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Mittwoch, 4. Oktober 2017

Erwachen des Lichts

"Eben noch verlief Josies Leben normal. Doch plötzlich taucht ein mysteriöser Typ mit goldenen Augen auf und behauptet, sie sei eine Halbgöttin. Somit ist sie dazu auserkoren, die Unsterblichen des Olymps im Kampf gegen die Titanen zu unterstützen. Um ihre Bestimmung zu erfüllen, muss Josie lernen, ihre Kräfte zu nutzen. Dabei zur Seite steht ihr der impulsive Seth. Bald merkt Josie, dass er ihr gefährlicher werden könnte als die entfesselten Mächte der Unterwelt …" (Quelle: Harper Collins)

Meine Meinung:

Ich bin ein Fan der Autorin seit ihrer Lux-Reihe. Auch mit ihrer Dark Elements-Reihe konnte sie mich absolut begeistern. Umso gespannter war ich, als ich erfuhr, dass sich Jennifer L. Armentrout in die Welt der Götter begeben würde.

Das Buch war leicht zu lesen. Ihrem Jugendlich-lockeren Stil ist die Autorin auch in diesem Werk treugeblieben. Leider konnte sie dieses Mal die Spannung nicht zu mir transportieren.

Die Charaktere empfand ich als sympathisch und stimmig, aber für meinen Geschmack konzentrierte sich die Handlung viel zu sehr auf die sich anbahnende Beziehung zwischen Josie und Seth. Ich hätte viel lieber mehr über die verschiedenen Kräfte der einzelnen Wesen erfahren, die eigentlich immer nur am Rand aufgetaucht sind.

Erst nach der Lektüre habe ich leider erfahren, dass es sich bei dieser Reihe um ein Spin-Off zur "Dämonentochter"-Reihe handelt, die sich noch ungelesen in meinem Regal befindet. Da Seths Vorleben in diesem Band ausführlich erläutert wird, wird die "Dämonentochter"-Reihe wohl noch einiges länger ungelesen bleiben. Vielleicht habe ich ja irgendwann verdrängt, wie sie ausgeht.

Gut gefallen hat mir der ständig wechselnde Erzählstrang, jeweils aus der Sicht der beiden Protagonisten. So haben sie für mich mehr Profil gewonnen, auch wenn sie größtenteils sehr klischeehaft waren. Ihre flapsige Art konnte mich aber für sich einnehmen, wodurch die beiden echte Sympathiepunkte gewonnen haben.

Fazit:

Für die jugendliche Zielgruppe und Neuleser von Jennifer L. Armentrout ist "Erwachen des Lichts" sicher eine sehr unterhaltsame Lektüre. Als Fan der Autorin habe ich jedoch etwas mehr erwartet in punkto Handlung und Spannung. Handwerklich ist dieses Buch jedoch solide gemacht und steht anderen Bänden der Autorin nicht nach.





Hardcover mit 432 Seiten 
Autorin: Jennifer L. Armentrout
Übersetzer/in: Barbara Röhl
Verlag: HarperCollins
Facebookauftritt des Verlags → HIER
neu erschienen: 12.06.2017
Preis: 16,99 Euro
ISBN:
978-3959670968
mehr Infos, Leseprobe und Einkauf über Verlag möglich → HIER
Website der Autorin → HIER


Mittwoch, 21. Oktober 2015

Was die Spiegel wissen

"Es wird Herbst in Henrietta. Blue und die vier Raven Boys suchen noch immer nach dem Grab des walisischen Königs Glendower. Fast glauben sie sich am Ziel, als Adam eine beunruhigende Vision hat: Im magischen Wald Cabeswater gibt es drei Schlafende. Einer von ihnen darf unter gar keinen Umständen geweckt werden. Die Frage ist allerdings, welcher es ist und was geschieht, wenn er trotz aller Vorsicht aufwachen sollte. Währenddessen hat Blue ganz andere Sorgen: Ihre Mutter ist verschwunden und außer einer mysteriösen Nachricht gibt es keine Spur von ihr. Und dann sind da noch Blues Gefühle für Gansey, gegen die sie vergeblich anzukämpfen versucht. Denn ein Kuss von ihr könnte seinen Tod bedeuten ..." (Quelle: script5 Verlag)
 

Meine Meinung:

Der dritte Teil der Raven Boys-Reihe präsentiert sich mit einem ähnlichen Cover wie seine Vorgänger. Leicht abgewandelt und mit einem anderen, farblichen Grundton passt er perfekt zur Reihe. Der Klappentext ist spannend gehalten, verrät jedoch nahezu nichts über den Inhalt des Buches. Das finde ich gut für diejenigen, die in der Reihe noch nicht so weit fortgeschritten sind. Zudem ist es sowieso ratsamer, die Bücher der Reihe nach zu lesen, da man ansonsten die Zusammenhänge nur schwer versteht.

Maggie Stiefvaters Bücher liebe ich schon lange. Ihr ruhiger und gleichzeitig eindringlicher Schreibstil übt jedes Mal eine fesselnde Wirkung auf mich aus, so dass es mir unmöglich wird, mich der Geschichte zu entziehen.
Schnell war ich wieder mitten im Geschehen, ohne, dass ich einer besonderen Einführung bedurfte.
 
 
Blue ist mir bereits in den ersten beiden Teilen ans Herz gewachsen und ich konnte mich wieder sehr gut in sie hineinversetzen. Ich fand es bewundernswert, wie sie die Situation mit ihrer Mutter gehändelt hat. Natürlich ist sie durch ihr außergewöhnliches Leben mit den ganzen, hellsichtigen Frauen eine Menge gewohnt, doch ihre Mutter ist ihre direkte Bezugsperson und die beiden stehen sich sehr nahe. Es hat mich ein wenig böse gemacht, wie leichtsinnig ihre Mutter alles aufs Spiel gesetzt hat.

