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Mittwoch, 27. März 2019

Schmetterling aus Staub

Das Deutschland der Zukunft gibt es nicht mehr. Ein aggressiver Virus hat einen Großteil der Menschen dahingerafft und das neu ernannte Alemania wird von einem Diktator namens Caesar geführt. Dieser hat alle Menschen in vier verschiedene Kategorien eingeteilt. Die Machtmenschen, die Ehrgeizigen, die Harmoniemenschen und die Risikos. An ihrem achten Geburtstag werden alle Kinder getestet und dann ihrer Einstufung nach zugeordnet. Viele müssen deswegen ihre Eltern verlassen und die Verzweiflung darüber ist oft groß. Als Mika sich der Prüfung unterzieht ist sie sich dessen sehr bewusst. Obwohl sie nicht die üblichen Neigungen eines Harmoniemenschen verspürt, gibt sie diese vor, damit sie weiter bei ihren Eltern aufwachsen kann. Ihr Plan gelingt und lange Jahre bleibt sie dort unbehelligt. Bis Aaron, ein entflohener Risiko, plötzlich bei ihr auftaucht und ihre Welt durcheinanderbringt. Alle unterdrückten Wünsche von Mika drohen an die Oberfläche zu kommen und sie muss eine folgenschwere Entscheidung treffen.

Meine Meinung:

Dieses Buch ist eine echte Wundertüte! Ich muss zugeben, anfänglich hat es mich nicht so mitgerissen. Dass mehrere Aspekte des Buches mich an ähnliche Bücher oder auch Filmszenen erinnert haben
, hat mich eigentlich nicht so sehr gestört. Ich denke, in dem Genre war alles schon einmal da und deswegen ist es da sicherlich schwer, Ähnlichkeiten zu vermeiden.

Vielmehr hatte ich mit den Charakteren anfänglich so meine Schwierigkeiten. Zwar kommt Mika sehr sympathisch herüber und viele ihrer Reaktionen sind sicherlich ihrer Erziehung als Harmoniemensch geschuldet, aber eigentlich zeigt sie auch früh, wie sehr sie gegen das System innerlich rebelliert. Deswegen hätte ich mir gerade am Anfang zumindest ein etwas skeptischeres Verhalten von ihr gewünscht. Meiner Meinung nach ließ sie sich viel zu schnell überzeugen, ihr bisheriges Leben hinter sich zu lassen, ausgestattet auschließlich mit einem dünnen Nachthemd, ohne Schuhe, Kleidung oder Nahrung. Sie lässt ihre komplette Familie, die sie über alles liebt, komplett hinter sich, ohne Abschied oder zurückzublicken. Ehrlich gesagt kann ich mir nicht vorstellen, dass ich an ihrer Stelle mitgegangen wäre, aber trotz allem hat es die Autorin dabei geschafft, meine Sympathie für Mika aufrechtzuerhalten.

Aaron fand ich bei seinem ersten Auftauchen einfach nicht authentisch. Wenn man bedenkt, was er alles schon erlebt hat, dann hätte ich einen reiferen, jungen Mann erwartet. Ich fand es alles andere als umsichtig von ihm, wie er Mikas Fortgang geplant hat. Denn er hat sie zumindest zum Teil vor vollendete Tatsachen gestellt und dabei nicht einmal für angemessene Kleidung oder Nahrung gesorgt. Auch später konnte ich sein Verhalten bezüglich Mika und Janna nicht so ganz nachvollziehen und sein wechselhaftes Benehmen hat mich doch ab und an gegen ihn aufgebracht.

Gut gefallen hat mir der Charakter des Finn, der sich als einziger treu bleibt und mit seinem geradlinigen Verhalten eine echte Konstante bildet. Über ihn hätte ich sehr gern noch mehr erfahren.

Zum Gück hat mich der fesselnde Schreibstil der Autorin stets durch die Geschichte fliegen lassen und dafür bin ich Anna Palm sehr dankbar. Denn nach einiger Zeit wandelte sich die Handlung, die Charaktere erhielten mehr Facetten und schon konnte ich nicht mehr aufhören zu lesen. Die Spannung stieg stetig und gipfelte in einem Finale, dessen Ausgang ich so nicht erwartete habe.

Zwar fand ich es sehr toll, endlich mal eine Dystopie als Einzelband lesen zu dürfen und mal ausnahmsweise nicht gebannt auf den Nachfolgeband warten zu müssen, aber ich denke, dem Roman von Anna Palm hätte die Entzerrung der Geschichte in zwei Bände bestimmt sehr gut getan. Gerade am Anfang wäre es wünschenswert gewesen, die Gedanken und Handlungen der Protagonisten etwas ausführlicher zu schildern, um einen besseren Kontakt als Leser zu ihnen aufbauen zu können und ein besseres Verständnis ihrer Lebenssituation zu bekommen.
Fazit:

Der im Schwarzkopf & Schwarzkopf erschienene Roman "Schmetterling aus Staub" von Anna Palm ist eine dystopische Erzählung in einem Band und bereits das dritte veröffentlichte Buch der 18 Jahre jungen Autorin. Sie wird aus der Sicht von Mika in der Ich-Form erzählt und ließ mich an den Gedanken und Gefühlen von ihr teilhaben. Nach anfänglichen Schwierigkeiten nahm die Geschichte dann doch an Fahrt auf und konnte mich dann letztendlich noch fesseln, was auch dem flüssigen Schreibstil der Autorin zu verdanken ist, die in ihrem Buch kein Blatt vor den Mund nimmt. Ich bin sehr gespannt, mit welchen Werken sie uns in Zukunft noch erfreuen wird.





gebundenes Buch mit 336 Seiten
Verlag: Schwarzkop & Schwarzkopf
Preis: 14,95 Euro
ISBN: 978-3-86265-251-8
erschienen am 01.02.2013
mehr Infos, Leseprobe und Einkauf über Verlag möglich → HIER
 

Samstag, 18. Juni 2016

Die Auslese - Nichts ist, wie es scheint

"Cia Vale hat die gefährliche Auslese überlebt, während sich Chaos und Wut in der Gesellschaft ausbreiten. Ein verheerender Bürgerkrieg steht bevor, und die Rebellen schmieden einen Plan, die grausame Regierung zu stürzen. Auch Cia ist bereit, um das Ende der Auslese zu kämpfen, aber sie kann es nicht alleine tun. Sie hofft auf die Loyalität ihrer Kameraden, doch das kann tödlich für sie enden. Denn Täuschung und Wahrheit liegen nah beieinander. Und der Einsatz ist hoch, denn auf dem Spiel steht das Leben all derer, die sie liebt. Wem kann Cia vertrauen?" (Quelle: Penhaligon Verlag)

Meine Meinung:

Der erste Band der Reihe war 2013 eines meiner absoluten Buchhighlights. Die Autorin hatte sich damit ihre eigene Messlatte sehr hoch gehängt und auch, wenn der Folgeband etwas schwächer war, konnte mich die Reihe weiterhin begeistern. Ich war sehr froh, als ich das Finale dann in meiner Hand hielt und war sehr gespannt, wie alles zum Ende kommen würde. Leider konnte mich der Abschluss nicht gänzlich überzeugen.

