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Donnerstag, 24. Dezember 2015

The Diviners 2 - Die dunklen Schatten der Träume

Inzwischen ist Evie O´Neill mit ihrer besonderen Fähigkeit berühmt geworden. Sie hat eine eigene Radioshow und ist dabei ganz in ihrem Element. Den Kontakt zu ihrem Onkel Will, der der Direktor des Museums für Amerikanisches Volkstum, Aberglauben und Okkultes ist und, der mit ihrem freizügigen Umgang mit ihrer Gabe so gar nicht einverstanden ist, ist seit den letzten Ereignissen eingeschlafen. Gleiches gilt für Jericho.

An jeder Ecke scheint es nunmehr Diviner zu geben. Die meisten sind Scharlatane, die nur auf den Zug aufspringen wollen, aber einige von ihnen haben tatsächlich besondere Fähigkeiten. Wie Ling, die genauso wie Henry eine Traumwandlerin ist.

Nach all der überstandenen Aufregung zieht sich nunmehr erneut ein Unheil über New York zusammen.
Etwas Dunkles und Böses gewinnt schnell an Macht und eine mysteriöse Schlafkrankheit fordert immer mehr Opfer. Was steckt wohl dahinter und werden Evie und ihre Freunde den Menschen helfen können?
 

Meine Meinung:

Der erste Teil der Reihe hat mir außerordentlich gut gefallen. Ich liebe die Atmosphäre, die die Autorin schafft und man spürt, dass sie sehr viel Wert auf einen gut recherchierten, historischen Hintergrund gelegt hat. Dadurch wirkten die Beschreibungen der Örtlichkeiten und der damaligen Zeit so bildlich, dass ich mir alles sehr gut vorstellen konnte und einen tollen Einblick in die damalige Zeit bekommen habe.

Die Charaktere waren wie zuvor auch klar gezeichnet
, mit all ihren besonderen, persönlichen Eigenarten, durch die sie für mich unverwechselbar geworden sind. Sie alle sind der Autorin wirklich gelungen. Ihre Protagonistin Evie lässt sich von niemanden etwas sagen, ist rotzfrech und nimmt sich, was sie will. Sie setzt ihre Wünsche um, ohne Rücksicht auf Verluste. Zudem hat sie oftmals nur ihr Vergnügen im Kopf. Alles in ihr scheint nach Aufmerksamkeit zu schreien, die sie voll und ganz auskosten will. Dadurch ist sie nicht gerade die Art von Protagonistin, für die man sofort Sympathie empfindet.

Normalerweise fällt es mir schwer, Zugang zu Büchern zu finden, bei denen ich mich nicht mit mindestens einem der Charaktere identifizieren kann, doch bei dieser Reihe ist dies nicht so, denn die Charakere hier sind allesamt etwas Besonderes und ich mag mir nicht einen von ihnen aus der Geschichte wegdenken. Sie alle wirken sehr lebendig auf mich und sind absolut authentisch beschrieben. Jeder von ihnen hat seine Macken, eine besondere Vergangenheit und nicht zuletzt ein Geheimnis, das sie nicht enthüllen wollen und jedem von ihnen hat sich die Autorin sehr ausführlich gewidmet. Ich fand sie ohne Ausnahme alle sehr überzeugend.

Dabei hat die Autorin auch einen kompletten Querschnitt der damaligen Bevölkerung nicht gescheut. Unabhängig von den magischen Aspekten spiegeln ihre Charaktere die Probleme von schwarz und weiß, von arm und reich und von berühmt und unbekannt wider. Auch das Thema Homosexualität ist Teil dieses Romans. Libba Bray zeigt, wie schnell Vorurteile entstehen und wie leicht diese in die falsche Richtung abgleiten können.