Die Tatsache, dass Blue die einzige nicht hellsichtige Person in einem Haushalt mit so vielen magisch talentierten Frauen ist, und magisch eher eine inaktive Veranlagung hat, finde ich nach wie vor sehr interessant und es hat den Anschein, als würde dies Blue so nach und nach akzeptieren. Doch das Erscheinen eines neuen Charakters rührt erneut an ihrer Hoffnung, doch mehr zu können, als ein magischer Verstärker zu sein.
Und über allem schwebt zudem immer noch die Prophezeiung, dass Blue ihre wahre Liebe mit einem Kuss töten wird, wie ein Damoklesschwert im Raum. 


Doch nicht nur Blue ist ein eindrucksvoller Charakter dieses Buches, sondern auch alle anderen Haupt- und Nebenakteure. Jedem einzelnen von ihnen gibt Maggie Stiefvater ein Gesicht, einprägsame Eigenschaften und einen unverwechselbaren Hintergrund. Inzwischen hat man als Leser einen tieferen Einblick in die Vergangenheit der Jungs bekommen. Denn die ist es, die sie zu dem machen, was sie heute sind und, die sie letzten Endes auch zusammengeführt hat. Jeder von ihnen hat etwas, dass der Suche nach Glendower zuträglich ist und keinen von ihnen wollte ich in der Geschichte missen. Sie alle haben ihren vorherbestimmten und sinnvollen Platz in dieser gut durchdachten Handlung.

Besonders ins Herz geschlossen habe ich mittlerweile Mr. Gray. Das ist umso merkwürdiger, als dass er doch eine sehr eigenwillige Rolle in dieser Geschichte hat, aber irgendwie kann ich mich seinem Charme einfach nicht entziehen.
 
 

Für diese Reihe sollte man sich als Leser sehr viel Zeit nehmen, damit man sie aufmerksam lesen kann, denn die Erzählung ist teilweise sehr komplex und bestückt mit Andeutungen, die man beim oberflächlichen Lesen vielleicht überliest. Die Welt, die die Autorin hier geschaffen hat, ist wohl durchdacht und ich bin jetzt schon gespannt, wie sie zum Schluss alle losen Enden zusammenführen wird. Das Ende dieses Bandes hat mich jedenfalls nicht nur überrascht, sondern lässt mich ängstlich auf das weitere Geschehen warten.

Fazit:

"Was die Spiegel wissen" ist der dritte und vorletzte Teil der Reihe von Maggie Stiefvater rund um die Raven Boys. Die faszinierende Handlung hatte mich schnell wieder hinabgezogen in eine Welt, in der die Magie noch präsent ist. Einprägsame Charaktere in einer atmosphärisch dichten Handlung, die sich um Liebe, Tod, Magie und Freundschaft rankt, haben mich gefesselt und lassen mich auch so schnell nicht wieder los. Ich fiebere jetzt schon ungeduldig dem Finale entgegen.





gebundenes Buch mit 448 Seiten
Autor/in: Maggie Stiefvater
Übersetzer/in: Sandra Knuffinke und Jessika Komina
Verlag: script 5
Facebookauftritt des Verlags → HIER
erschienen: 21.09.2015
Alter: ab 16 Jahren
Preis: 18,95 Euro
ISBN:
978-3-7855-8330-2
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Website der Autorin → HIER

Dienstag, 27. Januar 2015

Percy Jackson - Diebe im Olymp

Der 12-jährige Percy hat es schwer im Leben. Sein Stiefvater kann ihn nicht leiden und in der Schule kämpft er mit einer Lese-Rechtschreib-Schwäche. Schon oft hat er die Schule wechseln müssen. Er scheint Probleme geradezu magisch anzuziehen, doch als sich seine Mathelehrerin in eine Furie verwandelt und ihm nach dem Leben trachtet, ist das selbst für Percy zuviel.

Dann überschlagen sich die Ereignisse und er erfährt Dinge über sich und auch Freunde, die er nie für möglich gehalten hätte. Plötzlich befindet er sich auf der Flucht mit dem Ziel, ein Camp für besondere Jugendliche wie ihn, zu erreichen. Ein großes Abenteuer für Percy beginnt.

Meine Meinung:
 
Wer Jugendfantasy liebt, für den geht natürlich kein Weg an der Percy Jackson-Reihe vorbei. Rick Riordan hat einen ganz besonderen, lebendigen Schreibstil, der die Geschichte zum Leben erweckt, so dass man ihr unbedingt folgen will. Wie kein anderer versteht er es, Spannung in seinem Roman aufzubauen. Dabei spart er auch nicht an humoristischen Einlagen und seine Charaktere sind sehr sympathisch und lesereinnehmend.

Percy selbst mochte ich von Anfang an. Sei es, weil er mir anfangs leidtat, doch später definitiv wegen seines herausragenden Mutes und seines guten Herzens. Für seine Freunde ist er immer da. Zudem liebe ich es ja, wenn ein Protagonist sich des Sarkasmus bedient, so dass Percy auch damit bei mir punkten konnte.

Ganz selbstverständlich - und ohne, dass man es eigentlich merkt - vermittelt Rick Riordan zudem hier historisches Wissen, das in dieser spannenden Verpackung inhaliert wird, ohne, dass man davon überhaupt etwas mitbekommt. Sehr einprägsam hat er die griechische Mythologie hier zum Leben erweckt und sie in unsere moderne Welt gesteckt, dabei oftmals mit viel Komik.
 
Fazit:

"Percy Jackson: Diebe im Olymp" war eine sehr spannende und unterhaltsame Lektüre. Rick Riordan hat es geschafft, eine gelungene Mischung aus griechischer Mythologie, Abenteuer und Witz zu schaffen, die mich durchweg gefesselt hat. Es hat mir viel Spaß gemacht, Percy und seine Freunde auf ihr Abenteuer zu begleiten.
 
gebundenes Buch mit 448 Seiten
Verlag: Carlsen
Facebookauftritt des Verlags → HIER
Alter: ab 12 Jahren
erschienen: 20.01.2010
Preis: 16,90 Euro
ISBN: 
978-3551554376
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Dienstag, 30. Dezember 2014

Helden des Olymp - Haus des Hades

Während Percy und Annabeth in die Tiefen der Unterwelt eingetaucht sind, versuchen die anderen Halbgötter Percys Anweisungen zu folgen, in dem sie sich auf die Suche nach den Toren des Todes auf der sterblichen Seite machen.