Zunächst habe ich ein wenig gebraucht, um komplett in die Geschichte zurückzufinden. Da es schon über ein Jahr her ist, dass ich den zweiten Band gelesen habe, war nicht mehr alles so präsent und die Autorin hat mit Rückblicken hier zu Beginn etwas gegeizt. Nach einer Weile habe ich mich aber dann doch wieder in der dystopischen Welt, die sie geschaffen hat, zurechtgefunden und das Geschehen rund um Cia gebannt verfolgt.

Ich mag Cia noch immer. Das ist etwas, das definitiv über mehrere Bände hinwegwirkt. Sie ist liebenswert, intelligent und möchte stets das Richtige tun. Im ersten Band hat sie eine ungeheure Stärke bewiesen, für die ich sie sehr bewundert habe. Leider blitzt diese im finalen Band nur noch sporadisch auf. Cia verliert sich ein wenig in ihrer Gedankenwelt, was zunächst aufgrund der Aufgabe, die ihr gestellt worden ist, verständlich ist.

Während des Lesens habe ich dann jedoch immer wieder die gewohnte Spannung vermisst. Die ehemals actionreiche Handlung plätschert oft nur dahin, es gibt zwar einige brutale Szenen, aber den üblichen Thrill habe ich oft vergeblich gesucht. Erst in der zweiten Hälfte des Buches zieht die Spannung dann langsam wieder an und zum Glück gibt es da immer noch den einnehmenden Schreibstil der Autorin, der mir über so manche Länge hinweggeholfen hat. Wiederholt schürt sie bei ihren Lesern Angst und Zweifel an der Vertrauenswürdigkeit einzelner Charaktere, so dass man zweifellos die halbe Zeit selbst rätselt, wem Cia trauen kann und wem nicht.
 

Auch hatte ich mir dieses Mal mehr Präsens von Cias Bruder gewünscht, doch die Erwartungen, die die Autorin zum Ende des zweiten Teils bei mir geweckt hat, haben sich nicht so ganz erfüllt.

Zum Ende hin wird die Handlung zwar definitiv spannender, aber das grandiose Finale, das ich erhofft hatte und, das dem ersten Band gerecht geworden wäre, blieb irgendwie für mich aus. Einige Aspekte blieben ungeklärt, was es jetzt für mich auch nicht wirklich besser gemacht hat.

Fazit:

"Die Auslese - Nichts ist, wie es scheint" von Joelle Charbonneau ist das Finale einer dystopischen Trilogie, die mit einem atemberaubenden, genialen ersten Band begonnen hat. Leider konnte die Autorin die Spannung und den Thrill nicht konstant bis zum Ende aufrechterhalten, auch wenn sie erneut mit ihrem einnehmenden Schreibstil überzeugen konnte.






gebundenes Buch mit 384 Seiten
Autorin: Joelle Charbonneau
Übersetzer/in: Marianne Schmidt
Verlag: Penhaligon
Facebookauftritt des Verlags → HIER
Erscheinungsdatum: 24.05.2016
Preis: 16,99 Euro
ISBN:
978-3764531195
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Website der Autorin → HIER

 
Vielen Dank an den Penhaligon Verlag für die Bereitstellung eines Rezensionsexemplars. 

Samstag, 28. Mai 2016

Ära der Drachen - Schattenreiter

Die Menschen leben seit einem furchtbaren Krieg unter der Erde. Eingepfercht und unter den einfachsten Bedingungen. Das Überleben ist hart - so auch für Sira und ihren kleinen Bruder Andor. Sie gehören zu den wenigen, die noch wissen, wie es einst auf der Erde ausgesehen hat, denn ihr Onkel war stets um Bücher jedweder Art bemüht.

Doch inzwischen sind die beiden auf sich alleingestellt und können ihr Überleben nur dadurch sichern, dass sich Sira mit einigen wenigen anderen Männern an die Oberfläche wagt, um hier Relikte der Vergangenheit zu besorgen, die sie verkaufen kann. Aber diese Arbeit ist gefährlich. Abgesehen davon, dass die Luft dort nicht atembar ist, muss sie sich auch vor den Soldaten des Königs und den Drachen in Acht nehmen, die die verbliebenen Menschen um jeden Preis töten wollen....

Meine Meinung:

Dies ist nicht mein erstes Buch von Gesa Schwartz und, wenn es nach mir geht, dann wird es auch nicht mein letztes sein. Bislang hat die Autorin es jedes Mal geschafft, dass ich ihren Geschichten verfallen bin und "Ära der Drachen" macht da definitiv keine Ausnahme. Dazu kommt noch, dass ich wahnsinnig gerne Romane über diese mächtigen Fantasywesen lese, so dass das Buch definitiv beste Voraussetzungen hatte.
 
Die Charaktere sind wirklich toll beschrieben und vor allem Sira habe ich sofort in mein Herz geschlossen. Sie muss sich alleine durchschlagen und für ihren kleinen Bruder sorgen, für den sie einfach alles tun würde. Sie ist tough und klug und hat eine Gabe, die ihr schon oft das Leben gerettet hat.

Auch Norik hat mir gut gefallen. Ich konnte spüren, welche Last die ganze Zeit auf ihm lag, denn an seiner Verantwortung hat er schwer zu tragen. Seine Verbindung zu seinem Drachen war wirklich schön beschrieben.

Ich fand das Weltenbild der Autorin sehr gelungen. Die Schauplätze konnte ich mir mühelos vorstellen und auch sonst ist ihr die Umsetzung ihrer Idee zu dem Roman sehr gelungen. Zwischendurch gab es zwar immer mal wieder ein paar Passagen, die nicht ganz eindeutig für mich herüberkamen, aber das tat meinem Lesegenuss keinen Abbruch.

Die Szenen selbst wirkten alle sehr authentisch und voller Emotionen, die sich auf mich übertrugen. Wer also, wie ich, beim Lesen schnell seinen Gefühlen freien Lauf lässt, deponiert am besten neben dem Buch schon einmal eine Packung Taschentücher.

Ich war auf jeden Fall beim Lesen restlos begeistert und die 736 Seiten starke Geschichte, die durch wunderschöne Illustrationen ergänzt wird, zog für meinen Geschmack dadurch viel zu schnell an mir vorbei.
 

Fazit:

"Ära der Drachen - Schattenreiter" ist dystopische Fantasy der Extraklasse. Gesa Schwartz versteht es einfach, wie man Charakteren ein einprägsames Gesicht verleiht und konstant andauernde Spannung aufbaut. Ich hoffe sehr, dass es eine Fortsetzung zu diesem Roman geben wird. 





gebundenes Buch mit 736 Seiten
Verlag: Egmont Lyx
Facebookauftritt des Verlags → HIER
erschienen: 07.04.2016
Preis: 19,99 Euro
ISBN:
978-3-7363-0186-3
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Website der Autorin → HIER

Vielen Dank an den Egmont Lyx Verlag für die Zusendung eines Rezensionsexemplars.

