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Mittwoch, 19. Juni 2019

Meisterdiebin

Seit Katarinas Einbruch in das sicherste Museum der Welt, dem Henley, sind sie und ihr Team in der Branche in aller Munde. Deshalb ist sie auch gar nicht so verwundert, dass sie plötzlich auf der Straße von einer alten Dame und ihrem Enkel angesprochen wird, die einen Auftrag für sie haben. Sie soll den sagenumwobenen Smaragd der Kleopatra stehlen!

In Kürze soll er nach vielen Jahren im Verborgenen wieder auftauchen und, obwohl Onkel Eddie strikt dagegen ist, machen sie und ihr Team sich daran, einen Plan zu entwerfen. Doch der Edelstein ist verflucht und ehe sie es sich versehen, sitzen alle ganz tief im Schlamassel.

Meine Meinung:

Obwohl Ally Carter im zweiten Teil der Reihe ihrem Schreibstil treugeblieben ist, habe ich in diesem Band nicht mehr so sehr das Gefühl gehabt, mich in einem Actionfilm zu befinden. Vielleicht habe ich mich auch schlicht und einfach daran gewöhnt, aber auf jeden Fall kamen hier die Charaktere meiner Meinung mehr zur Geltung.

Insbesondere Kats Gefühlsleben wird durchleuchtet. Nach dem vorangegangenen, großartigen Coup scheint sie sich in einer Art Rausch zu befinden. Mit dem Gefühl, das nichts und niemand sie aufhalten kann, macht sie sich immer öfter allein auf zu neuen Jobs. Dabei bringt sie nicht nur sich selbst in Gefahr, sondern stößt auch ihre Freunde, allen voran Hale, sehr vor den Kopf. Erst ein Fehler und ein drohender, persönlicher Verlust machen ihr wieder klar, dass ihre Stärke eindeutig im Team liegt. Eine Gruppe, auf die sie sich verlassen kann und mit der sie gemeinsam durch dick und dünn geht.

Allerdings hätte ich mir für den zweiten Teil auch einen winzig kleinen, weiteren Hinweis zum elementaren Geheimnis aus dem ersten Buch gewünscht. Doch die Autorin lässt ihre Leser weiterhin im Dunkeln tappen, was die Spannung natürlich umso mehr anheizt. Diesbezüglich erhoffe ich mir jedoch einen Fortschritt im dritten Band.

Fazit:

"Meisterdiebin" von Ally Carter macht da weiter, wo "Meisterklasse" aufhörte. Im gewohnt rasantem Tempo flog ich durch den kurzweiligen Roman und erfreute mich an den vertrauten und teilweise neuen Charakteren, die mich durch die Handlung begleiteten und meine Neugier auf den dritten Teil geweckt haben. 







gebundenes Buch mit 384 Seiten
Verlag: Fischer FJB
Facebookauftritt des Verlags → HIER

Alter: ab 14 Jahren
erschienen: 20.06.2013
Preis: 17,99 Euro
ISBN:
978-3-8414-2148-7
mehr Infos, Leseprobe und Einkauf über Verlag möglich → HIER
Website der Autorin → HIER

Mittwoch, 22. Mai 2019

Meisterklasse

Solange sich Kat erinnern kann, war sie Teil ihrer Familie berühmter Meisterdiebe. Als sie den Versuch startet, auszusteigen und ein eigenes, neues und relativ normales Leben zu führen, wird dies jäh durch ihren besten Freund Hale unterbrochen.

Während Kat sich nämlich abgenabelt hatte, wurde in dieser Zeit dem zwielichtigen Taccone die Kunstsammlung gestohlen und er macht niemand anderes als ihren Vater dafür verantwortlich, der derzeit von einem ganzen Schwarm Interpol-Agenten wegen eines anderen Diebstahls verfolgt wird.

Nachdem Taccone das Leben ihres Vaters und weiterer Familienangehörigen bedroht hat, ist es nun an Kat die verschwundenen Gemälde wiederzufinden, um sie dem ehemaligen Besitzer zurückgeben. Das erweist sich jedoch schwieriger als gedacht und Kat muss ein ganz besonderes Team zusammenstellen um innerhalb kürzester Zeit das Unmögliche zu vollbringen.

Meine Meinung:

Nachdem mir der erste Teil von Gallagher girls so gut gefallen hat, konnte ich nicht anders, als auch diese Reihe von Ally Carter zu lesen. Der Erzählstil ist sehr rasant, ähnlich einer Actionserie, in der immer wieder neue Szenen eingeblendet werden. Dadurch befindet sich die Spannung immer auf einem erhöhten Level. Leider geht dies aber ein wenig zu Lasten der Nähe zu den Charakteren.

Ich mochte alle Personen aus Kats Team und sie haben alle meiner Meinung nach viel Potenzial, das in diesem ersten Band aber bisher noch nicht so richtig ausgeschöpft worden ist. Gerne hätte ich viel mehr über sie erfahren und ich hoffe diesbezüglich sehr schwer auf die Fortsetzung. Und obwohl ich nur einen kleinen Einblick in die persönlichen Hintergründe der Charaktere erhalten habe, die anfänglich ein wenig zu jung auf mich wirkten, hat mich der Auftakt dieser Reihe fasziniert.

Die leicht aufkommenden Gefühle zwischen Kat und Hale waren neben der vorrangigen Spannung und Action ein weiterer, interessanter Aspekt der Geschichte, die aber stets nur angerissen wurden und im Hintergrund blieben. Auch in dieser Hinsicht bin ich sehr neugierig auf die Fortsetzung.

Fazit:

Viele offene Fragen und ein großes Geheimnis sind mir nach dem Abschluss von "Meisterklasse" von Ally Carter geblieben. Rasant wurde ich in die recht coole Story hineingezogen und dieses Tempo hat die Autorin auch die ganze Zeit beibehalten. Der außergewöhnliche Erzählstil und die nicht weniger faszinierenden Charaktere, die in diesem ersten Teil leider etwas zu kurz gekommen sind, haben "Meisterklasse" zu einem unterhaltsamen Lesevergnügen werden lassen, das ich gerne fortsetzen würde.