Nur wenn sie sich durch Gaias Truppen kämpfen können und Percy und Annabeth das Haus des Hades überleben, dann können sie die Tore des Todes von beiden Seiten versiegeln. Wird es ihnen gelingen? Und wie sollen Percy und Annabeth dann noch entkommen?

Meine Meinung:

Wie immer bin ich mit großen Erwartungen an den neuen Roman von Rick Riordan herangetreten. Dieser Teil der Reihe beginnt genau an der Stelle, an der der Vorgängerroman so spektakulär aufgehört hat. Percy und Annabeth sind in den Tartarus gefallen. Nun kämpfen sich die beiden auf ihrem Weg durch die Unterwelt, auf der Suche nach den Toren des Todes, in der Hoffnung, sie versiegeln zu können.
 

Ich bin immer wieder überrascht, wie leicht es Rick Riordan fällt, neue Ideen aus dem Hut zu zaubern um damit seine Leser zu begeistern. Nach den vielen Bänden seiner Reihen um Percy Jackson und andere Protagonisten scheint seine Quelle der Ideen nie zu versiegen. Auch hier nicht, obwohl sich zwischenzeitlich fast so etwas wie Leseroutine eingestellt hat. So sehr ich die Serie mag, denke ich dennoch, dass es Zeit wird, sie endlich zu einem Abschluss kommen zu lassen. Ich schätze Rick Riordans lebendigen und ungewöhnlichen Schreibstil und würde mich freuen, auch einmal etwas fernab der griechischen, römischen und ägyptischen Mythologie von ihm zu lesen.

Doch es war natürlich auch wieder sehr schön, Zeit mit den liebgewonnen Charakteren der Reihe zu verbringen, die sich größtenteils weiterentwickelt haben. Die diversen Perspektivwechsel haben es mir erleichtert, das zu verfolgen und erlaubten mir einen tieferen Einblick ins Geschehen. Es hat mich gefreut, dieses Mal mehr über Frank und Hazel zu lesen. Auch Leos Erzählungen fand ich sehr schön und gelungen.

Das Ende ist erneut offen gehalten, so dass es mich natürlich ganz dringend nach der Fortsetzung gelüstet. Ich für meinen Teil, werde auf jeden Fall wieder mit dabei sein.
 

Fazit:    

"Helden des Olymp - Das Haus des Hades" war genau wie sein Vorgänger wieder eine sehr spannende und unterhaltsame Lektüre, blieb dieses Mal jedoch ein klein wenig hinter meinen Erwartungen zurück. Rick Riordan schafft es dennoch immer wieder, eine gelungene Mischung aus griechisch-römischer Mythologie, Abenteuer und Witz zu schaffen, die ihre Leser fesseln kann. Es hat mir Freude bereitet, die Halbgötter wieder auf ihre Abenteuer zu begleiten und die am Ende offenen Fragen lassen mich bereits ungeduldig auf den nächsten Band warten. 





gebundenes Buch mit 624 Seiten
Verlag: Carlsen
Facebookauftritt des Verlags → HIER
Alter: ab 12 Jahren
erschienen: Oktober 2013
Preis: 17,90 Euro
ISBN: 
978-3-551-55604-2
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Freitag, 5. September 2014

Teardrop

Seit dem plötzlichen und unvorstellbaren Tod ihrer Mutter scheint jegliche Lebensenergie aus Eureka entwichen zu sein. Es wirkt, als wolle sie am Leben nicht mehr teilnehmen; lediglich zwei gute Freunde sind ihr noch geblieben, die die Hoffnung nicht aufgeben, dass Eureka sich wieder erholen wird.

Mit ihrer stoischen Emotionslosigkeit stößt sie bei ihrer Stiefmutter und ihrem Vater auf großes Unverständnis. Erst das plötzliche Auftauchen von Ander scheint ihre Lethargie zu durchbrechen. Dinge geschehen um Eureka herum, die sie sich nicht erklären kann und das geheimnisvolle Erbe ihrer Mutter weckt nicht nur ihre Neugier.

Meine Meinung:

Die Idee hinter dem Roman fand ich sehr gelungen und unverbraucht. Eureka darf keinesfalls weinen, ansonsten lässt sie einen Mythos wahrwerden und beschwört mit ihren Tränen ein furchtbares Schicksal herauf. Dabei ist Eureka zunächst völlig ahnungslos, doch eine harte Lektion ihrer Mutter sorgt für ihre unbeugsame, emotionale Beherrschung, die manchmal nur zu schwer glauben ist und die Protagonistin ein ums andere Mal doch recht unnahbar wirken lässt.

Das Schicksal von Eureka steht dabei im Interesse zweier Gruppen. Es gibt die eine, die die Prophezeiung unbedingt verhindern will und dafür auch bereit ist, Eurekas Tod in Kauf zu nehmen. Und auf der anderen Seite die Gruppe derjenigen, die in Eurekas Leben eingreifen und sie quälen, damit genau dieses Schicksal seinen Lauf nimmt.

Natürlich darf auch eine Liebesgeschichte nicht fehlen, die hier in einer altbekannten Dreiecksgeschichte erzählt wird, aber bislang noch nicht richtig in Fahrt gekommen ist.

Das Erzähltempo ist relativ langsam und erst zum Ende hin baut sich wirklich Spannung auf. Die wenigen Höhepunkte werden von einer Brutalität begleitet, die ich eigentlich so in diesem Buch nicht erwartet hätte. Der Charakter, den ich am interessantesten finde, ist leider viel zu schnell von der Bühne verschwunden, doch die eindeutige Verbesserung zum Ende des Buches hin, lässt mich hoffen, dass die Fortsetzung hoffentlich an Rasanz zulegen wird und mir auch die Charaktere insgesamt näherkommen lässt.