Es dauert ein wenig bis sich in diesem zweiten Teil die Spannung aufbaut. Zunächst ist man als Leser damit beschäftigt, die Charaktere wieder zuzuordnen, neue Elemente aufzunehmen und zu verarbeiten. Doch dann kann man sich ganz wieder dem wunderbaren Schreibstil von Libba Bray hingeben, die es unverwechselbar schafft, den Charme der 20er Jahre wieder auferstehen zu lassen. Da die Handlung allerdings recht komplex ist, sollte man bereit sein, dem Buch seine ungeteilte Aufmerksamkeit zu schenken.

Fazit:

Mit "The Diviners - Die dunklen Schatten der Träume" hat Libba Bray einen tolle Fortsetzung ihrer Reihe geschaffen, die in eine grandiose Mischung aus gruseliger Spannung, dem besonderen Charme und der gelungenen Atmösphäre des New Yorks der 20er Jahre, eindrucksvoller Magie und wundervoll prägnanten und gut ausgearbeiteten Charakteren entführt. Ich freue mich schon auf die Fortsetzung, der ich gespannt entgegenblicke. 





gebundenes Buch mit 704 Seiten
Verlag: dtv
Autorin: Libba Bray
Übersetzer/in:
Barbara Lehnerer und Bernadette Ott
Facebookauftritt des Verlags → HIER
erschienen: 18.12.2015
Alter: ab 14 Jahren
Preis: 21,95 Euro
ISBN:
978-3-423-42815-6
mehr Infos, Leseprobe und Einkauf über Verlag möglich → HIER
Special zur Seite mit vielen Extras → HIER
Infos über die Autorin → HIER
Website der Autorin → HIER


Vielen Dank an den dtv Verlag für die Zusendung eines Rezensionsexemplars.

Sonntag, 25. Januar 2015

Im Herzen der Vollmond

Autor: Natalie Luca  
Titel: Im Herzen der Vollmond
Alter: ab 14 Jahren
 
 
Preis: 1,49 Euro  
Seitenzahl: 69  
Verlag: Carlsen Bittersweets  
erschienen: 14.01.2015
 

Auf ihrem Nachhauseweg wird Lilly plötzlich aufgerüttelt, als der Zug, in dem sie sitzt, aufgrund von Bäumen auf den Gleisen eine Vollbremsung hinlegt. Als sich der Schaffner und der Lokführer auf den Weg zu einem einige Kilometer entfernten Notruf machen, bleibt sie ganz allein, mitten im Nirgendwo, zurück.

Sie macht sich auf den Weg auf der Suche nach einer Möglichkeit nach Hause zu kommen, doch die Gegend scheint gänzlich verlassen. Wenn da doch nur nicht dieses komische Gefühl, beobachtet zu werden, wäre. Plötzlich hört sie das Klappern von Hufen. Naht da ihre Rettung oder ihr Verderben?

Meine Meinung:

Mein erstes Bittersweets und ich habe mich aus dem Bauch heraus für Natalie Lucas "Im Herzen der Vollmond" entschieden. Der Titel ließ in mir die Hoffnung aufkommen, auf ein ganz bestimmtes, magisches Wesen beim Lesen zu stoßen, und so machte ich mich voller Erwartung ans Lesen.

Die Autorin schreibt ihre Geschichte im Präsens aus der Sicht ihrer Protagonistin Lilly, so dass ich mich allein aufgrunddessen der jungen Frau sehr nahefühlte. Diese ist mit einem Zug fast ganz allein mitten im Nirgendwo gestrandet. Das unheimliche Gefühl dieser Situation übertrug sich direkt auf mich und ich konnte mit ihr fühlen und habe ihre Angst gespürt.

Doch Lilly ist letztendlich mutiger als ich und entfernt sich von dem merkwürdigen Zug, der gestoppt worden ist, auf der Suche nach Hilfe. Dass die Idee dann vielleicht doch nicht ganz so klug ist, stellt sie dann erst hinterher fest, als sie sich bereits mitten in ihrem unheimlichen Abenteuer befindet.