Taschenbuch mit 368 Seiten
Verlag: Fischer FJB
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Alter: ab 14 Jahren
erschienen: 20.06.2013
Preis: 8,99 Euro
ISBN: 978-3-596-19034-8
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Samstag, 22. April 2017

Die Erwählten von Aranea Hall

"Als Liv ohne ein Wort der Erklärung auf eine Fähre verfrachtet wird, glaubt sie, dass ihre Mutter sie in eine Besserungsanstalt abschiebt. Doch das Internat »Aranea Hall«, das abgeschieden auf einer Insel liegt, ist luxuriös und technisch hochklassig ausgestattet. Liv stellt fest, dass jeder ihrer Mitschüler über außergewöhnliche Fähigkeiten verfügt und sie fragt sich, was sie selbst in »Aranea Hall« verloren hat. Als sie mehr Zeit mit Jayce, einem attraktiven »Bad Boy«, verbringt, erfährt sie von der verborgenen Geschichte der Welt, dem epischen Kampf zweier Geheimgesellschaften Arachne und Nadir – und dass »Aranea Hall« ein Ausbildungscamp für Arachne ist. Doch noch schockierender ist die Erkenntnis, dass ihre Mutter sie ihr ganzes Leben lang belogen hat. Wer ist Liv wirklich und wem kann sie überhaupt noch trauen?" (Quelle: ueberreuther Verlag)

Meine Meinung:

Dies ist nicht mein erstes Buch von Susanne Gerdom und wird auch hoffentlich nicht mein letztes sein. Mit "Dracyr - Das Herz der Schatten" hatte sie damals mein Leserherz begeistert und seitdem habe ich begeistert einen Roman nach dem anderen verschlungen.

Ein Jugendroman mit Fantasyanteilen und dann noch in einem Internat... das verspricht auf jeden Fall eine Menge Lesespaß. Das Cover verheißt viel Spannung und mir gefällt, wie das Spinnennetz dort hineingearbeitet worden ist. Der offizielle Klappentext, der auf Verlags- und Verkaufsseiten zu finden ist, verrät für meinen Geschmack leider viel zu viel. Allerdings lautet der tatsächliche Klappentext auf dem Buch ganz anders und ist meines Erachtens viel besser - mir macht er auf jeden Fall Lust, das Buch zu lesen.

Die Handlung beginnt ohne große Einleitung und wird aus der Sicht von Liv erzählt. Das verschafft mir zum einen einen wunderbaren Einblick in die Gedanken- und Gefühlswelt der Protagonistin, zum anderen weiß ich so nur genauso viel wie sie und tappe gemeinsam mit ihr im Dunkeln auf der Suche nach Antworten.

Liv selbst gefällt mir sehr gut; sie ist eine starke, junge Frau. Sie setzt sich gerne von der Masse ab und geht ihren eigenen Weg. Das zeigt sie nicht nur durch ihren besonderen Look, sondern auch durch ihr Verhalten. Sie fühlt sich alleingelassen und verraten von ihrer Familie. Und das nach allem, was sie in letzter Zeit durchgemacht hat. Der schwere Unfall hat sie ziemlich aus der Bahn geworfen, doch ihre Mutter hat ihr nicht einmal Zeit gelassen, sich von ihren Freunden zu verabschieden, so schnell hat sie sie nach Aranea Hall abgeschoben. Vor allem ihr Freund Tom fehlt ihr und niemand hat ihr gesagt, wie es ihm geht, denn auch er hat mit in dem Unfallwagen gesessen.

Die weiteren Charaktere finde ich ebenfalls sehr interessant; wirklich nahegekommen ist mir von ihnen aber keiner, was ich ein bisschen schade finde. In der Geschichte liegt der Fokus ganz klar auf Liv.

Lange werde ich als Leser im Unklaren gelassen, was sich tatsächlich hinter der Schule verbirgt. Natürlich tun sich Vermutungen auf, die zum Teil dann auch bestätigt werden. Zum Ende hin erfährt die Geschichte dann einen Tempowechsel und die Autorin gibt förmlich Vollgas. Viele Dinge werden aufgeklärt und teilweise geht mir das fast zu schnell. Ich hätte es schöner gefunden, wenn sich ein Teil der Geschehnisse auf einen zweiten Band erstreckt hätte.

Inhaltlich scheint sich die Autorin aber auf jeden Fall die Option auf eine Fortsetzung offengehalten zu haben. Die meisten Geheimnisse werden zwar gelöst, vollständig aufgeklärt ist die Handlung aber nicht. Gerne würde ich mehr von Liv lesen und hoffe, dass dann auch die anderen Charaktere mitsamt ihren besonderen Fähigkeiten mehr Facetten bekommen.

Fazit:

Mit "Die Erwählten von Aranea Hall" hat mich Susanne Gerdom in eine spannende Welt entführt, in der es durchaus fantastische Aspekte gibt. Mit ihrem lockeren und leichten Schreibstil hat sie mich gut unterhalten durch die Handlung geführt, von der ich gerne noch einen Nachschlag hätte. Diesbezüglich hoffe ich sehr auf eine Fortsetzung.






gebundenes Buch mit 384 Seiten
Verlag: ueberreuther
Facebookauftritt des Verlags → HIER
erschienen: 17.03.2017
Alter: ab 12 Jahren
Preis: 16,95 Euro
ISBN: 978-3-7641-7070-7
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Website der Autorin → HIER

Vielen Dank an die Autorin für die Zusendung eines Rezensionsexemplars.














Montag, 3. April 2017

Der Prinz der Elfen

"Die Geschwister Hazel und Ben leben in dem Ort Fairfold, der an das magische Elfenreich grenzt. Seit Jahrzehnten steht dort, mitten im Wald von Fairfold, ein gläserner Sarg, in dem ein Elfenprinz schläft – von Touristen begafft und von der Bevölkerung argwöhnisch beäugt, auch wenn Hazel und Ben die alten Geschichten nicht glauben. Seit Kindertagen fühlen sie sich zu dem schlafenden Jungen magisch hingezogen, ihm vertrauen sie alle ihre Geheimnisse an. Inzwischen ist Hazel 16 und küsst immer neue Jungs, um die Leere in ihrem Herzen zu füllen. Doch als eines Tages der Sarg leer ist und der Prinz erwacht, werden die Geschwister in einen Machtkampf der Elfen gezogen. Hazel muss die Rolle annehmen, in die sie sich als Kind immer geträumt hat: als Ritter gegen ein dunkles Monster kämpfen …" (Quelle: randomhouse)

Meine Meinung:

Ich mag Holly Blacks Bücher und so lag "Der Prinz der Elfen" bereits auf meiner Wunschliste bevor das Buch überhaupt erschienen ist. Umso mehr habe ich mich gefreut, es über eine Aktion des Verlags vorab lesen zu dürfen. Der Klappentext verspricht auf jeden Fall jede Menge Fantasyspaß und auch das Cover würde mich definitiv anlocken, wenn ich es in einer Buchhandlung sehen würde.