Ich habe lange überlegt, wie ich dieses Buch mit dem wunderschönen Cover bewerten soll. Auf der einen Seite ist die Idee sehr interessant, die Autorin schreibt flüssig und irgendwie hat mich die Geschichte neugierig gemacht. Andererseits wirkt die Handlung oft nicht rund und die Charaktere sind echt blass geblieben und haben es dadurch nicht geschafft, eine Verbindung zu mir aufzubauen.

Fazit:

Lauren Kate hat mich mit "Teardrop" mit in ein solides Abenteuer genommen. Häppchenweise wurde ich in eine faszinierende Geschichte eingeführt, bei der das Element Wasser eine wichtige Rolle spielt. Gerne hätte ich an der ein oder anderen Stelle mehr über die Hintergründe oder die Gedanken und Gefühle der Charaktere erfahren und hoffe, mit der Fortsetzung tiefer in die Handlung versinken zu können. 





gebundenes Buch mit 528 Seiten
Verlag: cbt 
erschienen: 25.08.2014 
Alter: ab 14 Jahren
Preis: 17,99 Euro
ISBN: 
978-3-570-16277-4
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Freitag, 6. Juni 2014

Ewiglich die Liebe

Nikki und Jack sind endlich zusammen, doch der Preis dafür war hoch. Durch eine List von Cole verwandelt sich Nikki in eine Ewigliche und dann hat er auch noch ihr Oberweltherz gestohlen! Auf diese Weise hat er sie von sich abhängig gemacht und trägt ihr Schicksal in seiner Hand. Gemeinsam sehen Nikki und Jack nur noch einen Ausweg aus dieser verfahrenen Situation: Das Ewigseits zu zerstören!

Doch die Zeit drängt, denn immer näher rückt der Tag, an dem Nikki nur noch überleben könnte, wenn sie einen Sterblichen mit zur hunderjährigen Nährung nimmt. Gerade, als sie und Jack zu verzweifeln drohen, bekommen sie von unerwarteter Seite Hilfe.

Meine Meinung:

Ich liebe diese Reihe; sie ist ausgesprochen gefühlvoll geschrieben.
Normalerweise wäre mir das Ganze fast zu emotional, aber irgendwie bekommt es die Autorin hin, dass ich trotz allem die Seiten einfach nur verschlingen möchte. Vielleicht liegt es an ihrem Schreibstil, der definitiv poetisch angehaucht ist.

Die Handlung beginnt unmittelbar dort, wo sie im zweiten Teil aufhörte. Für diejenigen, bei denen die Lektüre schon etwas länger zurückliegt, wird das Wichtigste auf den ersten Seiten noch einmal zusammengefasst, so dass eigentlich jeder schnell wieder im Geschehen eintauchen kann.

Jack und Nikki könnten endlich zusammen sein und nach all der Anstrengung die gemeinsame Zeit genießen, wäre Cole nicht so einfallsreich gewesen und hätte ganz unbemerkt bei der Rettungsaktion von Jack dafür gesorgt, dass Nikki sich in eine Ewigliche verwandelt. Denn noch immer möchte er sie zu seiner Königin machen und gemeinsam mit ihr über das Ewigseits herrschen. Dadurch, dass er ihr Oberweltherz an sich genommen hat, kann Nikki nur überleben, wenn sie sich von ihm nährt. Allerdings nur so lange, bis ihre erste, richtige Nährung ansteht, wovon Nikki so gar nichts wissen will. 

In dieser Situation scheinen Nikki und Jack über sich selbst hinauszuwachsen. Gemeinsam haben sie nur ihr Ziel vor Augen und versuchen dies auf jedem erdenklichen Weg umzusetzen. Doch vor allem die Nebencharaktere sind es hier, die eine große Veränderung durchgemacht haben. In dieser Hinsicht möchte ich allerdings noch nicht zuviel verraten, um niemanden den Lesespaß zu nehmen.

Die Rückblicke in die Vergangenheit, derer sich die Autorin noch im Band zuvor bedient hat, fallen hier hinsichtlich Nikki und Jack gänzlich weg, werden aber durch Rückblicke in Coles Leben ersetzt. Das hat mir diesen Charakter sehr viel nähergebracht und, wenn er auch nicht immer die richtigen Entscheidungen in seinem Leben getroffen hat, so verspüre ich dennoch Sympathie für ihn.

Fazit:

"Ewiglich die Liebe" ist der abschließende Band einer Trilogie, der ebenso wie seine beiden Vorgänger durchweg spannend und emotional fesselnd war. Das Ende hat mich den Buchdeckel mit einem lachenden und einem weinenden Auge schließen lassen und gab mir das Gefühl, einen guten Abschluss gelesen zu haben. Wer die ersten beiden Bände mochte, wird auch den finalen Teil lieben, denn auch hier sind die Gefühle der Charaktere zum Greifen nahe und selten habe ich so intensiv mitgefühlt.






gebundenes Buch mit 352 Seiten
Verlag: Oetinger
Facebookauftritt des Verlags → HIER
erschienen: Mai 2014
Alter: ab 14 Jahren
Preis: 17,95 Euro
ISBN: 
978-3-7891-3042-7
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eigene Seite der Reihe → HIER
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Vielen Dank an den Oetinger Verlag und an Ka-Sa´s-Buchfinder für die Zusendung eines signierten Rezensionsexemplars.

Dienstag, 6. Mai 2014

Kein Gott wie jeder andere

Dr. Cassandra Leda hat nach ihrer Scheidung den Sprung vom sicheren Verwaltungsjob in die Selbständigkeit gewagt. Leider bleiben die Kunden in ihrer PR-Firma bislang noch aus und als sie kurz davor ist, dem Drängen ihrer Familie nachzugeben, und einen langweiligen Job anzunehmen, spazieren die ersten Kunden in ihr Büro.

Nur, dass diese keine normalen Kunden sind. Es handelt sich bei ihnen um die wiedererwachten griechischen Götter, die den Olymp verlassen haben und nun auf der Suche nach einem neuen Wirkungsort und neuen Huldigern sind. Und das ist schwieriger als gedacht, denn sie alle haben so ihre speziellen Eigenheiten.

