Ruby Redfort ist dreizehn Jahre alt und Schule langweilt sie schon
lange. Denn Ruby ist nicht nur hochbegabt, sondern ein absolutes
Ausnahmetalent im Codeknacken. Das ist auch schon dem Geheimdienst
aufgefallen, der plötzlich in ihr Leben tritt. Und wäre das nicht schon
aufregend genug, häufen sich auf einmal Übergriffe auf Rubys Familie,
die für so etwas eigentlich so gar keine Zeit hat und nur noch einem
spektakulären Museumsevent entgegenfiebert.
Auf einmal ist Ruby
mittendrin in einem geheimnisvollen Fall, für den sie eigentlich nur die
Schreibtischarbeit machen soll. Doch irgendwie verstrickt sie sich
immer mehr darin und kommt dabei einer gefährlichen Verbrecherbande auf
die Spur, deren Aufmerksamkeit sie viel zu schnell auf ihre eigene
Person lenkt.
Meine Meinung:
"Ruby Redford - Gefährlicher
als Gold" führt uns direkt in die außergewöhnliche Geschichte eines
kleinen Mädchens ein. Schon als Ruby nur zwei Jahre alt war, zeichnete
sich ihr besonderes Talent ab, welches leider von ihrer Umwelt zu dem
damaligen Zeitpunkt noch nicht wahrgenommen wurde. Schnell war sie mir
sympathisch und es hat mir wirklich Freude bereitet, sie in diesem
Lebensabschnitt zu begleiten.
Ruby Redford ist ein sehr starkes
und selbstbewußtes Mädchen. Sie ist sich ihres Intelligenzvorsprunges
sehr bewusst und hat charmanterweise keinerlei Hemmungen dies anderen
gegenüber auszuspielen. Sie ist originell und einzigartig und allein
ihre wundervoll sarkastischen Gedankengänge haben mich des öfteren zum
Schmunzeln gebracht.
Rubys bester Freund Clancy Crew hat mir
auch sehr gut gefallen. Er ist sehr gewitzt, wenn er auch natürlich
nicht an Rubys Scharfsinn herankommt. Doch dies macht er durch seine
Intuition und seine Treue gegenüber seiner Freundin locker wieder wett.
Die beiden haben so gut wie keine Geheimnisse voreinander, so dass Rubys
geheimer Einsatz die Freundschaft der beiden auf eine harte Probe
stellt.
Fazit:
Sehr unterhaltsam führt Lauren Child durch
das außergewöhnliche Leben von Ruby Redford, die sich mit viel Biss und
Humor durchs Leben schlägt und besondere Herausforderungen liebt. Es
hat Spaß gemacht, gemeinsam mit Ruby die Geheimnisse zu enträtseln, die
Teil des spannenden Romans waren. Sehr gerne würde ich noch mehr von der
kleinen Heldin lesen und hoffe, dass der Verlag auch die Fortsetzungen
der Reihe herausbringen wird.
gebundenes Buch mit 448 Seiten
Verlag: Fischer KJB
Facebookauftritt des Verlags → HIER
erscheint: 22.08.2013
Alter: ab 10 Jahren
Preis: 14,99 Euro
ISBN: 978-3-596-85545-2
mehr Infos, Leseprobe und Einkauf über Verlag möglich → HIER
Vielen Dank an den Fischer Verlag für die Zusendung des Rezensionsexemplars.
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Mittwoch, 31. Juli 2019
Mittwoch, 5. Juni 2019
Prinz Leon und der schwarze Magier
Das Waisenhaus ist das Zuhause des
10-jährigen Leons. Doch dort hat er es nicht leicht, so dass er sich oft
vor den anderen Kindern versteckt. Als er eines Tages mal wieder
Zuflucht sucht, krabbelt er in einen hohlen Baumstamm und findet sich
plötzlich im Königreich Rumin wieder! Dort macht er die Bekanntschaft
des Drachen Feo, der ihn über seine wahre Herkunft aufklärt und ihm
erzählt, dass ein böser Zauberer seine Eltern gefangenhält. Gemeinsam
begeben sich die beiden in ein unglaubliches Abenteuer.