Der Einstieg ins Geschehen fällt leicht. Die Autorin stellt zunächst die Protagonisten und die Örtlichkeit vor und schnell wird mir klar, dass vor allem Hazel mir sehr sympathisch ist. Sie ist sehr verschlossen und hat eine doch eher ungewöhnliche Angewohnheit, die sich im Laufe der Handlung jedoch erklärt. Der Fokus der Geschichte liegt definitiv auf ihr. Sie ist stark und mutig und liebt ihren Bruder über alles.

Ben ist etwas Besonderes, denn er hat als Baby eine Gabe von einer Elfe erhalten. Hat er sie anfänglich begeistert genutzt, macht sie ihm im Laufe der Jahre doch immer mehr Angst und so greift er zu außergewöhnlichen Maßnahmen, um für sich die Kontrolle zu behalten.

Gut gefallen hat mir das Weltenbild der Autorin. In Fairfold leben Menschen und das kleine Volk Seite an Seite. Die Bürger wissen um die Gefährlichkeit der Elfen und haben die Kenntnisse, wie man ihnen begegnen muss, von Generation zu Generation weitergegeben. Ganz im Gegensatz zu den Touristen, für die der schlafende Elf in seinem Sarg im Wald einfach nur eine riesengroße Attraktion ist. Doch die Gefahren die dort auch lauern, werden von ihnen verkannt.

Hazel und Ben haben eine ganz besondere Beziehung zu dem Elfen im gläsernen Sarg, den sie für einen Prinzen halten. Sie verbringen beide schon als Kinder sehr viel Zeit bei ihm im Wald. Ihm erzählen sie ihre Geheimnisse und denken sich Geschichten aus, in denen sie die Helden sind. Als der Elf dann eines Tages unerwarteterweise tatsächlich aufwacht, müssen die Geschwister beweisen, was tatsächlich in ihnen steckt, denn es wird nicht nur für sie gefährlich, sondern für alle, die in Fairfold leben.

Es war schön, mal wieder einen Einzelband zu lesen. Holly Blacks Schreibstil ist sehr angenehm und fließend und lässt keine Längen aukommen. Sie hat die Geschichte zu einem gelungen Ende geführt und mir mit ihrem Roman eine schöne Lesezeit bereitet.

Fazit:

Mit "Der Prinz der Elfen" hat Holly Black einen neuen Jugendfantasyroman auf den Markt geworfen, der ihren anderen Romanen in nichts nachsteht. Spannend führt sie mit ihrem angenehmen Schreibstil durch die Handlung, so dass die Seiten nur so dahinfliegen. Ich hoffe, dass sie sehr bald wieder neuen Lesestoff herausbringen wird.






gebundenes Buch mit 416 Seiten
Verlag: cbt
Autorin: Holly Black

Übersetzer/in: Anne Brauner
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erschienen: 03.04.2017
Alter: ab 14 Jahren
Preis: 16,99 Euro
ISBN: 978-3-570-16409-9

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Website der Autorin → HIER


Vielen Dank an den cbt Verlag für die Zusendung eines Rezensionsexemplars.

Freitag, 17. Februar 2017

Götterfunke - Liebe mich nicht

Jess freut sich darauf, ihre Sommerferien gemeinsam mit ihrer besten Freundin Robyn und den Freunden Josh und Cameron mitten in der Natur zu verbringen. Das sind die einzigen Wochen im Jahr, in denen sie sich Abstand von ihrer Familie und ihrem anstrengenden Alltag gönnt.


Allerdings hätte sie nicht damit gerechnet, auf Cayden zu treffen, der nicht nur ihr Herz für sich gefangennimmt, sondern auch das vieler anderer Mädchen im Camp. Dabei verfolgt er einen ausgeklügelten Plan, um sich seinen sehnlichsten Wunsch zu erfüllen und verwickelt dabei Jess in ein Spiel der Götter, das so einige Gefahren bereithält.

Meine Meinung:

Seit der Mond-Licht-Trilogie bin ich begeistert von Marah Woolfs Büchern, von denen mich bisher noch keines enttäuscht hat. Auch die Leseprobe von "Götterfunke" fand ich wieder sehr verheißungsvoll, weshalb das Buch auch unbedingt in mein Bücherregal wandern musste.

Die Einführung in die Handlung geht recht schnell, die Autorin scheint sich nicht lange mit einer Vorstellung ihrer Charaktere aufzuhalten, sondern lässt diese sofort für sich selbst sprechen. Dabei konnte mich Marah Woolf bereits auf den ersten Seiten mit ihrem Schreibstil fesseln. Er wirkt frisch und rund und übt dabei einen Sog auf mich aus, der dafür sorgt, dass ich gar nicht aufhören mag zu lesen.


Ihre Protagonisten sprechen mich hierbei gleich zu Beginn an und hinterlassen bei mir den Wunsch, mehr über sie zu erfahren. Das Leben von Jess war in den letzten Jahren nicht einfach. Nach dem Weggang des Vaters, verfiel ihre Mutter dem Alkohol und hat es mehr oder weniger Jess überlassen, sich um die kleine Schwester Phoebe zu kümmern. Trotz dieser Aufgabe scheint diese ihr Leben bislang gut im Griff gehabt zu haben, hat sie doch zwei wirklich gute Freunde an ihrer Seite. Doch ihr Zusammentreffen mit Cayden wirft ihr Leben aus den festgefahrenen Fugen und schubst sie in ein Gefühlschaos, das kein Ende zu finden scheint.

Cayden scheint mit einem Ego ausgestattet zu sein, von dem man kaum glauben mag, dass es gemeinsam mit ihm durch eine Tür passt. Aber wenn man ein Gott und daran gewöhnt ist, dass sich einem die Frauen zu Füßen werfen, bleibt das wohl nicht aus. Nebenbei ist er eigentlich auch kein schlechter Kerl, wenn man von seinem Wettstreit mit Zeus absieht. Seinen Grund hierfür kann ich noch nicht ganz nachvollziehen, aber ich nehme an, dass in den Folgebänden hierzu mehr Informationen kommen.

Von den weiteren Charakteren des Buches konnte vor allem Leah schnell mein Herz gewinnen. Sie ist flippig, ehrlich und direkt und damit genau die Sorte Mädchen, die man gerne zur Freundin hätte. Gerne hätte ich allerdings auch mehr über Jess' Mutter und Schwester erfahren und hoffe, dass dieser Wunsch im zweiten Band erfüllt wird.

Der Handlungsinhalt erinnert mich zugegebenermaßen sehr an die "Shadow Falls Camp"-Reihe. Zumindest drängt sich dieser Gedanke mir ungefragt auf. Sowohl das Setting, als auch die Charaktere haben für mich einiges an Ähnlichkeiten aufzuweisen, nur, dass es hier nicht um Schattenwesen, sondern um Götter geht. Aber da ja bekanntlich schon so ziemlich alles mal im Genre Jugendfantasy dagewesen ist, habe ich dies zwar zur Kenntnis genommen, mein Lesevergügen konnte es aber nicht stören. Dazu konnte mich der Schreibstil einfach zu sehr überzeugen.