Neben der nervenaufreibenden Arbeit mit den Göttern verliebt sich Cassie dann auch noch und zwar ausgerechnet in den überirdisch gutaussehenden Apollon und, als ihr dann auch noch der attraktive Journalist Lennart auf die Pelle rückt, ist es fast um Cassie geschehen....


Meine Meinung:

Ich bin ja bekanntermaßen ein absoluter Fan von Sarkasmus und mit diesem Buch bin ich mal wieder voll auf meine Kosten gekommen. Die sympathische Cassie ist nämlich nicht nur in der Lage ihr eigenes Leben mit besonders viel schwarzem Humor zu betrachten, sondern gerne auch mal ihr Gegenüber - obwohl sie das so manches Mal in Teufels Küche bringt.

Cassies Gedankengänge zu verfolgen hat mir sehr viel Spaß gemacht. Ebenso wie ihre verzweifelte Suche nach geeigneten Jobs für die Götter. Jeder von ihnen hat so seine Eigenheiten, die Cassie des öfteren das Leben schwer machen, und alle sind so gut beschrieben, dass sie absoluten Wiedererkennungswert haben. Und natürlich halten sich die Götter nicht an die Regeln, die Cassie vorsichtig formuliert hat und erwecken so immer wieder die Aufmerksamkeit der Öffentlichkeit, wodurch Cassie sich so manches Mal in Schadensbegrenzung üben muss. Dabei ist die Angst, Opfer einer für die Götter typischen Verwandlung zu werden, stets für sie mit dabei.

Am besten gefallen hat mir übrigens die Göttin Hera. Die anfänglich noch sehr aggressiv wirkende und angstauslösende Frau hat sich im Laufe der Handlung doch sehr überraschend gewandelt. Nach so vielen Jahren als betrogene Ehefrau des Göttervaters Zeus hat es letzten Endes einer Dr. Cassandra Leda bedurft, um ihr neue Strategien im Umgang mit den Affären ihres Mannes zu vermitteln. Das war wirklich toll beschrieben.
 
Sehr geschickt hat hier die Autorin Figuren und Aspekte der griechischen Mythologie mit einem unterhaltsamen Frauenroman verwoben und mir dabei noch das ein oder andere Wissen vermittelt. Schön fand ich in dieser Hinsicht auch den Anhang des Buches, in dem viele Begriffe der griechischen Götterwelt noch einmal aufgeführt und erläutert worden sind.

Fazit:

"Kein Gott wie jeder andere" ist spannende Unterhaltung aus der Feder der Autorin Chris Lind. Die gelungene Kombination aus Frauenroman und griechischer Mythologie konnte mich mit ihrem wundervollen Humor durchgehend unterhalten, so dass es eine wahre Freude war, dem Geschehen zu folgen. Das überraschende und gelungene Ende hinterließ bei mir den Anschein, dass es sich nicht um einen Einzelband handelt und so freue ich mich darauf, hoffentlich bald eine Fortsetzung lesen zu dürfen. 




Taschenbuch mit 200 Seiten
Verlag: Sieben
Facebookauftritt des Verlags → HIER
erschienen: April 2014
Preis: 14,90 Euro
ISBN:
978-3-864433-49-8
mehr Infos, Leseprobe und Einkauf über Verlag möglich → HIER
Website der Autorin → HIER


Vielen Dank an den Sieben Verlag für die Zusendung eines Rezensionsexemplars.
 

Mittwoch, 4. September 2013

Dein göttliches Herz versteinert

Noch immer fällt es Ari schwer, ihr Schicksal als eine Tochter der Medusa zu akzeptieren. Wenn es ihr nicht gelingt, den Fluch zu brechen, dann verwandelt sie sich in wenigen Jahren in ein Monster, das mit seinem Blick alles zu Stein werden lässt.

Doch zum Glück gibt Ari nie auf und während sie in der geheimen Bibliothek der Novem nach einer Möglichkeit, ihren Fluch zu brechen, sucht, fahndet sie auch gleichzeitig nach Informationen über ihre Feindin Athene, die immer noch Violet und Aris Vater gefangenhält.

Gleichzeitig trainiert sie an der Presby, einer privaten Schule in New 2, ihre Kräfte und versucht zu lernen, sie zu beherrschen, denn sie weiß, dass sie sich Athene stellen muss, um die, die sie liebt, retten zu können.

Meine Meinung:

Ich habe mich sehr gefreut, wieder zurück in der außergewöhnlichen Stadt New 2 zu sein. Immer noch kann ich mir kein besseres Setting für die Geschichte um Ari vorstellen; all die besonderen Wesen scheinen genau hierher zu gehören in diese bunte und schillernde Stadt, die völlig autark vom Rest des Landes ist.

Seitdem Ari den ersten Schritt über die Stadtgrenze gemacht hat, hat sie nicht nur im paranormalen Bereich ihren Horizont erweitert, sondern auch viele Freunde gewonnen und sehr viel dazugelernt. Die Kontrolle ihrer Kräfte ist ein weiterer, wichtiger Schritt in ihrer Entwicklung, denn dank ihrer besonderen Abstammung kann sie bereits vorzeitig darüber verfügen und nur mit ihnen ist sie in der Lage, Athene zu besiegen.
In diesem Band rückt auch Sebastian etwas mehr in den Vordergrund. Dies ist zum einen der wachsenden Zuneigung zwischen ihm und Ari geschuldet, zum anderen aber auch dem besonderen Erbe, das auch er in sich trägt.

Gut gefallen hat mir hier auch, dass es sich mal nicht um die typische Dreiecks-Liebesgeschichte handelt, wie sie so oft in Jugendbüchern zu finden ist. Natürlich haben auch Sebastian und Ari ihre Schwierigkeiten; diese gründen jedoch ausschließlich in ihrer jeweiligen Person und nicht in einem weiteren Anwärter auf das Herz eines der beiden.