Dabei habe ich vor lauter Spannung die ganze Zeit auf meiner Couch gehockt und begeistert Seite für Seite weiterblättert. Die ganze Zeit musste ich daran denken, wie ich mich wohl in ihrer Situation fühlen würde. Da stört es auch nicht, dass einige Dinge ungeklärt bleiben, denn dieser Kurzroman verbreitet eine tolle Atmosphäre, der man sich einfach nicht entziehen kann.
 

Fazit:

"Im Herzen der Vollmond" war mein erstes E-Short und auch meine erste Erzählung von Natalie Luca. Bei beidem wird es das aber auf keinen Fall bleiben, denn die Geschichte war unheimlich spannend, hat mich begeistert und mich in ihren Bann gezogen. Obwohl ich E-Shorts gerade wegen ihrer Kürze sehr ansprechend finde, war ich hier gleichzeitig auch enttäuscht, als es so schnell endete, denn zu gern hätte ich erfahren, wie die phantastischen Erlebnisse für die sympathische Lilly wohl weitergehen würden.

Wer Lust auf eine spannende Kurzgeschichte hat und einigen fantastischen Komponenten nicht abgeneigt ist, der sollte hier auf jeden Fall zuschlagen.







Sonntag, 5. Oktober 2014

The Diviners - Aller Anfang ist böse

Weil Evie sich mal wieder sehr unschicklich benommen hat, verfrachten ihre Eltern sie im Jahre 1926 kurzerhand zu ihrem Onkel Will nach New York, wo sich Evie sogleich begeistert ins Paryleben stürzt. Doch eine unheimliche, rituelle Mordserie, bei dem die Opfer ein mysteriöses Zeichen auf der Haut haben, setzt dem schnell ein Ende. Verzweifelt wendet sich die Polizei deswegen an ihren Onkel, der der Direktor des Museums für Amerikanisches Volkstum, Aberglauben und Okkultes ist, denn der Mörder scheint über übernatürliche Kräfte zu verfügen.

Doch damit ist er zum Glück nicht allein in New York, denn auch Evie hat besondere Kräfte, die sie bislang tunlichst zu verstecken versucht. Aber sie erkennt, dass diese Gabe, die sie bisher eigentlich nur in Schwierigkeiten gebracht hat, hier endlich auch einmal hilfreich sein kann und auf einmal stecken Evie, ihre Freunde, Onkel Will und sein Assisstent Jericho, sowie der geheimnisvolle Taschendieb Sam bis zum Hals in den Ermittlungen drin und bringen sich selbst dabei ziemlich schnell in Gefahr, denn etwas Dunkles und Böses gewinnt schnell an Macht in New York.

Meine Meinung:

Die Atmosphäre in dem Buch hat mir außerordentlich gut gefallen und ich hatte das Gefühl, dass die Autorin sehr viel Wert auf einen gut recherchierten, historischen Hintergrund gelegt hat. Dadurch wirkten die Beschreibungen der Örtlichkeiten und der damaligen Zeit so bildlich, dass ich mir alles sehr gut vorstellen konnte und einen tollen Einblick in die damalige Zeit bekommen habe.

Dies führte jedoch auch dazu, dass die gruseligen Anteile dieser Geschichte ebenfalls sehr einprägsam waren, insbeondere die Beschreibungen der Opfer der grausamen Morde, die wahrlich kein schöner Anblick waren.

Auch die Charaktere waren klar gezeichnet
, mit all ihren besonderen, persönlichen Eigenarten, die sich schnell in mein Gedächtnis eingebrannt haben. Ganz besonders Evie ist der Autorin wirklich gelungen. Sie ist mutig und lässt sich von niemanden etwas sagen, aufmüpfig und weiß nie, wann sie besser den Mund halten sollte, neugierig, mehr als ihr guttut, und dabei gnadenlos rotzfrech. Sie walzt mit der ihr ureigenen Energie alles, das ihr im Weg steht, einfach hinweg. Zudem hat sie oftmals nur ihr Vergnügen im Kopf. Alles in ihr scheint nach Aufmerksamkeit zu schreien, die sie bislang immer vermissen musste. Erst später erfährt man als Leser den Grund für ihr Verhalten und spätestens dann, wenn nicht schon vorher, hat man ihr sofort verziehen, denn sie ist vor allem anderen nämlich auch eine sehr liebenswerte Person. Sie hat eine Gabe, die es ihr erlaubt, aus persönlichen Gegenständen die intimsten Geheimnisse ihrer Besitzer herauszulesen.