Mittwoch, 9. März 2016

Lost City 1.0


"Eigentlich wollte Yuma nach dem Abi in Frankreich jobben, weit weg von ihrem nervigen Stiefbruder Linus, der die ganze Nacht Games zockt. Doch plötzlich taucht bei ihm Amon auf, ein seltsamer Typ mit türkisen Augen. Yuma erscheint er bedrohlich, gleichzeitig ist sie fasziniert von ihm. Garantiert machen sie was Illegales und Yuma beschließt, dem auf die Spur zu kommen. Ein schwerer Fehler: Ihre Nachforschungen katapultieren sie in eine Welt, die nach den Regeln eines Computerspiels funktioniert – doch Yuma hat von Gaming keine Ahnung! Unversehens findet sie sich im Setting einer verlassenen Stadt mit tödlichen Gefahren wieder und erkennt: Das hier ist kein Spiel, in dem man einfach von vorne beginnt, wenn die Spielfigur gestorben ist. Es geht ums nackte Überleben ... und eine gefährliche Liebe." (Quelle: HIER)

Meine Meinung:

Nachdem die "Zauber der Elemente"-Reihe der Autorin schon eine Weile auf meiner Wunschliste lag, bin ich auf die neue Reihe von Daphne Unruh gestoßen - und direkt eingetaucht. Das Buch mit dem ansprechenden Cover ist in einem angenehmen Schreibstil geschrieben und hat mich sofort für sich gefangengenommen.

Die Charaktere fand ich sehr gut dargestellt. Sie wirkten authentisch, nahezu lebendig und konnten mich von sich überzeugen. Die Protagonistin Yuma war mir gleich zum Anfang sympathisch, obwohl sie manchmal fast zu gut wirkte. Da bin ich mit ihrer besten Freundin definitiv einer Meinung. Doch als sie nur einmal von ihrem üblichen Verhalten abweicht, nicht auf ihre innere Stimme hört und ihre Nase in fremde Angelegenheiten steckt, findet sie sich prompt in einer gefährlichen Welt wieder. Doch zum Glück ist Yuma auch sehr mutig und lässt sich nicht so schnell unterkriegen. Das mochte ich sehr an ihr.

Ihr Stiefbruder Linus ist da eher gewöhnungsbedürftig. Er lässt Yuma bei jeder Gelegenheit spüren, dass er sie als Eindringling empfindet. Dass er sein zweites Zimmer an sie abgeben musste, als sie mit ihrem Vater eingezogen ist, macht die Sache nicht wirklich besser.

Auch Amon ist ein interessanter Charakter, der so schnell nicht zu durchschauen ist. Doch das macht ihn natürlich auch geheimnisvoll und wirkt dadurch sehr anziehend auf Yuma. Sein Verhalten ist sehr wechselhaft; es fiel mir schwer, ihn in eine Schublade zu stecken.

Die Beschreibungen in dem Buch waren sehr detailreich, so dass ich das Gefühl hatte, Yuma fast zu begleiten. Die Welt, die die Autorin erschaffen hat, ist sehr genau beschrieben und nahm augenblicklich Gestalt in meinem Kopf an. Dazu kommt, dass die Spannung die ganze Zeit spürbar war und das Buch mich mit seinem Gesamtpaket einfach nur begeistern konnte.

Fazit:

Dystopiefreunde und Liebhaber spannender Jugendromane werden bei "Lost City 1.0" auf jeden Fall auf ihre Kosten kommen. Der Trilogieauftakt von Daphne Unruh konnte mich mit seiner gut umgesetzten Idee voll und ganz überzeugen und macht mich jetzt schon neugierig auf die Fortsetzung, die zum Glück noch dieses Jahr erscheinen wird. 





Taschenbuch mit 284 Seiten
Autor/in: Daphne Unruh
Verlag: createspace
erschienen: 19.01.2016
Preis: 9,99 Euro
ISBN:
978-1523498024
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Vielen Dank an die Autorin für die Zusendung eines Rezensionsexemplars.

Sonntag, 21. Februar 2016

Infernale

Davy gilt als Wunderkind. Die Welt der Musik ist ihr Zuhause und sie hat große Pläne für die Zukunft, die sie sich gemeinsam mit ihrem Freund Zac vorstellt.

Das alles rückt jedoch schnell in den Hintergrund, als Davy in einem DNA-Test positiv auf das Mördergen
Homicidal Tendency Syndrome (HTS) getestet wird. Ab sofort muss sie ihre Eliteschule verlassen und zur staatlichen gehen. Doch nicht etwa gemeinsam mit den anderen Kindern, sondern weggesperrt in eine Art Käfig, zusammen mit den anderen Genträgern. Eine harte Zeit beginnt für Davy, in der ihre Welt auf den Kopf gestellt wird. Wird sie ihr neues, gefahrvolles Leben genau zu dem werden lassen, was sie angeblich ist? Eine Mörderin?
 

Meine Meinung:

Nachdem mir die Firelight-Trilogie der Autorin so gut gefallen hatte, wollte ich mich auch an ihrem neuesten Buch versuchen. Der Auftakt der Dilogie liest sich ungeheuer flüssig und locker und ein kurzes Hineinlesen artete schnell zu einem längeren Lesehappening aus.

Der Roman ist aus Davys Sicht geschrieben, die immer wieder kurz durch Regierungsstatements oder kurze Szenarios anderer Charaktere unterbrochen wird. Letzteres erhöht nach meinem Gefühl eindeutig das Tempo und die Spannung der Geschichte.

Davy ist ein sympathisches Mädchen, das bislang sehr behütet gelebt hat. Ihre Begabung und das Erbe ihrer Eltern haben ihr schon viele Wege geebnet. Dies hat Davy nie wirklich hinterfragt und stets als selbstverständlich angesehen. Auch angesichts ihres DNA-Tests fällt es ihr immer noch schwer, aus ihrem Schubladendenken herauszukommen. Sie hält alles für einen Fehler, der natürlich nur ihr passiert ist. Erst langsam begreift sie, das es auch anderen so ergeht, die gegen ihre Vorverurteilung zu kämpfen haben.

Zudem fällt es ihr - ebenso wie mir - schwer zu glauben, wie schnell sich ihre Familie und ihre Freunde um sie herum als menschliche Enttäuschungen herausstellen. Ich verstehe, dass die meisten Angst haben und auch deswegen mit Ablehnung reagieren und auch die Indoktrinationen des Staates verfehlen ihre Wirkung nicht. Dennoch ist es schwer zu glauben, dass Liebe und Freundschaft sich so schnell in etwas anderes verwandeln können und diese Menschen sich ein eigenes Armutszeugnis ausstellen, da sie aufgrund eines Testergebnisses ihr eigenes, jahrelanges Urteilsvermögen hinsichtlich eines anderen Menschen in Frage stellen.

Auch die anderen Charaktere sind von der Autorin gut dargestellt. Einer meiner Lieblinge hier ist der Nerd Gil, der Davy tapfer zur Seite steht, obwohl er selbst mehr Opfer als Held ist. Interessant ist sicherlich auch ihr neuer Mitschüler Sean, der seine ganz eigene Art hat, mit seinem Testergebnis umzugehen. Nach außen hin tough, lässt er jedoch kaum hinter seine Fassade gucken und bleibt dabei stets ein wenig geheimnisvoll und mysteriös. Eine interessante Mischung.

Frei nach dem Motto, glaube nur der Statistik, die du selbst gefälscht hast, führt das ablehnende und aggressive Verhalten - welch Hohn - der Nichtgenträger sicherlich größtenteils dazu, dass die entwürdigend behandelten HTS-Träger zu dem werden, was sie angeblich sind: Straftäter bzw. schlimmstenfalls Mörder. Wie lange kann man so eine Behandlung ertragen und wie stark muss man dafür sein? Die Autorin regt mit ihrem Buch gekonnt zum Denken an.

