Posts mit dem Label Geist werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Geist werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Montag, 21. September 2015

Das Geheimnis von Wickwood

Seitdem Stellas beste Freundin Melanie weggezogen ist, ist ihr Leben nur noch langweilig. Doch dann lernt sie die extravagante Liv kennen und alles scheint wieder besser zu laufen. Diese schenkt ihr sogar eine ausgefallene Tasche, die Stella nunmehr wie ihren Augapfel hütet. Alles wirkt auf einmal viel schöner.

Erst spät bemerkt Stella, dass irgendetwas nicht stimmt. Merkwürdige Unfälle passieren und manchmal hat sie sogar richtige Blackouts! Immer wieder ertappt sie sich dabei, dass sie sich von bösen Gedanken leiten lässt und einmal meint sie sogar die Tasche sprechen zu hören! Irritiert macht sie sich auf die Suche nach Liv und erfährt dabei Unglaubliches!

Meine Meinung:

Ich liebe ja die "Zu schön zum Sterben"-Reihe der Autorin und habe mich von dem genialen Cover ihres neuen Buches anlocken lassen. Die überdimensionale, rote Tasche springt einem förmlich ins Auge und wirkt, als ob sie die Szenerie dominieren würde. Wieviel Wahrheit tatsächlich dahintersteckt, habe ich dann im Laufe des Lesens erfahren.

Ich muss zugeben, dass Stella mir anfänglich nicht so ganz sympathisch war. Sie agiert oftmals etwas befremdlich für mich, doch ab der Stelle, als sie endlich realisiert, was alles vor sich geht, kamen wir uns dann langsam näher. Nur ihre Naivität ihren Mitmenschen gegenüber schien sie einfach nicht ablegen zu wollen. Obwohl sie jahrelang schlechte Erfahrungen gemacht hat, ist sie nur zu gerne bereit, immer wieder daran zu glauben, dass jene Menschen, die ihr Schlechtes wollten, ganz plötzlich ihre Freunde seien. Da hätte ich von einer Sechzehnjährigen mehr erwartet, jedoch darf man in dieser Situation natürlich auch nicht den "magischen Faktor" vergessen.

Die weiteren Charaktere bleiben hinter Stella eher zurück. Ihre Familie ist merkwürdig und liebevolle Bindungen scheinen höchstens ansatzweise zwischen Stella und ihrem Vater zu existieren. Jacob hingegen fand ich sehr interessant; gerne hätte ich mehr über ihn erfahren, aber leider taucht er erst in der zweiten Hälfte der Handlung auf.

Gut gefallen hat mir die Beschreibung der Örtlichkeit. Wickwood scheint eine Stadt zu sein, in der man besser nicht leben sollte. Zwar finde ich den Gedanken, dass alle eine große Gemeinschaft bilden, sehr schön, aber hier nimmt das doch sehr merkwürdige Züge an. Kein Wunder, dass Liv und auch Stella am liebsten die Beine in die Hand nehmen würden.

Der Schreibstil der Autorin ist gewohnt fesselnd und spannend. Ich wollte stets wissen, wie es weitergeht und mochte das Buch nicht an die Seite legen. Auch den Krimifaktor des Romans hat die Autorin toll aufgebaut. Auf irgendeine Weise sieht es so aus, als wäre jeder Bewohner in die Geschichte von damals verwickelt, so dass es fast unmöglich war, die wahren Hintergründe zu erraten. Diesbezüglich habe ich begeistert mitgerätselt.

Fazit:

"Das Geheimnis von Wickwood" ist ein spannender Jugendroman von Hanna Dietz, der auf einer interessanten Idee basiert. Zwar konnten die Charaktere meine Erwartungen nicht so ganz erfüllen, dennoch war die Handlung durchgehend spannend und ich habe mich mit enormen Enthusiasmus vielen Vermutungen hingegeben hinsichtlich der Lösung des Rätsels und dabei unterhaltsame Lesestunden genossen. 






gebundenes Buch mit 392 Seiten
Verlag: Arena
Autorin: Hanna Dietz
Facebookauftritt des Verlags → HIER
erschienen: August 2015
Alter: ab 12 Jahren
Preis: 14,99 Euro
ISBN:
978-3-401-60041-3  
mehr Infos und Einkauf über Verlag möglich → HIER
Facebookseite der Autorin → HIER

Vielen Dank an den Arena Verlag für die Zusendung eines Rezensionsexemplars.