Die Beziehungskiste zwischen Jessie und Cayden ist verzwickt und von einem ewigen Hin und Her durchzogen. Das empfinde ich zuweilen ein wenig anstrengend; allerdings gehöre ich auch nicht zu der anvisierten Altersgruppe, für die das Buch angepriesen wird.
Besonders gut gefallen haben mir die kurzen Einschübe, in denen Hermes die Leser etwas hinter die Kulissen blicken lässt. Sein Humor hat mich sehr angesprochen, ebenso wie das spannende Ende, das mich begeistert auf die Fortsetzung hoffen lässt.

Fazit:

"Götterfunke - Liebe mich nicht" ist der Auftakt zu einer neuen Trilogie von Marah Woolf. Mit ihrem flüssigem Schreibstil hat mich die Autorin durch eine gut durchdachte Handlung geführt, die mit interessanten Charakteren punkten konnte. Fans von Percy Jackson und Shadow Falls Camp werden hier auf jeden Fall ebenso auf ihre Kosten kommen, wie der jugendliche und junggebliebene Fantasyleser. 




gebundenes Buch mit 464 Seiten
Verlag: Dressler
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erscheint: 20.02.2017
Alter: ab 14 Jahren
Preis: 18,99 Euro
ISBN: 978-3-7915-0029-4
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mehr Infos auf der Website der Autorin HIER

Sonntag, 8. Januar 2017

Camp 21 - Grenzenlos gefangen

"Mike und Kayla sind in Camp 21 gelandet. Sie kennen sich kaum und mögen sich noch weniger. Durch elektronische Armbänder aneinander gefesselt, ist es ihnen unmöglich, sich aus dem Weg zu gehen. Entfernen sie sich zu weit voneinander, empfangen sie über die Fessel quälende Schmerzimpulse. Während Kayla versucht mit der Situation zurechtzukommen, ahnt Mike, dass im Camp etwas nicht stimmt. Nach einem tödlichen Vorfall gelingt den beiden die Flucht. Doch dies ist erst der Anfang einer atemberaubenden Jagd, denn die Fesseln, die geheimen Experimente und die Liebe zueinander bilden für Mike und Kayla ein gefährliches Netz, aus dem es kein Entkommen zu geben scheint." (Quelle: Arena Verlag)

Meine Meinung:

Ein neues Buch von Rainer Wekwerth - inzwischen reicht mir der Name des Autors auf einem Roman, damit dieser auf meiner Wunschliste landet. Dennoch konnten mich zusätzlich auch Cover und Klappentext seines neuen Werkes überzeugen. Wieder einmal scheint mich jede Menge Spannung zu erwarten.
 

Ich muss gestehen, der Anfang hat mich schon ein wenig schockiert. Vor allem die Tatsache, dass die Eltern der Protagonisten ihre Kinder einfach so in ein Erziehungscamp bringen lassen - ohne genau zu wissen, was ihre Kinder dort erwartet! Nie im Leben könnte ich mir das vorstellen. Umso neugieriger bin ich, was Kayla und Mike in dem Camp erwarten wird.

Rainer Wekwerth bleibt in seinem neuesten Werk seinem üblichen Erzählstil treu und schildert die Handlung abwechselnd aus der Sicht seiner Protagonisten. Dies hat mir die Kids nicht nur sehr schnell nahe-, sondern auch sehr viel Leben in die Geschichte gebracht. Besonders Mike hat mir gleich von Anfang an gut gefallen. Er versucht ständig, seinen Bruder zu beschützen, obwohl sich dieser oft alles andere als nett verhält.

Die Spannung im Roman ist direkt zu Beginn spürbar und bricht auch niemals ab. Der Autor gibt hier ein hohes Tempo vor, das sich immer mal wieder sogar noch steigert. Gleichzeitig übt die Handlung einen Sog auf mich aus, der es mir unmöglich macht, das Buch an die Seite zu legen.


Trotz der fesselnden Geschichte und des hohen Erzähltempos sorgt der Roman zudem auch für ordentlich Stoff zum Nachdenken. Angefangen mit der Polizeiwillkür zu Beginn der Handlung, über die unverständliche Reaktion der Eltern bis zum eigentlichen Thema: dem Bootcamp. Zwar hatte ich hierzu früher schon einmal etwas gelesen, aber dies ist schon lange her. Erschreckend, wenn man bedenkt, dass es diese Camps in der ein oder anderen Form tatsächlich in unserer Zeit gibt, ohne das ein kollektiver Aufschrei durch die Welt geht. Diese Camps sollten viel mehr thematisiert werden.

Fazit:

Spannung vom Feinsten ist der Roman "Camp 21 - Grenzenlos gefangen" von Rainer Weckwerth. Mit seinem packenden und lebendigen Erzählstil, sowie den interessanten Charakteren konnte mich der Autor wieder einmal voll und ganz überzeugen. Wer ein spannendes Jugendbuch mit Anregung zum Nachdenken sucht, ist hier genau richtig.






gebundenes Buch mit 352 Seiten
Verlag: Arena
Facebookauftritt des Verlags → HIER
erschienen: Januar 2017
Alter: ab 14 Jahren
Preis: 16,99 Euro
ISBN: 978-3-401-60177-9
mehr Infos und Leseprobe → HIER

Website des Autors → HIER

Dienstag, 3. Januar 2017

Rocky Mountain Lion

Quelle: virginiafox.com
"Das Leben könnte so schön sein.
Die Ethologin Quinn Davies hat auf der Wildtierstation der Lone Wolf Ranch ihren Traumjob gefunden. Doch die Idylle trügt. Wilderer bedrohen das Wildreservat. Hat etwa der neue Mitarbeiter seine Finger im Spiel? Obwohl sie sich von ihm angezogen fühlt, beschließt sie, kein Risiko einzugehen und ermittelt auf eigene Faust.

Als Undercover-Agent kann sich Archer Miller keinen Fehler erlauben. So gerne er seine attraktive Arbeitskollegin von der Liste der Verdächtigen streichen und sie küssen würde, muss er doch zuerst herausfinden, welches Geheimnis sie vor ihm verbirgt.
Fragen über Fragen, ein rücksichtsloser Killer und zwei Herzen mit ganz eigenen Plänen." (Quelle: virginiafox.com)

Meine Meinung:

Der erste Band der Reihe hatte mir so gut gefallen, dass ich mich begeistert in eine Leserunde zum neunten Teil gestürzt habe. Es war ein bisschen wie nach Hause kommen, allerdings habe ich doch gemerkt, dass mir die sieben Bände dazwischen ein wenig gefehlt haben.