Meine Meinung:
Ich habe Leon gleich unmittelbar ins Herz geschlossen. Die anderen Kinder im Waisenhaus ärgern ihn und es fällt ihm schwer, Freundschaften zu schließen. Als er plötzlich ins Reich Rumin gelangt, freundet er sich mit dem kleinen Drachen Feo an. Zusammen versuchen sie Leons Eltern zu befreien. Anfänglich hat Leon noch sehr große Zweifel an sich und dem Gelingen seiner Mission, doch die gemeinsamen Abenteuer stärken sein Selbstvertrauen, ebenso wie der Glaube anderer an ihn.
Die Charaktere sind alle sehr liebevoll vom Autor gestaltet und gerne nimmt man an ihrem Schicksal Anteil. Die kindgerechte Sprache hat mich beim Lesen verzaubert und auch die Spannung war durchgehend spürbar. Sehr schöne Illustrationen komplettieren das Leseerlebnis und geben der Geschichte einen sehr schönen Rahmen.
Fazit:
"Prinz Leon und der schwarze Magier" von Patrick Grasser ist ein fantastisches Kinderbuch, das in einer tollen, kindgerechten Sprache geschrieben ist. Hier wird die wunderbare Macht der Freundschaft thematisiert und wie wichtig es ist, seine Ängste zu überwinden. Die tollen Charaktere haben die Geschichte zu einem echten Leseerlebnis werden lassen.
Taschenbuch mit 116 Seiten
Verlag: bookshouse
Facebookauftritt des Verlags → HIER
erschienen: 01.02.2013
Alter: ab 7 Jahren
Preis: 7,99 Euro
ISBN: 978-9963724239
mehr Infos, Leseprobe und Einkauf über Verlag möglich → HIER
Website des Autors → HIER
Meine Meinung:
Ich habe Leon gleich unmittelbar ins Herz geschlossen. Die anderen Kinder im Waisenhaus ärgern ihn und es fällt ihm schwer, Freundschaften zu schließen. Als er plötzlich ins Reich Rumin gelangt, freundet er sich mit dem kleinen Drachen Feo an. Zusammen versuchen sie Leons Eltern zu befreien. Anfänglich hat Leon noch sehr große Zweifel an sich und dem Gelingen seiner Mission, doch die gemeinsamen Abenteuer stärken sein Selbstvertrauen, ebenso wie der Glaube anderer an ihn.
Die Charaktere sind alle sehr liebevoll vom Autor gestaltet und gerne nimmt man an ihrem Schicksal Anteil. Die kindgerechte Sprache hat mich beim Lesen verzaubert und auch die Spannung war durchgehend spürbar. Sehr schöne Illustrationen komplettieren das Leseerlebnis und geben der Geschichte einen sehr schönen Rahmen.
Fazit:
"Prinz Leon und der schwarze Magier" von Patrick Grasser ist ein fantastisches Kinderbuch, das in einer tollen, kindgerechten Sprache geschrieben ist. Hier wird die wunderbare Macht der Freundschaft thematisiert und wie wichtig es ist, seine Ängste zu überwinden. Die tollen Charaktere haben die Geschichte zu einem echten Leseerlebnis werden lassen.
Taschenbuch mit 116 Seiten
Verlag: bookshouse
Facebookauftritt des Verlags → HIER
erschienen: 01.02.2013
Alter: ab 7 Jahren
Preis: 7,99 Euro
ISBN: 978-9963724239
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Website des Autors → HIER
Mittwoch, 13. März 2019
Zwischen ewig und jetzt
Nach dem Tod ihres Vaters ist in Julias
Leben nichts mehr wie es mal war. Entsetzt und auf die harte Tour muss
sie erkennen, dass ihr Familienleben auf
einer Lüge aufgebaut ist und ihrer Mutter und ihr nichts mehr geblieben
ist. In einer neuen Stadt in einer Hochhausiedlung beginnen die beiden
ein neues Leben, doch die Spuren des Erlebten haben Narben bei Julia
zurückgelassen. In dem verzweifelten Versuch ihr altes Leben
wiederzubekommen verstrickt sie sich in ein Netz aus Lügen. Sie gibt
vor, in einer besseren Wohngegend zu leben, schnappt sich den
umschwärmten Felix als Freund und wird Teil seiner angesagten Clique.