 

Freitag, 31. Juli 2015

Herz zu Asche

Charlie lebt! Und David ist nicht schuld an ihrem Tod. Doch obwohl sich jetzt eigentlich alles zum Guten wenden sollte, hat sich an Davids Verhalten nichts geändert. Noch immer wird er von seinen Dämonen gequält. Also was ist die tatsächliche Ursache?

Hinzu kommt, dass Charlie bereits wieder ihre Krallen nach ihrem einstigen Verlobten ausstreckt. Auch die Halluzinationen lassen Juli nicht los; immer öfter erscheint ihr Madeleine. Dann trifft David plötzlich eine folgenschwere Entscheidung....


Meine Meinung:

Das Cover des finalen Buches der Trilogie kommt im ähnlichen Design wie seine beiden Vorgänger daher. Dieses Mal ist die Hintergrundfarbe blau, was mich besonders freut, da ich diese Farbe in all ihren Schattierungen sehr gerne mag. Der Klappentext verrät ein wenig zuviel für meinen Geschmack, kann mir aber nicht die Vorfreude auf den Roman nehmen.

Nachdem der zweite Band mit einem wirklich bösen Cliffhanger endete, war ich begierig darauf zu erfahren, wie es weitergeht. Die Handlung setzt ohne Unterbrechung direkt beim besagten Ende ein und führt den überaus spannenden Moment fort.

Die Geschichte wird wie gewohnt rückblickend aus der Perspektive von Juli erzählt und ermöglicht seinen Lesern so eine besondere Verbindung zu der Protagonistin, an deren Eindrücke und Gefühlswelt man auf diese Weise teilhaben kann.

Die Situation hat sich mit Charlies Wiederauftauchen komplett geändert. Hatte Juli im letzten Teil noch Angst, dass David zuviel Anklang bei anderen Frauen findet, konzentrieren sich ihre Ängste anfänglich nun komplett auf Charlie. Was beabsichtigt das Mädchen mit ihrem bühnenreifen Auftreten und wird David ihr erneut verfallen? Juli hat mir schon sehr leidgetan, denn anscheinend enden die Herausforderungen und Prüfungen für sie nie.

Die unheimliche Atmosphäre auf Martha´s Vineyard macht es nicht besser, denn noch immer hört Juli Stimmen und hat sogar Halluzinationen. Umso mehr habe ich mich gefreut, dass Juli sich dieses Mal nicht von allem und jedem herunterziehen lässt, sondern inzwischen an den Ereignissen gewachsen ist. 

Auch bei David hat sich einiges verändert, denn schnell wird klar, dass die ganze Sache um Charlie nicht ursächlich für seine Flashbacks ist. Endlich erfuhr ich das Geheimnis, das der Grund für sein Verhalten ist.

Die fast andauernde Präsenz des Traumatologen Walt hat mir sehr gefallen. Ich finde, er hat eine richtig tolle Ausstrahlung und ist Juli und David mit seinem Wissen eine große Hilfe. Aber auch das gelungene Setting, das sich die Autorin für ihr Buch ausgesucht hat, konnte mich wieder überzeugen. Allein die isolierte Insellage und die beeindruckenden Klippen vermitteln schon eine mysteriöse Ausstrahlung. Das gruselige, alte Herrenhaus komplettiert den Eindruck.

Kathrin Lange schafft es, dass ich mich auch im finalen Band wieder wilden Spekulationen hingebe. Mal bin ich den Antworten dicht auf der Spur und dann überrascht sie mich wieder mit einer Wendung der Geschichte, die ich nicht erwartet habe. Zwischendurch blitzte zwar bei mir immer mal wieder eine möglich Lösung auf, doch die spannende Handlung hat mich schnell wieder davon abgelenkt und gipfelte letztendlich in einem tollen Finale.