Neben Evie gibt es natürlich auch noch viele andere Charaktere und sie allesamt waren sehr lebendig und fantastisch beschrieben. Jeder von ihnen hat seine Macken, eine besondere Vergangenheit und nicht zuletzt ein Geheimnis, das sie nicht enthüllen wollen und jedem von ihnen hat sich die Autorin sehr ausführlich gewidmet. Obwohl so manche Eigenschaft von ihnen fernab der Normalität war, fand ich sie alle sehr authentisch und überzeugend.

Dabei hat die Autorin auch einen kompletten Querschnitt der damaligen Bevölkerung nicht gescheut. Unabhängig von den magischen Aspekten spiegeln ihre Charaktere die Probleme von schwarz und weiß, von arm und reich und von berühmt und unbekannt wider. Sie zeigen, wie schnell Vorurteile entstehen, Menschen an eine falsche Wirklichkeit glauben wollen und wie schnell religiöser Glaube in Fanatismus und einen Hang zum Okkulten abrutschen kann, einzig aus dem Wunsch, in einer besseren Welt leben zu wollen.

Das Ende ist teilabgeschlossen und klärt die aktuelle Handlung. Dennoch werfen vor allem die letzten Seiten ganz viele neue Fragen auf. Und wenn ich kurz vorher dachte, ich würde die meisten Charaktere und das, was sie antreibt, kennen, so wurde ich hier - kurz vor Schluss - eines Besseren belehrt und verspüre seitdem den unbedingten Wunsch, ganz schnell eine Fortsetzung in meine Finger zu bekommen.

Fazit:

Mit "The Diviners - Aller Anfang ist böse" hat Libba Bray einen tollen Serienauftakt geschaffen, der seine Leser in eine Geschichte eintauchen lässt, die von menschlicher Schwäche und Bösartigkeit erzählt, die aus religiösem Fanatismus und Begeisterung für das Okkulte entspringen. Eingebettet in eine grandiose Mischung aus gruseliger Spannung, dem besonderen Charme und der gelungenen Atmösphäre des New Yorks der 20er Jahre, eindrucksvoller Magie und wundervoll prägnanten und gut ausgearbeiteten Charakteren hat der Roman bei mir voll eingeschlagen. 





gebundenes Buch mit 704 Seiten
Verlag: dtv
Facebookauftritt des Verlags → HIER
erschienen: 01.10.2014
Alter: ab 14 Jahren
Preis: 19,95 Euro
ISBN: 
978-3423760966
mehr Infos, Leseprobe und Einkauf über Verlag möglich → HIER
Special zur Seite mit vielen Extras → HIER
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Website der Autorin → HIER


Vielen Dank an den dtv Verlag für die Zusendung eines Rezensionsexemplars, das ich im Rahmen einer Blogger-Aktion gewonnen habe. 

Sonntag, 23. März 2014

Phantasmen

Vor achtzehn Monaten hat sich die Welt verändert. Zu diesem Zeitpunkt tauchten die ersten Geister Verstorbener auf und seitdem werden es täglich mehr, denn auch die Geister aus der Vergangenheit gesellen sich kontinuierlich dazu. Man kann sie nur sehen, aber nicht spüren. Sie leuchten und sind fast unbeweglich, nur ganz allmählich drehen sie sich täglich auf der Stelle, auf der sie gestorben sind, denn sie verfolgen den Lauf der Sonne.