Als dann jedoch ihr Opa stirbt und sie die nähere Bekanntschaft von Niki
macht, droht alles über ihr zusammenzubrechen. Denn Niki kann mit den
Toten sprechen und hat eine Nachricht für sie....
Meine Meinung:
"Zwischen ewig und jetzt" ist ein spannender Jugendfantasyroman, der mich schnell gefesselt hat. Der jugendlich, leichte Schreibstil der Autorin und die gefühlvolle Erzählweise in der ersten Person aus der Sicht von Julia haben mich in die Geschichte hineingezogen und sie mich miterleben lassen. Dadurch hatte ich das Gefühl, durch die Geschichte zu fliegen und die Seiten zogen viel zu schnell an mir vorbei.
Julia hat ihr ehemaliges Leben komplett hinter sich zurücklassen müssen und fühlt sich von den Menschen, die sie liebt, belogen und betrogen. Der Neuanfang in einer anderen Stadt fällt ihr schwer und so erschafft sie für ihren neuen Freunde eine Fassade, hinter der sie sich versteckt. Nie wieder möchte sie zum Außenseiter werden und das ist auch einer der Gründe, weshalb sie nicht auf ihr Herz hört und Niki zunächst meidet und sehr schnell mit Felix zusammenkommt. Ich konnte Julias Zerrissenheit zwischen den beiden Jungs sehr gut nachvollziehen, da auch ich sie beide in mein Herz geschlossen habe. Zwar waren einige ihrer Handlungen ein wenig zu spontan für meinen Geschmack, aber das kann ihr sicher aufgrund ihres jungen Alters und des Gefühlschaos, das in ihr tobt, verziehen werden.
Niki umgibt eine geheimnisvolle Aura. Nicht nur, weil er der Sohn eines Bestattungsunternehmers ist, sondern er ist auch in der Lage mit den Toten zu sprechen. Er scheint sich mit seiner Gabe abgefunden zu haben und auch mit der Position, die sie ihm unter seinen Klassenkameraden verschafft. Obwohl er niemand dort zu seinen Freunden zählen kann, wirkt er zwar gelegentlich leicht resigniert, aber nicht verbittert und er strahlt zudem eine ordentliche Portion Selbstbewußtsein aus. Ich hätte mich gefreut, wenn es während der Erzählung auch Passagen aus seiner Sicht gegeben hätte, die den Fantasy- und Spannungseffekt sicherlich noch mehr verstärkt hätten.
Währenddessen ist Felix es gewohnt, das zu bekommen, was er möchte. Als gutaussehender Sohn reicher Eltern hat er eine gewisse Stellung in seiner Clique und die Mädchen fühlen sich von ihm angezogen. So auch Julia. Doch trotz gelegentlichem Aufblitzen einer unvermeidlichen Arroganz ist er doch ein sehr netter und umgänglicher, junger Mann, dem sehr an Julia gelegen ist.
Das Cover des Buches finde ich außerordentlich gelungen und hat es mir auch gleich angetan. Das passepartoutähnliche Motiv wirkt sehr filigran und nur die Blüten und der Titel werden durch die leichten Pinktöne akzentuiert. In einer Buchhandlung wäre ich garantiert nicht an diesem schönen Buch vorbeigegangen.
Fazit:
Der im Fischer FJB Verlag erschienene Roman "Zwischen ewig und jetzt" ist ein Jugendfantasyroman, der Liebe, Vertrauen, Verlust, Wahrheit und Freundschaft thematisiert und gleichzeitig auch Aspekte eines Kriminalromans aufweist. Ich fühlte mich von der spannenden Geschichte sehr gut unterhalten und habe sie mehr oder weniger in einem Rutsch durchgelesen. Der jugendliche Schreibstil und die gruselige Stimmung haben mich bis zum Ende gefesselt. Sehr gerne hätte ich noch mehr über Julia, Niki und Felix gelesen.