Fazit:

"Herz zu Asche" ist das atemberaubende Finale einer ausgesprochen spannenden Jugendbuchtrilogie im Stile eines romantischen Mysterythrillers mit toller, einnehmender Atmosphäre. Die Spannung war ununterbrochen spürbar und gipfelte dabei in einem filmreifen Ende. 





gebundenes Buch mit 416 Seiten
Verlag: Arena
Facebookauftritt des Verlags → HIER
erschienen: Juli 2015
Alter: ab 14 Jahren
Preis: 16,99 Euro
ISBN: 
978-3-401-60033-8  
mehr Infos und Einkauf über Verlag möglich → HIER
Website der Autorin → HIER
eigene Seite der Trilogie → HIER

Vielen Dank an den Arena Verlag für die Zusendung eines Rezensionsexemplars.

 

Mittwoch, 11. Februar 2015

Herz in Scherben

Eigentlich wollen Juli und David nie mehr nach Martha´s Vineyard ins Haus von Davids Vater zurückkehren, doch durch eine Einladung ändert sich alles und die beiden sind wieder dort, wo alles begann. Schnell legt sich die besondere Atmosphäre von Sorrow den beiden erneut auf die Seele.
 

Trotz anhaltender Warnungen von Grace verlassen sie die Insel nicht. Dabei hat Juli erneut den Eindruck, Geister zu sehen und, dass unheimliche Dinge geschehen. Davids Verhalten wird immer merkwürdiger und unerträglicher. Dann wird eine Leiche angespült und ihr wird klar, dass sie diesen Ort erst wieder verlassen können, wenn die Vergangenheit geklärt worden ist. Wird sie Madeleine noch einmal entkommen können?

Meine Meinung:

Ich fand den ersten Teil der Trilogie unheimlich spannend und konnte es kaum erwarten, zu erfahren, wie es weitergehen würde. Deswegen habe ich mich sehr gefreut, den zweiten Band nun in meinen Händen halten zu dürfen.

Ausgestattet mit einem wunderschönen Cover, das sich sehr schön neben seinem Vorgänger macht und meine Neugier weckt, in welcher Farbe sich der finale Teil präsentieren wird, hat bereits der Klappentext mein Interesse geweckt und ich kann mir nicht vorstellen, dass man an diesem Buch in einer Buchhandlung vorbeigehen kann.

Die Geschichte wird rückblickend aus der Perspektive von Juli erzählt und ermöglicht seinen Lesern so eine besondere Verbindung zu der Protagonistin, an deren Eindrücke und Gefühlswelt man auf diese Weise teilhaben kann.

Der Einstieg ins Geschehen ist leicht, denn obwohl der erste Teil schon eine Weile zurückliegt, war ich schnell wieder mittendrin, dank der geschickt eingestreuten Rückblicke der Autorin. Dabei beginnt sie mit einer Situation, in der sich zunächst alles für Juli und David zum Besseren gewendet hat. David blüht fernab von Sorrow langsam auf und zwar so sehr, dass das Interesse, das ihr Freund bei anderen Mädchen und Frauen weckt, Juli ängstigt und an ihrem Selbstbewusstsein nagt.

Die Rückkehr nach Martha´s Vineyard macht es nicht besser, denn ihre vermutete Hauptkonkurrentin um David ist ebenfalls eingeladen. Deren dreistes Vorgehen und die unheimliche Atmosphäre von Sorrow setzen Juli so sehr zu, dass ihr Verhalten hiervon beeinflusst wird. Dabei arbeitet sie sich mit ihrem Misstrauen immer weiter in eine Rolle, die sie selbst eigentlich gar nicht einnehmen will.

Gleichzeitig verändert sich David wieder zusehends - es scheint ihm noch schlechter als zuvor zu gehen, so dass die ganze Situation ihre Beziehung immer mehr ins Wackeln geraten lässt. Er ist noch unnahbarer als damals und seine Verletzlichkeit ist mir an manchen Stellen fast schon zuviel, wobei letztendlich meine Neugier dabei stets die Überhand gewinnt. Ich muss einfach hinter das Geheimnis kommen, das ursächlich für sein Verhalten ist.

