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Samstag, 28. Mai 2016

Ära der Drachen - Schattenreiter

Die Menschen leben seit einem furchtbaren Krieg unter der Erde. Eingepfercht und unter den einfachsten Bedingungen. Das Überleben ist hart - so auch für Sira und ihren kleinen Bruder Andor. Sie gehören zu den wenigen, die noch wissen, wie es einst auf der Erde ausgesehen hat, denn ihr Onkel war stets um Bücher jedweder Art bemüht.

Doch inzwischen sind die beiden auf sich alleingestellt und können ihr Überleben nur dadurch sichern, dass sich Sira mit einigen wenigen anderen Männern an die Oberfläche wagt, um hier Relikte der Vergangenheit zu besorgen, die sie verkaufen kann. Aber diese Arbeit ist gefährlich. Abgesehen davon, dass die Luft dort nicht atembar ist, muss sie sich auch vor den Soldaten des Königs und den Drachen in Acht nehmen, die die verbliebenen Menschen um jeden Preis töten wollen....

Meine Meinung:

Dies ist nicht mein erstes Buch von Gesa Schwartz und, wenn es nach mir geht, dann wird es auch nicht mein letztes sein. Bislang hat die Autorin es jedes Mal geschafft, dass ich ihren Geschichten verfallen bin und "Ära der Drachen" macht da definitiv keine Ausnahme. Dazu kommt noch, dass ich wahnsinnig gerne Romane über diese mächtigen Fantasywesen lese, so dass das Buch definitiv beste Voraussetzungen hatte.
 
Die Charaktere sind wirklich toll beschrieben und vor allem Sira habe ich sofort in mein Herz geschlossen. Sie muss sich alleine durchschlagen und für ihren kleinen Bruder sorgen, für den sie einfach alles tun würde. Sie ist tough und klug und hat eine Gabe, die ihr schon oft das Leben gerettet hat.

Auch Norik hat mir gut gefallen. Ich konnte spüren, welche Last die ganze Zeit auf ihm lag, denn an seiner Verantwortung hat er schwer zu tragen. Seine Verbindung zu seinem Drachen war wirklich schön beschrieben.

Ich fand das Weltenbild der Autorin sehr gelungen. Die Schauplätze konnte ich mir mühelos vorstellen und auch sonst ist ihr die Umsetzung ihrer Idee zu dem Roman sehr gelungen. Zwischendurch gab es zwar immer mal wieder ein paar Passagen, die nicht ganz eindeutig für mich herüberkamen, aber das tat meinem Lesegenuss keinen Abbruch.

Die Szenen selbst wirkten alle sehr authentisch und voller Emotionen, die sich auf mich übertrugen. Wer also, wie ich, beim Lesen schnell seinen Gefühlen freien Lauf lässt, deponiert am besten neben dem Buch schon einmal eine Packung Taschentücher.

Ich war auf jeden Fall beim Lesen restlos begeistert und die 736 Seiten starke Geschichte, die durch wunderschöne Illustrationen ergänzt wird, zog für meinen Geschmack dadurch viel zu schnell an mir vorbei.
 

Fazit:

"Ära der Drachen - Schattenreiter" ist dystopische Fantasy der Extraklasse. Gesa Schwartz versteht es einfach, wie man Charakteren ein einprägsames Gesicht verleiht und konstant andauernde Spannung aufbaut. Ich hoffe sehr, dass es eine Fortsetzung zu diesem Roman geben wird. 





gebundenes Buch mit 736 Seiten
Verlag: Egmont Lyx
Facebookauftritt des Verlags → HIER
erschienen: 07.04.2016
Preis: 19,99 Euro
ISBN:
978-3-7363-0186-3
mehr Infos, Leseprobe und Einkauf über Verlag möglich → HIER
Website der Autorin → HIER

Vielen Dank an den Egmont Lyx Verlag für die Zusendung eines Rezensionsexemplars.

Freitag, 21. November 2014

Schlüssel

Mit größter Anstrengung konnten die Mädchen des Hexenzirkels den Durchbruch der Dämonen in unsere Welt so gerade eben noch stoppen. Doch der Preis dafür war hoch. Mit der Situation völlig auf sich gestellt sind die Freundinnen verzweifelt auf der Suche nach einer Möglichkeit, das Ende der Welt abzuwenden. Die Zeit ist knapp und sie müssen eine wichtige Entscheidung treffen.

