Endlich hat Xavier Kieffer einen Platz auf
der Kirmes in Luxemburg ergattert, wo er begeistert seine Reibeplätzchen
anbietet. Auch seine Freundin Valerie Gabin ist zu Besuch und hat es
sich im Gästebereich gemütlich gemacht, als plötzlich ein desorientiert
wirkender Mann auf alle zustürmt, sie in einem Gerange verletzt und dann
das Festzelt verlässt, verfolgt von zwei weiteren Männern.
Kurze
Zeit später erfahren sie, dass sich der Mann in den Tod gestürzt haben
soll. Doch die Umstände lassen Kieffer an der Selbstmordtheorie
zweifeln. Zudem hat er bei der Rangelei eine Keycard, sowie einige
Schlüssel neben Valerie fallenlassen, deren Geheimnis sie nun zu
entschlüsseln versuchen. Kurz darauf wird seine Freundin bedroht, was
Kieffer veranlasst, der Sache genau auf den Grund zu gehen.
Meine Meinung:
"Letzte Ernte" ist bereits der dritte Band um den Koch Xavier Kieffer aus der
Feder von Tom Hillenbrand. Für mich war es der erste Roman der Reihe,
die ich gelesen habe und, die mir gut gefallen hat. Anfangs fiel mir der
Einstieg ein wenig schwer, da es vor luxemburgischen Begriffen nur so
wimmelt, aber das hat sich relativ schnell gegeben. Auch die komplexen
Erklärungen zur Funktion einer Börse waren zunächst verwirrend,
letztendlich aber auch sehr interessant.
Xavier Kieffer ist ein
besonderer Charakter. Seine Gemütlichkeit ist ihm beim Lesen direkt
anzumerken. Nachdem er Jahre in der Tretmühle der Sterneküchen verbracht
hat, hat er sich einen persönlichen Wunsch erfüllt und führt nun ein
eigenes Restaurant in seiner Heimat, fernab vom Zwang der
internationalen Küche und ihrem Drang der ständigen Bewertung.
Und
gerade die Beschreibung der Welt der Sterneköche, ganz vorneweg
Kieffers Freund Esteban, fand ich sehr gelungen. Der kleine Seitenhieb
auf die Bedeutung des Unterhaltungswerts jener Köche, deren Talente
dabei immer mehr in den Hintergrund treten, war sehr unterhaltsam und
gab dem Roman eine besondere Note.
Fazit:
Tom Hillenbrand
wusste mit seinem kulinarischem Krimi "Letzte Ernte" gut zu unterhalten
und hat mit dem Charakter Xavier Kieffer einen privaten Ermittler mit
Wiedererkennungswert geschaffen.
Taschenbuch mit 320 Seiten
Verlag: Kiepenheuer & Witsch
Facebookauftritt des Verlags → HIER
erschienen: 20.06.2013
Preis: 8,99 Euro
ISBN: 978-3-462-04533-8
mehr Infos, Leseprobe und Einkauf über Verlag möglich → HIER
Website des Autors → HIER
Posts mit dem Label Krimi werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Krimi werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Donnerstag, 27. Juni 2019
Sonntag, 28. Februar 2016
Die Ernte des Bösen
Alles beginnt mit
der Annahme eines seltsamen Pakets, dessen Inhalt sich als abgetrenntes
Frauenbein entpuppt und Robin entsetzt zurückweichen lässt. Schnell hat
Cormoran vier Verdächtige aus seiner Vergangenheit zur Hand, denen er
allen so eine Tat zutrauen würde.
Selbstverständlich überlässt er die Ermittlungen nicht allein der Polizei. Schließlich hat der Täter ihn mit der Zusendung des Pakets direkt herausgefordert - vor allem, weil der Adressat nicht er selbst, sondern beunruhigenderweise Robin ist. Zudem ist Cormoran nicht wirklich von den Schlussfolgerungen der Polizei überzeugt. Doch es bleibt natürlich nicht aus, dass er und Robin sich dabei in Gefahr begeben. Werden sie den Täter rechtzeitig finden können?
Meine Meinung:
Die ersten beiden Bände haben mir bereits gut gefallen und so war es für mich klar, dass auch der dritte Teil bei mir einziehen darf. Inzwischen habe ich die beiden Protagonisten sehr ins Herz geschlossen und so war ich gespannt, was Joanne K. Rowling, die hier erneut unter dem Pseudonym Robert Galbraith schreibt, wieder für die zwei bereithält.
Das Cover würde ich als klassisch bezeichnen und weicht hier ein wenig von den beiden Vorgängern ab, die mir eindeutig besser gefallen haben. Während bei diesen jeweils die Farben rot und blau dominierten und stets die Silhouette eines Mannes abgebildet war, sucht man diesen nun vergeblich. Der Blick fällt auf ein Wahrzeichen der Stadt London. Der Himmel ist verhangen und bestenfalls als gelb zu bezeichnen. Hier braut sich sichtlich was zusammen, wie man auch schnell dem Klappentext entnehmen kann.
Der Anfang beginnt dieses Mal gleich recht spannend mit der Inszenierung eines Beweisstücks. Damit hat die Autorin ihre Leser sofort am Wickel; ausführliche Einleitungen mit Erklärungen zur den Protagonisten dürften sich bei einem dritten Band ja auch so ziemlich als überflüssig erweisen.
Sehr gut hat mir gefallen, wie sehr die Geschichte dieses Mal in die Privatssphären der Protagonisten abgetaucht ist. Beide sind mir sehr sympathisch und es war schön, mehr über sie erfahren zu dürfen. Cormoran ist mit seiner außergewöhnlichen Vergangenheit sowieso schon ein interessanter Charakter, der mehr erlebt hat, als viele andere. Umso mehr bewundere ich ihn dafür, dass er sich nicht unterkriegen lässt und auch für seine Intelligenz, die in meinen Augen sehr viel attraktiver ist, als so manche körperliche Attribute, seinen Stolz und sein Selbtbewusstsein, die ihn zu einem Mann machen, den man einfach nicht übersehen kann. Zudem bemüht die Autorin hinsichtlich seiner Person geschickt den Mitleidsfaktor, der gerade sicherlich die weiblichen Leser ansprechen wird.
Seine Sekretärin Robin ist ebenfalls ein sehr sympathischer Charakter, der mit einem scharfen Verstand brillieren kann. Sie ist selbstbewusst, mutig und dickköpfig und steht ihrem Chef somit in nichts nach.
Im privaten Bereich ist bei den beiden dieses Mal eine ganze Menge in Aufruhr. Ich möchte das hier gar nicht näher vertiefen, um nichts vorwegzunehmen, aber es gibt jede Menge emotionale Aufruhr, auf die man eigentlich bereits seit dem ersten Band gewartet hat und, die eine Menge Unruhe in den Ermittlungen stiftet. Auch hier bleibt es auf jeden Fall spannend.
Die Nachforschungen sind auch hier wieder traditionell gehalten, was ich sehr liebe. Übermäßige Action wird man hier vergebens suchen, dafür aber gut ausgearbeitete Charaktere finden, die wieder einmal voll und ganz überzeugen konnten, während sie in ihrem wohl bisher persönlichsten Fall verstrickt sind.
Fazit:
"Die Ernte des Bösen" ist nunmehr der dritte Teil aus der Krimireihe von Robert Galbraith, auch bekannt als Joanne K. Rowling, der durch die Bank unterhaltsam und spannend ist. Gut aufgebaut konnte mich der leicht düstere Krimi vor allem durch seine brillianten Charaktere überzeugen, von denen ich einfach nicht genug bekommen kann. Ich hoffe, dass die Fortsetzung der Reihe möglichst bald erscheinen wird.
gebundenes Buch mit 673 Seiten
Autor/in: Robert Gailbraith
Übersetzer/in: Wulf Bergner, Christoph Göhler, Kristof Kurz
Verlag: blanvalet
Facebookauftritt des Verlags → HIER
erschienen: 26.02.2016
Preis: 22,99 Euro
ISBN: 978-3-7645-0574-5
mehr Infos, Leseprobe und Einkauf über Verlag möglich → HIER
Website der Autorin → HIER
Vielen Dank an den blanvalet Verlag für die Zusendung eines Rezensionsexemplars.
Selbstverständlich überlässt er die Ermittlungen nicht allein der Polizei. Schließlich hat der Täter ihn mit der Zusendung des Pakets direkt herausgefordert - vor allem, weil der Adressat nicht er selbst, sondern beunruhigenderweise Robin ist. Zudem ist Cormoran nicht wirklich von den Schlussfolgerungen der Polizei überzeugt. Doch es bleibt natürlich nicht aus, dass er und Robin sich dabei in Gefahr begeben. Werden sie den Täter rechtzeitig finden können?
Meine Meinung:
Die ersten beiden Bände haben mir bereits gut gefallen und so war es für mich klar, dass auch der dritte Teil bei mir einziehen darf. Inzwischen habe ich die beiden Protagonisten sehr ins Herz geschlossen und so war ich gespannt, was Joanne K. Rowling, die hier erneut unter dem Pseudonym Robert Galbraith schreibt, wieder für die zwei bereithält.
Das Cover würde ich als klassisch bezeichnen und weicht hier ein wenig von den beiden Vorgängern ab, die mir eindeutig besser gefallen haben. Während bei diesen jeweils die Farben rot und blau dominierten und stets die Silhouette eines Mannes abgebildet war, sucht man diesen nun vergeblich. Der Blick fällt auf ein Wahrzeichen der Stadt London. Der Himmel ist verhangen und bestenfalls als gelb zu bezeichnen. Hier braut sich sichtlich was zusammen, wie man auch schnell dem Klappentext entnehmen kann.
Der Anfang beginnt dieses Mal gleich recht spannend mit der Inszenierung eines Beweisstücks. Damit hat die Autorin ihre Leser sofort am Wickel; ausführliche Einleitungen mit Erklärungen zur den Protagonisten dürften sich bei einem dritten Band ja auch so ziemlich als überflüssig erweisen.
Sehr gut hat mir gefallen, wie sehr die Geschichte dieses Mal in die Privatssphären der Protagonisten abgetaucht ist. Beide sind mir sehr sympathisch und es war schön, mehr über sie erfahren zu dürfen. Cormoran ist mit seiner außergewöhnlichen Vergangenheit sowieso schon ein interessanter Charakter, der mehr erlebt hat, als viele andere. Umso mehr bewundere ich ihn dafür, dass er sich nicht unterkriegen lässt und auch für seine Intelligenz, die in meinen Augen sehr viel attraktiver ist, als so manche körperliche Attribute, seinen Stolz und sein Selbtbewusstsein, die ihn zu einem Mann machen, den man einfach nicht übersehen kann. Zudem bemüht die Autorin hinsichtlich seiner Person geschickt den Mitleidsfaktor, der gerade sicherlich die weiblichen Leser ansprechen wird.
