehr nahegebracht. Viele offene Fragen und ungeklärte Aspekte lassen mich in freudiger Erwartung auf die Fortsetzung zurück, die noch im Herbst diesen Jahres erscheinen soll und, die ich sehr gerne lesen würde. 






Taschenbuch mit 340 Seiten
Verlag: Burg
erschienen: März 2013
Preis: 12,50 Euro
ISBN: 978-3-937344-99-7
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Samstag, 25. Mai 2013

Die 13 Heiligtümer

Eine alte Frau wird von zwei Männern überfallen und ohne nachzudenken schreitet die junge Sarah ein. Gemeinsam können sich die beiden Frauen erwehren und flüchten. Als Sarah die Frau, Judith Walker, nach Hause begleitet, finden sie es verwüstet vor und kurzerhand lädt Sarah Judith mit zu sich nach Hause ein.

Am nächsten Morgen ist die alte Dame verschwunden und Sarah hat das Gefühl, wie aus einer Art Trance zu erwachen. Sie ahnt noch nicht, dass dieser eine Moment der Hilfsbereitschaft ungeahnte Folgen für sie und ihre Familie haben wird. Denn Judith Walker ist nicht irgendeine alte Frau, sondern eine von 13 Hütern der machtvollen Heiligtümer Britanniens. Und sie ist auf der Flucht, denn jemand ist hinter ihr und den anderen her und hinterlässt dabei eine grausame Spur aus Mord und Verwüstung.

Meine Meinung:

Während ich Michael Scott bisher nur von seiner Nicholas Flamel-Reihe her kannte, die dem Jugendbuchsektor angehört, habe ich ihn bei "Die 13 Heiligtümer" von einer ganz anderen Seite her kennengelernt. Der Thriller ist nicht nur sehr spannend, sondern auch nichts für zarte Gemüter.

Die Protagonistin Sarah wird dabei unfreiwillig zum Spielball besonderer Mächte. Ihr furchtloses Eingreifen bei dem Angriff auf Judith Walker zieht die junge Frau in einen Kampf von Gut und Böse mit enormen Ausmaß. Schnell sind nicht nur finstere Gestalten hinter ihr her, sondern auch die Polizei und Sarahs Suche nach Antworten wird zu einem Wettlauf mit der Zeit. Denn sollte es ihren Verfolgern gelingen, die 13 Heiligtümer zusammenzubringen, sind sie in der Lage, die Pforte zwischen den Welten zu öffnen, die den Menschen Schutz vor den Dämonen bietet.

Der tolle Schreibstil hat mich schnell durch die Seiten fliegen lassen und ich fand die Handlung eigentlich durchweg spannend. Es fließt unheimlich viel Blut und auch vor fiesen Folterszenen macht der Autor hier nicht Halt, auch wenn diese nicht bis in letzte Detail beschrieben sind. Die Handlung des Romans steht hier klar im Vordergrund.

Fazit:

"Die 13 Heiligtümer" ist ein spannender Thriller, der seine Leser nicht viel Zeit zum Luftholen lässt. Zügig führt der Autor durch die Handlung, die eine gut durchdachten Eindruck hinterlässt. Der Roman ist ein Empfehlung für alle Fans von ordentlich viel Spannung, die auch mit integrierten Fantasyaspekten gut zurechtkommen. 






gebundenes Buch mit 400 Seiten
Verlag: Penhaligon
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erschienen: 22.04.2013
Preis: 18,99 Euro
ISBN: 978-3-7645-3110-2
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Website des Autors → HIER

Blogparade (21)

21. Hast du schon negative Erfahrungen bei geliehenen, getauschten oder gebraucht gekauften Büchern gemacht?

Ja, leider schon und nicht zu knapp. Ich habe festgestellt, dass gerade bei der Zustandsbeschreibung von Büchern die Meinungen ganz stark auseinanderdriften. Die meisten legen ganz andere Maßstäbe an als ich. Während ich meine Bücher immer sehr vorsichtig lese und sie meistens auch danach noch aussehen wie neu, geht der ein oder andere doch recht nachlässig um mit seinen Büchern.

Ich habe des öfteren schon bei ebay Bücher mit dem Zustand "wie neu" ersteigert und dann Bücher mit Leserillen, Flecken und Co erhalten. Da gerade bei ebay der Zustand ganz klar definiert ist, kann ich sowas nicht nachvollziehen. Wenn man dann ganz höflich nachfragt, kriegt man nur ´ne pampige Antwort, dass sowas wie Leserillen doch unvermeidbar wäre und die könne man nicht verhindern. Seitdem frage ich nicht mehr nach und ersteigere eigentlich nur noch selten Bücher.

Ich habe auch mal bei einem der Online-Gebrauchtbücher-Händler ein Buch bekommen, das unter aller Kanone war. Die haben das aber anstandslos zurückgenommen.

Beim Tauschen passiert es des öfteren auch, aber das lässt sich leider nicht vermeiden. Aber natürlich macht man auch gute Erfahrungen und so lange diese, die schlechten an Zahl übersteigen, ist es auf jeden Fall eine tolle Sache.