Die Apokalypse naht und das ansteigende Magieniveau erweckt ständig weitere Menschen in ihrem Umfeld zu Hexen. Dazu kommen immer mehr Zweifel an ihrem Plan und mehr als jemals zuvor stellen sich die Hexen die Frage, gegen wen oder was sie tatsächlich letztendlich antreten müssen.

Meine Meinung:

 

Seit dem Lesen von "Zirkel" bin ich ein Fan der Engelsforstrilogie und habe nun gespannt auf den  letzten Band der Reihe gewartet. Nach den ersten beiden Teilen waren meine Erwartungen sehr hoch an das Finale und als ich den fast 1000-seitigen Band dann in der Hand hielt, war ich anfänglich ein wenig skeptisch. Ich fühlte mich etwas erschlagen, schon bevor ich überhaupt zu lesen angefangen hatte, doch das Gefühl schwand recht schnell und ich überließ mich begeistert dem Sog dieser Reihe.
 

Schnell war ich wieder mittendrin im Geschehen und war gefesselt von den unterschiedlichen Charakteren und der Handlung. Die Spannung ist gleich zu Beginn spürbar. Als Leser erhält man anfangs ein paar Auffrischungen zu dem, was zuvor passiert ist, aber diese fallen zum Glück nicht allzu langatmig aus und sind deshalb auch nicht störend. Ich denke, dass sie im Gegenteil für den ein oder anderen, bei dem die Lektüre von den ersten Bänden schon ein wenig zurückliegt, durchaus hilfreich sind, da sowohl die Charaktere, als auch die Handlung sehr komplex sind.

Die Apokalypse war nie näher als jetzt und erneut streckt das Böse seine Finger nach Engelsfors aus. Die Mädchen haben herbe Verluste einstecken müssen und verzweifeln fast an ihrer Aufgabe. Mit dem Auftauchen des Vorsitzenden des Rates kommt es zu wiederholten Meinungsverschiedenheiten.
 

Obwohl die Mädchen die Erfahrung gemacht haben, dass der Rat, der eigentlich den Mädchen Schutz gewährleisten sollte, im Laufe der Jahrhunderte zu einem kontrollierenden und machtausübenden Organ geworden ist und dabei seine einstigen Werte völlig vergessen hat, bringen dessen Vorschläge zur Vermeidung der Apokalypse sehr viel Unfrieden unter sie.
 

Leider ist das nicht das einzige Problem, mit dem sich die Auserwählten herumschlagen müssen, denn immer noch leidet Linnéa unter dem, was ihr Kevin, Erik und Robin angetan haben. Unerwarteterweise kommt es zu einem Prozess, der zeigen wird, ob die verbliebenen Mitglieder des Zirkels gelernt haben, füreinander einzustehen oder nicht.

Etwas, das ich an dieser Trilogie besonders zu schätzen weiß, ist die Tatsache, dass die Handlung hier so komplex ist. Hier gibt es kein seichtes Dahinplätschern einer Geschichte mit einer zurückhaltenden Schönheit, die im Laufe der Handlung zur Heldin mutiert, sondern hier sind nur ein paar fast ganz normale Mädchen, die unterschiedlicher nicht sein könnten und, die sich alle mit diversen Problemen herumschlagen, die neben den fantastischen Elementen nie in den Hintergrund geraten.

Dem Autorenpaar gelingt es, die Handlung so realistisch darzustellen, dass die Charaktere und das Geschehen vor meinem geistigen Auge Gestalt annahmen. Und gerade weil diese Mädchen nicht perfekt sind, fand ich sie besonders sympathisch. Sie sind charakterlich und von ihrem Lebensumfeld so verschieden, dass jeder Leser bestimmt bei mindestens einer von ihnen Ansatzpunkte finden kann, aufgrund derer er sich mit ihnen identifizieren kann.

Neue Hindernisse tun sich auf und erneut ist unklar, wem die Mädchen eigentlich vertrauen können. Das Ende dieser Reihe überraschte mich mit einem ungeahntem Ideenreichtum der Autoren und einem sich authentisch anfühlendem Schluss. Die Handlung war so spannend, dass die fast 1000 Seiten des Buches einfach an mir vorbeigeflogen sind.