Seine Sekretärin Robin ist ebenfalls ein sehr sympathischer Charakter, der mit einem scharfen Verstand brillieren kann. Sie ist selbstbewusst, mutig und dickköpfig und steht ihrem Chef somit in nichts nach.
Im privaten Bereich ist bei den beiden dieses Mal eine ganze Menge in Aufruhr. Ich möchte das hier gar nicht näher vertiefen, um nichts vorwegzunehmen, aber es gibt jede Menge emotionale Aufruhr, auf die man eigentlich bereits seit dem ersten Band gewartet hat und, die eine Menge Unruhe in den Ermittlungen stiftet. Auch hier bleibt es auf jeden Fall spannend.
Die Nachforschungen sind auch hier wieder traditionell gehalten, was ich sehr liebe. Übermäßige Action wird man hier vergebens suchen, dafür aber gut ausgearbeitete Charaktere finden, die wieder einmal voll und ganz überzeugen konnten, während sie in ihrem wohl bisher persönlichsten Fall verstrickt sind.
Fazit:
"Die Ernte des Bösen" ist nunmehr der dritte Teil aus der Krimireihe von Robert Galbraith, auch bekannt als Joanne K. Rowling, der durch die Bank unterhaltsam und spannend ist. Gut aufgebaut konnte mich der leicht düstere Krimi vor allem durch seine brillianten Charaktere überzeugen, von denen ich einfach nicht genug bekommen kann. Ich hoffe, dass die Fortsetzung der Reihe möglichst bald erscheinen wird.
gebundenes Buch mit 673 Seiten
Autor/in: Robert Gailbraith
Übersetzer/in: Wulf Bergner, Christoph Göhler, Kristof Kurz
Verlag: blanvalet
Facebookauftritt des Verlags → HIER
erschienen: 26.02.2016
Preis: 22,99 Euro
ISBN: 978-3-7645-0574-5
mehr Infos, Leseprobe und Einkauf über Verlag möglich → HIER
Website der Autorin → HIER
Vielen Dank an den blanvalet Verlag für die Zusendung eines Rezensionsexemplars.
Donnerstag, 10. September 2015
Zeugenkussprogramm
"Emily kann es nicht fassen. Eigentlich wollte sie am letzten Wochenende
vor ihren Abiklausuren bloß noch etwas feiern, doch dann gerät ihr Leben
komplett aus den Fugen: Nach einem bewaffneten Überfall landen ihre
Mutter und deren Freund Jonas im Krankenhaus, und das nur, weil Jonas
sich mit den falschen Leuten eingelassen hat. Auf einmal sind sie alle
in so großer Gefahr, dass ein Personenschützer für sie abgestellt wird.
Pascal, jung und gut aussehend, sorgt bei Emily für noch mehr Pulsrasen,
obwohl ihr sein Machogehabe ziemlich auf die Nerven geht. Als sich die
Lage zuspitzt, muss die Familie sogar ins Zeugenschutzprogramm. Von der
Großstadt geht's aufs Land – für Emily der totale Absturz. Sie will
unbedingt zurück, aber im Zeugenschutz gelten harte Regeln. Und Pascal
sorgt dafür, dass sie eingehalten werden – bis Emily schließlich
begreift, dass der kleinste Fehler nicht nur ihr Leben in Gefahr bringt,
sondern auch ihr Herz ..." (Quelle: Lübbe Verlag)
Meine Meinung:
Ich war hocherfreut, als ich gesehen habe, dass es ein neues Jugendbuch von Eva Völler geben würde. Umso mehr, als ich es endlich in meinen Händen hielt, denn das Cover allein war schon sehr ansprechend. Der Klappentext klingt vielversprechend, ebenso wie die Verbindung der beiden angekündigten Genres.
Die Geschichte wird aus der Sicht von der Protagonistin Emily erzählt, die mir schnell sympathisch war. Sie ist meist locker und flapsig in ihrem Umgang und besitzt zudem auch noch einen angenehmen und für sich einnehmenden Charakter. Sie wirkt meistens sehr ausgeglichen und für ein Mädchen ihres Alters ausgesprochen verständnisvoll. Ich hätte mir jedoch gewünscht, dass sie in manchen Situationen etwas authentischer reagiert hätte. Gerade nach dem Überfall hätte ich eine intensive Wut und Angst erwartet und nicht den taxierenden Blick auf ihren zukünftigen Bodyguard. Aber ich denke, dass das hier sicherlich so gewollt war, denn ansonsten wäre der lustig-unterhaltsame Erzählstil hier in Gefahr geraten.
Emilys Bodyguard hat es auf jeden Fall wirklich nicht leicht mir ihr, denn ständig unterlaufen Emily Fehler und ihre Tarnung droht aufzufliegen. Sie ist mit der Situation letztendlich doch ein wenig überfordert, zudem sie zusammen mit Mutter und Oma in einem verschlafenen Nest gelandet ist, in dem sich alle außer ihr wohlzufühlen scheinen. Zum Glück reagiert Pascal meist sehr gelassen auf ihre Ausrutscher, was eigentlich schade ist, denn er scheint wirklich nie aus der Rolle zu fallen oder sich sonst irgendwie stärker zu präsentieren. Für mich blieb er leider etwas zu blass, trotz seines sympathischen Auftretens.
Am besten hat mir jedoch Emilys Großmutter gefallen, die Romane schreibt. Sie ist eigentlich ständig im Schreibfluss und wirkt, als würde sie nichts mehr mitbekommen, doch tatsächlich stellt sie immer wieder unter Beweis, dass man sie nicht unterschätzen darf. Ich mochte die Frau einfach richtig gut leiden und habe mich über jede Szene gefreut, an der sie beteiligt war.
Insgesamt besticht Eva Völler auch in ihrem neuesten Jugendroman wieder mit einem locker, lässigen Schreibstil, dem man anmerkt, dass hier jemand mit viel Erfahrung und Können am Werk war. Die Kombination von kiss & crime fand ich gelungen und ausgesprochen unterhaltsam.
Fazit:
Der freche Sprachstil von Eva Völler hat mich bei "Zeugenkussprogramm" sofort gefesselt. Gespickt mit viel Witz und Charme habe ich Emilys Erlebnisse und Gedanken verfolgt und sie schnell in mein Herz geschlossen. Zwar hatte ich mir hinsichtlich der Romantik ein wenig mehr versprochen, doch die spannende Handlung hat dies gut wieder wettgemacht.
gebundenes Buch mit 365 Seiten
Verlag: Lübbe - one
Facebookauftritt des Verlags → HIER
Alter: ab 14 Jahren
erschienen: 13.08.2015
Preis: 14,99 Euro
ISBN: 978-3-8466-0015-3
mehr Infos und Leseprobe über Verlag möglich → HIER
Bestellung möglich → HIER
Website der Autorin → HIER
Vielen Dank an den Lübbe Verlag und Blogg dein Buch für die Zusendung eines Rezensionsexemplars.
Meine Meinung:
Ich war hocherfreut, als ich gesehen habe, dass es ein neues Jugendbuch von Eva Völler geben würde. Umso mehr, als ich es endlich in meinen Händen hielt, denn das Cover allein war schon sehr ansprechend. Der Klappentext klingt vielversprechend, ebenso wie die Verbindung der beiden angekündigten Genres.
Die Geschichte wird aus der Sicht von der Protagonistin Emily erzählt, die mir schnell sympathisch war. Sie ist meist locker und flapsig in ihrem Umgang und besitzt zudem auch noch einen angenehmen und für sich einnehmenden Charakter. Sie wirkt meistens sehr ausgeglichen und für ein Mädchen ihres Alters ausgesprochen verständnisvoll. Ich hätte mir jedoch gewünscht, dass sie in manchen Situationen etwas authentischer reagiert hätte. Gerade nach dem Überfall hätte ich eine intensive Wut und Angst erwartet und nicht den taxierenden Blick auf ihren zukünftigen Bodyguard. Aber ich denke, dass das hier sicherlich so gewollt war, denn ansonsten wäre der lustig-unterhaltsame Erzählstil hier in Gefahr geraten.
Emilys Bodyguard hat es auf jeden Fall wirklich nicht leicht mir ihr, denn ständig unterlaufen Emily Fehler und ihre Tarnung droht aufzufliegen. Sie ist mit der Situation letztendlich doch ein wenig überfordert, zudem sie zusammen mit Mutter und Oma in einem verschlafenen Nest gelandet ist, in dem sich alle außer ihr wohlzufühlen scheinen. Zum Glück reagiert Pascal meist sehr gelassen auf ihre Ausrutscher, was eigentlich schade ist, denn er scheint wirklich nie aus der Rolle zu fallen oder sich sonst irgendwie stärker zu präsentieren. Für mich blieb er leider etwas zu blass, trotz seines sympathischen Auftretens.
Am besten hat mir jedoch Emilys Großmutter gefallen, die Romane schreibt. Sie ist eigentlich ständig im Schreibfluss und wirkt, als würde sie nichts mehr mitbekommen, doch tatsächlich stellt sie immer wieder unter Beweis, dass man sie nicht unterschätzen darf. Ich mochte die Frau einfach richtig gut leiden und habe mich über jede Szene gefreut, an der sie beteiligt war.
Insgesamt besticht Eva Völler auch in ihrem neuesten Jugendroman wieder mit einem locker, lässigen Schreibstil, dem man anmerkt, dass hier jemand mit viel Erfahrung und Können am Werk war. Die Kombination von kiss & crime fand ich gelungen und ausgesprochen unterhaltsam.
Fazit:
Der freche Sprachstil von Eva Völler hat mich bei "Zeugenkussprogramm" sofort gefesselt. Gespickt mit viel Witz und Charme habe ich Emilys Erlebnisse und Gedanken verfolgt und sie schnell in mein Herz geschlossen. Zwar hatte ich mir hinsichtlich der Romantik ein wenig mehr versprochen, doch die spannende Handlung hat dies gut wieder wettgemacht.
gebundenes Buch mit 365 Seiten
Verlag: Lübbe - one
Facebookauftritt des Verlags → HIER
Alter: ab 14 Jahren
erschienen: 13.08.2015
Preis: 14,99 Euro
ISBN: 978-3-8466-0015-3
mehr Infos und Leseprobe über Verlag möglich → HIER
Bestellung möglich → HIER
Website der Autorin → HIER
Vielen Dank an den Lübbe Verlag und Blogg dein Buch für die Zusendung eines Rezensionsexemplars.
Mittwoch, 6. Mai 2015
Der Schneeleopard
Als
Tierpräparator ist Leon Godt weithin bekannt. Dass er einmal selbst
getötet, aufgehängt und ausgeweidet wird, hätte er sich allerdings
sicherlich nicht träumen lassen. Die Indizien sind verwirrend, Rizzoli
und Isles suchen händeringend nach weiteren Hinweisen zur Aufklärung des Mordes.