Fazit:

"Infernale" ist ein spannender und mitreißender Jugendroman aus der Feder von Sophie Jordan, der mit seinem dystopischen Charakter nicht an Action spart. Hier geht es um die Frage, ob unsere Gene unser Leben bestimmen, um Vorurteile und Vertrauen. Lange hat die Geschichte noch in mir nachgeklungen und zum Nachdenken angeregt und ich bin begierig darauf, die Fortsetzung in meinen Händen zu halten.





Hardcover mit 384 Seiten
Autor/in: Sophie Jordan
Übersetzer/in: Ulrike Brauns
Verlag: Loewe Verlag
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erschienen: 15.02.2016
Alter: ab 14 Jahren
Preis: 17,95 Euro
ISBN:
978-3-7855-8167-4
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Vielen Dank an den Loewe Verlag für die Zusendung eines Rezensionsexemplars.
 

Donnerstag, 20. August 2015

Das Juwel - Die Gabe

Aufgewachsen im äußersten Kreis der Stadt, dem Sumpf, wird Violet Lasting in ihrem zwölften Lebensjahr in die Verwahranstalt Southgate gebracht, wo sie zum Surrogat ausgebildet wird. Als sie alt genug ist, wird sie auf einer Auktion zusammen mit 199 anderen Mädchen versteigert.

Da Violet eine besondere Begabung hat - sie kann mit ihrer Vorstellungskraft Dinge verändern oder wachsen lassen - zählt sie zu den begehrtesten Mädchen und wird letztendlich an die Herzogin vom See versteiger
t. Alles, was sie bislang kannte, muss sie nun hinter sich lassen. Die Herzogin lebt im Juwel, im innersten Kreis der Stadt und kann Violet jedweden Komfort und Luxus bieten. Doch der Preis dafür ist hoch, denn die Herzogin verlangt, dass Violet ein Kind für sie austragen soll! Ihrer Freiheit beraubt, ohne Aussicht auf Flucht und eine Zukunft, verliebt sich Violet zudem unverhofft und setzt damit nicht nur sich einer großen Gefahr aus.

Meine Meinung:

Was für ein wunderschönes Cover! In zarten Lilatönen gehalten, heben sich die Glitzereffekte des Kleides des dargestellten Mädchens plastisch vom restlichen Bild ab. Ein echter Hingucker und für mich als passionierte Coverkäuferin ein absolutes Must-Have. Wenn dann auch noch der Klappentext so neugierig wie hier macht, gibt es nichts mehr, das mich noch aufhalten könnte.

Noch vor Beginn erfährt man als Leser, wie die Stadt, in der Violet lebt, aufgebaut ist. Die kleine Skizze, die dem Roman vorangestellt ist, sorgt zunächst bei mir für Verwirrung, aber bereits nach den ersten Seiten des Buches, wird mir vieles klarer und ich greife zwischendurch immer wieder gerne darauf zurück, um mir das ein oder andere zu verdeutlichen.

Die Handlung wird aus der Sicht von Violet in der Ich-Form wiedergegeben und baut dadurch direkt eine Beziehung zu mir auf. Violet ist mir dann auch schnell sympathisch und ich bin neugierig, was die Zukunft für sie bereithalten wird. Sie ist ungeheuer stark. Schon als Kind musste sie ihre Familie verlassen und ihr Leben nach der Auktion ist trotz des Luxus um sie herum, garantiert kein Zuckerschlecken. Sie wird mit der harten Realität konfrontiert, mit Gewalt, Manipulation und Tod. Dennoch versucht sie, sich nicht unterkriegen zu lassen und richtet ihren Blick nach vorn.

Auch die Nebencharaktere fand ich gut gelungen; gerne hätte ich noch mehr von ihnen gelesen und ich hoffe, dass ich im zweiten Band mehr über Raven, Ash und einige andere erfahren werde. Ebenso ging es mir mit dem Weltenbild, das in diesem Band nur bis zum "Tellerrand" erklärt wird. Da brauche ich definitiv noch mehr Informationen.

Der romantische Teil des Buches setzt erst relativ spät ein und nimmt dann schnell an Fahrt auf. Hier hätte ich mir etwas mehr Intensität gewünscht, denn irgendwie sprang der Funke beim Lesen leider noch nicht auf mich über.

Einige kleine Aspekte fand ich persönlich jetzt nicht so ganz logisch, aber das ist bei Dystopien ja oft der Fall. Meinem Lesevergnügen hat das jedoch keinerlei Abbruch getan, denn ich fand die Handlung dermaßen fesselnd, dass diese Dinge für mich einfach in den Hintergrund rückten.

Das Ende ist offen und lässt mich ungeheuer gespannt zurück. Am liebsten hätte ich sofort weitergelesen und ich hoffe, dass der nächste Band nicht allzu lange auf sich warten lässt.

Fazit:

"Das Juwel - Die Gabe"
ist eine interessante Dystopie, deren zugrundliegende Idee gut und ansprechbar umgesetzt ist. Die Charaktere des Romans sind gut gezeichnet; die Spannung war für mich konsequent spürbar und auch die Romantik hat hier nicht gefehlt. Ich bin schon sehr gespannt auf die Fortsetzung. 





gebundenes Buch mit 448 Seiten
Autor/in: Amy Ewing
Übersetzer/in: Andrea Fischer
 

Verlag: Fischer FJB
Facebookauftritt des VerlagsHIER
erschienen: 20.08.2015
Preis: 16,99 Euro
ISBN: 978-3-8414-2104-3
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Vielen Dank an den Fischer Verlag für die Zusendung eines Rezensionsexemplars.

Sonntag, 14. Juni 2015

Die rote Königin

Jeder, der keine Lehrstelle vorweisen kann, wird mit achtzehn Jahren zum Krieg eingezogen. Auch Mare steht das bevor, denn sie ist eine Rote und in ihrer Welt regiert die Farbe des Blutes. Nur die Silbernen haben Rechte und besondere Fähigkeiten, die ihre Überlegenheit gegenüber den Roten begründet.

Bei dem Versuch, ihren Freund Kilorn vor der Armee zu retten, landet sie unerwartet als Dienerin im Schloss des silbernen Königs. Doch ein Unglück, das sie eigentlich das Leben hätte kosten sollen, bringt ihre Kräfte hervor. Fähigkeiten, wie sie eigentlich nur die Silbernen haben. Und dann ist sie auf einmal Teil des Hofes, mit seinen Intrigen und seinen Zwängen und jeder Fehler könnte ihr letzter sein....

Meine Meinung:

Das Buch steht schon seit einigen Monaten auf meiner Wunschliste - seitdem ich es in der Vorschau entdeckt habe und der Klappentext mir klarmachte, dass dieser Roman genau mein Lesegeschmack ist. Dann kam es an und es sah einfach wunderschön aus. Für mich als Coverliebhaberin ist dieses Buch schon einmal allein dadurch erste Sahne in meinem Bücherregal und das Innere wird dem Äußeren durchaus gerecht.