Das Gesamtkonzept des Buches ist sehr angenehm und ist im allgemeinen für mich auch aufgegangen. Neben der erwarteten Romanze gab es noch einen großen Anteil Thrill, der mir gut gefallen hat. Der Schreibstil war flüssig und ließ sich leicht lesen - Längen kamen für mich nicht auf.

Eher war es für mich so, dass mir viele Dinge zu schnell gingen; der erste Band konnte mich in dieser Hinsicht definitiv mehr überzeugen.

Mit ihren tollen Charakteren konnte die Autorin dann aber wieder bei mir punkten. Es wäre zu schön um wahr zu sein, wenn es dieses Dorf und seine außergewöhnlichen Bewohner tatsächlich geben würde - auch wenn es alles andere als realistisch ist. Aber dafür sind Bücher ja da - zum Träumen.

Die Nebengeschichten wirkten zwar auf mich etwas mutwillig dazwischengeworfen, aber da ich die Bände dazwischen nicht kenne, kann es durchaus sein, dass die betroffenen Charaktere bereits zuvor einen Auftritt hatten, der mir nun inhaltlich fehlt. Aus diesem Grunde würde ich auch jedem empfehlen die Bücher, trotz ihrer inhaltlichen Abgeschlossenheit, in der richtigen Reihenfolge zu lesen.

Fazit:

"Rocky Mountain Lion" von Virginia Fox bietet eine unterhaltsame Geschichte in einem nahezu idyllischen Dorf in den Bergen. Hier werden Liebesroman und Thriller gut miteinander verbunden und sorgen gemeinsam für angenehme und spannende Lesestunden.




Taschenbuch mit 376 Seiten
Autor/in: Virginia Fox
Verlag: Dragonbooks
erschienen: 02.12.2016
Preis: 13,86 Euro
mehr Infos → HIER
Website der Autorin → HIER

Mittwoch, 7. Dezember 2016

Die Legenden der Schattenjäger Akademie

"Ohne Erinnerungen muss Simon erneut herausfinden, wer er eigentlich ist. Hat er das Zeug zum Dämonen bekämpfenden Helden – wie ihm seine früheren Freunde Clary und Jace erzählen? Oder ist er doch der bleiche Comicfan, der nicht einmal die Kraft hat, eine Waffe der Nephilim richtig in der Hand zu führen? Und dann gibt es noch Isabelle, an deren Liebe er sich nicht erinnern kann, obwohl es in seinem Bauch kribbelt, immer wenn er an sie denkt. War er wirklich mit diesem tollen Mädchen zusammen, und wenn ja, wie hat er das nur angestellt?" (Quelle: Arena Verlag)

Meine Meinung:

Das Cover des Romans erstrahlt im gewohnten Design der Chroniken des Magnus Bane und macht sich auch gut neben den anderen Reihen rund um die Welt der Schattenjäger. Das Buch setzt die Lektüre der Chroniken der Unterwelt und der Schattenjäger auf jeden Fall voraus, denn die Handlung spielt nach diesen Ereignissen. Dennoch ist es auch möglich, den Roman unabhängig davon zu lesen, doch mehr Lesespaß verspricht die richtige Reihenfolge.

Die Handlung rund um Simon und seine Erlebnisse in der Schattenjäger Akademie bildet einen Rahmen um 10 Einzelgeschichten, die in diesem Band zusammengefasst und jeweils mit einem exklusiven Comicstrip garniert wurden. Sie wurden von Cassandra Clare gemeinsam mit drei weiteren Autorinnen geschrieben; dies merkt man dem Schreibstil auch immer wieder mal an, tut aber dem Lesevergnügen keinen Abbruch.

Neben der sehr unterhaltsamen Rahmenhandlung verschaffen die Einzelgeschichten tiefere Einblicke in die Vergangenheit, die aber gekonnt in die übergreifende Rahmenhandlung eingearbeitet sind. Mir hat dieser Mix sehr gut gefallen, erfährt man hier doch Dinge, die die vorangegangenen Romane sehr gut abrunden.

Zudem fand ich es auch sehr schön, dass hier der Fokus auf Simon lag. Von Anfang an war mir dieser Charakter sympathisch, doch allzu oft war ihm das Glück zuvor nicht hold. Dabei ist Simon absolut liebenswert und bleibt sich in jeder Situation treu. Auch hier habe ich wieder mit ihm gelitten und gemeinsam mit ihm noch einmal die Welt der Schattenjäger neu kennengelernt.

Neben den bekannten Protagonisten haben die Autorinnen hier weitere Charaktere eingeführt, die Simon auf seinem Weg an der Schattenjäger Akademie begleiten. Auch sie waren gut beschrieben und haben durch ihre Anwesenheit die Handlung bereichert.

Der Schluss bildet ein würdiges Ende der Geschichte, die mich emotional nicht unberührt zurückgelassen hat.

Fazit:

Mit "Die Legenden der Schattenjäger Akademie" präsentieren Cassandra Clare, Maureen Johnson, Robin Wasserman und Sarah Rees Brennan neue, spannende Abenteuer aus der Schattenjägerwelt. Diese Kurzgeschichtensammlung ist perfekt für alle diejenigen, die nicht genug von den Schattenjägern bekommen können und damit definitiv ein Leckerbissen für alle Fans. 





gebundenes Buch mit 896 Seiten
Verlag: Arena
Facebookauftritt des Verlags → HIER
erschienen: November 2016
Alter: ab 12 Jahren
Preis: 24,99 Euro
ISBN: 978-3-401-60147-2
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Website der Hauptautorin → HIER

Vielen Dank an den Arena Verlag für die Zusendung eines Rezensionsexemplars.

Sonntag, 27. November 2016

Talon - Drachennacht

"Auch wenn ihr dadurch größte Gefahr droht, hat sich das Drachenmädchen Ember endgültig von der mächtigen Organisation Talon losgesagt. Nun hat sie auch noch ihren wichtigsten Verbündeten verloren: Garret, den Georgsritter, der ihr Feind sein sollte, der sie aber liebt. Obwohl Ember tief für ihn empfindet, hat sie ihn doch von sich gestoßen. Zutiefst verletzt, reist Garret nach London. Dort entdeckt er ein schreckliches Geheimnis über den Georgsorden. Ein Geheimnis, das sie alle, Ritter wie Drachen, ins Verderben reißen könnte. Und er erfährt, dass Ember dabei ist, in eine tödliche Falle zu laufen. Er muss zurück zu ihr …" (Quelle: Heynefliegt)

Meine Meinung:

Bereits mit den ersten beiden Bänden der "Talon"-Reihe konnte mich Julie Kagawa überzeugen und so habe ich mich sehr auf die Fortsetzung gefreut. Das Cover erstrahlt im gewohnten Design, dieses Mal in der Farbe blau, die ich besonders liebe. Der Klappentext lässt auf jede Menge Spannung schließen - endlich erfahre ich, wie es weitergeht.