gebundenes Buch mit Seiten
Verlag: Fischer FJB
erschienen: März 2013
Alter: ab 14 Jahren
Preis: 16,99 Euro
ISBN: 978-3-8414-2214-9
mehr Infos, Leseprobe und Einkauf über Verlag möglich → HIER
Meine Meinung:
"Zwischen ewig und jetzt" ist ein spannender Jugendfantasyroman, der mich schnell gefesselt hat. Der jugendlich, leichte Schreibstil der Autorin und die gefühlvolle Erzählweise in der ersten Person aus der Sicht von Julia haben mich in die Geschichte hineingezogen und sie mich miterleben lassen. Dadurch hatte ich das Gefühl, durch die Geschichte zu fliegen und die Seiten zogen viel zu schnell an mir vorbei.
Julia hat ihr ehemaliges Leben komplett hinter sich zurücklassen müssen und fühlt sich von den Menschen, die sie liebt, belogen und betrogen. Der Neuanfang in einer anderen Stadt fällt ihr schwer und so erschafft sie für ihren neuen Freunde eine Fassade, hinter der sie sich versteckt. Nie wieder möchte sie zum Außenseiter werden und das ist auch einer der Gründe, weshalb sie nicht auf ihr Herz hört und Niki zunächst meidet und sehr schnell mit Felix zusammenkommt. Ich konnte Julias Zerrissenheit zwischen den beiden Jungs sehr gut nachvollziehen, da auch ich sie beide in mein Herz geschlossen habe. Zwar waren einige ihrer Handlungen ein wenig zu spontan für meinen Geschmack, aber das kann ihr sicher aufgrund ihres jungen Alters und des Gefühlschaos, das in ihr tobt, verziehen werden.
Niki umgibt eine geheimnisvolle Aura. Nicht nur, weil er der Sohn eines Bestattungsunternehmers ist, sondern er ist auch in der Lage mit den Toten zu sprechen. Er scheint sich mit seiner Gabe abgefunden zu haben und auch mit der Position, die sie ihm unter seinen Klassenkameraden verschafft. Obwohl er niemand dort zu seinen Freunden zählen kann, wirkt er zwar gelegentlich leicht resigniert, aber nicht verbittert und er strahlt zudem eine ordentliche Portion Selbstbewußtsein aus. Ich hätte mich gefreut, wenn es während der Erzählung auch Passagen aus seiner Sicht gegeben hätte, die den Fantasy- und Spannungseffekt sicherlich noch mehr verstärkt hätten.
Währenddessen ist Felix es gewohnt, das zu bekommen, was er möchte. Als gutaussehender Sohn reicher Eltern hat er eine gewisse Stellung in seiner Clique und die Mädchen fühlen sich von ihm angezogen. So auch Julia. Doch trotz gelegentlichem Aufblitzen einer unvermeidlichen Arroganz ist er doch ein sehr netter und umgänglicher, junger Mann, dem sehr an Julia gelegen ist.
Das Cover des Buches finde ich außerordentlich gelungen und hat es mir auch gleich angetan. Das passepartoutähnliche Motiv wirkt sehr filigran und nur die Blüten und der Titel werden durch die leichten Pinktöne akzentuiert. In einer Buchhandlung wäre ich garantiert nicht an diesem schönen Buch vorbeigegangen.
Fazit:
Der im Fischer FJB Verlag erschienene Roman "Zwischen ewig und jetzt" ist ein Jugendfantasyroman, der Liebe, Vertrauen, Verlust, Wahrheit und Freundschaft thematisiert und gleichzeitig auch Aspekte eines Kriminalromans aufweist. Ich fühlte mich von der spannenden Geschichte sehr gut unterhalten und habe sie mehr oder weniger in einem Rutsch durchgelesen. Der jugendliche Schreibstil und die gruselige Stimmung haben mich bis zum Ende gefesselt. Sehr gerne hätte ich noch mehr über Julia, Niki und Felix gelesen.
gebundenes Buch mit Seiten
Verlag: Fischer FJB
erschienen: März 2013
Alter: ab 14 Jahren
Preis: 16,99 Euro
ISBN: 978-3-8414-2214-9
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Donnerstag, 21. Februar 2019
Rot wie das Meer
Jedes Jahr am 01. November findet auf der Insel Thisby das große
Skorpio-Rennen statt. Wenige Wochen vorher betreten die Capaill Uisce
das Land. Diese mystischen Wasserpferde sind nicht nur viel größer als
normale Pferde, sondern auch weitaus gefährlicher. Nur die mutigsten
Männer wagen es, auf ihnen zu reiten und am Rennen teilzunehmen. Doch
bereits auf dem Weg dahin, verlieren viele von ihnen beim Training das
Leben.
