Sonntag, 30. März 2014

Gefährliche Lügen - Zu schön zum Sterben

Natascha Sander hat endlich Ferien, doch statt ihre Zeit nun mit ihrem Freund, dem schnuckeligen Bodyguard Enzo verbringen zu können, sitzt sie allein zu Hause, denn Enzo muss arbeiten. Sein neuer Job bei einer Filmcrew scheint ihn voll einzuspannen, so dass Natascha, als sich ihr die Gelegenheit bietet dort ebenfalls zu arbeiten, völlig verzweifelt zugreift.

Aber irgendwie scheint sich dies auch nicht steigernd auf ihre gemeinsam verbrachte Zeit auszuwirken, denn Enzo zeigt ihr während der Arbeit die kalte Schulter. Vielmehr konzentriert er sich voll und ganz auf seine Klientin, was ziemlich an Nataschas Selbstbeherrschung zerrt. Währenddessen scheint sich die angespannte Atmosphäre am Filmset immer mehr hochzuschaukeln und gipfelt letztendlich sogar in einem Mord! Klar, dass Natascha sich hier in die Ermittlungen einklinken muss, zumal die Polizei mal wieder völlig verpeilt scheint und sich auf den Falschen als möglichen Täter konzentriert!

Meine Meinung:

Natascha Sander ist zurück! Das clevere Mädchen mit der losen Zunge ist natürlich mal wieder direkt in einen Kriminalfall hineingestolpert und natürlich musste ich sie da begleiten, denn ihrem Charme kann man einfach nicht widerstehen.

Dabei gerät die arme Natascha unversehens in die chaotische Scheinwelt einer Filmproduktion hinein, dabei wollte sie doch einfach nur ihrem geliebten Enzo nahe sein. Doch der macht ihr in vielerlei Hinsicht Kummer, was das toughe Mädchen aber nicht daran hindert, ihrer Spürnase und ihrem Herzen zu folgen und nicht nur dafür liebe ich sie einfach. Sie sagt, was sie denkt und das oftmals mit einem sarkastischen Unterton, für den ich sowieso sehr empfänglich bin.

Ich hatte also gar keine andere Wahl, als die meiste Zeit des Lesens mit einem fetten Grinsen dazusitzen, unfähig, das Buch an die Seite zu legen. Auch in diesem Band blitzt dabei immer wieder das goldene Herz von Natascha auf, die sich in fast jeder Lebenslage zu helfen weiß und eher selten nachtragend ist. Mit dem Thema Mädchenhandel wird auch zeitweilig ein ernsterer Ton angeschlagen, der ganz selbstverständlich in die Handlung miteinfließt.

Bei ihrer Suche nach dem Täter ist wieder einmal keiner vor Natascha sicher und irgendwann war ich dann soweit, dass ich fast jeden als Mörder akzeptiert hätte, da ich überhaupt keinen Plan mehr hatte. Geschickt und schlüssig präsentiert die Autorin dann zum Schluss die Auflösung, mit der ich so in dieser Form keinesfalls gerechnet hätte.

Fazit:

"Gefährliche Lügen" ist der dritte Teil um Natascha Sander aus der Feder von Hanna Dietz, der wieder einmal für 1A-Unterhaltung bei mir gesorgt hat. Megawitzig und mit einer ordentlichen Portion Spannung ausgerüstet, hat der Roman dafür gesorgt, dass ich ihn gar nicht mehr aus der Hand legen konnte und die ganze Story begeistert in einem Rutsch durchgelesen habe. 





Klappenbroschur mit 360 Seiten
Verlag: Arena
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erschienen: März 2014
Alter. ab 12 Jahren
Preis: 12,99 Euro
ISBN:
978-3-401-06959-3 

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Vielen Dank an den Arena Verlag für die Zusendung eines Rezensionsexemplars.
 

Sonntag, 23. März 2014

Phantasmen

Vor achtzehn Monaten hat sich die Welt verändert. Zu diesem Zeitpunkt tauchten die ersten Geister Verstorbener auf und seitdem werden es täglich mehr, denn auch die Geister aus der Vergangenheit gesellen sich kontinuierlich dazu. Man kann sie nur sehen, aber nicht spüren. Sie leuchten und sind fast unbeweglich, nur ganz allmählich drehen sie sich täglich auf der Stelle, auf der sie gestorben sind, denn sie verfolgen den Lauf der Sonne.