Die Autorin schreibt wieder aus der Sicht mehrerer Charaktere: Ember, Garret, Riley und Dante. Dabei benutzt sie die Ich-Form und ermöglicht ihren Lesern auf diese Weise viele Blickwinkel auf die Geschichte zu bekommen, denn jeder von ihnen war anfänglich unterschiedlich positioniert und hat sich im Laufe der Handlung entweder der Sichtweise der anderen angenähert oder sich weiter von ihnen entfernt.

Die Charaktere gefallen mir insgesamt alle immer noch sehr gut: die selbstbewusste Ember, die ihren Weg geht, ungeachtet der Meinungen aller anderen, Garret, dessen Leben in jedem Band wieder von neuem vollends auf den Kopf gestellt wird, den coolen Riley, der in seinem Leben schon einiges mitgemacht hat und auch Dante, der nicht den Mut hat, das Richtige zu tun und sich lieber in gewohnten Strukuren versteckt. Sie alle sind unheimlich klar und authentisch dargestellt, mit ihren positiven und negativen Seiten und aus ihren ganz persönlichen Blickwinkeln kann ich ihre Sichtweisen jeweils voll und ganz nachvollziehen. 

Auch in diesem Band ist natürlich die Dreiecksgeschichte präsent. Ich kann Ember verstehen, dass es ihr schwerfällt, sich zu entscheiden, insbesondere da sie ja selbst ein zweigeteiltes Leben als Mensch und Drache führt. Obwohl oder vielleicht gerade weil ich das Gefühl habe, dass am Ende alles auf Garret hinauslaufen wird, habe ich mich bislang immer gefühlsmäßig Richtung Riley orientiert. Vielleicht liegt das aber auch an meinem fortgeschrittenem Alter, da Riley irgendwie reifer auf mich wirkt.

Der Schreibstil der Autorin ist gewohnt flüssig und fesselnd - man merkt gar nicht, wie die vielen Seiten an einem vorbeifliegen und bevor man es mitbekommt, ist man leider schon am Ende angelangt. An einem ziemlich dramatischen Ende, das mich fassungslos zurücklässt. Wo ist der nächste Band, wenn man ihn unbedingt braucht?

Fazit:

"Talon - Drachennacht" ist der dritte Teil einer Reihe von Julie Kagawa, in der sie Fantasy und Realität wundervoll miteinander verbunden hat. Atemberaubende Spannung und eine geniale Handlung haben mich stets gut unterhalten und mir das Gefühl gegeben, direkt am Geschehen teilzuhaben. Ich liebe diese Reihe und hoffe nun auf ein baldiges Erscheinen der Fortsetzung. 





gebundenes Buch mit 480 Seiten
Autorin: Julie Kagawa
Übersetzer/in: Charlotte Lungstrass-Kapfer
 

Verlag: Heyne fliegt
Facebookauftritt des Verlags → HIER
erschienen: 31.10.2016
Preis: 16,99 Euro
ISBN:
978-3-453-26972-9 

Alter: ab 14 Jahren
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Website der Autorin → HIER

Vielen Dank an den Heyne fliegt Verlag für die Zusendung eines Rezensionsexemplars.

Sonntag, 13. November 2016

Bitter & Sweet - Geteiltes Blut

"Nachdem die Sommerferien und ihr achtzehnter Geburtstag in einer Katastrophe endeten, freut Jillian sich auf ihr zweites Schuljahr an der Winterfold Akademie. Doch schon bald bemerkt sie, dass im umliegenden Wald seltsame Dinge vor sich gehen – unbekannte Mächte scheinen sie zu verfolgen. Schnell wird klar: Die Bedrohung kommt nicht von außen, sondern hat ihren Kern in der Akademie. Für Jillian wird es immer schwieriger, ihre wahre Abstammung zu verbergen und ihr größtes Geheimnis zu bewahren. Und um den rätselhaften Vorkommnissen auf den Grund zu gehen, muss sie sich ausgerechnet auf die Suche nach ihren dämonischen Wurzeln begeben ..." (Quelle: piper Verlag)

Meine Meinung:

Obwohl mich der erste Band nicht voll und ganz überzeugen konnte, wollte ich unbedingt auch den zweiten Teil der Reihe, trotz der zuvor von mir empfundenen Mängel, lesen. Zum einen weil ich den Schreibstil der Autorin wirklich mag und zum anderen, weil sich der erste Teil dennoch wirklich gut lesen ließ. 

Auch der zweite Band hat ein sehr schönes Cover und macht sich gut neben seinem Vorgänger. Schnell war ich wieder in der Handlung drin und tauchte ein in eine Welt voller Hexen und anderer Schattenwesen.

Der Schreibstil der Autorin ließ keine Längen aufkommen. Insgesamt wirkt die Fortsetzung der Reihe deutlich runder auf mich.

Einzig ein wenig störend fand ich die Probleme, die Jillian wieder mit ihren Gefühlen hatte. Ihre ein- und ausschaltbare Zuneigung zu diversen Männern konnte mich immer noch nicht ganz überzeugen, auch wenn ich es dieses Mal nicht ganz so extrem und unrealistisch empfunden habe.

Insgesamt fand ich die Charaktere im zweiten Buch aber dennoch deutlich nachvollziehbarer und sympathischer. Hier hat nach meinem Gefühl eine Entwicklung stattgefunden, die ich sehr begrüße. Besonders der kleine Kobold, der neuerdings Jillian nicht mehr von der Seite weicht, war wirklich gut dargestellt und avancierte gleich zu meinem neuesten Liebling der Reihe.

Die Handlung selbst war durchgehend fesselnd und unterhaltsam. Ab der Mitte des Romans nahm die Spannung dabei konstant zu, so dass ich das Buch nicht mehr an die Seite legen mochte. Besonders die letzten Seiten haben mich mit einer Wendung überrascht, mit der ich definitiv nicht gerechnet habe und, die mich jetzt schon neugierig auf die Fortsetzung macht.

Fazit:

"Bitter & Sweet - Geteiltes Blut" ist die Fortsetzung einer Trilogie von Linea Harris. Beim Eintritt in die unterhaltsame Welt der Autorin schlug mein Herz gleich wieder etwas schneller, denn der Roman weist eine gelungene Jugendfantasymischung auf, die mit Spannung und einem jugendlichen Schreibstil daherkommt. Ich bin gespannt, was die Zukunft für Jillian noch bereithält.