Der Roman ist sehr spannend aus der Sicht von Mare geschrieben. Man fühlt sich dem Mädchen schnell sehr nahe, schon allein, weil sie unterprivilegiert aufwächst. Dazu kommt, dass ihre Schwester sie scheinbar in vielen Bereichen übertrumpft und Mare sich auch innerhalb ihrer Familie benachteiligt fühlt. Sie stiehlt um etwas zum Lebensunterhalt der Familie beizutragen bis zu einer schicksalshaften Begegnung mit Cal. Von da an verändert sich ihr Leben von Grund auf.

Neben Mare agieren noch die beiden Königssöhne, die unterschiedlicher nicht sein könnten. Während das Leben des einen voll und ganz auf die Nachfolge seines Vaters ausgerichtet ist, steht der andere in seinem Schatten. Auch charakterlich unterscheiden sich die beiden sehr, doch eine offensichtliche Zuneigung zu Mare teilen beide.

"Jeder kann jeden verraten." Normalerweise zitiere ich eigentlich nicht aus Büchern, aber dieser eine Satz war nicht nur sehr einprägsam, sondern sehr bestimmend für das komplette Geschehen. Einiges konnte man kommen sehen, das meiste hat mich jedoch überrascht. Schon lange war ich nicht mehr so gefesselt von einem Roman.

Fazit:

"Die rote Königin" ist der geniale Auftakt einer Reihe von Victoria Aveyard. Das einprägsame Weltenbild konnte mich zusammen mit den ausgeprägten Charakteren und der fesselnden und spannenden Handlung voll und ganz überzeugen. Ich fiebere bereits der Fortsetzung entgegen.




gebundenes Buch mit 512 Seiten
Verlag: Carlsen
Facebookauftritt des Verlags → HIER
erschienen: 24.04.2015

Alter: ab 14 Jahren
Preis: 19,99 Euro
ISBN:
978-3-551-58326-0
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Donnerstag, 12. März 2015

NOX - Unten

In der Unterstadt leben die Menschen in einem undurchdringlichen, dunklen Nebel aus Schmutz und sind gezwungen, künstliches Licht mit Hilfe ihrer Körperkraft zu erzeugen. Da ihre Lebenserwartung sehr kurz ist, verlangt das Gesetz, dass sie sehr früh heiraten und für Nachkommen sorgen müssen.

Lucen liebt Firmie, doch das Mädchen weigert sich bislang beharrlich, mit ihm den "Kompatibilitätstest" zu vollziehen. Er fürchtet, sie deswegen zu verlieren. Gleichzeitig scheinen sich seine Jugendfreundschaften aufzulösen, da sie nun alle im Erwachsenenalter, nach unterschiedlichen Zielen streben. Während Maurce sich den Terroristen anschließen will, wird Gerges von seinem Vater in die Miliz gedrängt, die nächtens die Bewohner drangsaliert.

Währenddessen lebt Ludmilla ein einsames Leben in der Oberstadt. Sie hat jeglichen, erdenklichen Komfort, doch als ihr Vater ihr Kindermädchen plötzlich entlässt und ins Ungewisse schickt, ist Ludmilla nicht bereit, es hinzunehmen und forscht eigenständig nach deren Verbleib. Dabei erlangt sie Erkenntnisse, die sie zum Handeln zwingen.

Meine Meinung:

Dem Roman vorangestellt ist eine kurze Interpretation der Handlung und ein Interview mit dem Autor. Wer sich selbst keine Ereignisse und Erkenntnisse vorwegnehmen möchte, der sollte diesen Teil überspringen und später anhängen. Beide Texte fand ich sehr interessant, hätten meiner Meinung nach aber besser ans Ende gehört.

Das Cover ist interessant und erinnert in seinem Stil an die Méto-Reihe des Autors. Die Charaktere wirken für mich gut eingefangen, ebenso wie die Atmosphäre des Buches. Der Klappentext verspricht sehr viel Spannung, die ich letztendlich auch bekommen habe.

Die Geschichte beginnt langsam und unmittelbar. Als Leser beobachtet man das Geschehen aus der Perspektive von Lucen, Gerges und Ludmilla und erhält so einen weitläufigen Einblick und Zugang zu den Charakteren. Bei der Verfolgung der drei parallelen Erzählstränge kommt es häufiger vor, dass manche Ereignisse sich wiederholen und noch einmal aus der Sicht eines anderen Protagonisten erzählt werden. Das fand ich anfänglich unheimlich interessant, doch zum Ende des Buches hatte ich das Gefühl, das sich das häufte und bei mir zu leichten Spannungsabfällen führte, da man die unterschiedlichen Sichtweisen der Charaktere oftmals erahnen konnte und somit ungewollt in eine Wiederholung kam.

Dennoch fesselte mich der eindringliche Schreibstil des Autors und ließ mich den Roman in einem Stück durchlesen. Insbesondere die männlichen Charaktere haben bei mir Eindruck hinterlassen, denn sie sind nicht einsortierbar in Schubladen von Gut und Böse, sondern ausgesprochen vielschichtig und es mangelt ihnen auch nicht an Tiefe.

 
Sehr interessant fand ich, dass die Menschen unten nicht die vollständigen Namen für die Dinge des Lebens benutzen. So fehlt immer ein Buchstabe, um zu zeigen, dass das Produkt im Vergleich zum herkömmlichen in der Oberstadt minderwertig ist. Auch die Namen der Bewohner sind verstümmelt, genauso wie ihre Leben, die sie nicht im Komfort fristen, sondern mit vollem Körpereinsatz und unter der ständigen Belastung durch die verschmutzte Luft.

Von klein auf lernen sie, dass sie der Oberstadt zu dienen haben, nicht aufmucken sollen und, dass sie oben im Licht gar nicht wirklich existieren könnten. Doch es gibt diverse Gruppen, die dagegen aufbegehren und im Verborgenen gegen das Regime arbeiten.

Schade fand ich, dass man noch nicht erfahren hat, wie es zu dieser Teilung gekommen ist. Ich kann mir nicht vorstellen, dass die Menschen anfänglich ihre Existenz unten akzeptiert haben, denn diesen musste damals klar sein, dass ein Leben in der Oberstadt weder tödlich für sie war, noch irgendwelche Einschränkungen bereithielt. Aber ich hoffe sehr, dass die Fortsetzung diesbezüglich Aufschluss geben wird.

Am Schluss erreicht der Spannungspegel seinen Höhepunkt und lässt mich mit vielen Fragen und banger Erwartung zurück. Ich hoffe, dass ich nicht allzu lange auf die Fortsetzung warten muss.

Fazit:

"NOX - Unten" ist ein spannender, dystopischer Jugendroman, dessen Seiten leider viel zu schnell an mir vorüberzogen. Yves Grevet
schafft es, mich mit seinem ungewöhnlichen Schreibstil und seinen interessanten Charakteren gut zu unterhalten; gerne empfehle ich den Roman weiter und freue mich schon auf die Fortsetzung.

gebundenes Buch mit 320 Seiten
Verlag: dtv
Facebookauftritt des Verlags → HIER
erschienen: 20.02.2015
Alter: ab 14 Jahren
Preis: 14,95 Euro
ISBN:
978-3-423-65012-0
mehr Infos, Leseprobe und Einkauf über Verlag möglich → HIER
NOX Buchstapler-Aktion zum Buch → HIER

 
Vielen Dank an den dtv Verlag für die Zusendung eines Rezensionsexemplars, das ich im Rahmen einer Blogger-Aktion gewonnen habe. 