Rain und ihre Schwester Emma sind auf dem Weg zu der Absturzstelle des Flugzeugs ihrer Eltern. Drei Jahre ist es her, dass die beiden zu Waisen geworden sind und nun mitten in der Wüste noch einmal Abschied nehmen wollen. Doch als dann endlich die Geister ihrer Eltern auftauchen, hat sich etwas verändert. Die ausdruckslose Mimik, die alle Geister zeigen, ist plötzlich einem Lächeln gewichen, doch es ist keines von wohlgesonnener Art, sondern dieses bringt den Tod!

Meine Meinung:

Kai Meyers Bücher sind fast zur Pflichtlektüre für mich geworden und natürlich konnte ich auch "Phantasmen" nicht lange widerstehen. Ich bewundere den Autor für die zahlreichen Ideen, die seinen Büchern zugrunde liegen und auch dieses konnte mich wie immer begeistern. Der Gedanke, dass die Geister Verstorbener noch immer unter uns weilen ist nicht neu, doch hier kann jeder Mensch sie sehen.
Sie leuchten von innen heraus, können den Ort ihres Todes jedoch nicht verlassen. Allein der Gedanke, mein Leben mit der ständigen Präsenz von Geistern an den unmöglichsten Orten zu teilen, finde ich schon sehr gruselig. Das ist jedoch nichts zu dem, was geschieht, wenn diese zu lächeln beginnen.

Ich fühlte mich schnell mit der Protagonistin Rain verbunden, aus deren Sicht der Roman geschildert ist und ich konnte ihre Panik förmlich spüren, als das erste Lächeln einsetzt. Ich habe mit ihr mitgefiebert und eine wachsende, innere Unruhe verspürt, denn ich wollte sie, ihre Schwester und auch Tyler in Sicherheit wissen.

Alle drei Charaktere haben schon einiges hinter sich. Während Rain stets unter der Abwesenheit ihrer Eltern litt, hat sie nach deren Tod auf einem Trip nach Afrika furchtbare Dinge erlebt. Derweil wirkt ihre Schwester Emma eher wie ein zum Leben erwachter Computer, denn der Ausdruck von Gefühlen scheint ihr nicht möglich. Auch optisch könnten die beiden nicht gegensätzlicher sein. Nichtsdestotrotz fühlen sie sich stets einander verbunden und besonders für Rain steht der Schutz von Emma an oberster Stelle.

Währenddessen Tyler einer verlorenen Beziehung hinterhertrauert, die auch ihn an die Absturzstelle geführt hat. Hier werden die Jugendlichen zu Weggefährten. Erst aus der Not heraus, später aus Überzeugung. Gemeinsam versuchen sie, das Geheimnis der Geisterscheinungen zu lösen. Die Zeit dafür wird immer knapper, denn immer schneller tauchen immer mehr von ihnen auf. Alle Charaktere fand ich eindrucksvoll geschildert, wobei die Mädels für mich persönlich mehr Tiefe als ihr männlicher Mitstreiter besaßen, doch auch bei ihnen war für mich nach oben gesehen da durchaus noch ein bisschen Luft.


Fazit:

Unheimlich spannend und fesselnd ist "Phantasmen", die neueste Veröffentlichung des Autors Kai Meyer. Überraschende Wendungen hielten mich stets auf Trab und ließen dabei nie Längen aufkommen. Die beeindruckende Grundidee wurde hier in eine atmosphärisch dichte und gruselige Handlung umgesetzt und konnte mich dabei voll und ganz überzeugen. 





gebundenes Buch mit 400 Seiten
Verlag: Carlsen
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erschienen: 14.03.2014 

Alter: ab 14 Jahren
Preis: 19,90 Euro
ISBN: 978-3-551-58292-8
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Donnerstag, 20. März 2014

Die Sache mit meiner Schwester

Nele und Heike sind Schwestern, grundverschieden und waren früher ein Herz und eine Seele. Sie haben sogar gemeinsam Frauenromane geschrieben und waren damit sehr erfolgreich. Doch irgendwann haben die beiden sich nur noch gezankt, so dass sie jetzt bloß noch das Aushängeschild für ihre Bücher sind und die eigentliche Arbeit von einem Ghostwriter erledigt wird.

Während einer Talkshow eskaliert es dann plötzlich zwischen den beiden und es fliegen öffentlich die Fetzen. Auf dem gemeinsamen Nachhauseweg geraten sie durch den fortgeführten Streit in einen Unfall, bei dem Heike schwer verletzt wird. Voller Schuldgefühle und mit dem Bedürfnis, dem Grund ihrer schlechten Beziehung zu ihrer Schwester auf die Spur zu kommen, quartiert sich Nele bei deren Familie ein und versucht zu helfen. Dabei fördert sie interessante Dinge zu Tage.