Doch dann entdecken sie, dass Leon Godt scheinbar nicht das einzige Opfer des Täters ist. Und was hat das alles mit einer Safari in Botswana zu tun, die vor sechs Jahren ein unglückliches Ende fand?
Meine Meinung:
Nur wenige Krimis oder Thriller können mich in letzter Zeit zum Lesen verführen. Die Reihe von Tess Gerritsen gehört definitiv dazu. Der angenehme Schreibstil der Autorin macht es den Lesern leicht, dem Geschehen zu folgen. Ganz langsam baut sie dabei die Spannung auf, die im Finale dann ihren Höhepunkt findet.
Dieses Mal erzählt die Autorin die Geschichte aus zwei verschiedenen Perspektiven. Da ist zum einen Millie, die an einer Safari teilnimmt und ihre grauenvollen Erlebnisse aus der Ich-Perspektive schildert. Dieser Teil wirkt ungeheuer lebendig und die Nähe zu Millie ließ mich alles aus nächster Nähe miterleben. Auf der anderen Seite erfährt man wie gewohnt die Erlebnisse und Ermittlungen von Jane und Maura aus der personalen Perspektive. Hat mich dieser Wechsel anfänglich ein wenig irritiert, fand ich ihn im weiteren Verlauf des Lesens immer reizvoller.
Wie alle anderen Bücher dieser Reihe überzeugt auch "Der Schneeleopard" mit einer gut aufgebauten Handlung und schön gezeichneten Charakteren. Einen Erzählschwerpunkt im persönlichen Umfeld von Jane Rizzoli oder Maura Isles konnte ich dieses Mal nicht ausmachen, vielmehr blieb dies bei beiden gleichermaßen mehr im Hintergrund.
Durch die verschiedenen Erzählperspektiven schwenken die Ereignisse regelmäßig zwischen Boston und Botswana hin und her und halten die Handlung sehr abwechslungsreich.
Auch bei diesem Band ist es für Quereinsteiger möglich, der Handlung ohne Verluste wichtiger Informationen zu folgen, da die Autorin genügend Hinweise zum vorangegangenen Geschehen streut. Allerdings sollte man es sich dennoch nicht entgehen lassen, die Thriller der Reihenfolge nach zu lesen, wenn man die Charaktere näher kennenlernen und verstehen möchte.
Das Ende des Romans konnte mich überraschen und überzeugen. Obwohl ich zwischendurch der Lösung des Rätsels eigentlich schon sehr nahe war, gelang es der Autorin, mich wieder davon abzubringen und auf eine falsche Fährte zu locken.
Fazit:
Tess Gerritsen schafft es immer wieder, mich mit einem ihrer Romane aus der Rizzoli & Isles-Reihe zu fesseln. Mit "Der Schneeleopard" hält sie nicht nur die Spannung auf einem gewohnt hohen Level, sondern überzeugt auch mit einer eher unkonventionellen Form der Erzählperspektive. Dies und die tollen Charaktere, die genau mit der richtigen Dosis Privatleben aufwarten, sind genau die Elemente, die ich von einem guten Thriller erwarte.
gebundenes Buch mit 416 Seiten
Verlag: Limes
Facebookauftritt des Verlags → HIER
erschienen: 20.04.2015
Preis: 19,99 Euro
ISBN: 978-3-8090-2637-2
mehr Infos, Leseprobe und Einkauf über Verlag möglich → HIER
deutsche Website der Autorin → HIER
internationale Website der Autorin → HIER
Vielen Dank an den Limes Verlag für die Zusendung eines Rezensionsexemplars.
Doch dann entdecken sie, dass Leon Godt scheinbar nicht das einzige Opfer des Täters ist. Und was hat das alles mit einer Safari in Botswana zu tun, die vor sechs Jahren ein unglückliches Ende fand?
Meine Meinung:
Nur wenige Krimis oder Thriller können mich in letzter Zeit zum Lesen verführen. Die Reihe von Tess Gerritsen gehört definitiv dazu. Der angenehme Schreibstil der Autorin macht es den Lesern leicht, dem Geschehen zu folgen. Ganz langsam baut sie dabei die Spannung auf, die im Finale dann ihren Höhepunkt findet.
Dieses Mal erzählt die Autorin die Geschichte aus zwei verschiedenen Perspektiven. Da ist zum einen Millie, die an einer Safari teilnimmt und ihre grauenvollen Erlebnisse aus der Ich-Perspektive schildert. Dieser Teil wirkt ungeheuer lebendig und die Nähe zu Millie ließ mich alles aus nächster Nähe miterleben. Auf der anderen Seite erfährt man wie gewohnt die Erlebnisse und Ermittlungen von Jane und Maura aus der personalen Perspektive. Hat mich dieser Wechsel anfänglich ein wenig irritiert, fand ich ihn im weiteren Verlauf des Lesens immer reizvoller.
Wie alle anderen Bücher dieser Reihe überzeugt auch "Der Schneeleopard" mit einer gut aufgebauten Handlung und schön gezeichneten Charakteren. Einen Erzählschwerpunkt im persönlichen Umfeld von Jane Rizzoli oder Maura Isles konnte ich dieses Mal nicht ausmachen, vielmehr blieb dies bei beiden gleichermaßen mehr im Hintergrund.
Durch die verschiedenen Erzählperspektiven schwenken die Ereignisse regelmäßig zwischen Boston und Botswana hin und her und halten die Handlung sehr abwechslungsreich.
Auch bei diesem Band ist es für Quereinsteiger möglich, der Handlung ohne Verluste wichtiger Informationen zu folgen, da die Autorin genügend Hinweise zum vorangegangenen Geschehen streut. Allerdings sollte man es sich dennoch nicht entgehen lassen, die Thriller der Reihenfolge nach zu lesen, wenn man die Charaktere näher kennenlernen und verstehen möchte.
Das Ende des Romans konnte mich überraschen und überzeugen. Obwohl ich zwischendurch der Lösung des Rätsels eigentlich schon sehr nahe war, gelang es der Autorin, mich wieder davon abzubringen und auf eine falsche Fährte zu locken.
Fazit:
Tess Gerritsen schafft es immer wieder, mich mit einem ihrer Romane aus der Rizzoli & Isles-Reihe zu fesseln. Mit "Der Schneeleopard" hält sie nicht nur die Spannung auf einem gewohnt hohen Level, sondern überzeugt auch mit einer eher unkonventionellen Form der Erzählperspektive. Dies und die tollen Charaktere, die genau mit der richtigen Dosis Privatleben aufwarten, sind genau die Elemente, die ich von einem guten Thriller erwarte.
gebundenes Buch mit 416 Seiten
Verlag: Limes
Facebookauftritt des Verlags → HIER
erschienen: 20.04.2015
Preis: 19,99 Euro
ISBN: 978-3-8090-2637-2
mehr Infos, Leseprobe und Einkauf über Verlag möglich → HIER
deutsche Website der Autorin → HIER
internationale Website der Autorin → HIER
Vielen Dank an den Limes Verlag für die Zusendung eines Rezensionsexemplars.
Dienstag, 14. April 2015
Dangerous Visions - Es liegt in deiner Hand
Charlotte Westing hat eine Gabe: Sie ist ein Orakel
und kann in die Zukunft sehen. Sie selbst empfindet ihre Fähigkeit doch
eher als Fluch, denn die Zukunft, die sie sieht, ist selten schön.
Zudem ist es ihr nicht erlaubt etwas daran zu ändern. Die Folgen wären
furchtbar, wie Charlotte bereits einmal selbst erfahren hat.
Stets versucht sie, die Visionen zu bekämpfen. So, wie ihre Tante, die auch ein Orakel ist, ihr beigebracht hat. Doch dann wird sie von solchen heimgesucht, die so stark sind, dass sie sie nicht unterdrücken kann. Darin wird ein Mädchen ihrer Schule ermordet! Charlotte ist gezwungen, eine unmögliche Entscheidung zu treffen: Entweder sie lebt nach den Regeln und nimmt den Tod einer Mitschülerin hin oder sie wendet sich gegen alles, das sie gelernt hat, und versucht einen Mörder zu stoppen!
Meine Meinung:
Aprilynne Pike ist bei weitem keine Unbekannte. Ihre "Elfen"-Reihe erfreut sich großer Beliebtheit und auch ich mag die Bücher dieser Autorin. Ihr neuestes Buch auf dem deutschen Markt hörte sich sehr spannend an und auch das Cover sprach mich sofort an. Die dort abgebildeten Ballerinas bekommen im Laufe der Geschichte noch eine besondere Bedeutung.
Die Autorin hält sich nicht mit langen Einführungen zu ihrem Roman auf; der Leser bekommt einen kurzen Rückblick auf die Ereignisse von vor zehn Jahren und wird danach direkt ins Geschehen geworfen.
Charlotte ist ein sehr sympathischer Charakter. Ihre Gabe macht ihr das Leben nicht leicht; Freundschaften sind nahezu nicht möglich. Die Ereignisse, die sie vor zehn Jahren in Gang gesetzt hat, sind so bedrückend, dass sie mir von ganzem Herzen leidgetan hat. Umsomehr kann ich verstehen, dass in ihr Zweifel aufkommen, ob sie den richtigen Weg eingeschlagen hat.
Der Fantasyanteil der Geschichte hat mir auch sehr gefallen und war anteilig gut gelungen. Lediglich zum Ende hin konnte ich der Autorin nicht immer gleich folgen, war aber sehr angetan von der Grundidee und der Umsetzung.
Die enthaltene Romanze zählte eher zum Hintergrundgeschehen und war dabei für mich genau richtig dosiert.
Hinsichtlich des Krimianteils hätte ich mich sehr über eine breitere Palette von möglichen Verdächtigen gefreut; generell war das Charakterangebot in diesem Roman nicht besonders hoch, dafür konnten die dargestellten mich jedoch überzeugen.
Fazit:
"Dangerous Visions - Es liegt in deiner Hand" von Aprilynne Pike ist ein spannender, paranormaler Jugenthriller, der mit einem Hauch von Romantik ausgestattet ist. Ich habe die Lektüre des Romans sehr genossen und würde mich freuen, wenn ich demnächst noch mehr über Charlotte lesen dürfte.
gebundenes Buch mit 384 Seiten
Verlag: cbj
Facebookauftritt des Verlags → HIER
erschienen: 30.03.2015
Alter: ab 13 Jahren
Preis: 16,99 Euro
ISBN: 978-3-570-15994-1
mehr Infos, Leseprobe und Einkauf über Verlag möglich → HIER
Website der Autorin → HIER
Vielen Dank an den cbj Verlag für die Zusendung eines Rezensionsexemplars.