Rain und ihre Schwester Emma sind auf dem Weg zu der Absturzstelle des Flugzeugs ihrer Eltern. Drei Jahre ist es her, dass die beiden zu Waisen geworden sind und nun mitten in der Wüste noch einmal Abschied nehmen wollen. Doch als dann endlich die Geister ihrer Eltern auftauchen, hat sich etwas verändert. Die ausdruckslose Mimik, die alle Geister zeigen, ist plötzlich einem Lächeln gewichen, doch es ist keines von wohlgesonnener Art, sondern dieses bringt den Tod!

Meine Meinung:

Kai Meyers Bücher sind fast zur Pflichtlektüre für mich geworden und natürlich konnte ich auch "Phantasmen" nicht lange widerstehen. Ich bewundere den Autor für die zahlreichen Ideen, die seinen Büchern zugrunde liegen und auch dieses konnte mich wie immer begeistern. Der Gedanke, dass die Geister Verstorbener noch immer unter uns weilen ist nicht neu, doch hier kann jeder Mensch sie sehen.
Sie leuchten von innen heraus, können den Ort ihres Todes jedoch nicht verlassen. Allein der Gedanke, mein Leben mit der ständigen Präsenz von Geistern an den unmöglichsten Orten zu teilen, finde ich schon sehr gruselig. Das ist jedoch nichts zu dem, was geschieht, wenn diese zu lächeln beginnen.

Ich fühlte mich schnell mit der Protagonistin Rain verbunden, aus deren Sicht der Roman geschildert ist und ich konnte ihre Panik förmlich spüren, als das erste Lächeln einsetzt. Ich habe mit ihr mitgefiebert und eine wachsende, innere Unruhe verspürt, denn ich wollte sie, ihre Schwester und auch Tyler in Sicherheit wissen.

Alle drei Charaktere haben schon einiges hinter sich. Während Rain stets unter der Abwesenheit ihrer Eltern litt, hat sie nach deren Tod auf einem Trip nach Afrika furchtbare Dinge erlebt. Derweil wirkt ihre Schwester Emma eher wie ein zum Leben erwachter Computer, denn der Ausdruck von Gefühlen scheint ihr nicht möglich. Auch optisch könnten die beiden nicht gegensätzlicher sein. Nichtsdestotrotz fühlen sie sich stets einander verbunden und besonders für Rain steht der Schutz von Emma an oberster Stelle.

Währenddessen Tyler einer verlorenen Beziehung hinterhertrauert, die auch ihn an die Absturzstelle geführt hat. Hier werden die Jugendlichen zu Weggefährten. Erst aus der Not heraus, später aus Überzeugung. Gemeinsam versuchen sie, das Geheimnis der Geisterscheinungen zu lösen. Die Zeit dafür wird immer knapper, denn immer schneller tauchen immer mehr von ihnen auf. Alle Charaktere fand ich eindrucksvoll geschildert, wobei die Mädels für mich persönlich mehr Tiefe als ihr männlicher Mitstreiter besaßen, doch auch bei ihnen war für mich nach oben gesehen da durchaus noch ein bisschen Luft.


Fazit:

Unheimlich spannend und fesselnd ist "Phantasmen", die neueste Veröffentlichung des Autors Kai Meyer. Überraschende Wendungen hielten mich stets auf Trab und ließen dabei nie Längen aufkommen. Die beeindruckende Grundidee wurde hier in eine atmosphärisch dichte und gruselige Handlung umgesetzt und konnte mich dabei voll und ganz überzeugen. 





gebundenes Buch mit 400 Seiten
Verlag: Carlsen
Facebookauftritt des Verlags → HIER
erschienen: 14.03.2014 

Alter: ab 14 Jahren
Preis: 19,90 Euro
ISBN: 978-3-551-58292-8
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Website des Autors → HIER
 

Donnerstag, 12. September 2013

Angelfall - Fürchtet euch nicht

Es sind gerade mal sechs Wochen her seitdem die Engel der Apokalypse auf die Erde herabgestiegen sind und eine große Zerstörungswelle über die Menschheit haben rollen lassen. Fortan beherrschen tagsüber die Straßengangs die Städte, nachts fürchten die Menschen die Engel und sonstige Kreaturen.