Einige neue Charaktere werden eingeführt, von denen mir besonders der Traumatologe Walt gefallen hat. Ich finde, er hat eine richtig tolle Ausstrahlung und ist den beiden mit seinem Wissen eine große Hilfe. Aber auch das gelungene Setting, das sich die Autorin für ihr Buch ausgesucht hat, konnte mich wieder überzeugen. Allein die isolierte Insellage und die beeindruckenden Klippen vermitteln schon eine mysteriöse Ausstrahlung. Das gruselige, alte Herrenhaus komplettiert den Eindruck.

Kathrin Lange schafft es, dass man sich, genau wie im ersten Roman, wilden Spekulationen hinsichtlich des Ablebens von Charlie, Davids ehemaliger Verlobten, hingibt. Beim letzten Mal habe ich dabei für mich eine Theorie aufgestellt, wie sich damals alles abgespielt haben mag, und obwohl es bislang so ausgesehen hat, als läge ich falsch, hat sich nun ein Teil davon bewahrheitet. Nichtsdestotrotz habe ich immer wieder daran gezweifelt, da mich die Autorin gekonnt auf andere mögliche Lösungen zugeführt hat.

Das vorläufige Ende ist dann noch einmal ein richtiges Spannungshoch, dass mich megagespannt auf das Finale warten lässt.

Fazit:

"Herz in Scherben" ist die Fortsetzung einer ausgesprochen spannenden Jugendbuchtrilogie im Stile eines romantischen Mysterythrillers, der mich durchweg mit seiner tollen Atmosphäre gefangenhielt, die sich dabei auf mich übertragen hat. Auch die Spannung war durchgehend spürbar und gipfelte in einem atemberaubenden Ende, das mich unheimlich neugierig auf das Finale macht. 






gebundenes Buch mit 400 Seiten
Verlag: Arena
Facebookauftritt des Verlags → HIER
erschienen: Januar 2015
Alter: ab 14 Jahren
Preis: 16,99 Euro
ISBN:
978-3-401-60005-5
 
mehr Infos und Einkauf über Verlag möglich → HIER
Website der Autorin → HIER
eigene Seite der Trilogie → HIER

Vielen Dank an den Arena Verlag für die Zusendung eines Rezensionsexemplars.

Mittwoch, 12. November 2014

Wunderbare Wünsche

Es gibt kaum etwas, für das Margo keinen Plan hat. Sei es die Rolle in dem neuen Musical oder auch wie sie ihr Privatleben eingerichtet hat. Doch als sie dann plötzlich den Ring eines Dschinns findet, ist sie mit den drei Wünschen, die sie frei hat, total überfordert. Im Gegensatz zu ihr weiß der Dschinn Oliver jedoch ganz genau, was sie sich wünscht.

Während Margo noch mit der neuen Situation hadert, gefällt ihr dieser Dschinn mit seinen schönen Augen und seiner unvorstellbare Magie immer mehr. Aber die Zeit wird knapp, denn Oliver ist auf der Flucht und Margo gerät unerwartet in Gefahr. Sie muss sich entscheiden. Wird sie Oliver helfen?

Meine Meinung:

Bücher mit Dschinns hatte ich noch nicht oft gelesen und so hatte mich der Roman von Lindsay Ribar mit seinem wunderschönen Cover schnell für sich gewonnen. Vom Aufbau her eher einfach gehalten, war der Zugang zur Story sehr leicht und für die empfohlene Altersgruppe mit Sicherheit richtig.

Margo McKenna ist eine ungeheuer zielgerichtete Person. Nach der Trennung ihrer Eltern hat sie ihr Leben neu eingerichtet, in dem die Musik schon immer eine große Rolle gespielt hat. Sie hat eine wundervolle Stimme und rechnet sich zurecht eine gute Rolle in dem geplanten Musical ihrer Schule aus. Sie ist ein liebenswerter, kleiner Kontrollfreak und kommt mit dem erneuten Zusammenkommen ihrer Eltern, die sich wie zwei verliebte Teenager benehmen und ihre Tochter dabei regelmäßig ausschließen, immer noch nicht so richtig klar.