Stets versucht sie, die Visionen zu bekämpfen. So, wie ihre Tante, die auch ein Orakel ist, ihr beigebracht hat. Doch dann wird sie von solchen heimgesucht, die so stark sind, dass sie sie nicht unterdrücken kann. Darin wird ein Mädchen ihrer Schule ermordet! Charlotte ist gezwungen, eine unmögliche Entscheidung zu treffen: Entweder sie lebt nach den Regeln und nimmt den Tod einer Mitschülerin hin oder sie wendet sich gegen alles, das sie gelernt hat, und versucht einen Mörder zu stoppen!
Meine Meinung:
Aprilynne Pike ist bei weitem keine Unbekannte. Ihre "Elfen"-Reihe erfreut sich großer Beliebtheit und auch ich mag die Bücher dieser Autorin. Ihr neuestes Buch auf dem deutschen Markt hörte sich sehr spannend an und auch das Cover sprach mich sofort an. Die dort abgebildeten Ballerinas bekommen im Laufe der Geschichte noch eine besondere Bedeutung.
Die Autorin hält sich nicht mit langen Einführungen zu ihrem Roman auf; der Leser bekommt einen kurzen Rückblick auf die Ereignisse von vor zehn Jahren und wird danach direkt ins Geschehen geworfen.
Charlotte ist ein sehr sympathischer Charakter. Ihre Gabe macht ihr das Leben nicht leicht; Freundschaften sind nahezu nicht möglich. Die Ereignisse, die sie vor zehn Jahren in Gang gesetzt hat, sind so bedrückend, dass sie mir von ganzem Herzen leidgetan hat. Umsomehr kann ich verstehen, dass in ihr Zweifel aufkommen, ob sie den richtigen Weg eingeschlagen hat.
Der Fantasyanteil der Geschichte hat mir auch sehr gefallen und war anteilig gut gelungen. Lediglich zum Ende hin konnte ich der Autorin nicht immer gleich folgen, war aber sehr angetan von der Grundidee und der Umsetzung.
Die enthaltene Romanze zählte eher zum Hintergrundgeschehen und war dabei für mich genau richtig dosiert.
Hinsichtlich des Krimianteils hätte ich mich sehr über eine breitere Palette von möglichen Verdächtigen gefreut; generell war das Charakterangebot in diesem Roman nicht besonders hoch, dafür konnten die dargestellten mich jedoch überzeugen.
Fazit:
"Dangerous Visions - Es liegt in deiner Hand" von Aprilynne Pike ist ein spannender, paranormaler Jugenthriller, der mit einem Hauch von Romantik ausgestattet ist. Ich habe die Lektüre des Romans sehr genossen und würde mich freuen, wenn ich demnächst noch mehr über Charlotte lesen dürfte.
gebundenes Buch mit 384 Seiten
Verlag: cbj
Facebookauftritt des Verlags → HIER
erschienen: 30.03.2015
Alter: ab 13 Jahren
Preis: 16,99 Euro
ISBN: 978-3-570-15994-1
mehr Infos, Leseprobe und Einkauf über Verlag möglich → HIER
Website der Autorin → HIER
Vielen Dank an den cbj Verlag für die Zusendung eines Rezensionsexemplars.
Donnerstag, 18. Dezember 2014
Madison Mayfield - Die Augen des Bösen
London, 1890. Die 17-jährige Madison Mayfield lebt bei ihrem Onkel und
ihrer Tante in einem pompösen Stadtpalais, nachdem ihre Eltern vor
zweieinhalb Jahren bei einem tragischen Unfall ums Leben gekommen sind.
Sie selbst hat diesen Unfall nur knapp überlebt, und seitdem wird sie in
regelmäßigen Abständen von anfallartigen Visionen heimgesucht: Völlig
herausgerissen aus dem Hier und Jetzt erlebt sie schreckliche Verbrechen
hautnah mit. Allerdings kann sie immer nur die Opfer, nie den Täter
erkennen. Mit aller Kraft kämpft Madison gegen diese Visionen an – bis
sie eines Tages mit einem Zeitungsartikel konfrontiert wird, in dem
einer der Morde, die sie vor Augen hatte, geschildert wird. Wie kann das
sein?(Quelle: cbj Verlag)
Meine Meinung:
Nachdem mir die "Liberty 9"-Reihe von Rainer M. Schröder so gut gefallen hat, wollte ich natürlich gerne auch einmal etwas anderes von ihm lesen. Mit "Madison Mayfield - Die Augen des Bösen" bekam ich dazu die Gelegenheit.
Das Cover des Buches sieht interessant aus und lässt vermuten, wo und wann sich die Geschichte zutragen wird. Letztendlich war es der informative Klappentext, der mich neugierig gemacht hat und, der der Auslöser zum Lesen war.
Gleich zu Beginn wirft der Autor seine Leser ganz unvermittelt mitten in die Handlung, die mit einer Vision von Madison beginnt. Das Mädchen war mir schnell sympathisch. Mir gefiel nicht nur ihre Art, sondern ich verspürte schnell den Wunsch, sie gegen ihre Familie und den Rest der Welt verteidigen zu wollen. Diese Visionen sind es unter anderem auch, weshalb Madison sich zunächst in einer Nervenheilanstalt befindet. Doch zum Glück soll sie entlassen werden und macht dort auch unmittelbar die Bekanntschaft ihrer neuen Gesellschafterin, Leona, die sie zurück ins Heim ihres Onkels begleiten soll, in dem Madison bestenfalls gelitten wird.
Beide Charaktere haben mir gut gefallen, wenn sie auch recht einfach gestrickt waren und nicht soviel Tiefe besaßen, wie ich es mir erhofft hatte. Auch die Nebencharaktere konnten bei mir punkten, wobei mir vor allem der Butler Oates echt ans Herz gewachsen ist.
Schön fand ich auch, wie der Autor ganz nebenbei einige Informationen der Epoche eingeflochten hat. Das machte die Handlung viel authentischer. Allerdings fand ich es sehr schade, dass die Figur des Blake Scarboro erst so spät Teil der Geschichte geworden ist. Über ihn hätte ich gerne mehr erfahren.
Fazit:
Gerne habe ich "Madison Mayfield - Die Augen des Bösen" von Rainer M. Schröder gelesen und das Schicksal von Madison verfolgt. Sehr anschaulich hat der Autor die Verhältnisse der damaligen Epoche geschildert und sie dadurch für mich zum Leben erweckt. Ich habe begeistert zusammen mit Madison nach der Identität des Mörders geforscht, war dabei aber bis zum Schluss völlig ahnungslos.
gebundenes Buch mit 512 Seiten
Verlag: cbj
Facebookauftritt des Verlags → HIER
erschienen: 24.11.2014
Alter: ab 12 Jahren
Preis: 18,99 Euro
ISBN: 978-3-570-15898-2
mehr Infos, Leseprobe und Einkauf über Verlag möglich → HIER
Website des Autors → HIER
Meine Meinung:
Nachdem mir die "Liberty 9"-Reihe von Rainer M. Schröder so gut gefallen hat, wollte ich natürlich gerne auch einmal etwas anderes von ihm lesen. Mit "Madison Mayfield - Die Augen des Bösen" bekam ich dazu die Gelegenheit.
Das Cover des Buches sieht interessant aus und lässt vermuten, wo und wann sich die Geschichte zutragen wird. Letztendlich war es der informative Klappentext, der mich neugierig gemacht hat und, der der Auslöser zum Lesen war.
Gleich zu Beginn wirft der Autor seine Leser ganz unvermittelt mitten in die Handlung, die mit einer Vision von Madison beginnt. Das Mädchen war mir schnell sympathisch. Mir gefiel nicht nur ihre Art, sondern ich verspürte schnell den Wunsch, sie gegen ihre Familie und den Rest der Welt verteidigen zu wollen. Diese Visionen sind es unter anderem auch, weshalb Madison sich zunächst in einer Nervenheilanstalt befindet. Doch zum Glück soll sie entlassen werden und macht dort auch unmittelbar die Bekanntschaft ihrer neuen Gesellschafterin, Leona, die sie zurück ins Heim ihres Onkels begleiten soll, in dem Madison bestenfalls gelitten wird.
Beide Charaktere haben mir gut gefallen, wenn sie auch recht einfach gestrickt waren und nicht soviel Tiefe besaßen, wie ich es mir erhofft hatte. Auch die Nebencharaktere konnten bei mir punkten, wobei mir vor allem der Butler Oates echt ans Herz gewachsen ist.
Schön fand ich auch, wie der Autor ganz nebenbei einige Informationen der Epoche eingeflochten hat. Das machte die Handlung viel authentischer. Allerdings fand ich es sehr schade, dass die Figur des Blake Scarboro erst so spät Teil der Geschichte geworden ist. Über ihn hätte ich gerne mehr erfahren.
Fazit:
Gerne habe ich "Madison Mayfield - Die Augen des Bösen" von Rainer M. Schröder gelesen und das Schicksal von Madison verfolgt. Sehr anschaulich hat der Autor die Verhältnisse der damaligen Epoche geschildert und sie dadurch für mich zum Leben erweckt. Ich habe begeistert zusammen mit Madison nach der Identität des Mörders geforscht, war dabei aber bis zum Schluss völlig ahnungslos.
gebundenes Buch mit 512 Seiten
Verlag: cbj
Facebookauftritt des Verlags → HIER
erschienen: 24.11.2014
Alter: ab 12 Jahren
Preis: 18,99 Euro
ISBN: 978-3-570-15898-2
mehr Infos, Leseprobe und Einkauf über Verlag möglich → HIER
Website des Autors → HIER
Montag, 15. Dezember 2014
Raven Stone - Wenn Geheimnisse tödlich sind
Raven Stone wächst nach dem Tod ihrer Eltern in England bei ihrem Großvater auf. Er ist Hausmeister eines Eliteinternats und hat es geschafft, seine Enkelin mit einem Stipendium dort unterzubringen.
Doch seit kurzem begegnen ihr sämtliche Schüler dort mit unverhohlener Feindseligkeit. Sie wird sogar des Diebstahls bezichtigt und Opfer diverser Mobbingaktionen. Gleichzeitig verschwinden immer wieder einige Schüler für lange Zeit vom Unterricht und, wenn sie wiederkehren, benehmen sie sich wie ausgewechselt. Auch Ravens beste Freundin wirkt inzwischen wie ihr böser Zwilling auf sie.
Gleichzeitig tauchen Kieran und Joe neu im Internat auf. Sie sind die einzigen, die Raven noch freundlich begegnen. Insbesondere Kieran hat es ihr angetan, doch der hochintelligente Junge erweckt zunächst nicht den Eindruck, als hätte er ein weitergehendes Interesse an ihr.