Umso verwunderter sind die Teilnehmer, als sie feststellen, dass mit der jungen Kate Connolly, die allen nur als Puck bekannt ist, zum ersten Mal eine Frau antreten will. Puck lebt mit ihren beiden Brüdern auf der Insel und hat letztes Jahr beide Elternteile durch einen Angriff der Wasserpferde verloren. Gemeinsam halten sie sich mehr schlecht als recht über Wasser. Als sie erfährt, dass ihr ältester Bruder Gabe sie und und ihren jüngeren Bruder Finn verlassen und ans Festland gehen will, hat sie sich in ihrer Verzweiflung für das Rennen angemeldet.
Dabei lernt sie Sean Kendrick kennen, einen jungen Mann, der bereits als Kind eine besondere Beziehung zu den Capaill Uisce hat und das, obwohl sie für den Tod seines Vaters verantwortlich sind. Aufgewachsen ist er in kargen Verhältnissen und in den Diensten des reichsten Mannes der Insel, für den er auch seit vielen Jahren regelmäßig an den Rennen teilnimmt und gewinnt. Niemand sonst auf der Insel ist so versiert im Umgang mit den blutrünstigen Wasserpferden wie Sean und diese Fähigkeit hat ihm bei den meisten Inselbewohnern sehr viel Achtung eingebracht - sehr zum Leidwesen seines ewigen Konkurrenten Mutt, dem ungehobelten Sohn seines Arbeitgebers. Im Laufe des gefährlichen Trainings lernen Puck und Sean sich näher kennen und die Tatsache, dass für beide der Sieg in diesem Rennen von unschätzbarer Wichtigkeit ist, ist der ständige Begleiter ihrer aufkeimenden Freundschaft. Wer wird das Rennen gewinnen? Und gibt es eine Chance, dass aus Sean und Puck mehr wird als nur Freunde?
"Rot wie das Meer" hat ein wunderschön aufbereitetes Cover, dass mit seinen blutrot abgebildeten Wellen nicht nur den Titel, sondern auch den Romaninhalt unterstützt. Es ist genau wie die Geschichte einzigartig und schreit geradezu danach, dass ich es in die Hand nehmen soll.
Maggie Stiefvater hat einen einmaligen und unverkennbaren Schreibstil. Ruhig und flüssig leitet sie mich damit durch ihre Geschichte und baut dabei langsam und kostant Spannung auf. Schon bald war ich nicht mehr in der Lage, das Buch zur Seite zu legen. Die Charaktere Puck und Sean, aus deren Sicht der Roman abwechselnd geschrieben ist, sind so detailliert beschrieben, dass ich gemeinsam mit ihnen diese kurze Zeit verbracht habe. Beide sind vom Typ her etwas schwierig, da sie vom Leben nicht verwöhnt worden sind und versucht haben, sich den oftmals kargen Bedingungen anzupassen. Dabei wirken sie jedoch stets authentisch. Von der Insel Thisby erzählt die Autorin so bildhaft, dass ich fast überzeugt bin, ich war da. Ich sehe den Strand vor mir, das rauhe Klima, das Haus der Connollys und auch den kleinen Ort. Ich bin mit dabei, wenn das Fest beginnt und stehe Puck bei im Kampf gegen Vorurteile und Boshaftigkeit.