Klappenbroschur mit 384 Seiten
Verlag: ivi
Autor/in: Linea Harris
Facebookauftritt des Verlags → HIER
erschienen: 01.08.2016
Preis: 12,99 Euro
ISBN: 
978-3-492-70422-9
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Blog der Autorin → HIER

Vielen Dank an den piper ivi Verlag für die Zusendung eines Rezensionsexemplars.
 


Donnerstag, 20. Oktober 2016

Demon Road - Hölle und Highway

Merkwürdig waren Ambers Eltern ja schon immer etwas, aber das, was sie so in den letzten Tagen gebracht haben, sprengt eigentlich jeden Rahmen. Angefangen von ihrem seltsamen Verhalten in ihrer Schule bis zu dem Moment, als Amber erfährt, dass ihre Eltern sie zum Fressen gern haben.

Seitdem ist sie auf der Flucht vor ihnen - auf der Demon Road, einer magischen Straße, die merkwürdige Wesen und gruselige Ort miteinander verbindet. Übrigens ist Amber auch so ein Wesen, doch das weiß sie erst seit kurzem, weshalb sie sich erst langsam an ihre Kräfte gewöhnen muss....

Meine Meinung:

Das Cover ist ja schon mal ein echter Hingucker. Farblich in höllisch rot gehalten, macht es mich auf jeden Fall neugierig auf das Buch. Der Klappentext verspricht eine außergewöhnliche Handlung, doch das habe ich bei einem Buch von Derek Landy nicht anders erwartet.

Der Autor hat einen ganz eigenen Schreibstil, den ich persönlich erfrischend anders finde, genauso wie den skurrilen Inhalt des Buches. Wer Derek Landy nicht kennt, sollte sich von allen Erwartungen befreien und dann einfach nur genießen.

Die Handlung beginnt gleich sehr spannend und unmittelbar. Derek Landy hält sich nicht mit langen Vorstellungen auf, sondern wirft seine Leser gleich ins Geschehen. Schnell überschlagen sich die Ereignisse in Ambers Leben und muten zu einem unterhaltsamen Roadmovie an.

Die Charaktere dieses Romans sind allesamt interessant und abstrakt beschrieben und machen dieses Buch allein deshalb schon unheimlich lesenswert. Sehr lebendig dargestellt haben sie alle ihre ganz eigene, oftmals sehr eigenwillige Persönlichkeit, so dass ich keinen von ihnen missen wollte. Zudem war es sehr interessant zu beobachten, wie Amber so nach und nach ihre außergewöhnlichen Fähigkeiten entdeckt.

Ihr Beschützer Milo ist ein wortkarger Mann und irgendwie hatte er mich gleich für sich eingenommen. Er scheint nicht nur der einzige Mensch zu sein, der zwischen ihr und ihren Eltern steht, sondern auch der einzige, der es überhaupt wagt, sich für sie einzusetzen. Gleich beim ersten Kennenlernen erhält man den Eindruck, dass Milo mehr als ein Geheimnis vor Amber hat - womit ich sofort Blut geleckt hatte, weil ich wissen wollte, was dahintersteckt.

Ihren zusätzlichen Mitfahrer Glen nehmen die beiden nur widerwillig mit. Er wirkt lustig, extrem redselig und oftmals mehr als einfältig. Doch dann gibt es wieder Situationen, in denen er mich echt überrascht hat.

Natürlich darf bei einem Derek Landy-Roman auch eine ordentliche Portion Witz nicht fehlen - so etwas mag ich immer ganz besonders.

Es gab nur wenige Längen und meist konnte ich nicht einmal erahnen, in welche Richtung die Geschichte nun weitergeht. Unterhaltsame Spannung hat mich vorangetrieben, immer in Sorge um Ambers Wohlergehen und was die Zukunft ihr wohl noch bringen mag.

Fazit:

"Demon Road - Hölle und Highway" ist der Auftakt einer neuen Reihe von Derek Landy und hatte mich bereits nach wenigen Minuten gepackt. Hier ist einfach alles drin, das mich beim Lesen fesselt und darüber hinaus noch einiges mehr: Geniale Charaktere, jede Menge Witz und eine abwechslungsreiche Handlung, die nicht vorhersehbar ist. Das alles, gepaart mit einfallsreicher Fantasy, hat mich begeistert durch die Seiten fliegen lassen.






Hardcover mit 480 Seiten
Autor: Derek Landy
Übersetzer/in: Ursula Höfker
Verlag: Loewe
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erscheint: 20.01.2014
Alter: ab 14 Jahren
Preis: 19,95 Euro
ISBN: 978-3-7855-8508-5
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Samstag, 15. Oktober 2016

Black Blade - Die helle Flamme der Magie

"Als Diebin hat Lila Merriweather eine Begabung für drei Dinge: Erstens, sich in den Schatten zu verbergen. Zweitens, überall unbemerkt einzubrechen. Und drittens, Geheimnisse zu lüften. Diese Talente kommen ihr auch bei ihrer Arbeit als Bodyguard der Sinclair-Familie zugute - immerhin eine der mächtigsten magischen Mafiafamilien in Cloudburst Falls. Jeder weiß, dass Victor Draconi sie und die anderen Familien einkassieren will - und vorhat, jeden einzelnen Sinclair umzubringen. Doch was niemand weiß, ist, dass Lila ihm auf den Fersen ist. Auf keinen Fall wird sie zulassen, dass der Mann, der ihre Mutter getötet hat, weiteren Menschen, die ihr etwas bedeuten, Schaden zufügt. Nicht so lange es noch Häuser gibt, in die sie einbrechen kann, nicht so lange es noch Dinge gibt, die sie stehlen muss und besonders nicht so lange Devon Sinclair an ihrer Seite kämpft ... " (Quelle: piper ivi)

Meine Meinung:

Das Finale der Reihe ist da. Vorfreude macht sich bei mir breit, aber auch Bedauern, denn nun wird auf die ein oder andere Art und Weise diese wundervolle Reihe enden.

Das Cover fügt sich wieder einmal gekonnt neben den beiden Vorgängern ein und gemeinsam sind sie ein schöner Anblick in meinem Regal. Der Klappentext verheißt Spannung, es wird zum Showdown mit Victor kommen - aber das war für Kenner der Reihe zu erwarten.

Die Handlung setzt in etwa genau da wieder ein, wo sie im zweiten Band aufgehört hat. Inzwischen versuchen Lila, Devon und Felix mit Deahs Unterstützung die schwarzen Klingen, die Victor mit Magie aufgeladen hat, heimlich verschwinden zu lassen und sie gegen Attrappen auszutauschen. Doch werden sie Victors finstere Pläne damit aufhalten können?