Als die siebzehnjährige Penryn mit ihrer verrückten Mutter und ihrer gehbehinderten, kleinen Schwester Paige sich eine neue, sichere Bleibe suchen will, werden sie Zeugen eines Kampfes mehrerer Engel, bei dem einer von ihnen seine Flügel verliert. Dabei erregen sie deren Aufmerksamkeit und Penryn ergreift Partei, währenddessen ihre Schwester von einem der Engel entführt wird. Penryn ist entsetzt und würde alles dafür tun, sie zurückzubekommen. Deshalb schnappt sie sich den zurückgebliebenen und schwer verletzten Engel und versucht ihn dazu zu bewegen, ihr bei der Suche nach ihrer Schwester zu helfen. Gemeinsam begeben sie sich auf eine gefährliche Reise.

Meine Meinung:

Schnell wurde ich in die Welt von Penryn eingesaugt und habe die halbe Nacht mit dem Buch dagesessen, mit dem Versprechen, nur noch ein Kapitel zu lesen, aus dem dann natürlich unweigerlich mehr wurden. Penryn hat es bislang nicht einfach gehabt in ihrem Leben. Der Vater hat die Familie verlassen und zurück blieben die Mädchen mitsamt ihrer geistig verwirrten Mutter. Seit dem Auftauchen der Engel versucht Penryn ihre Familie mehr schlecht als recht durchzubringen. Sie ist eine sehr starke und mutige Persönlichkeit.

Penryns Mutter ist eine wundervolle Ergänzung der Charaktere in diesem Buch. Sie ist schizophren und pendelt immer wieder zwischen einer brillianten und einer unheimlich verrückten Frau hin und her. Gelegentlich neigt sie zu körperlichen Übergriffen gegenüber ihren Kindern und in einem ihrer helleren Momente hat sie ihre große Tochter genötigt, sich in Selbstverteidigung zu üben, was ihr in der aktuellen Situation sehr zugutekommt.

Gut gefallen hat mir auch, dass sich die Gefühle zwischen Penryn und dem Engel Raffe nur ganz langsam aufgebaut haben. Hier gibt es keine schwülstigen Liebesbekundungen oder heiße Küsse, nur zwei Wesen, die langsam ihr Misstrauen gegeneinander fallen lassen, keinerlei Erwartungen hegen und letzten Endes selbst überrascht sind, dass sie für den jeweils anderen Gefühle hegen.

Zum Ende hin fand ich die Ereignisse doch ziemlich gruselig und fast schon ein wenig zuviel. Meinetwegen hätte das in dieser Form nicht sein müssen, aber das ist sicherlich Geschmackssache, sollte aber beim Kauf durch oder für Jugendliche bedacht werden. Dies Buch ist definitiv nichts für Zartbesaitete.

Fazit:

"Angelfall - Fürchtet euch nicht" von Susan Ee ist eine postapokalyptische Geschichte der besonderen Art. Eine starke Protagonistin kämpft hier nicht nur gegen übermächtige Wesen, die dem ihnen anhaftenden Klischee bis aufs Äußerste zuwiderhandeln, sondern auch gegen einige andere Kreaturen und um das nackte Überleben ihrer Familie. Trotz der zarten, aufkommenden Romanze ist dieser Roman nichts für Zartbesaitete, denn hier kommen nicht nur Spannung und Action nicht zu kurz, sondern auch der Gruselfaktor ist hier des öfteren stark vertreten.





gebundenes Buch mit 400 Seiten
Verlag: Heyne
Facebookauftritt des Verlags → HIER
erschienen: 26.08.2013
Alter: ab 14 Jahren
Preis: 12,99 Euro
ISBN: 978-3-453-26892-0
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Website der Autorin → HIER

Vielen Dank an den Heyne Verlag für die Zusendung eines Rezensionsexemplars.