Meine Meinung:

Dies war nicht mein erster Anne Hertz-Roman und wird auch bestimmt nicht mein letzter sein. Die aus Neles Sicht geschriebene Geschichte war durchweg unterhaltsam. Manche Stellen haben mich nachdenklich gestimmt, bei anderen musste ich laut heraus lachen. Als Leser wird man in ein Wechselbad der Gefühle geworfen, die das Autorenduo ausgewogen dosiert hat.

Dabei fühlt man sehr schnell mit Nele mit, auch, wenn ich nicht immer alle ihrer Aktionen nachvollziehen kann, ist sie mir sympathisch geworden und ich war sehr an ihrem Wohlergehen interessiert und habe mit ihr mitgefiebert. Gemeinsam haben wir nach den Gründen ihres Zerwürfnisses mit ihrer Schwester gesucht. Sehr hilfreich und interessant waren hier auch die immer wieder eingestreuten, alten Tagebucheinträge der beiden Schwestern.

Dabei lernt Nele auch viel über sich selbst. Längst verdrängte Ereignisse kommen zum Vorschein und helfen ihr, vieles in einem neuen Licht zu sehen. Der Einblick in das Leben ihrer Schwester bringt sie ihr seit langem wieder nahe und weckt auch Verständnis für die Hürden, die Heike tagtäglich nehmen muss. Ganz nebenbei verschieben sich auch Neles Prioritäten und es hat Spaß gemacht, bei ihrer diesbezüglichen Entwicklung mit dabei zu sein.

 
Fazit:

"Die Sache mit meiner Schwester" ist ein gefühlvoller Frauenroman, der trotz der Ereignisse eine gewisse Leichtigkeit verströmt. Ich fühlte mich die ganze Zeit gut unterhalten, während ich begeistert der spannenden Geschichte folgte, die wie immer auch eine gehörige Portion Witz hat und, die ich nur ungern wieder aus der Hand legen wollte. 





gebundenes Buch mit 336 Seiten
Verlag: Pendo (Piper Verlag) 

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erschienen: 10.03.2014 

Preis: 14,99 Euro
ISBN: 978-3-86612-363-2
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Dienstag, 18. März 2014

Magnolia Steel - Hexennebel

Seitdem Magnolia wieder in Rauschwald ist, vermisst sie ihren Freund Leander, der zur Zeit in Neuseeland weilt. Währenddessen übt sie weiterhin fleißig mit den anderen Schülern in Runas Unterricht ihr Hexenkönnen. Erst die Eröffnung eines neuen Ladens scheint wieder ein wenig Abwechslung in ihr Leben zu bringen, denn dieser sorgt für wahre Begeisterungsstürme bei der Bevölkerung. Durch einen Zufall hat Magnolia das Glück, dort einen Job als Aushilfe zu ergattern, doch so nach und nach bekommt sie das Gefühl, dass hier irgendetwas faul ist.

Ihre Tante ist derweil mit der Ankunft der sagenhaften drei Spinnerinnen beschäftigt und dabei so abgelenkt, dass sie gar nicht merkt, in welcher Gefahr sich Magnolia befindet. Werden sie noch rechtzeitig hinter das Geheimnis kommen?

Meine Meinung:

Ich liebe die
Magnolia Steel-Reihe von Sabine Städing einfach und es war ausgemachte Sache, dass ich auch ihr neuestes Abenteuer lesen würde. Die Rückkehr zu den liebgewonnenen Charakteren war deshalb wieder eine echte Freude für mich und begeistert habe ich die Geschichte verfolgt.
 
Der wundervolle Schreibstil der Autorin und ihre unverwechselbaren, bildhaften Beschreibungen sind dabei wieder einmal die absoluten Highlights des Romans, ebenso wie die liebevoll geschilderten Charaktere, die sich längst einen Platz in meinem Herzen erobert haben.
 

Längst ist Magnolia heimisch bei ihrer Tante Linette und trainiert derweil mit Hingabe ihre Hexenfähigkeiten. Zugegebenermaßen ist der Unterricht bei Runa nicht immer ein Zuckerschlecken, doch zum Glück sind ja auch ihre Freunde mit dabei. Wie immer habe ich mich durch die sympathische und gewinnende Art von Magnolia sofort wieder mit ihr verbunden gefühlt.