Erneut überzeugt die Autorin mit ihrem ausgezeichneten Schreibstil, der schnell ansteigenden Spannung und den außergewöhnlichen und inzwischen liebgewonnenen Charakteren.

Die Protagonistin Lila ist nach wie vor mein absoluter Liebling. Sie ist ausgesprochen schlagkräftig, hat eine überdimensional große Klappe und ein großes Herz. Inzwischen steht sie zu ihren Gefühlen zu Devon und das gefällt mir ausgesprochen gut. So kann ich meine volle Aufmerksamkeit dem weiteren Geschehen widmen.


Auch die anderen tollen Charaktere sind wieder mit an Bord, allen voran Devon, aber auch Felix und Deah, die ich inzwischen auch in mein Herz geschlossen habe. Leider kommen in diesem Band der eigenwillige Mo und mein Liebling, der exzentrische Pixie Oscar etwas kürzer als sonst - ich liebe die verbalen Duelle die sich Lila mit ihnen liefert.

Auch im letzten Teil bleibt die Autorin ihrem Stil treu und festigt ihr faszinierendes Weltenbild, in dem Magie bekannt ist, aber an die dennoch nicht jeder glauben mag.

Das Ende ist abgeschlossen und resultiert in einem enorm hohen Spannungspegel. Es war mir einfach nicht mehr möglich, im letzten Drittel eine Pause zu machen - wer braucht schon Schlaf, wenn er mit Lila Merriweather unterwegs ist?

Fazit:


"Black Blade - Die helle Flamme der Magie" von Jennifer Estep ist der finale Band einer fantastischen Trilogie, die mich von Anfang bis Ende zu begeistern wusste. Tolle Charaktere, ein interessantes Weltenbild und eine wundervolle, spannungsgeladene Handlung haben mich an die Seiten gefesselt und haben diese Serie auf den Olymp meiner Lieblingsreihen katapultiert. Wer Young Adult-Fantasy liebt, der sollte definitiv zu diesen Büchern greifen. 





Klappenbroschur mit 336 Seiten
Verlag: ivi
Autor/in: Jennifer Estep
Übersetzer/in: Vanessa Lamatsch
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erschienen: 04.10.2016
Preis: 14,99 Euro
ISBN: 
978-3-492-70357-4
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Webseite der Autorin → HIER

Vielen Dank an den piper ivi Verlag für die Zusendung eines Rezensionsexemplars.

Samstag, 1. Oktober 2016

Plötzlich Banshee

Die Privatdetektivin Alana scheint das Unglück anzuziehen wie das Licht die Motten. Dabei versucht sie nur, aus ihrer merkwürdigen Gabe das Beste zu machen und andere Menschen zu retten. Denn Alana kann sehen, wie lange jemand noch zu leben hat. Eine rückwärtslaufende Uhr über den Köpfen der Menschen gibt einem Countdown gleich die restliche Lebenszeit an und tendiert diese arg gegen Null, dann bricht sich aus Alana ein Schrei bahn, den sie nicht unterdrücken kann. Denn Alana ist eine Banshee - auch wenn sie diese Erkenntnis am liebsten verdrängen würde.

Als in ihrer Nähe mehrere Leichen auftauchen, macht sie unweigerlich die Bekanntschaft des attraktiven Detectives Dylan Shane, der Nachforschungen in diesem Fall betreibt. Merkwürdigerweise hatte Alana zu allen Verstorbenen Kontakt, was sie natürlich ins Visier des Detectives rückt, der obendrein ein ganz besonderes Interesse an Alana zu haben scheint. Diese macht sich auf eigene Faust auf die Suche nach dem Mörder und bringt dabei nicht nur sich, sondern auch die Menschen, die sie liebt, in große Gefahr.

Meine Meinung:

Schon bei der Vorankündigung des Verlags ist mir der Roman ins Auge gefallen. Cover und Klappentext haben mir sehr zugesagt und die inhalierte Leseprobe hatte mein Schicksal dann besiegelt: Ich musste dieses Buch lesen.

Die Grundidee selbst ist nicht neu, aber welche ist das schon. Sie ist jedoch so wunderbar in diese Story eingebettet, dass ich einfach nicht aufhören konnte zu lesen. Besonders die tollen Charaktere, die die Autorin für mich hat lebendig werden lassen, haben es mir angetan.

Allen voran natürlich Alana mit ihrer spitzen Zunge, die selten um einen Spruch verlegen ist. Damit kann man auf jeden Fall bei mir punkten. Sie ist ausgesprochen mutig und immer bereit, anderen Menschen zu helfen. Dabei scheint sie selbst von einem Unglück ins nächste zu tapsen. Ständig geschieht ihr ein Missgeschick nach dem anderen und das ausgerechnet auch immer noch in der Nähe von Detective Sockenschuss alias Dylan.

Diesen hat Alana übrigens total aus dem Konzept gebracht. Er findet sie nicht nur attraktiv, sondern ausgesprochen unterhaltsam. Zudem hat sie seinem kleinen Bruder das Leben gerettet. Merkwürdig ist nur, dass in ihrer Nähe immer wieder Unfälle passieren und dann diese Schreie....

Alana zur Seite steht zudem auch Clay, der gemeinsam mit ihr vor vielen Jahren im Waisenhaus abgegeben wurde und ihr seitdem nicht mehr von der Seite weicht. Die beiden leben gemeinsam und versuchen sich mit Jobs über Wasser zu halten. Clay scheint der einzige zu sein, dem Alana noch kein Unglück gebracht hat.

Die Handlung ist sehr schlüssig und gut durchdacht aufgebaut. Auch das Ende fand ich sehr zufriedenstellend. Einziges Manko für mich war, dass es relativ vorhersehbar war, aber das hat die Autorin mit ihren genialen Dialogen und dem tollen Schreibstil auf jeden Fall wieder wettgemacht, so dass meine Begeisterung nicht getrübt worden ist.

Fazit:

Ich habe "Plötzlich Banshee" von Nina MacKay geliebt. Der Roman aus dem Fantasygenre ist unterhaltsam, witzig und überaus spannend. Alana ist für mich als Charakter ein absoluter Hauptgewinn und ich habe mich dem Alltag erst wieder stellen können, als ich am Ende des Buches angekommen bin. Das war definitiv nicht mein letztes Buch der Autorin. 





Klappenbroschur mit 400 Seiten
Verlag: ivi
Autor/in: Nina MacKay
Facebookauftritt des Verlags → HIER
erschienen: 01.09.2016
Preis: 15,00 Euro
ISBN: 
978-3-492-70393-2
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Vielen Dank an den piper ivi Verlag für die Zusendung eines Rezensionsexemplars.