Besonders faszinierend fand ich die Beschreibung der Capaill Uisce, die gleichzeitig wunderschön und bedrohlich wirkten. Trotz der Gefahr, die von ihnen ausgeht, ziehen sie die Menschen in ihren Bann. Es finden sich jedes Jahr immer wieder genug Männer, die wagemutig sind und am Rennen teilnehmen. Ihren drohenden Tod scheinen sie gekonnt zu verdrängen und sitzen sie erst im Sattel ihres Wasserpferdes droht die von ihnen ausgehende Magie, die Männer ins Verderben zu führen. Denn das Meer ruft ständig nach diesen unbeschreiblichen Wesen und gerät ihr Reiter erst einmal in ihren mystischen Bann, ist er nicht mehr in der Lage, sein Tier zu lenken, sondern rennt in sein Unglück.
Fazit:
Mit dem im script5 Verlag erschienenen Roman "Rot wie das Meer" hat Maggie Stiefvater eine außergewöhnliche Idee in dem ihr eigenen Stil umgesetzt, dem ich mich einfach nicht entziehen konnte. Ich fühlte mich gefesselt von dem Geschehen und seinen bildhaften Beschreibungen, immer mit dabei in Seans und Pucks Kampf um Alles oder Nichts. Der Autorin gelingt es immer wieder, mich in ihren Bann zu ziehen und ich bin schon sehr gespannt, welches Projekt sie als nächstes in Angriff nimmt.
gebundenes Buch mit 430 Seiten
Verlag: script 5
Facebookauftritt des Verlags → HIER
erschienen: November 2012
Alter: ab 16 Jahren
Preis: 18,95 Euro
ISBN: 978-3839001479
mehr Infos und Leseprobe → HIER
Website der Autorin → HIER
Umso verwunderter sind die Teilnehmer, als sie feststellen, dass mit der jungen Kate Connolly, die allen nur als Puck bekannt ist, zum ersten Mal eine Frau antreten will. Puck lebt mit ihren beiden Brüdern auf der Insel und hat letztes Jahr beide Elternteile durch einen Angriff der Wasserpferde verloren. Gemeinsam halten sie sich mehr schlecht als recht über Wasser. Als sie erfährt, dass ihr ältester Bruder Gabe sie und und ihren jüngeren Bruder Finn verlassen und ans Festland gehen will, hat sie sich in ihrer Verzweiflung für das Rennen angemeldet.
Dabei lernt sie Sean Kendrick kennen, einen jungen Mann, der bereits als Kind eine besondere Beziehung zu den Capaill Uisce hat und das, obwohl sie für den Tod seines Vaters verantwortlich sind. Aufgewachsen ist er in kargen Verhältnissen und in den Diensten des reichsten Mannes der Insel, für den er auch seit vielen Jahren regelmäßig an den Rennen teilnimmt und gewinnt. Niemand sonst auf der Insel ist so versiert im Umgang mit den blutrünstigen Wasserpferden wie Sean und diese Fähigkeit hat ihm bei den meisten Inselbewohnern sehr viel Achtung eingebracht - sehr zum Leidwesen seines ewigen Konkurrenten Mutt, dem ungehobelten Sohn seines Arbeitgebers. Im Laufe des gefährlichen Trainings lernen Puck und Sean sich näher kennen und die Tatsache, dass für beide der Sieg in diesem Rennen von unschätzbarer Wichtigkeit ist, ist der ständige Begleiter ihrer aufkeimenden Freundschaft. Wer wird das Rennen gewinnen? Und gibt es eine Chance, dass aus Sean und Puck mehr wird als nur Freunde?
"Rot wie das Meer" hat ein wunderschön aufbereitetes Cover, dass mit seinen blutrot abgebildeten Wellen nicht nur den Titel, sondern auch den Romaninhalt unterstützt. Es ist genau wie die Geschichte einzigartig und schreit geradezu danach, dass ich es in die Hand nehmen soll.