Dem Dschinn Oliver merkt man sein eigentliches Alter kaum an. Er passt sich seinem jeweiligen Meister immer hunderprozentig an und hat einen sehr sympathischen Charakter. Er wirkt ruhig und besonnen, doch die Erfahrungen eines Mannes seines Alters kommen bei ihm eher selten zum Ausdruck.

Gut gefallen hat mir, dass neben dem eigentlichen Thema auch viel Zeit für die Erklärung von Margos familiärer Situation blieb. Zwar wäre es auch schön gewesen, wenn ihr weiteres Umfeld öfter Teil der Handlung gewesen wäre, aber da Margo ja, wie sie selbst erklärt, praktisch keine Freunde hat und auch nicht die Zeit dafür findet, erklärt sich dieses Manko von selbst. Ich hoffe, dass in der Fortsetzung etwas mehr auf die familäre Lage eingegangen wird.

Margo macht sich sehr viele Gedanken wegen ihrer Wünsche und stürzt sich nicht gleich kopflos in die Sache hinein. Das fand ich sehr bewundernswert an ihr. Leider führt sie ihre Überlegungen nicht zu Ende, denn ansonsten wäre sie vielleicht auf den ein oder anderen Lösungsansatz zu ihrer Situation gekommen.

Viele Dinge blieben ungeklärt oder wurden nur angerissen. Die Idee zur Geschichte finde ich toll, aber ich habe gelegentlich die Tiefe und die gefühlsmäßige Anbindung an die Charaktere ein wenig vermisst, die meiner Meinung nach auch in einem Jugendroman im gewissen Maße vorhanden sein sollte. Nichtsdestotrotz bin ich angesichts des Endes dennoch neugierig, wie das Leben für Oliver und Margo nun weitergehen wird und werde bestimmt auch die Fortsetzung des Romans zu lesen.

Fazit:

"Wunderbare Wünsche" ist ein Jugendfantasyroman, dessen Handlung nicht immer überraschen, aber dafür umso mehr unterhalten kann. Der schöne Schreibstil der Autorin sorgt für ein kurzweiliges Lesevergnügen und hilft über die von mir empfundene, mangelnde Tiefe der Figuren und der Handlung gekonnt hinweg. Die vielen offenen Fragen lassen mich darauf hoffen, bald zur Fortsetzung greifen zu dürfen. 






Klappenbroschur mit 336 Seiten
Verlag: ivi
Facebookauftritt des Verlags → HIER
erschienen: 13.10.2014
Preis: 14,99 Euro
ISBN: 
978-3-492-70335-2
mehr Infos, Leseprobe und Einkauf über Verlag möglich → HIER
Facebookseite der Autorin → HIER

Vielen Dank an ivi Verlag für die Zusendung eines Rezensionsexemplars.
 

Sonntag, 5. Oktober 2014

The Diviners - Aller Anfang ist böse

Weil Evie sich mal wieder sehr unschicklich benommen hat, verfrachten ihre Eltern sie im Jahre 1926 kurzerhand zu ihrem Onkel Will nach New York, wo sich Evie sogleich begeistert ins Paryleben stürzt. Doch eine unheimliche, rituelle Mordserie, bei dem die Opfer ein mysteriöses Zeichen auf der Haut haben, setzt dem schnell ein Ende. Verzweifelt wendet sich die Polizei deswegen an ihren Onkel, der der Direktor des Museums für Amerikanisches Volkstum, Aberglauben und Okkultes ist, denn der Mörder scheint über übernatürliche Kräfte zu verfügen.

Doch damit ist er zum Glück nicht allein in New York, denn auch Evie hat besondere Kräfte, die sie bislang tunlichst zu verstecken versucht. Aber sie erkennt, dass diese Gabe, die sie bisher eigentlich nur in Schwierigkeiten gebracht hat, hier endlich auch einmal hilfreich sein kann und auf einmal stecken Evie, ihre Freunde, Onkel Will und sein Assisstent Jericho, sowie der geheimnisvolle Taschendieb Sam bis zum Hals in den Ermittlungen drin und bringen sich selbst dabei ziemlich schnell in Gefahr, denn etwas Dunkles und Böses gewinnt schnell an Macht in New York.