Fazit:

Der tolle Schreibstil von Kelly Keaton ließ die Seiten von "Dein göttliches Herz versteinert" nur so dahinfliegen. Die gelungene Fortsetzung ist abermals eine Mischung aus Fantasy und Mythologie, gespickt mit einer Vielzahl paranormaler Wesen. Geschickt steigert die Autorin den Action-Faktor im Laufe der Handlung, die in einem spannenden Finale mündet. Ich kann den dritten Band jetzt schon kaum noch erwarten. 





gebundenes Buch mit 272 Seiten
Verlag: Arena
Facebookauftritt des Verlags → HIER
erschienen: August 2013
Alter: ab 14 Jahren
Preis: 14,99 Euro
ISBN: 978-3-401-06783-4
mehr Infos → HIER
Website der Autorin → HIER

Vielen Dank an den Arena Verlag für die Zusendung des Rezensionsexemplars. 

Mittwoch, 7. August 2013

TEOS 1 - Das Lied von Anevay & Robert

Quelle: erik-kellen.blogspot.de
Anevay muss sich unter beängstigenden Umständen in einer stürmischen Nacht in New York von ihrem Vater trennen. Das sechzehnjährige Mädchen wird daraufhin unmittelbar von den Schwarzhüten aufgegriffen, die sie in die Anstalt Fallen Angels bringen, wo man unter furchtbaren Bedingungen herausfinden will, ob Anevay magische Kräfte besitzt und somit eine Gefahr für die restliche Bevölkerung darstellt.

Währenddessen macht sich der magisch begabte Lord Robert Humberstone auf eine geheimnisvolle Reise für ihre Majestät in London. Als Teil des nordischen Feuerbundes schickt ihn das Empire nach Hammaburg, wo er unter merkwürdigen Bedingungen eine außergewöhnliche Waffe erschaffen soll. Auf dem Weg dorthin wird der magisch geschützte Zug überfallen und das verschlüsselt geschriebene Tagebuch von Roberts Großvater gestohlen. Am Ziel angekommen entpuppen sich die politischen Ränke, auf die sich Robert eingelassen hat, als sehr gefährlich und ehe er sich versieht, steckt er jedoch bereits extrem tief mittendrin.

Meine Meinung:

Beginnend mit der dramatischen Trennungsszene von Anevay und ihrem Vater hat Erik Kellen den Spannungspegel gleich ganz hoch angesetzt. Gepaart mit dem schnell aufkommenden Mitgefühl für Anevay fühlte ich mich so unmittelbar von der Geschichte gefesselt.

Das Mädchen ist in der freien Natur großgeworden und hat sowohl eine ausgeprägte Persönlichkeit, als auch ein sehr inniges Verhältnis zu ihrem Vater. Ihre innere Stärke und die Lehren ihres Vaters geben ihr die Kraft, die sie in Fallen Angels benötigt, um sich nicht aufzugeben und ihr Ziel immer vor Augen zu halten.

Robert hingegen ist zwar in gut situierten Verhältnissen aufgewachsen, hat aber sehr unter seinen speziellen Familienverhältnissen und dem Verlust eines Arms gelitten. Doch die Beziehung zu seinem Großvater, seine einzigartigen, feinmechanischen Fähigkeiten und seine Magie haben ihm geholfen und zu dem Mann geformt, der er nun ist.

Magie und Mythologie sind in beiden Welten der Protagonisten allgegenwärtig, jedoch unterschiedlich geachtet. Besonders gut gefallen haben mir in dieser Hinsicht die liebevoll gezeichneten Clangeister, die Robert begleiten. Vor allem den kleinen Hamster Poe habe ich sofort ins Herz geschlossen, nicht nur wegen seiner niedlichen Erscheinung, sondern auch wegen seiner intensiven Beziehung zu Robert.

Die Erwartungen, die ich an diesen Roman gehabt habe und, die vom Titel des Buches und vom Klappentext  generiert wurden, sind zum Teil nicht erfüllt worden und wenn auch dieser erste Teil mehr wie eine ganz große Einleitung zu der eigentlichen Geschichte wirkt, so bin ich dennoch vollends von dem Roman fasziniert. Erik Kellen hat einen außerordentlich schönen und ausführlichen Schreibstil, der während des Lesens in mir die unterschiedlichsten Emotionen und das Bedürfnis geweckt hat, unbedingt erfahren zu wollen, was das Schicksal noch für Anevay und Robert bereithält.

Wunderschön sind auch in diesem Werk des Autors die enthaltenen Zeichnungen, die sein Buch sehr schön ergänzt haben. Gleich zu Beginn erfährt der Leser auf diesem Wege, wie sich Europa in der Zeit der Handlung aufgegliedert. Auch ein Glossar befindet sich am Ende des Romans, das jedoch für E-book-Leser vielleicht am Anfang oder in Form von Fußnoten hilfreicher gewesen wäre.

Fazit:

"TEOS 1 - Das Lied von Anevay und Robert" ist der spannende Auftakt einer Trilogie, die verschiedene Genres, vor allem jedoch Fantasy und Steampunk, in sich vereint. Ich fühlte mich schnell mit der Geschichte verbunden und konnte gar nicht anders, als gebannt die Ereignisse zu verfolgen. Das Ende lässt eine Vielzahl von Fragen offen und einmal infiziert kann ich die Fortsetzung des Romans schon jetzt nicht mehr erwarten. 




ebook und später auch Taschenbuch mit 302 Seiten
Quelle: amazon
Preis: z. Zt. 0,99 Euro
ASIN:
B00EAV3UNY
erschienen: August 2012
mehr Infos und Hintergrundinformationen → HIER
Seite des Autors → HIER

Vielen Dank an Erik Kellen für die Bereitstellung eines Rezensionsexemplars.

Donnerstag, 30. Mai 2013

Die Kane-Chroniken - Der Feuerthron

Carter und Sadies neueste Aufgabe ist es, die Sonnenlitanei zu beschaffen, die in drei Teile zerlegt ist. Diese benötigen sie, um den Sonnengott Re wiederzuerwecken, damit dieser den Kampf gegen die Chaos-Schlange Apophis aufnehmen kann, die die ganze Welt bedroht. Und sie haben nur fünf Tage Zeit dazu. Die beiden Geschwister stürzen dabei wie gewohnt von einem Abenteuer ins andere. Wird ihr Plan gelingen?