Maggie Stiefvater hat einen einmaligen und unverkennbaren Schreibstil. Ruhig und flüssig leitet sie mich damit durch ihre Geschichte und baut dabei langsam und kostant Spannung auf. Schon bald war ich nicht mehr in der Lage, das Buch zur Seite zu legen. Die Charaktere Puck und Sean, aus deren Sicht der Roman abwechselnd geschrieben ist, sind so detailliert beschrieben, dass ich gemeinsam mit ihnen diese kurze Zeit verbracht habe. Beide sind vom Typ her etwas schwierig, da sie vom Leben nicht verwöhnt worden sind und versucht haben, sich den oftmals kargen Bedingungen anzupassen. Dabei wirken sie jedoch stets authentisch. Von der Insel Thisby erzählt die Autorin so bildhaft, dass ich fast überzeugt bin, ich war da. Ich sehe den Strand vor mir, das rauhe Klima, das Haus der Connollys und auch den kleinen Ort. Ich bin mit dabei, wenn das Fest beginnt und stehe Puck bei im Kampf gegen Vorurteile und Boshaftigkeit.
Besonders faszinierend fand ich die Beschreibung der Capaill Uisce, die gleichzeitig wunderschön und bedrohlich wirkten. Trotz der Gefahr, die von ihnen ausgeht, ziehen sie die Menschen in ihren Bann. Es finden sich jedes Jahr immer wieder genug Männer, die wagemutig sind und am Rennen teilnehmen. Ihren drohenden Tod scheinen sie gekonnt zu verdrängen und sitzen sie erst im Sattel ihres Wasserpferdes droht die von ihnen ausgehende Magie, die Männer ins Verderben zu führen. Denn das Meer ruft ständig nach diesen unbeschreiblichen Wesen und gerät ihr Reiter erst einmal in ihren mystischen Bann, ist er nicht mehr in der Lage, sein Tier zu lenken, sondern rennt in sein Unglück.
Fazit:
Mit dem im script5 Verlag erschienenen Roman "Rot wie das Meer" hat Maggie Stiefvater eine außergewöhnliche Idee in dem ihr eigenen Stil umgesetzt, dem ich mich einfach nicht entziehen konnte. Ich fühlte mich gefesselt von dem Geschehen und seinen bildhaften Beschreibungen, immer mit dabei in Seans und Pucks Kampf um Alles oder Nichts. Der Autorin gelingt es immer wieder, mich in ihren Bann zu ziehen und ich bin schon sehr gespannt, welches Projekt sie als nächstes in Angriff nimmt.
gebundenes Buch mit 430 Seiten
Verlag: script 5
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erschienen: November 2012
Alter: ab 16 Jahren
Preis: 18,95 Euro
ISBN: 978-3839001479
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Mittwoch, 13. Februar 2019
Anton Pfeiffer und der Zauberkongress
Anton Pfeiffers Woche könnte kaum schlechter beginnen. Erst fällt
merkwürdiger Taubendreck auf ihn, dann legt er sich auch noch mit seinem
grantigen Chemielehrer Herrn Clausewitz an. Als Anton sich eine
dringend benötigte Auszeit nimmt, stößt er im Hof auf den merkwürdigen
Oskar, der eine seltsame Kreuzung aus Besen und Schirm in der Hand hält
und total baff ist, dass Anton ihn überhaupt sehen kann!
Der erste Schreck ist auf beiden Seiten schnell überwinden und Oskar erzählt ihm von seiner magischen Welt. Er lädt Anton ein, ihn auf einen Zauberkongress zu begleiten. Kurzerhand willigt dieser ein und die beiden begeben sich in Richtung Waldrand. Als Oskar dann aber auf der Suche nach einem Türgriff in einer alten Eiche ist, zweifelt Anton doch ein wenig an dem Verstand seines neuen Freundes. Doch er wird abermals überrascht und dank Oskar erhält Anton Zugang zu einer ihm völlig neuen und magischen Welt. Hier macht er die Bekanntschaft, von Hexen, Zauberern, Problemlösern, suizidgefährdeten Schnecken und vieler anderer merkwürdiger Wesen. Und gemeinsam mit seinem neuen Freund Oskar und der Halbelfe Emma kommen sie dabei sogar einem Geheimnis auf die Spur.