Die Cover der Bücher sind stets eine Augenweide und das des dritten Bandes erstrahlt dieses Mal in einem atemberaubenden Grünton. Ich mag die schöne Optik der Reihe, die sich ausgenommen gut in meinem Bücherregal macht.

Fazit:

"Magnolia Steel - Hexennebel" ist der dritte Teil einer Fantasyreihe für junge Leser ab 11 Jahren aufwärts. Zwar bin ich davon überzeugt, dass man diesen Band auch verstehen kann, wenn man die ersten Teile nicht gelesen hat, allerdings würde ich empfehlen der Reihenfolge nach zu lesen, damit man die tolle Reihe richtig genießen kann. Zudem enthalten die ersten beiden Bände wunderschöne Details, die das Leseerlebnis erst so richtig abrunden.

Sabine Städing ist es wieder einmal gelungen, mich zu fesseln und in ihre fantastische Geschichte hineinzuziehen, in deren Zauber ich mich nur zu gerne habe fallenlassen und, die ich jedem nur zu gerne empfehlen möchte. 





gebundenes Buch mit 319 Seiten
Verlag: Boje
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erschienen: 14.02.2014
Alter: ab 11 Jahren
Preis: 12,99 Euro
ISBN:
978-3-414-82376-2
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Sonntag, 16. März 2014

Schlaf nicht ein

Ein Unfall, bei dem Elliott kurze Zeit klinisch tot war, hat sein Leben in vielerlei Hinsicht verändert. Seit diesem Tag kann er nämlich Tote sehen und sogar seinen Körper im Schlaf verlassen! Die Sache ängstigt ihn ungeheuer und er ist kurz davor, sich einzugestehen, dass er verrückt ist, da selbst sein Vater ihm nicht glauben will.

Doch dann wagt er mutig einen Schritt nach vorn und bewirbt sich um einen Job bei "Past Lives", einem Freilichtmuseum, das auch Geisterführungen anbietet. Hier trifft er auf die geheimnisvolle Ophelia, die ihn gegen seinen Willen fasziniert. Und natürlich auf einige Geister der hier Verstorbenen - und nicht alle sind freundlich....

Meine Meinung:

Sehr beängstigend beginnt die Autorin ihren Roman gleich mit einem nächtlichen Geisterlebnis von Elliott. Allein der Gedanke, dass ich vielleicht nicht allein im meinem Zimmer bin, irritiert mich bereits, doch sehen wollte ich meine körperlosen "Mitbewohner" definitiv nicht. Ich hatte also vollstes Mitgefühl für Elliott, für den jeder Schlaf eine besondere Qual ist.

Vor seinem Unfall war er einer von den Jungs, deren Ego so groß ist, dass sie nicht gemeinsam durch die Tür passen. Zu Mädchen war er nicht immer freundlich; sein großer Bruder war ihm in dieser Hinsicht Vorbild. Doch jetzt haben der Unfall und die schlaflosen Nächte ihren Tribut gezollt, so dass Elliott nur noch ein Abziehbild seines früheren Selbst ist. Die Mädchen haben bestenfalls Mitleid mit ihm und er ist sich dessen auch sehr bewusst.

Ganz anders Ophelia, die trotz der Ereignisse in ihrer Vergangenheit, sehr selbstbewusst auftritt und ganz genau weiß, was sie will. Und das sind hauptsächlich ihre geliebten Pferde und ansonsten ihre Ruhe. Als Elliott ihr bei einigen aufdringlichen Jugendlichen zu Hilfe kommt, bekommt ihre rauhe Schale einen Knacks und sie lässt Elliott Stück für Stück näher an sich heran.

Der angenehme Schreibstil und die Beschreibung der Geschichte aus Elliotts Sicht haben mir nicht nur die Charaktere sehr schnell nahegebracht, sondern auch die gruselige Atmosphäre. Besonders im zweiten Teil des Romans bekam die Handlung immer mehr Tempo, so dass ich das Buch nicht aus der Hand legen konnte.

Fazit:

Spannend und unterhaltsam erzählt Michelle Harrison in "Schlaf nicht ein" die Geschichte von Elliott und seinen besonderen Fähigkeiten. Gruselige Momente und einige spannende Wendungen reißen vor allem im zweiten Teil des wunderschön gestalteten Buches beim Lesen mit und ließen mich begeistert dem überraschenden Ende entgegenfiebern. 






gebundenes Buch mit 480 Seiten
Verlag: Loewe
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erschienen: 2014
Alter: ab 14 Jahren
Preis: 18,95 Euro
ISBN:
978-3-7855-7726-4
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Website der Autorin → HIER