Meine Meinung:

Ich freue mich immer, wenn ich ein neues Buch von Rick Riordan in der Hand halten darf, da ich seinen lebendigen und ungewöhnlichen Schreibstil sehr schätzen gelernt habe.

Das zweite Abenteuer von Sadie und Carter ist ähnlich aufgebaut wie der erste Band. Beide erzählen hier abwechselnd rückblickend von ihrem letzten Erlebnis und gestalten die Geschichte so ungeheuer lebendig. Die freche Sprache, derer sich der Autor hier wieder bedient, unterstützt diesen Eindruck und macht das Lesen zu einem wahren Vergnügen.

Inzwischen sind Carter und Sadie unter die Ausbilder gegangen. Einige talentierte, junge Leute leben nun zusammen mit ihnen im Brooklyn House und lassen sich von den beiden auf dem alten Weg der Götter unterrichten. Das ist dem Lebenshaus natürlich ein Dorn im Auge. Die neuen Charaktere sind sehr interessant und runden die Geschichte angenehm ab. Dadurch lässt es sich auch viel besser verkraften, das einige liebgewonnene aus dem ersten Band hier leider nur eine Nebenrolle spielen.

Auch die Gefühle kommt natürlich nicht zu kurz in diesem unterhaltsamen Roman. Besonders auf Sadie scheint in diesem Teil diesbezüglich das Hauptaugenmerk zu liegen. Sie kann sich nicht entscheiden, wem sie ihre Zuneigung schenken soll und schwankt zwischen dem Nachwuchsmagier Walt und dem Gott Anubis. Neben all den Erlebnissen der letzten Zeit zeigt sie hier, dass auch sie eigentlich nur ein Mädchen ist mit den gleichen Wünschen und Bedürfnissen wie andere ihres Alters auch.

Fazit:

"Die Kane-Chroniken - Der Feuerthron" war genau wie sein Vorgänger wieder eine sehr spannende und unterhaltsame Lektüre. Rick Riordan hat es wieder einmal geschafft, eine gelungene Mischung aus ägyptischer Mythologie, Abenteuer und Witz zu schaffen, die mich durchweg gefesselt hat. Es hat mir viel Spaß gemacht, Carter und Sadie wieder auf ihre Abenteuer zu begleiten und die am Ende offenen Fragen lassen mich bereits ungeduldig auf den nächsten Band warten. 





gebundenes Buch mit 528 Seiten
Verlag: Carlsen
Facebookauftritt des Verlags → HIER
Alter: ab 12 Jahren
erschienen: März 2013
Preis: 17,80 Euro
ISBN: 978-3-551-55589-2
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Website des Autors → HIER

Sonntag, 20. Januar 2013

Göttlich verloren

Helen ist am Ende ihrer Kräfte. Jede Nacht steigt sie hinunter in den Hades, in der Hoffnung, den Rachefeldzug der Furien beenden zu können. Doch sie befindet sich nicht einmal ansatzweise in der Nähe der Erfüllung ihres Auftrags. Stattdessen geht sie jede Nacht durch ihre eigene buchstäbliche Hölle und nimmt dabei ungeahnte Qualen in Kauf. Und nur sie ist in der Lage, diesen Auftrag zu erfüllen. Denn sie ist der Deszender. Die einzige Halbgöttin, die uneingeschränkten Zugang zum Hades hat. Doch ihr Auftrag zehrt sehr an ihr und schon bald wird deutlich, dass Helen immer mehr an Kraft verliert. Da hilft es natürlich auch nicht, dass ihre große Liebe zu dem Halbgott Lucas unerfüllt bleiben muss, da ihre Mutter verkündet hat, dass er ihr Cousin ist. Beide sind kaum in der Lage, der Anziehung des anderen zu widerstehen. Helen ist völlig verzweifelt; insbesondere dann, als Lucas ihr auf einmal nur noch Hass entgegenzubringen scheint. Was ist nur los mit ihm?

Helen ist schon fast bereit, sich selbst völlig aufzugeben, als sie unerwartete Hilfe von dem Halbgott Orion erhält. Gemeinsam mit dem attraktiven Halbgott versucht sie nun ihren Auftrag zu erfüllen, aber so lange Helen nicht weiß, wie sie sich in der Unterwelt orientieren kann, sind alle Versuche zum Scheitern verurteilt. Die beiden kommen sich immer näher und es fällt Helen immer schwerer, ihre eigenen Gefühle zu deuten. Doch auch mit ihm darf sie keine Beziehung eingehen, da er der Erbe zweier fremder Häuser ist und ihre Vereinigung zum Krieg führen würde. Wird es den beiden gelingen, die Furien zu besänftigen? Gleichzeitig wird Helen von einem merkwürdigen Wesen verfolgt, doch dessen Absichten und Auftraggeber sind unklar. Wer und was steckt dahinter?

Der im Dressler Verlag erschienene Roman "Göttlich verloren" von Josephine Angelini ist der zweite Band der "Göttlich"-Trilogie und konnte mich, genau wie sein Vorgänger, wieder von Anfang bis Ende fesseln. Gerade an den "Sandwich"-Bänden einer Trilogie kann man meiner Meinung nach erkennen, wie gut eine Reihe wirklich ist, da diese oftmals nicht mehr als bessere Lückenfüller zwischen Anfang und Ende sind. Aber Josephine Angelini hat hier gezeigt, dass das auf die "Göttlich"-Reihe keinesfalls zutrifft und mich erneut mit der geheimnisvollen und göttlichen Welt ihrer Geschichte fasziniert.