Meine Meinung:
Nachdem mich Joss Stirling mit ihrer "Macht der Seelen"-Reihe begeistern konnte, war es klar, dass ich auch ihre neueste Reihe lesen musste. Doch selbst, wenn ich die Autorin nicht schon zuvor gekannt hätte, hätte ich an dem Buch mit dem wunderschönen Cover bestimmt nicht vorbeigehen können. Der Klappentext hat mich definitiv neugierig gemacht, ohne zuviel von der eigentlichen Handlung preiszugeben. Bei diesem Buch stimmt einfach das Gesamtkonzept.
Gleich von den ersten Seiten an war ich mitten im Geschehen. Die Spannung war direkt fühlbar, als Raven realisiert, dass sich die Stimmung im Internat gewendet hat. Und sie nimmt auch weiterhin an Fahrt auf, als klar wird, dass Joe und Kieran keine normalen Schüler sind.
Raven Stone ist eine tolle Heldin. Als Vollwaise hat sie mein tiefstes Mitgefühl, doch Raven ist niemand, der sich einfach geschlagen gibt. Sie ist tough und, wenn ihr jemand übel mitspielt, dann beißt sie erst recht die Zähne zusammen. Niemals mag sie sich eine Blöße geben, immer versucht sie zumindest nach außen hin stark zu bleiben.
Kieran Storm fand ich auch faszinierend. Eigentlich ist er ja zu gut um wahr zu sein. Er sieht toll aus, ist hyperintelligent und obendrein ist er auch noch sportlich und irgendwie scheint ihm immer alles zu gelingen. Seine einzige Macke ist, dass er fast alles wörtlich nimmt und an den unpassendsten Stellen sein umfangreiches Wissen preisgibt. Hätte er nicht auch ein paar private Probleme und wäre er nicht auch gleichzeitig so absolut liebenswert, ich hätte der Autorin die Übertreibung ihres Charakters übelgenommen. Stattdessen liebe ich ihn und konnte von den Stellen, in denen er präsent war, gar nicht genug bekommen. Insbesondere das Zusammenspiel der beiden hat mir sehr gut gefallen.
In einem Buch von Joss Stirling darf natürlich auch die Romantik nicht zu kurz kommen. Es knistert gewaltig zwischen den Protagonisten und es hat Spaß gemacht, den beiden bei ihren Annäherungsversuchen zuzuschauen.
Fazit:
Ob man will oder nicht: "Raven Stone - Wenn Geheimnisse tödlich sind" reißt einen einfach mit. Sowohl der Schreibstil von Joss Stirling, als auch die sympathischen Charaktere, an deren Schicksal man einfach teilhaben möchte, haben mich für sich gefangengenommen und auf eine Reise voll Spannung, Action und Romantik entführt. Auch der Humor kommt hier nicht zu kurz. Ich freue mich schon auf die Fortsetzung der Reihe.
gebundenes Buch mit 416 Seiten
Verlag: dtv
Facebookauftritt des Verlags → HIER
erschienen: November 2014
Alter: ab 12 Jahren
Preis: 16,95 Euro
ISBN: 978-3-423-76097-3
mehr Infos, Leseprobe und Einkauf über Verlag möglich → HIER
Website der Autorin → HIER
Vielen Dank an den dtv Verlag für die Zusendung eines Rezensionsexemplars.
Doch seit kurzem begegnen ihr sämtliche Schüler dort mit unverhohlener Feindseligkeit. Sie wird sogar des Diebstahls bezichtigt und Opfer diverser Mobbingaktionen. Gleichzeitig verschwinden immer wieder einige Schüler für lange Zeit vom Unterricht und, wenn sie wiederkehren, benehmen sie sich wie ausgewechselt. Auch Ravens beste Freundin wirkt inzwischen wie ihr böser Zwilling auf sie.
Gleichzeitig tauchen Kieran und Joe neu im Internat auf. Sie sind die einzigen, die Raven noch freundlich begegnen. Insbesondere Kieran hat es ihr angetan, doch der hochintelligente Junge erweckt zunächst nicht den Eindruck, als hätte er ein weitergehendes Interesse an ihr.
Meine Meinung:
Nachdem mich Joss Stirling mit ihrer "Macht der Seelen"-Reihe begeistern konnte, war es klar, dass ich auch ihre neueste Reihe lesen musste. Doch selbst, wenn ich die Autorin nicht schon zuvor gekannt hätte, hätte ich an dem Buch mit dem wunderschönen Cover bestimmt nicht vorbeigehen können. Der Klappentext hat mich definitiv neugierig gemacht, ohne zuviel von der eigentlichen Handlung preiszugeben. Bei diesem Buch stimmt einfach das Gesamtkonzept.
Gleich von den ersten Seiten an war ich mitten im Geschehen. Die Spannung war direkt fühlbar, als Raven realisiert, dass sich die Stimmung im Internat gewendet hat. Und sie nimmt auch weiterhin an Fahrt auf, als klar wird, dass Joe und Kieran keine normalen Schüler sind.
Raven Stone ist eine tolle Heldin. Als Vollwaise hat sie mein tiefstes Mitgefühl, doch Raven ist niemand, der sich einfach geschlagen gibt. Sie ist tough und, wenn ihr jemand übel mitspielt, dann beißt sie erst recht die Zähne zusammen. Niemals mag sie sich eine Blöße geben, immer versucht sie zumindest nach außen hin stark zu bleiben.
Kieran Storm fand ich auch faszinierend. Eigentlich ist er ja zu gut um wahr zu sein. Er sieht toll aus, ist hyperintelligent und obendrein ist er auch noch sportlich und irgendwie scheint ihm immer alles zu gelingen. Seine einzige Macke ist, dass er fast alles wörtlich nimmt und an den unpassendsten Stellen sein umfangreiches Wissen preisgibt. Hätte er nicht auch ein paar private Probleme und wäre er nicht auch gleichzeitig so absolut liebenswert, ich hätte der Autorin die Übertreibung ihres Charakters übelgenommen. Stattdessen liebe ich ihn und konnte von den Stellen, in denen er präsent war, gar nicht genug bekommen. Insbesondere das Zusammenspiel der beiden hat mir sehr gut gefallen.
In einem Buch von Joss Stirling darf natürlich auch die Romantik nicht zu kurz kommen. Es knistert gewaltig zwischen den Protagonisten und es hat Spaß gemacht, den beiden bei ihren Annäherungsversuchen zuzuschauen.
Fazit:
Ob man will oder nicht: "Raven Stone - Wenn Geheimnisse tödlich sind" reißt einen einfach mit. Sowohl der Schreibstil von Joss Stirling, als auch die sympathischen Charaktere, an deren Schicksal man einfach teilhaben möchte, haben mich für sich gefangengenommen und auf eine Reise voll Spannung, Action und Romantik entführt. Auch der Humor kommt hier nicht zu kurz. Ich freue mich schon auf die Fortsetzung der Reihe.
gebundenes Buch mit 416 Seiten
Verlag: dtv
Facebookauftritt des Verlags → HIER
erschienen: November 2014
Alter: ab 12 Jahren
Preis: 16,95 Euro
ISBN: 978-3-423-76097-3
mehr Infos, Leseprobe und Einkauf über Verlag möglich → HIER
Website der Autorin → HIER
Vielen Dank an den dtv Verlag für die Zusendung eines Rezensionsexemplars.
Dienstag, 9. Dezember 2014
Der Seidenspinner
Nachdem die Auftragslage bis vor kurzem für Privatdetektiv
Cormoran Strike noch recht mau war, kann er sich nach seinem letzten
Fall nun kaum noch vor Aufträgen retten. Seine neueste Kundin bitte ihn,
ihr bei der Suche nach ihrem verschwundenen Ehemann behilflich zu sein.
Dieser ist ein bekannter Schriftsteller und die Lage ein wenig prekär.
Der Vermisste hatte zuletzt ein brisantes, noch unveröffentlichtes Buch geschrieben, mit dessen Enthüllungen er auch vor Freunden und Familie nicht Halt macht. Doch die Suche nach ihm währt nicht lange, denn seine Leiche wird alsbald gefunden. Seine brutale Ermordung zeugt von Parallelen zu seinem letzten Buch, durch das sich der Autor viele Feinde gemacht hat. Cormoran und Robin ermitteln.
Meine Meinung:
Nachdem mir der erste Band der Reihe gut gefallen hat, war ich natürlich sehr gespannt auf die Fortsetzung von Joanne K. Rowling, die hier wieder unter dem Pseudonym Robert Galbraith schreibt. Besonders die Charaktere des Buches hatten es mir angetan und ich wollte unbedingt mehr von ihnen lesen.
Das Cover des zweiten Teils passt sich optisch sehr gut dem ersten an. Zwar hätte ich dahinter nicht unbedingt einen Kriminalroman vermutet, aber ich fand es sehr ansprechend und harmonisch. Der Klappentext ist sehr aussagekräftig und hat definitiv meine Neugier geweckt.
Auch der zweite Band der Reihe steht und fällt meiner Meinung nach mit den beiden Hauptcharakteren Cormoran und Robin. Insbesondere Cormoran ist ein besonders vielschichtiger Charakter, den man ganz gewiss nicht einfach in irgendeine Schublade schubsen kann. Aufgewachsen bei einem drogensüchtigen Groupie hatte er bereits als Kind schon mehr Einblicke in das Leben bekommen, als so mancher Erwachsener in seiner ganzen Lebensspanne und seine Zeit in Afghanistan hat ihn nicht nur durch den Verlust eines Körperteils zusätzlich geprägt. Seine ausgeprägte Intelligenz hat ihm stets genützt und ihm auch zuletzt wieder geholfen, einen seiner beruflichen Tiefpunkte zu überwinden.
Ich habe einen sehr klugen Mann kennengelernt, der sehr viel Stolz besitzt, selbstbewusst und reich an Erfahrung ist und, der auch eine sensible Seite hat, die in den Menschen lesen kann und kleine Gesten durchaus zu schätzen weiß. Geschickt arbeitet die Autorin hinsichtlich seiner Person auch noch mit dem Mitleidsfaktor, der es fast immer schafft, die Leser auf seine Seite zu ziehen.
Auch Robin finde ich ausgesprochen sympathisch. Sie ist beeindruckend feinfühlig, taktvoll und agiert stets mit besonderer Rücksichtnahme auf ihren Chef, den sie zwischendurch immer mal wieder mit ihrem scharfen Verstand verblüffen kann.
Besonders der Ermittlungsbereich aus dem Verlagswesen hat mir in diesem Band gut gefallen. Ein Metier, in dem sich fast jeder Autor sicher gut auskennt und da aus einem breiten Erfahrungsschatz schöpfen kann, der hier gerne auch ein wenig überspitzt dargestellt wird. Das weihnachtliche London ist mit Blick auf das Veröffentlichungsdatum des Romans ein geschickt gewähltes Setting, das ich auch sehr ansprechend fand.