 

Sonntag, 8. Februar 2015

Die Auslese - Nichts vergessen und nie vergeben

Cia und Tomas haben mittlerweile an der Akademie in Tosu ihre Studien begonnen und sind verschiedenen Fachrichtungen zugeteilt worden. Trotzdem, dass Cia durch die Regierung ihre Erinnerungen an die Auslese geraubt worden sind, weiß sie, was in dieser Zeit in etwa passiert ist, denn sie hat die wichtigsten Details zuvor auf ihren Kommunikator gesprochen. Zwar fällt es ihr schwer zu glauben, dass dies alles passiert sein soll, aber iher ständigen Alpträume zeigen ihr, dass sie darauf vertrauen kann.

Fortan versucht sie alles, um die Auslese zu beenden, doch die Verantwortlichen haben sie im Auge und jeder Schritt von ihr wird überwacht. Zudem kommt, dass sie nicht weiß, wem sie wirklich vertrauen kann, doch immer wieder machen Situationen es erforderlich, dass sie genau in dieser Hinsicht Entscheidungen fällen muss. Es kommt zu weiteren Todesopfern; die Zeit drängt. Wird Cia die Auslese stoppen können?

Meine Meinung:

Der erste Teil der Trilogie hat mir unheimlich gut gefallen und war dabei so spannend, dass ich das Buch einfach nicht an die Seite legen konnte. Ich bin also mit hohen Erwartungen an die Fortsetzung herangetreten.

Optisch passt sich der zweite Band sehr gut seinem Vorgänger an und auch der Klappentext ist sehr verheißungsvoll und hat mir sofort Lust zum Lesen gemacht.
Durch den fesselnden Schreibstil von Joelle Charbonneau und die Erzählung des Romans aus der Sicht von Cia hatte ich sehr schnell wieder eine Verbindung zu der Protagonistin und habe gleich erneut mit ihr gezittert und gebangt. Ich konnte ihre Anspannung die ganze Zeit fühlen und habe dabei selbst atemlos nach einer Lösung gestrebt.

Anfangs ist Cia sich und ihren Überzeugungen im gewohnten Maße treugeblieben. Sie ist immer noch  darauf bedacht, stets das Richtige zu tun und sich auch um ihre Mitmenschen zu kümmern, so wie es ihre Eltern sie gelehrt haben. Doch im Laufe der Geschichte ist sie gezwungen, hiervon abzuweichen. Sie spürt die Verantwortung für alle Teilnehmer der Auslese und auch für ihre Familie schwer auf ihren Schultern und muss erkennen, dass es Entscheidungen gibt, bei denen man nicht zwischen schwarz und weiß wählen kann, sondern bei denen man sich tief in der Grauzone bewegt.

Dennoch schenkt sie entgegen des Rates ihres Vaters auch dieses Mal anderen Menschen ihr Vertrauen, da es einfach Situationen gibt, in denen man blind vertrauen muss. Aber genau wie bei ihr sind bei mir dabei stets die Zweifel im Hinterkopf gegeblieben und die ständige Sorge um Cias Wohlergehen. Ich habe sie bewundert für ihren Mut, umso mehr als sie gezwungen ist, von ihren Prinzipien abzuweichen.

Die Handlung selbst ist dieses Mal langsamer, aber dennoch unglaublich spannend und aufregend. Es gibt weniger Action als beim ersten Band; trotzdem fesselt mich das Geschehen und manifestiert sich dabei in körperlicher Anspannung beim Lesen. Gekonnt schürt die Autorin bei ihren Lesern Angst und Zweifel an der Vertrauenswürdigkeit einzelner Charaktere und immer habe ich gebangt, ob Cia nicht den falschen Menschen vertraut.

Zum Ende hin steigt der Spannungspegel dann noch einmal spürbar an. Die Ereignisse überschlagen sich und lassen mich fassungslos zurück. Ich will unbedingt sofort weiterlesen und muss dennoch brav auf das Finale warten.

Fazit:

"Die Auslese - Nichts vergessen und nie vergeben" ist der spannende, zweite Band einer dystopischen Trilogie mit viel Thrill aus der Feder von Joelle Charbonneau. Die Autorin schreibt über Mut, Liebe und Vertrauen, aber auch über Verrat und die ureigensten Instinkte des Menschen. Obwohl ich mich von den zahlreich erschienenen Dystopien schon ein wenig gesättigt fühle, schafft diese Reihe es, mich an ihre Seiten zu fesseln und, dass ich sie begeistert weiterempfehle. 





gebundenes Buch mit 416 Seiten
Verlag: Penhaligon
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Erscheinungsdatum: 12.01.2015
Preis: 16,99 Euro
ISBN:
978-3-7645-3118-8
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Vielen Dank an den Penhaligon Verlag für die Bereitstellung eines Rezensionsexemplars.

Samstag, 24. Januar 2015

Herrscher der Gezeiten

Weit in der Zukunft ist die Erde überflutet, ein paar Hundert Überlebende haben sich auf eine Erhöhung geflüchtet, deren Lebensraum täglich kleiner wird. Während der selbsternannte König und seine Tochter in einem alten Hotel leben und sich bei Flut in einen instabilen Turm flüchten, müssen sich die restlichen Bewohner auf einer Plattform zusammenquetschen, stets in der Angst, ihr Leben zu lassen. Jeder hat einem ihm zugeteilten Platz, dessen Gefahrenpotential steigt, je weiter er sich zum äußeren Rand hin befindet.

Die körperlich beeinträchtigte Coe darf noch bis zu ihrem 16. Geburtstag im Inneren der Plattform stehen, fürchtet sich aber vor dem, das danach kommt. Die wenigsten der anderen Bewohner sind ihr gegenüber wohlwollend eingestellt, ganz im Gegenteil fürchten oder verabscheuen sie sogar die meisten. Nur der fast gleichaltrige Tiam und die kleine Fern sind ihr zugetan.
 
Doch dann wird sie zum König berufen und erhält unerwartet einen hochrangigen Job. Die Dinge verändern sich und Coe kommt hinter ein Geheimnis, das alles verändern könnte.

Meine Meinung:

Ein neues Buch von Darkiss und ich brauchte nicht lange überlegen. Bisher haben sie mich alle weggehauen, mitgezogen und begeistert durch die Geschichten fliegen lassen, also war klar, dass "Herrscher der Gezeiten" ein Muss für mich war.

Das Buch ist in der Gegenwart aus der Sicht von Coe geschrieben. Dabei erfährt man sehr viel von ihr, ihrem Leben und ihren Wünschen. Ich fand es bewundernswert, wie sie ihr Dasein meistert, dass nun wirklich kein Zuckerlecken ist. Klar, sie ist nichts anderes gewohnt, aber aus meiner Perspektive ist es wenig lebenswert. Sie isst, schläft, erfüllt die niedrigsten Arbeiten von allen und dazwischen harrt sie auf dieser Plattform aus, die jedes Mal deutlich macht, dass sich die Situation immer weiter verschlimmert. Sie ist fast ganz allein, ihr einziger Freund ist Tiam, den sie jedoch nur aus der Ferne anhimmelt.

Es hat mich gewundert, wie das Volk sich dem König bislang untergeordnet hat, immerhin haben sie ja genug Zeit, ihr Leben und dessen Perspektiven zu überdenken. Doch schnell kommt Bewegung in die Handlung, als der König sein Interesse sowohl an Tiam, als auch an Coe bekundet. Dabei wird fast umgehend eines der Geheimnisse deutlich, auch wenn Coe selbst dessen erst einmal nicht gewahr wird.