Helen hat in diesem Band sehr viele Prüfungen zu bestehen. Zwar ist sie inzwischen ein wenig mehr mit ihren Kräften vertraut, doch das nützt ihr für ihre Ausflüge in den Hades leider gar nichts, da diese dort nicht wirksam sind. Sie ist ganz auf sich allein gestellt und weiß einfach nicht, wie sie ihren Auftrag erfüllen soll. Tagsüber ist sie immer erschöpfter und fühlt sich auch da von allen anderen alleingelassen. Ihr Vater, der inzwischen vom Bann ihrer Mutter befreit ist, widmet seine meiste Zeit nun seiner Freundin Kate und die Familie Delos ist ihr aufgrund ihrer anhaltenden Zuneigung für Lucas auch nicht immer wohlgesonnen. Dazu kommt, dass ihre beste Freundin Claire sich scheinbar in Jason verguckt und auch kaum noch Zeit für sie hat, so dass Helen im Moment niemanden hat, dem sie sich anvertrauen kann und fast droht sie an dieser Situation zu verzweifeln. Erst mit dem Auftauchen von Orion scheint es wieder einen Lichtblick für sie zu geben, doch auch diese Freundschaft ist nicht ohne Tücken.

Auch "Göttlich verloren" ist wieder eine gelungene Mischung aus griechischer Mythologie und einem spannenden Jugendroman. Die Handlung und die Charaktere konnten mich erneut überzeugen und haben mich konsequent gefesselt. Ich habe mit ihnen mitgelitten und -gefühlt und die ständig steigende Spannung sorgte dafür, dass ich das Buch einfach nicht zur Seite legen konnte und so lange gelesen habe, bis ich das Ende erreicht habe. Letzteres hat mich sehr überrascht und ich bin schon sehr neugierig auf den finalen Band, der in Kürze erscheinen wird.




 

gebundenes Buch mit 512 Seiten
Alter: ab 14 Jahren
Preis: 19,95 Euro
ISBN: 978-3-7915-2626-3
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Donnerstag, 20. Dezember 2012

Ewiglich die Hoffnung

Jack ist fort! Er ist an Nikkis Stelle in die Tunnel gegangen und wird dort langsam, aber sicher von den Schatten ausgesaugt! Doch jede Nacht erscheint er Nikki im Traum. Träume, die fast schon real sind, wenn da nicht das Wissen über seinen tatsächlichen Aufenthaltsort wäre und die Unmöglichkeit sich gegenseitig zu berühren. Nikki ist am Boden zerstört, ihre Schuldgefühle zehren an ihr und nur die winzige Hoffnung, dass sie ihren geliebten Jack vielleicht noch retten kann, hält sie aufrecht. Gemeinsam mit seinem Bruder Will schmiedet sie Pläne zu Jacks Rettung, wälzt sich durch sämtliche Bücher der griechischen Mythologie, die ihr in die Hände fallen, immer auf der Suche nach dem einen Hinweis, der Jack retten kann, doch beiden ist klar, dass sie ohne die direkte oder indirekte Hilfe eines Ewiglichen rettungslos verloren sind. Der einzige, der dafür in Frage käme, ist Cole, aber Nikki hat schon seit langem nichts mehr von ihm gehört oder gesehen. Wo steckt er? Und wird sie ihn rechtzeitig finden um Jack zu retten?

Ich mag Brodi Ashtons poetischen Schreibstil. Szenen, die in anderen Büchern schnell zum Kitschigen hin tendieren, wirken bei ihr einfach nur unendlich gefühlvoll und echt. Schnell war ich wieder in der Geschichte drin, stets in der Hoffnung, dass Nikki und Jack endlich zueinander finden würden. Nachdem Jack Nikkis Platz eingenommen hat, ist sie zunächst mit sich und der Situation überfordert und ergeht sich in Schuldgefühlen und Selbstvorwürfen. Doch sie weiß, dass sie für ihre Liebe und Jack stark bleiben muss und plant deshalb beständig seine Rettung. Sie versucht das Unmögliche möglich zu machen und ist dabei in ihrer Zielstrebigkeit und Selbstaufgabe nur zu bewundern.

Einige Charaktere haben sich in diesem Band eindeutig entwickelt. Es scheint, als hätte Jacks Bruder Will nur endlich eine neue Aufgabe gesucht, der er sich widmen kann. Die Suche nach Will schafft es, dass er seine Gedanken und Gefühlen nicht mehr länger in Alkohol ertränken will und während er noch im ersten Band oftmals von Jack "gerettet" worden ist, dreht er den Spieß jetzt um und steht Nikki unablässig zur Seite. Er ist einer der wenigen Menschen, denen sie noch bedingungslos vertraut.

Auch Cole scheint Veränderungen durchgemacht zu haben. Immer öfter lässt er Seiten an sich durchscheinen, die man vormals nicht an ihm vermutet hätte. Dabei wird immer deutlicher, wie wichtig Nikki ihm ist und, dass sie mehr für ihn ist, als nur die junge Frau, an der er sich genährt hat. Im Laufe der Geschichte konnte ich ihm meine Zuneigung und mein Mitgefühl immer seltener verwehren.

Gleichwohl wie im ersten Band, in dem der Roman in zwei verschiedenen, zeitlich abgesetzten Erzählsträngen erzählt wird und der Leser auf diese Weise auch mehr über Nikkis Entscheidung bezüglich der erfolgten Nährung erfährt, hat die Autorin diesen Aufbau auch im zweiten Teil fortgeführt und zeigt hier immer wieder Rückblicke aus Nikkis und Jacks älterer Vergangenheit, die die starke Verbundenheit der beiden noch einmal betonen.

Der im Oetinger Verlag erschienene Roman "Ewiglich die Hoffnung" war durchweg spannend und emotional fesselnd und sein überraschendes Ende hat mich mit dem dringenden Wunsch zurückgelassen, unbedingt den dritten Band lesen zu müssen. Wer den ersten Band mochte, wird den zweiten Teil lieben, denn auch hier sind die Gefühle der Charaktere zum Greifen nahe und selten habe ich so intensiv mitgefühlt. Ich freue mich auf die Fortsetzung, auf die ich erfüllt mit Sehnsucht und Hoffnung warten werde.






Format: gebundenes Buch
Altersempfehlung: ab 14 Jahre
Seitenanzahl: 384
ISBN: 978-3-7891-3041-0
Preis: 17,95 Euro
Leseprobe: hier → KLICK