Die Spannung in diesem viele Seiten umfassenden Roman wird erst langsam aufgebaut. Die Ermittlungen sind sehr traditionell und beruhen auf vielen Befragungen, die inhaltlich etwas zu Lasten des Actionfaktors gehen, dafür aber den tollen Charakteren mehr Raum geben.
Fazit:
Auch "Der Seidenspinner" ist ein Kriminalroman für Liebhaber außergewöhnlicher Charaktere. Freunde actionreicher Handlung werden hier allerdings weniger glücklich. Ich selbst mochte diesen ruhigen Kriminalroman rund um den interessanten Ermittler Cormoran Strike sehr und fühlte mich auch gut unterhalten. Ich bin schon sehr gespannt auf den nächsten Band der Reihe.
gebundenes Buch mit 672 Seiten
Verlag: blanvalet
Facebookauftritt des Verlags → HIER
erschienen: 24.11.2014
Preis: 19,99 Euro
ISBN: 978-3-7645-0515-8
mehr Infos, Leseprobe und Einkauf über Verlag möglich → HIER
Website der Autorin → HIER
Vielen Dank an den blanvalet Verlag für die Zusendung eines Rezensionsexemplars.
Der Vermisste hatte zuletzt ein brisantes, noch unveröffentlichtes Buch geschrieben, mit dessen Enthüllungen er auch vor Freunden und Familie nicht Halt macht. Doch die Suche nach ihm währt nicht lange, denn seine Leiche wird alsbald gefunden. Seine brutale Ermordung zeugt von Parallelen zu seinem letzten Buch, durch das sich der Autor viele Feinde gemacht hat. Cormoran und Robin ermitteln.
Meine Meinung:
Nachdem mir der erste Band der Reihe gut gefallen hat, war ich natürlich sehr gespannt auf die Fortsetzung von Joanne K. Rowling, die hier wieder unter dem Pseudonym Robert Galbraith schreibt. Besonders die Charaktere des Buches hatten es mir angetan und ich wollte unbedingt mehr von ihnen lesen.
Das Cover des zweiten Teils passt sich optisch sehr gut dem ersten an. Zwar hätte ich dahinter nicht unbedingt einen Kriminalroman vermutet, aber ich fand es sehr ansprechend und harmonisch. Der Klappentext ist sehr aussagekräftig und hat definitiv meine Neugier geweckt.
Auch der zweite Band der Reihe steht und fällt meiner Meinung nach mit den beiden Hauptcharakteren Cormoran und Robin. Insbesondere Cormoran ist ein besonders vielschichtiger Charakter, den man ganz gewiss nicht einfach in irgendeine Schublade schubsen kann. Aufgewachsen bei einem drogensüchtigen Groupie hatte er bereits als Kind schon mehr Einblicke in das Leben bekommen, als so mancher Erwachsener in seiner ganzen Lebensspanne und seine Zeit in Afghanistan hat ihn nicht nur durch den Verlust eines Körperteils zusätzlich geprägt. Seine ausgeprägte Intelligenz hat ihm stets genützt und ihm auch zuletzt wieder geholfen, einen seiner beruflichen Tiefpunkte zu überwinden.
Ich habe einen sehr klugen Mann kennengelernt, der sehr viel Stolz besitzt, selbstbewusst und reich an Erfahrung ist und, der auch eine sensible Seite hat, die in den Menschen lesen kann und kleine Gesten durchaus zu schätzen weiß. Geschickt arbeitet die Autorin hinsichtlich seiner Person auch noch mit dem Mitleidsfaktor, der es fast immer schafft, die Leser auf seine Seite zu ziehen.
Auch Robin finde ich ausgesprochen sympathisch. Sie ist beeindruckend feinfühlig, taktvoll und agiert stets mit besonderer Rücksichtnahme auf ihren Chef, den sie zwischendurch immer mal wieder mit ihrem scharfen Verstand verblüffen kann.
Besonders der Ermittlungsbereich aus dem Verlagswesen hat mir in diesem Band gut gefallen. Ein Metier, in dem sich fast jeder Autor sicher gut auskennt und da aus einem breiten Erfahrungsschatz schöpfen kann, der hier gerne auch ein wenig überspitzt dargestellt wird. Das weihnachtliche London ist mit Blick auf das Veröffentlichungsdatum des Romans ein geschickt gewähltes Setting, das ich auch sehr ansprechend fand.
Die Spannung in diesem viele Seiten umfassenden Roman wird erst langsam aufgebaut. Die Ermittlungen sind sehr traditionell und beruhen auf vielen Befragungen, die inhaltlich etwas zu Lasten des Actionfaktors gehen, dafür aber den tollen Charakteren mehr Raum geben.
Fazit:
Auch "Der Seidenspinner" ist ein Kriminalroman für Liebhaber außergewöhnlicher Charaktere. Freunde actionreicher Handlung werden hier allerdings weniger glücklich. Ich selbst mochte diesen ruhigen Kriminalroman rund um den interessanten Ermittler Cormoran Strike sehr und fühlte mich auch gut unterhalten. Ich bin schon sehr gespannt auf den nächsten Band der Reihe.
gebundenes Buch mit 672 Seiten
Verlag: blanvalet
Facebookauftritt des Verlags → HIER
erschienen: 24.11.2014
Preis: 19,99 Euro
ISBN: 978-3-7645-0515-8
mehr Infos, Leseprobe und Einkauf über Verlag möglich → HIER
Website der Autorin → HIER
Vielen Dank an den blanvalet Verlag für die Zusendung eines Rezensionsexemplars.
Donnerstag, 26. Dezember 2013
Der Ruf des Kuckucks
Privatdetektiv Cormoran Strike ist am Ende
einer langjährigen Beziehung angelangt und haust derzeit auf einer
Campingliege in seinem Büro, als ihm die Personalagentur die
Aushilfskraft Robin als Sekretärin vorbeischickt. Die kann er sich
eigentlich gar nicht leisten, doch als ein neuer Kunde durch seine
Bürotür schreitet, ist er schnell dankbar für ihre Anwesenheit und die
Professionalität, die sie an den Tag legt.
Er soll den Todesfall eines Topmodels untersuchen, der zur Zeit als Selbstmord deklariert wird. Anfänglich nicht sehr überzeugt stöbert Cormoran in deren Privatleben herum und rekonstruiert die letzten Tage vor ihrem Tod. Dabei fördert er jedoch Dinge zu Tage, die ihn an seiner vorherigen Einstellung zweifeln lassen und bald erkennt er, dass auch noch andere Menschen in Gefahr sind.
Meine Meinung:
Natürlich war ich sehr gespannt auf diesen für mich ersten Krimi aus der Feder von Joanne K. Rowling, die hier unter dem Pseudonym Robert Galbraith schreibt. Ich wusste nicht, was mich erwarten würde, so dass ich, wie ich denke, relativ vorbehaltlos, mit dem Roman beginnen konnte.
Dieser steht und fällt meiner Meinung nach mit den beiden Hauptcharakteren Cormoran und Robin. Insbesondere Cormoran ist ein besonders vielschichtiger Charakter, den man ganz gewiss nicht einfach in irgendeine Schublade schubsen kann. Aufgewachsen bei einem drogensüchtigen Groupie hatte er bereits als Kind schon mehr Einblicke in das Leben bekommen, als so mancher Erwachsener in seiner ganzen Lebensspanne und seine Zeit in Afghanistan hat ihn nicht nur durch den Verlust eines Körperteils zusätzlich geprägt. Seine ausgeprägte Intelligenz hat ihm stets genützt, doch im Moment ist er an einem persönlichen Tiefpunkt angekommen.
Es war gut zu verfolgen, wie sehr er innerlich zerrissen ist. Wie sein Wunsch, seine Liebesbeziehung wieder herzustellen mit dem Verstand rang, der ihm ganz klar signalisierte wie zerstörerisch diese Gefühle für ihn sind. Ich habe einen sehr klugen Mann kennengelernt, der sehr viel Stolz besitzt, selbstbewusst und reich an Erfahrung ist und, der auch eine sensible Seite hat, die in den Menschen lesen kann und kleine Gesten durchaus zu schätzen weiß.
Auch Robin ist eine sehr ungewöhnliche Frau. Ihre Begegnung mit Cormoran rüttelt an ihrem vorherbstimmten 0815-Leben, an dem sie verstandesgelenkt festhalten will, während sie gleichzeitig in ihrem Aushilfsjob aufblüht. Sie ist beeindruckend feinfühlig, taktvoll und agiert stets mit besonderer Rücksichtnahme auf ihren aktuellen Chef, den sie zwischendurch immer mal wieder mit ihrem scharfen Verstand verblüffen kann.
Die Spannung in diesem viele Seiten umfassenden Roman wird erst langsam aufgebaut. Die Ermittlungen sind sehr traditionell und beruhen auf vielen Befragungen, die inhaltlich etwas zu Lasten des Actionfaktors gehen, dafür aber den tollen Charakteren mehr Raum und mir als Leser die Möglichkeit geben, diese gerade in diesem ersten Band besser kennenzulernen. Erst auf den letzten 100 Seiten hatte die Spannung dann doch für mich die Grenze überschritten, die mich das Buch dann nicht mehr aus der Hand legen ließen.
Fazit:
Wer Kriminalromane liebt, die mit außergewöhnlichen Charakteren punkten, sollte unbedingt zu "Der Ruf des Kuckucks" greifen. Freunde actionreicher Handlung werden hier allerdings weniger glücklich. Ich für meinen Teil, fühlte mich von diesem ruhigen Kriminalroman rund um den interessanten Ermittler Cormoran Strike gut unterhalten und bin auf jeden Fall neugierig, ob die Autorin die Reihe fortführen wird.
gebundenes Buch mit 640 Seiten
Verlag: blanvalet
Facebookauftritt des Verlags → HIER
erschienen: 30.11.2013
Preis: 22,99 Euro
ISBN: 978-3-7645-0510-3
mehr Infos, Leseprobe und Einkauf über Verlag möglich → HIER
Website der Autorin → HIER
Vielen Dank an den blanvalet Verlag für die Zusendung eines Rezensionsexemplars.
Er soll den Todesfall eines Topmodels untersuchen, der zur Zeit als Selbstmord deklariert wird. Anfänglich nicht sehr überzeugt stöbert Cormoran in deren Privatleben herum und rekonstruiert die letzten Tage vor ihrem Tod. Dabei fördert er jedoch Dinge zu Tage, die ihn an seiner vorherigen Einstellung zweifeln lassen und bald erkennt er, dass auch noch andere Menschen in Gefahr sind.
Meine Meinung:
Natürlich war ich sehr gespannt auf diesen für mich ersten Krimi aus der Feder von Joanne K. Rowling, die hier unter dem Pseudonym Robert Galbraith schreibt. Ich wusste nicht, was mich erwarten würde, so dass ich, wie ich denke, relativ vorbehaltlos, mit dem Roman beginnen konnte.