Während sie für sich sehr klar gezeichnet ist, bleibt Tiam, meiner Meinung nach, hinter ihr ein wenig zurück. Das ist sicherlich zum einen der Erzählperspektive geschuldet, zum anderen der Tatsache, dass Tiam nur schwer zu durchschauen ist. Seine eigentlichen Intentionen bleiben lange Zeit verborgen.

Das Weltenbild hat die Autorin hier sehr schön gezeichnet. Ich konnte mir alles sehr gut vorstellen und hatte dazu auch die passenden Bilder im Kopf. Dabei hat sie an viele Details gedacht, die das Bild abrunden. So gibt es zum Beispiel gefährliche Tiere im Meer, die es auf die Menschen abgesehen haben und zudem wohl eine gewisse Grundintelligenz mitbringen. Auch die Rekonstruktion der Vergangenheit mit Hilfe von Coes Tagebuch fand ich sehr gelungen.
 
Fazit:

Begeistert habe ich "Herrscher der Gezeiten" von Nichola Reilly gelesen, die auch unter dem Namen Cyn Balog veröffentlicht. Das Buch konnte mit ununterbrochener Spannung und einem ideenreichen Weltenbild bei mir punkten. Der postapokalyptische, fantastische Roman war dabei durchweg spannend und das offene Ende lässt mich mit freudiger Erwartung auf die Fortsetzung zurück. 




Hardcover mit 352 Seiten
Verlag: Mira Taschenbuch - Darkiss
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erschienen: 10.01.2015
Preis: 14,99 Euro
ISBN: 978-3-95649-048-4
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Vielen Dank an den Mira Taschenbuch Verlag - Darkiss und an Blogg dein Buch für die Zusendung eines Rezensionsexemplars.

Sonntag, 26. Oktober 2014

LÚM - Zwei wie Licht und Dunkel

Nach dem dritten Weltkrieg sind nur wenige Gebiete noch besiedelbar, in die sich die letzten lebenden Menschen gerettet haben. Im neugegründeten Unionsstaat des Lichts soll es nie wieder so weit kommen und so ist fortan alles streng wissenschaftlich.

Fernab davon leben Menschen in einem zerstörten Gebiet. An ihrem 15. Geburtstag bilden die meisten von ihnen Gaben aus und auch Meleike steht kurz vor der sogenannten Mantai. Ihre Großmutter ist die größte Seherin von Adeva und der Druck auf ihr ist hoch. Doch aller Hoffnung zum Trotz geht sie an ihrem großen Tag leer aus, nichtsahnend, dass die Aufgabe, die ihr stattdessen zugedacht ist, sie in jedwedem Sinne an ihre Grenzen bringen wird und damit ist sie nicht die einzige, denn auch in Lúm gibt es jemanden, der so besonders ist wie Meleike.

Meine Meinung:

Der Schreibstil der Autorin hat mir sehr gefallen, ebenso wie die schöne Idee, die hinter ihrem Roman steht. Ich fand es sehr außergewöhnlich, dass Eva Siegmund eine Dystopie in nur einem Band geschrieben hat, denn meist nimmt die Erklärung des Weltenbildes soviel Raum ein, dass doch zumindest eine Dilogie daraus entsteht.

Der Anfang ist sofort spannend und ich konnte gleich Sympathien für die Protagonistin Meleike aufbauen. Ein wichtiger Tag steht für sie an und der Druck der damit auf ihr lastet, war direkt spürbar. Ich fühlte und litt mit Meleike. Das junge Mädchen, dem man zu Beginn noch anmerkte, dass sie zum Teil immer noch ein Kind ist, macht im Laufe der Handlung eine Wandlung durch, in der sie sehr viel gefestigter wirkt. In dieser Zeit ist ihr kleiner Kosmos sehr viel größer geworden und sie händelt die Verantwortung, die auf ihr lastet ausgeprochen gut.

Die Beschreibungen der Handlungsorte fand ich sehr detailliert und gut gelungen. Die Bilder von Adeva und Lúm waren sofort da bei mir und ich konnte die Umgebung, in der Meleike aufgewachsen ist, fast sehen. Ich liebe es, wenn Autoren es schaffen, bei mir während des Lesens Bilder entstehen zu lassen.

Auch der starke Unterschied zwischen den beiden Orten fand ich schön transportiert. Auf der einen Seite ist da Adeva, mit seinem Schutt, seinem Dreck, den kargen Lebensumständen, aber gleichzeitig auch mit der Wärme der Menschen untereinander und ihren Gaben. Auf der anderen Seite fühlt man die Kälte in Lúm an jeder Ecke. Alles sauber, nahezu hygienisch und streng wissenschaftlich. Die Menschen, die dort leben, wirken sehr automatisiert.


Gut gefallen hat mir auch, wie die Autorin die Handlungsstränge zusammengeführt hat. Stets hatte ich das Bedürfnis weiterlesen zu müssen, denn an vielen Ecken warteten unvorhergesehene Wendungen auf mich, die den Spannungspegel nach oben schnellen ließen.

Trotz des abgeschlossenen Endes blieben für mich leider einige interessante Fragen offen. Gerne hätte ich mehr erfahren, doch alles weitere Geschehen ist der Fantasie des Lesers überlassen.

Fazit:

Mit ihrer gut umgesetzten Idee in "LÚM - Zwei wie Licht und Dunkel" konnte mich Eva Siegmund schnell überzeugen. Sympathische Charaktere und stets präsente Spannung sorgten für ein fesselndes Leseerlebnis, das ich gerne ausgehnt und fortgesetzt hätte. 






gebundenes Buch mit 512 Seiten
Verlag: cbt
 

erschienen: 29.09.2014 
Alter: ab 13 Jahren
Preis: 16,99 Euro
ISBN: 
978-3-570-16307-8
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Vielen Dank an den cbt-Verlag für die Zusendung eines Rezensionsexemplars.

Dienstag, 9. September 2014

The Iron Thorn - Flüsternde Magie

Moira Grayson ist ein Mündel der Stadt Lovecraft und besucht als eines der wenigen Mädchen die dortige Akademie. Ihre Mutter lebt im Irrenhaus, ihr Bruder ist verschwunden und ihr selbst blüht voraussichtlich an ihrem 16. Geburtstag der Ausbruch des Wahnsinns, den bislang jeden in ihrer Familie in dem Alter ereilt hat. Sie alle sind mit dem unheimlichen Nekrovirus infiziert.

Dieser Virus hat die merkwürdigsten und unheimlichsten Kreaturen hervorgebracht, die am Rande der Stadt in den ungesicherten Straßen, außerhalb der Reichweite der Protektoren, auf ihre Opfer warten. Die Existenz von Magie wird offiziell verneint und jeder, der anderes behauptet, wird der Ketzerei bezichtigt und aufs Härteste bestraft.

Doch dann erhält Moira einen Hilferuf ihres Bruders und gemeinsam mit ihrem besten Freund Cal begibt sie sich außerhalb ihres streng geregelten Lebens, in der Hoffnung, Conrad lebend wiederzusehen.