Meine Meinung:

Die Atmosphäre in dem Buch hat mir außerordentlich gut gefallen und ich hatte das Gefühl, dass die Autorin sehr viel Wert auf einen gut recherchierten, historischen Hintergrund gelegt hat. Dadurch wirkten die Beschreibungen der Örtlichkeiten und der damaligen Zeit so bildlich, dass ich mir alles sehr gut vorstellen konnte und einen tollen Einblick in die damalige Zeit bekommen habe.

Dies führte jedoch auch dazu, dass die gruseligen Anteile dieser Geschichte ebenfalls sehr einprägsam waren, insbeondere die Beschreibungen der Opfer der grausamen Morde, die wahrlich kein schöner Anblick waren.

Auch die Charaktere waren klar gezeichnet
, mit all ihren besonderen, persönlichen Eigenarten, die sich schnell in mein Gedächtnis eingebrannt haben. Ganz besonders Evie ist der Autorin wirklich gelungen. Sie ist mutig und lässt sich von niemanden etwas sagen, aufmüpfig und weiß nie, wann sie besser den Mund halten sollte, neugierig, mehr als ihr guttut, und dabei gnadenlos rotzfrech. Sie walzt mit der ihr ureigenen Energie alles, das ihr im Weg steht, einfach hinweg. Zudem hat sie oftmals nur ihr Vergnügen im Kopf. Alles in ihr scheint nach Aufmerksamkeit zu schreien, die sie bislang immer vermissen musste. Erst später erfährt man als Leser den Grund für ihr Verhalten und spätestens dann, wenn nicht schon vorher, hat man ihr sofort verziehen, denn sie ist vor allem anderen nämlich auch eine sehr liebenswerte Person. Sie hat eine Gabe, die es ihr erlaubt, aus persönlichen Gegenständen die intimsten Geheimnisse ihrer Besitzer herauszulesen.

Neben Evie gibt es natürlich auch noch viele andere Charaktere und sie allesamt waren sehr lebendig und fantastisch beschrieben. Jeder von ihnen hat seine Macken, eine besondere Vergangenheit und nicht zuletzt ein Geheimnis, das sie nicht enthüllen wollen und jedem von ihnen hat sich die Autorin sehr ausführlich gewidmet. Obwohl so manche Eigenschaft von ihnen fernab der Normalität war, fand ich sie alle sehr authentisch und überzeugend.

Dabei hat die Autorin auch einen kompletten Querschnitt der damaligen Bevölkerung nicht gescheut. Unabhängig von den magischen Aspekten spiegeln ihre Charaktere die Probleme von schwarz und weiß, von arm und reich und von berühmt und unbekannt wider. Sie zeigen, wie schnell Vorurteile entstehen, Menschen an eine falsche Wirklichkeit glauben wollen und wie schnell religiöser Glaube in Fanatismus und einen Hang zum Okkulten abrutschen kann, einzig aus dem Wunsch, in einer besseren Welt leben zu wollen.

Das Ende ist teilabgeschlossen und klärt die aktuelle Handlung. Dennoch werfen vor allem die letzten Seiten ganz viele neue Fragen auf. Und wenn ich kurz vorher dachte, ich würde die meisten Charaktere und das, was sie antreibt, kennen, so wurde ich hier - kurz vor Schluss - eines Besseren belehrt und verspüre seitdem den unbedingten Wunsch, ganz schnell eine Fortsetzung in meine Finger zu bekommen.

Fazit:

Mit "The Diviners - Aller Anfang ist böse" hat Libba Bray einen tollen Serienauftakt geschaffen, der seine Leser in eine Geschichte eintauchen lässt, die von menschlicher Schwäche und Bösartigkeit erzählt, die aus religiösem Fanatismus und Begeisterung für das Okkulte entspringen. Eingebettet in eine grandiose Mischung aus gruseliger Spannung, dem besonderen Charme und der gelungenen Atmösphäre des New Yorks der 20er Jahre, eindrucksvoller Magie und wundervoll prägnanten und gut ausgearbeiteten Charakteren hat der Roman bei mir voll eingeschlagen. 





gebundenes Buch mit 704 Seiten
Verlag: dtv
Facebookauftritt des Verlags → HIER
erschienen: 01.10.2014
Alter: ab 14 Jahren
Preis: 19,95 Euro
ISBN: 
978-3423760966
mehr Infos, Leseprobe und Einkauf über Verlag möglich → HIER
Special zur Seite mit vielen Extras → HIER
Infos über die Autorin → HIER
Website der Autorin → HIER


Vielen Dank an den dtv Verlag für die Zusendung eines Rezensionsexemplars, das ich im Rahmen einer Blogger-Aktion gewonnen habe. 