Dieser steht und fällt meiner Meinung nach mit den beiden Hauptcharakteren Cormoran und Robin. Insbesondere Cormoran ist ein besonders vielschichtiger Charakter, den man ganz gewiss nicht einfach in irgendeine Schublade schubsen kann. Aufgewachsen bei einem drogensüchtigen Groupie hatte er bereits als Kind schon mehr Einblicke in das Leben bekommen, als so mancher Erwachsener in seiner ganzen Lebensspanne und seine Zeit in Afghanistan hat ihn nicht nur durch den Verlust eines Körperteils zusätzlich geprägt. Seine ausgeprägte Intelligenz hat ihm stets genützt, doch im Moment ist er an einem persönlichen Tiefpunkt angekommen.
Es war gut zu verfolgen, wie sehr er innerlich zerrissen ist. Wie sein Wunsch, seine Liebesbeziehung wieder herzustellen mit dem Verstand rang, der ihm ganz klar signalisierte wie zerstörerisch diese Gefühle für ihn sind. Ich habe einen sehr klugen Mann kennengelernt, der sehr viel Stolz besitzt, selbstbewusst und reich an Erfahrung ist und, der auch eine sensible Seite hat, die in den Menschen lesen kann und kleine Gesten durchaus zu schätzen weiß.
Auch Robin ist eine sehr ungewöhnliche Frau. Ihre Begegnung mit Cormoran rüttelt an ihrem vorherbstimmten 0815-Leben, an dem sie verstandesgelenkt festhalten will, während sie gleichzeitig in ihrem Aushilfsjob aufblüht. Sie ist beeindruckend feinfühlig, taktvoll und agiert stets mit besonderer Rücksichtnahme auf ihren aktuellen Chef, den sie zwischendurch immer mal wieder mit ihrem scharfen Verstand verblüffen kann.
Die Spannung in diesem viele Seiten umfassenden Roman wird erst langsam aufgebaut. Die Ermittlungen sind sehr traditionell und beruhen auf vielen Befragungen, die inhaltlich etwas zu Lasten des Actionfaktors gehen, dafür aber den tollen Charakteren mehr Raum und mir als Leser die Möglichkeit geben, diese gerade in diesem ersten Band besser kennenzulernen. Erst auf den letzten 100 Seiten hatte die Spannung dann doch für mich die Grenze überschritten, die mich das Buch dann nicht mehr aus der Hand legen ließen.
Fazit:
Wer Kriminalromane liebt, die mit außergewöhnlichen Charakteren punkten, sollte unbedingt zu "Der Ruf des Kuckucks" greifen. Freunde actionreicher Handlung werden hier allerdings weniger glücklich. Ich für meinen Teil, fühlte mich von diesem ruhigen Kriminalroman rund um den interessanten Ermittler Cormoran Strike gut unterhalten und bin auf jeden Fall neugierig, ob die Autorin die Reihe fortführen wird.
gebundenes Buch mit 640 Seiten
Verlag: blanvalet
Facebookauftritt des Verlags → HIER
erschienen: 30.11.2013
Preis: 22,99 Euro
ISBN: 978-3-7645-0510-3
mehr Infos, Leseprobe und Einkauf über Verlag möglich → HIER
Website der Autorin → HIER
Vielen Dank an den blanvalet Verlag für die Zusendung eines Rezensionsexemplars.
Mittwoch, 13. November 2013
Whisper Island - Wetterleuchten
Noch immer ist Becca King auf der Flucht vor
ihrem Stiefvater, der seinen Geschäftspartner ermordet hat und dessen
Gedanken sie diesbezüglich aufgefangen hat. Seitdem sie ihn zufällig im
Motel von Debbie Grieder gesehen hat, musste sie ihre Bleibe dort
bedauerlicherweise räumen und schläft jetzt heimlich im Baumhaus auf dem
Grundstück von Seths Großvater. Bislang hat sie auch noch kein
Lebenszeichen ihrer Mutter erhalten und sie versucht, so gut sie kann,
sich ein Leben auf Whidbey Island einzurichten.
Doch die Tatsache, dass sie ihrem Freund Derric zu seinem Schutz nicht verraten will, wo sie derzeit wohnt, sorgt dafür, dass ihre Beziehung auseinanderbricht. Während Becca deswegen zunächst tief verstört ist, wird sie jedoch bald vom alljährlichen Auftauchen einer merkwürdigen Robbe abgelenkt, die eine dubiose Wissenschaftlerin auf die Insel lockt. Ein junges Mädchen wird zudem aufgegriffen, dass nicht nur verletzt, sondern auch anderweitig beeinträchtigt ist und dessen Identität dringend geklärt werden muss. Wird Becca ihr helfen und das Geheimnis lüften können?
Meine Meinung:
Nachdem mir der erste Teil der Reihe so gut gefallen hat, konnte ich nicht umhin, den Folgeband auch zu lesen. Wieder einmal war ich überrascht, wie anders der Schreibstil von Elizabeth George im Vergleich zu ihren Kriminalromanen ist und ich finde, es ist ihr sehr gut gelungen, sich auf ihre jugendlichen Leser einzustellen.
Ich mag die Charaktere dieses Romans unheimlich gern, denn die Autorin hat ihnen allen ein unverwechselbares Gesicht gegeben. Angefangen bei der geheimnisvollen Diana, die selbst über besondere Kräfte verfügt, über den liebenswerten und hilfsbereiten Seth, der sein Selbstbewusstsein viel zu oft an seinen ehemaligen, schulischen Leistungen festmacht, seinen klugen und großzügigen Großvater Ralph, von dem ich mich nur zu gerne adoptieren lassen würde, die übellaunige Jenn, die sich mein Mitgefühl verdient hat, bis zu Debbie Grieder, die dank Becca langsam versucht, ihre Vergangenheit aufzuarbeiten.
Becca selbst ist inzwischen aufgrund ihrer Situation und der erzwungenen Selbständigkeit merklich erwachsener geworden. Stets ist sie bereit, sich in andere hineinzufühlen und geht auch sonst sehr verantwortungsbewusst mit ihrer Gabe um.
Trotz der geringen Spannung im Vergleich zum ersten Band, wofür vermutlich die Tatsache ursächlich ist, dass hier Beccas Flucht nicht mehr so sehr thematisiert worden ist und sich diesbezüglich auch keine neuen Aspekte ergeben haben, kamen beim Lesen nie Längen auf und ich musste das Buch einfach an einem Stück zu Ende lesen. Erst spät in der Nacht konnte ich dann das Buch zufrieden zuklappen. Die Auflösung des aktuellen Geheimnisses wirkte zwar für mich irgendwie unpassend zum bisherigen Geschehen und eher wie ein Versuch, der Reihe durch Hinzufügen weiterer Attribute mehr Reiz zu verschaffen - was meiner Meinung nach absolut nicht nötig ist - aber dennoch bin ich unheimlich gespannt darauf, wie es weitergeht.
Fazit:
Auch "Whisper Island - Wetterleuchten" von Elizabeth George konnte mich als zweiter Teil der Reihe wieder fesseln. Die tollen Charakteren ließen mich nicht mehr los und ich wollte unbedingt wissen, was das Schicksal noch für sie bereithält. Ich bin schon sehr gespannt auf die Fortsetzung und hoffe, dann wieder mehr über Becca, ihre Gabe und ihre persönliche Situation lesen zu dürfen.
gebundenes Buch mit Seiten
Verlag: Egmont Ink
Facebookauftritt des Verlags → HIER
erschienen: 17.10.2013
Alter: ab Jahren
Preis: 19,99 Euro
ISBN: 978-3-86396-002-5
mehr Infos und Einkauf über Verlag möglich → HIER
Website der Autorin → HIER
Vielen Dank an den Egmont Ink Verlag für die Zusendung eines Rezensionsexemplars.
Doch die Tatsache, dass sie ihrem Freund Derric zu seinem Schutz nicht verraten will, wo sie derzeit wohnt, sorgt dafür, dass ihre Beziehung auseinanderbricht. Während Becca deswegen zunächst tief verstört ist, wird sie jedoch bald vom alljährlichen Auftauchen einer merkwürdigen Robbe abgelenkt, die eine dubiose Wissenschaftlerin auf die Insel lockt. Ein junges Mädchen wird zudem aufgegriffen, dass nicht nur verletzt, sondern auch anderweitig beeinträchtigt ist und dessen Identität dringend geklärt werden muss. Wird Becca ihr helfen und das Geheimnis lüften können?
Meine Meinung:
Nachdem mir der erste Teil der Reihe so gut gefallen hat, konnte ich nicht umhin, den Folgeband auch zu lesen. Wieder einmal war ich überrascht, wie anders der Schreibstil von Elizabeth George im Vergleich zu ihren Kriminalromanen ist und ich finde, es ist ihr sehr gut gelungen, sich auf ihre jugendlichen Leser einzustellen.
Ich mag die Charaktere dieses Romans unheimlich gern, denn die Autorin hat ihnen allen ein unverwechselbares Gesicht gegeben. Angefangen bei der geheimnisvollen Diana, die selbst über besondere Kräfte verfügt, über den liebenswerten und hilfsbereiten Seth, der sein Selbstbewusstsein viel zu oft an seinen ehemaligen, schulischen Leistungen festmacht, seinen klugen und großzügigen Großvater Ralph, von dem ich mich nur zu gerne adoptieren lassen würde, die übellaunige Jenn, die sich mein Mitgefühl verdient hat, bis zu Debbie Grieder, die dank Becca langsam versucht, ihre Vergangenheit aufzuarbeiten.
Becca selbst ist inzwischen aufgrund ihrer Situation und der erzwungenen Selbständigkeit merklich erwachsener geworden. Stets ist sie bereit, sich in andere hineinzufühlen und geht auch sonst sehr verantwortungsbewusst mit ihrer Gabe um.
Trotz der geringen Spannung im Vergleich zum ersten Band, wofür vermutlich die Tatsache ursächlich ist, dass hier Beccas Flucht nicht mehr so sehr thematisiert worden ist und sich diesbezüglich auch keine neuen Aspekte ergeben haben, kamen beim Lesen nie Längen auf und ich musste das Buch einfach an einem Stück zu Ende lesen. Erst spät in der Nacht konnte ich dann das Buch zufrieden zuklappen. Die Auflösung des aktuellen Geheimnisses wirkte zwar für mich irgendwie unpassend zum bisherigen Geschehen und eher wie ein Versuch, der Reihe durch Hinzufügen weiterer Attribute mehr Reiz zu verschaffen - was meiner Meinung nach absolut nicht nötig ist - aber dennoch bin ich unheimlich gespannt darauf, wie es weitergeht.