Meine Meinung:

Das Weltenbild, das Caitlin Kittredge erschaffen hat, ist sehr komplex. "The Iron Thorn - Flüsternde Magie" ist kein Buch, das man so nebenbei liest, sondern es verlangt die volle Aufmerksamkeit seiner Leser. Ganz langsam hat mich die Geschichte in ihren Sog gezogen und als sich mir das gesamte Bild erschlossen hatte, war es längst um mich geschehen.

Die Protagonistin Moira, die in der Originalausgabe den unaussprechlichen Namen Aoife besitzt, weckt hier schnell Sympathien aufgrund ihres unterprivilegierten Lebens, das ihr jedoch nicht den Mut zum Leben genommen hat. Während sie auf der einen Seite am liebsten das wohlerzogene Mädchen sein möchte und auch die Werte der Gesellschaft verinnerlicht hat, rebelliert sie doch in ihrem Innersten gegen alles, was ihr genau diese vorsetzt. Gleichzeitig zeichnet sich Moira durch ihr hohes Technikverständnis aus, das ihr den Besuch der Akademie ermöglicht und sie damit trotz ihrer Stellung als Mündel zu etwas Besonderem macht.

Die Technik hat - wie es sich für einen Steampunk geprägten Roman gehört - in der Stadt eine besondere Bedeutung, denn sie ist der neuerschaffene Glaube der Menschen. Jegliche anderen Bekenntnisse werden als Ketzerei geächtet, wobei schon der bloße Verdacht gegen einen Bürger ausreicht.

Außerhalb von Lovecraft nimmt dieser Stellenwert jedoch rasant ab und der magische Teil der Welt tritt immer mehr in den Vordergrund. Hier trifft man auf Elfen, Magier und viele andere fantastische Wesen, die allesamt ein besonderes Interesse an Moira zu haben scheinen. Auf diese Weise hat die Autorin diese zwei Welten perfekt miteinander vereint. Der dystopische Charakter des Romans ist dabei konstant spürbar, erfährt jedoch zum Ende der Handlung einen ungeahnten Höhepunkt.

Moiras ständige Begleiter sind ihr bester Freund Cal und der draufgängerische Führer Dean. Während Cal eher ruhig und zurückhaltend ist, stürzt sich Dean begeistert in jedes Abenteuer und gewinnt die Herzen mit seiner großen Klappe. Was anfangs als Dreiecks-Liebesgeschichte anmutet, verliert sich glücklicherweise nicht in diesem Klischee, sondern erhält im Laufe der Handlung eine ganz andere Ausrichtung.

Fazit:

Ausgesprochen kreativ hat Caitlin Kittredge in "The Iron Thorn - Flüsternde Magie" ihre Welt gestaltet. Hier vereinigen sich Steampunk, Fantasy und Dystopie zu einer ganz besonderen Geschichte, die mit ihren interessanten Charakteren auf der ganzen Linie bei mir punkten konnte. Die anhaltende Spannung hat mich beim Lesen stets begleitet und nie konnte ich sagen, was als nächstes passieren würde. Ich bin schon wahnsinnig gespannt auf die Fortsetzung der Reihe. 





gebundenes Buch mit 576 Seiten
Verlag: cbj
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erschienen: 01.09.2014 
Alter: ab 13 Jahren
Preis: 18,99 Euro
ISBN:
978-3-570-13830-4
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Montag, 21. Juli 2014

Legend - Berstende Sterne

Endlich scheinen sich die Wogen ein wenig zu glätten und das Volk mit dem neuen Elektor Anden auf friedlichere Zeiten zuzugehen. Hierbei unterstützt June ihn, wo sie nur kann, obwohl ihr die anderen Mitglieder der Regierung nicht wohlgesonnen scheinen.

Derweil befindet sich Day inzwischen gemeinsam mit seinem Bruder Eden in San Francisco. Der Kontakt zwischen ihm und June ist seit Monaten abgebrochen, seitdem er ihr sie zu dem Job als Princeps-Anwärterin ermutigt und sich aus ihrem Leben zurückgezogen hat. Seine Krankheit, die er ihr verschwiegen hat, verschlechtert sich rasant und die Zeit, die ihm noch bleibt, ist arg begrenzt.

Doch dann gibt es plötzlich Anschuldigungen gegen die Republik, die einen erneuten Ausbruch des Krieges mehr als wahrscheinlich machen und die Kolonien haben starke Verbündete auf ihrer Seite. Das Leben vieler Menschen steht auf dem Spiel und das eines einzigen könnte sie eventuell alle retten. Ob Day zu diesem Opfer bereit ist?

 
Meine Meinung:

Lange habe ich mich darauf gefreut, das Finale lesen zu dürfen und war begeistert, als ich dann den dritten Band endlich in meiner Hand hielt. Optisch gliedert er sich wundervoll in meinem Regal neben den beiden Vorgängern ein und erst jetzt zum Schluss bemerke ich die farbliche Steigerung der einzelnen Cover.

Die hat die Autorin übrigens auch auf den Inhalt ausgeweitet. Während ich mit Band zwei so anfänglich meine Schwierigkeiten hatte, schwächelte der finale Teil für mich in keinster Weise. Konsequent stark präsentierte er sich von Anfang bis Ende und hatte mich schnell wieder mit seiner packenden Geschichte gefesselt.

Ihrem Stil ist Marie Lu treugeblieben und erzählt ihre Geschichte wieder abwechselnd aus der Sicht von Day und June. Längst bin ich den beiden verfallen und wünsche mir nur noch, dass es irgendwie ein glückliches Ende für die beiden geben wird. Doch neben dem erneut drohenden Krieg steht Days Erkrankung dem beängstigend im Weg. Aber lest selbst.

Mit der Antarktis tritt einer neuer Mitspieler im Kampf der Republik mit den Kolonien auf den Plan. Das Leben in dieser Region fand ich faszinierend, basierend auf einer genialen Idee, die jedoch zur totalen Überwachung führt. Mir scheint, kein System in diesem Roman ist perfekt und jedes für sich scheint mit seinen anfänglichen guten Absichten mehr oder weniger die Orientierung verloren zu haben.

Das Ende hatte ich in dieser Form nicht erwartet und ich gebe zu, ohne Taschentücher ging das Lesen nicht vonstatten. Doch wirkte es auf mich genau so wie es war. richtig und stimmig und vor allem der berührende Epilog hat mich den Buchdeckel mit einem zufriedenen Gefühl schließen lassen.

Fazit:

Durchgehend stark präsentierte sich der dritte und finale Teil der Reihe "Legend - Berstende Sterne". Hatte mich das Ende des zweiten Teils mit bangendem Herzen zurückgelassen, so musste es hier unter der emotionalen Anspannung erneut leiden, sich aber dem fesselnden Schreibstil ergeben und ebenso wie dem Rest von mir dem Inhalt begeistert folgen.

Authentische Charaktere, spannende Handlung, sowie Action und Romantik bietet der letzte Teil der außergewöhnlichen, dystopischen Reihe von Marie Lu, die ich sehr gerne weiterempfehle.





gebundenes Buch mit 448 Seiten
Verlag: Loewe
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erscheint: 21.07.2014
Alter: ab 14 Jahren

Preis: 17,95 Euro
ISBN: 978-3-7855-7492-8
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Vielen Dank an den Loewe Verlag und das Leser-Welt-Forum, für die ich den Roman vorablesen durfte.