Samstag, 14. Dezember 2013

The legion - Der Kreis der Fünf

Seitdem Kennedys Vater die Familie verlassen hat, als sie noch klein war, bildeten sie und ihre Mom eine Einheit. Erst nach deren plötzlichem Tod erkennt Kennedy, dass ihre Mutter ihr so einiges verheimlicht hat. Denn auf einmal ist ein Dämon hinter ihr her. Als ihr die Zwillinge Lucas und Jared in einer brenzligen und nahezu unglaublichen Situation das Leben retten, schließt sie sich ihnen kurzerhand an.

Von ihnen erfährt sie auch, dass sie nun, nach dem Tod ihrer Mutter, ihr Erbe antreten muss und jetzt Teil der sogenannten Legion ist, deren ursprüngliche Aufgabe es war, die Illuminati aufzuhalten, die aber durch einen Fehler nun dazu ausersehen sind, einen Dämon davon abzuhalten, über die ganze Welt zu kommen. Wird Kennedy sich dem entgegenstellen können?

Meine Meinung:

Ich wurde gleich zu Beginn sehr schnell warm mit der Protagonistin Kennedy, die als kleines Kind ihren Vater und jetzt auch noch unter mysteriösen Umständen ihre Mutter verlor. Fast ganz allein auf der Welt wird sie auch noch von übernatürlichen Wesen attackiert und macht auf diese Weise sehr schnell Bekanntschaft mit dem Erbe, das ihre Mutter ihr hinterlassen hat.

Das Auftauchen von Jared und Lukas macht es für sie auch nicht einfacher, diese neue Realität zu akzeptieren und ich hätte es nur zu gut verstanden, wenn sie schnell ihre Beine in die Hand genommen hätte und alles und jeden hinter sich gelassen hätte. Doch Kennedy bleibt und erfährt so mehr über die Legion und die Tatsache, dass alle aktiven Mitglieder getötet wurden und so die Aufgabe an die von ihnen bestimmten Nachkommen weitergegeben wurde.

Lediglich Lukas und Jared sind neben Kennedy in dieser Geschichte sehr präsent, was sicherlich der aufkommenden Dreiecksbeziehung geschuldet ist. Alle anderen Nebendarsteller verblassen ein wenig dahinter, doch ich hoffe, dass sie in den Folgebänden noch weiter in den Vordergrund rücken werden.

Während ich anfangs sehr begeistert von dem Roman war, stellten sich mir im Laufe des Lesens immer mehr Fragen hinsichtich der ein oder anderen Handlung, die meiner Meinung nach gelegentlich der Logik entbehrte. Doch je näher ich dem Ende kam, wurden diese Dinge von der wieder steigenden Spannung geschluckt.

Fazit:

"The legion - Der Kreis der Fünf" ist der Auftakt einer neuen Jugendfantasyreihe von Kami Garcia. Sympathische Charaktere und eine rasante Handlung dominieren hier das Geschehen und reißen einen beim Lesen förmlich mit. Wer gute und spannende Unterhaltung im Stile der "Supernaturals" sucht und dabei nicht immer alles hinterfragen muss, der ist bei dieser Reihe genau richtig. 






gebundenes Buch mit 336 Seiten
Verlag: cbt
Facebookauftritt des Verlags → HIER
erschienen: 28.10.2013
Alter: ab 13 Jahren
Preis: 16,99 Euro
ISBN:
978-3-570-16270-5 

mehr Infos, Leseprobe und Einkauf über Verlag möglich → HIER
Website der Autorin → HIER