Fazit:
Auch "Whisper Island - Wetterleuchten" von Elizabeth George konnte mich als zweiter Teil der Reihe wieder fesseln. Die tollen Charakteren ließen mich nicht mehr los und ich wollte unbedingt wissen, was das Schicksal noch für sie bereithält. Ich bin schon sehr gespannt auf die Fortsetzung und hoffe, dann wieder mehr über Becca, ihre Gabe und ihre persönliche Situation lesen zu dürfen.
gebundenes Buch mit Seiten
Verlag: Egmont Ink
Facebookauftritt des Verlags → HIER
erschienen: 17.10.2013
Alter: ab Jahren
Preis: 19,99 Euro
ISBN: 978-3-86396-002-5
mehr Infos und Einkauf über Verlag möglich → HIER
Website der Autorin → HIER
Vielen Dank an den Egmont Ink Verlag für die Zusendung eines Rezensionsexemplars.
Samstag, 2. November 2013
Ghostman
"Kein Coup ist zu heiß für ihn, kein Job ist zu gefährlich ...Sich unsichtbar zu machen, ist sein tägliches Geschäft. Alles Mögliche verschwinden zu lassen, damit kennt er sich aus. Diesmal geht es um einen misslungenen Überfall auf ein Kasino. Er soll aufräumen, die Spuren beseitigen. Eine Millionen Dollar in bar stehen auf dem Spiel – 48 Stunden hat er Zeit. Und da draußen gibt es jemanden, der es auf seinen Kopf abgesehen hat. Aber auch der wird ihn zuerst einmal finden müssen. Sie nennen ihn schließlich nicht umsonst „Ghostman“." (Quelle: Goldmann Verlag)
Meine Meinung:
"Ghostman" ist der erste Roman von Roger Hobbs. Sein Erzählstil ist eher sachlich und nüchtern, ganz wie sein Protagonist, aus dessen Perspektive die Handlung erzählt wird. Dieser ist stets zielgerichtet und lebt nur für seinen momentanen Job. Seine eiskalte Perfektion transportiert der Autor auf diese Weise sehr gut herüber, leider blieben dabei für mich auch einige Dinge auf der Strecke. Es war mir leider nicht möglich, eine Verbindung zu dem Mann, der sich Jack nennt, aufzubauen. Mir fehlten da einfach die Gefühle, die hoffentlich unter der harten Maske dennoch existieren.
Natürlich bringt dies auch der Job des "Ghostman" so mit sich. Er ist derjenige, der hinter anderen aufräumt, der Beweise verschwinden lässt oder Fehler beseitigt. Sein Job ist gefährlich und menschliche Bindung dabei nur hinderlich.
Zwischendurch erhält der Leser zudem immer wieder Rückblicke aus seiner Vergangenheit.
Trotz meiner fehlenden Verbindung zum Protagonisten fand ich den Roman jedoch durchgehend spannend und fühlte mich beim Lesen gut unterhalten. Man spürt, dass der Autor auch im Filmgenre tätig ist. Das ist sicherlich gut für den Actionfaktor des Romans, geht aber meiner Meinung nach halt leider ein bisschen auf Kosten der emotionalen Ebene, die mir beim Lesen sehr wichtig ist. Ein Buch muss mich persönlich berühren, damit es einen bleibenden Eindruck bei mir hinterlässt.
Fazit:
Roger Hobbs Debütroman "Ghostman" ist ein spannender Kriminalroman, der mich zu unterhalten wusste. Wer nicht zuviel Wert auf eine emotionale Verbindung legt und Freude an actiongeladener Spannung hat, wird hier bestimmt auf seine Kosten kommen.
Klappenbroschur mit 384 Seiten
Verlag: Goldmann
Facebookauftritt des Verlags → HIER
erschienen: 22.07.2013
Preis: 14,99 Euro
ISBN: 978-3-442-31337-2
mehr Infos, Leseprobe und Einkauf über Verlag möglich → HIER
Website des Autors → HIER
Vielen Dank an den Goldmann Verlag für die Zusendung eines Rezensionsexemplars.
Freitag, 4. Januar 2013
Fünf
Auf
einer Kuhweide wird eine weibliche Leiche gefunden, gefesselt und ohne
Schuhe. Auf ihren Fußsohlen sind Koordinaten eintätowiert. Diese führen
die Ermittler Beatrice und Florin wie beim Geocaching zu einem grausigen
Leichenteilfund, begleitet von einem mysteriösen Rätsel. Zu wem gehört
die abgetrennte Hand und wie steht diese neue Entdeckung in Beziehung zu
der Toten auf
der Kuhweide? Die Hinweise bringen Beatrice und Florin zu immer neuen
Funden und noch komplizierteren Nachrichten, die sie zum Spielball des
Mördes machen. Gleichzeitig verschwinden die
von ihnen ermittelten Zeugen nach und nach spurlos. Doch dann tauchen
sie häppchenweise wieder auf....
Ursula Poznanski erzählt die Geschichte in der dritten Person, jedoch bekommt man als Leser den Eindruck, dass der Fokus auf Beatrice gerichtet ist. Der Einblick in ihr Privatleben verstärkt diesen Effekt und gibt dem Leser die Möglichkeit, eine Verbindung zu ihr aufzubauen. Beatrice ist alleinerziehende Mutter zweier Kinder und wird von ihrem ehemaligen Partner nicht nur nachts am Telefon terrorisiert. Er ist frustiert und will sich nicht mit der Trennung von seiner Familie abfinden. Die Situation wird für Beatrice immer anstrengender, da nicht nur ihr Exmann, sondern auch der Fall und ihr Vorgesetzter ihr immer mehr zusetzen. Als der Mörder oder die Mörderin, von den Ermittlern nur der "Owner" genannt, jedoch persönlichen Kontakt zu Beatrice aufnimmt und sie mit Dingen aus ihrer Vergangenheit konfrontiert, die sie lieber vergessen möchte, droht sie vollends den Boden unter den Füßen zu verlieren. Wird Florin ihr beistehen und werden sie rechtzeitig die Zusammenhänge begreifen bevor der Owner ihnen zu nahe kommt?
Der im Wunderlich Verlag erschienene Thriller "Fünf" ist flüssig und wahnsinnig spannend geschrieben. Die Charaktere sind dabei sehr detailliert beschrieben und meistenteils auch sehr sympathisch. Sie wirken sehr natürlich und realistisch. Zwar haben auch hier die Ermittler nicht immer ein leichtes Privatleben, aber die Autorin schafft es, dies wie eines einer x-beliebigen natürlichen Person erscheinen zu lassen und macht ihre Protagonisten nicht zum gesellschaftlichen oder emotionalen Wrack wie ich es in letzter Zeit leider öfters in Thrillern und Krimis gelesen habe. Hier ist von allem die richtige Dosis da, was mich sehr angeprochen hat.
Geocaching war mir vor dem Roman zwar durchaus ein Begriff, aber doch eher oberflächlich. Dank Ursula Poznanski weiss ich jetzt endlich mehr und hätte nicht übel Lust, es auch einmal zu versuchen. Natürlich ohne "besondere" Funde.
Ich kann dieses Buch nur jedem empfehlen. Es ist so spannend und fesselnd geschrieben, dass ich es gar nicht wieder aus der Hand legen wollte. Nachdem die Autorin sich bereits im Genre der Jugendbücher etabliert hat und mich letztens mit dem ersten Band einer Dystopie überzeugen konnte, steht ihr Thrillerdebut dem in keiner Weise nach. Ich freue mich schon auf ihr nächstes Buch aus dieser Reihe, das in den nächsten Monaten erscheinen soll.
Format: broschiert
Seitenanzahl: 384
Preis: 14,95 Euro
ISBN: 978-3-8052-5031-3
kleines interaktives Extra zum Buch → KLICK
Einkauf direkt über Verlag möglich und zwar hier → KLICK
Ursula Poznanski erzählt die Geschichte in der dritten Person, jedoch bekommt man als Leser den Eindruck, dass der Fokus auf Beatrice gerichtet ist. Der Einblick in ihr Privatleben verstärkt diesen Effekt und gibt dem Leser die Möglichkeit, eine Verbindung zu ihr aufzubauen. Beatrice ist alleinerziehende Mutter zweier Kinder und wird von ihrem ehemaligen Partner nicht nur nachts am Telefon terrorisiert. Er ist frustiert und will sich nicht mit der Trennung von seiner Familie abfinden. Die Situation wird für Beatrice immer anstrengender, da nicht nur ihr Exmann, sondern auch der Fall und ihr Vorgesetzter ihr immer mehr zusetzen. Als der Mörder oder die Mörderin, von den Ermittlern nur der "Owner" genannt, jedoch persönlichen Kontakt zu Beatrice aufnimmt und sie mit Dingen aus ihrer Vergangenheit konfrontiert, die sie lieber vergessen möchte, droht sie vollends den Boden unter den Füßen zu verlieren. Wird Florin ihr beistehen und werden sie rechtzeitig die Zusammenhänge begreifen bevor der Owner ihnen zu nahe kommt?
Der im Wunderlich Verlag erschienene Thriller "Fünf" ist flüssig und wahnsinnig spannend geschrieben. Die Charaktere sind dabei sehr detailliert beschrieben und meistenteils auch sehr sympathisch. Sie wirken sehr natürlich und realistisch. Zwar haben auch hier die Ermittler nicht immer ein leichtes Privatleben, aber die Autorin schafft es, dies wie eines einer x-beliebigen natürlichen Person erscheinen zu lassen und macht ihre Protagonisten nicht zum gesellschaftlichen oder emotionalen Wrack wie ich es in letzter Zeit leider öfters in Thrillern und Krimis gelesen habe. Hier ist von allem die richtige Dosis da, was mich sehr angeprochen hat.
Geocaching war mir vor dem Roman zwar durchaus ein Begriff, aber doch eher oberflächlich. Dank Ursula Poznanski weiss ich jetzt endlich mehr und hätte nicht übel Lust, es auch einmal zu versuchen. Natürlich ohne "besondere" Funde.
Ich kann dieses Buch nur jedem empfehlen. Es ist so spannend und fesselnd geschrieben, dass ich es gar nicht wieder aus der Hand legen wollte. Nachdem die Autorin sich bereits im Genre der Jugendbücher etabliert hat und mich letztens mit dem ersten Band einer Dystopie überzeugen konnte, steht ihr Thrillerdebut dem in keiner Weise nach. Ich freue mich schon auf ihr nächstes Buch aus dieser Reihe, das in den nächsten Monaten erscheinen soll.
Format: broschiert
Seitenanzahl: 384
Preis: 14,95 Euro
ISBN: 978-3-8052-5031-3
kleines interaktives Extra zum Buch → KLICK
Einkauf direkt über Verlag möglich und zwar hier → KLICK
Abonnieren
Kommentare (Atom)