Fazit:
 

"Schlüssel" von Sara Bergmark Elfgren und Mats Strandberg ist der dritte und letzte Band der Engelsforstrilogie, der mich durchgehend zu begeistern wusste. Mit ihren realistischen Charakteren und der dichten Erzählatmosphäre setzt sich die Reihe sehr angenehm von der aktuellen Masse ab und hat sich für mich von Band zu Band gesteigert. Wer Interesse an anspruchsvoller und spannender Jugendfantasylektüre hat, dem kann ich die Reihe nur wärmstens ans Herz legen. 




gebundenes Buch mit 928 Seiten
Verlag: Dressler
Facebookauftritt der Verlagsgruppe → HIER
Alter: ab 14 Jahren
Preis: 22,99 Euro
ISBN:
978-3-7915-2856-4
weitere Infos, Trailer und Einkauf über Verlag → HIER
eigene Seite der Trilogie mit Gewinnspiel und Extras → HIER


Vielen Dank an den Dressler Verlag für die Zusendung eines Rezensionsexemplars.

Samstag, 28. Juli 2012

Triklin - Eine phantastische Welt

Die Welt besteht aus vier unterschiedlichen Reichen, die je einem Element zugeordnet sind: Wasser, Feuer, Erde und Luft. Ana-ha lebt im Wasserland. Als sie als kleines Kind ihre Mutter verlor, hat der Akademieleiter Antares sie zu sich genommen und sie aufgezogen. Hier, an der Akademie in Thuraliz, wo sie lernen soll, ihr Element, das Wasser, zu beherrschen, wächst sie gemeinsam mit ihrem besten Freund Seiso-me auf. Während Seiso-me, geradlinig und strebsam, sich seit jeher seinem Land verschrieben hat, ist Ana-ha zwar äußerlich eine schöne, junge Frau, die ihr Element ausgezeichnet beherrscht, innerlich aber ist sie zerrissen und stets auf der Suche nach dem Sinn ihrer Existenz.
Und da gibt es ja auch noch Iciclos, der unangepasste Außenseiter, dem nichts wirklich wichtig erscheint und, der Ana-has Nähe sucht und von ihr unterrichtet wird. Er und Seiso-me könnten unterschiedlicher nicht sein, und doch buhlen beide um Ana-has Aufmerksamkeit. Diese fühlt sich dadurch in die Enge gedrängt, kann sich jedoch für keinen entscheiden, da sie den anderen nicht verlieren und vor den Kopf stoßen möchte.
Dann bekommt Ana-ha den Auftrag, gemeinsam mit Iciclos ins Feuerland zu reisen. Eine ungute Vorahnung macht sich in ihr breit, doch sie kann die Reise nicht verhindern. Dort trifft sie erneut auf Fiuros, den sie einst bei den Elementas, einem jährlich stattfindenden Wettkampf der verschiedenen Reiche, im Finale besiegt hat. Fiuros ist inzwischen stärker geworden und Ana-ha fürchtet, dass er sich rächen will. Doch als Fiuros an Ana-ha ein seltenes und kostbares Familienerbstück entdeckt, steigt sein Hass ins Unermessliche. Mit diesem Erbstück verbindet Fiuros seine ganz persönliche Hölle und er lässt fortan nichts unversucht, sich Ana-has zu bemächtigen.
Gleichzeitig verschwinden nach und nach die heiligen Symbole der verschiedenen Reiche. Die jeweiligen oberen Ratsmitglieder befürchten das Schlimmste und alles deutet auf die Wiederholung eines fürchterlichen Ereignisses von vor vielen Jahren hin. Seiso-me und Ana-ha versuchen das Geheimnis zu lüften und die Diebe zu erwischen. Hierbei sind sie in sämtlichen, wunderbar beschriebenen Reichen im Einsatz. Doch, auf wessen Seite steht Iciclos? Und was sind Fiuros wirkliche Absichten? Werden sie das Geheimnis des rätselhaften Erbstückes lüften können?

Uta Maiers Fantasydebüt lässt sich leicht und flüssig lesen. Durch ihre wundervollen Beschreibungen der einzelnen Reiche sind diese während des Lesens quasi vor meinen Augen zum Leben erweckt worden. Die Charktere sind tiefgründig und sympathisch und selbst den dunkleren von ihnen kann man das Mitgefühl nicht entziehen. Sie sind für mich förmlich lebendig geworden und haben mich mit ins Geschehen hereingezogen. Triklin ist ein spannender Fantasyroman, der nicht nur mit seiner wundervollen blumigen Sprache bezaubert, sondern auch ansonsten ausgesprochen empfehlenswert ist.