Der Roman läst sich leicht und flüssig lesen und überzeugt dabei vor allem mit seiner gut durchdachten Zauberwelt und den schön gezeichneten Charakteren. Anton hat schon früh gelernt, selbständig zu sein. Sein Vater ist bereits vor vielen Jahren gestorben und gemeinsam mit seiner Mutter schlägt er sich in Wuppertal durchs Leben. Es bedrückt ihn, dass seine Mutter oftmals sehr traurig und antriebslos ist und er versucht ihr zur Seite zu stehen, wo er kann. Lediglich die lustigen Weihnachtsfeste bei Onkel und Tante, zu denen auch sein Großvater kommt und Anton mit absonderlichen Geschenken beglückt, lockern seinen Alltag auf und auch dieses Jahr ist es nicht mehr lange bis dahin. In der Schule hat er so seine Höhen und Tiefen, was ihn aber keinesfalls erschüttert. Im Gegenteil wirkt Anton bereits viel reifer als seine Altersgenossen und er lässt sich weder von gleichaltrigen Störenfrieden, noch von Erwachsenen einschüchtern und sagt stets, was er denkt. Gerne nimmt er Herausforderungen an und so ist es auch nicht verwunderlich, dass er an der neu entdeckten magischen Welt sofort Gefallen findet.
Sein neuer Freund Oskar scheint ihm ziemlich gleichgesinnt, denn obwohl es untersagt ist, Menschen an der magischen Welt teilhaben zu lassen, entschließt er sich spontan, Anton mit auf den Zauberkongress zu nehmen und weiht ihn hilfsbereit in viele Geheimnisse seiner Welt ein. Unterstützt wird er dabei von der Halbelfe Emma, die sehr wissbegierig und belesen ist. Ganz selbstverständlich und ohne jede Vorurteile nehmen sie ihn in ihren Freundeskreis auf.
"Anton Pfeiffer und der Zauberkongress" ist ein spannendes magisches Abenteuer für junge Leser ab ca. 8 Jahren. Doch auch ältere Leser werden ihre wahre Freude an diesem schönen Buch haben. Hier werden Werte wie Freundschaft, Familie und Zusammenhalt vermittelt und gleichzeitig der Gedanke von Weihnachten neu entdeckt. Der Leser lernt eine magische Parallelwelt kennen, die sehr schön beschrieben ist und dabei so realistisch wirkt, dass sie möglicherweise gar nicht so weit von einem selbst entfernt liegt. Wenn ich das nächste Mal in Wuppertal bin, werde ich auf jeden Fall ein besonderes Auge auf große, alte Eichen haben. Wer weiß, vielleicht entdecke ich ja einen Türknauf?
Der erste Schreck ist auf beiden Seiten schnell überwinden und Oskar erzählt ihm von seiner magischen Welt. Er lädt Anton ein, ihn auf einen Zauberkongress zu begleiten. Kurzerhand willigt dieser ein und die beiden begeben sich in Richtung Waldrand. Als Oskar dann aber auf der Suche nach einem Türgriff in einer alten Eiche ist, zweifelt Anton doch ein wenig an dem Verstand seines neuen Freundes. Doch er wird abermals überrascht und dank Oskar erhält Anton Zugang zu einer ihm völlig neuen und magischen Welt. Hier macht er die Bekanntschaft, von Hexen, Zauberern, Problemlösern, suizidgefährdeten Schnecken und vieler anderer merkwürdiger Wesen. Und gemeinsam mit seinem neuen Freund Oskar und der Halbelfe Emma kommen sie dabei sogar einem Geheimnis auf die Spur.
Der Roman läst sich leicht und flüssig lesen und überzeugt dabei vor allem mit seiner gut durchdachten Zauberwelt und den schön gezeichneten Charakteren. Anton hat schon früh gelernt, selbständig zu sein. Sein Vater ist bereits vor vielen Jahren gestorben und gemeinsam mit seiner Mutter schlägt er sich in Wuppertal durchs Leben. Es bedrückt ihn, dass seine Mutter oftmals sehr traurig und antriebslos ist und er versucht ihr zur Seite zu stehen, wo er kann. Lediglich die lustigen Weihnachtsfeste bei Onkel und Tante, zu denen auch sein Großvater kommt und Anton mit absonderlichen Geschenken beglückt, lockern seinen Alltag auf und auch dieses Jahr ist es nicht mehr lange bis dahin. In der Schule hat er so seine Höhen und Tiefen, was ihn aber keinesfalls erschüttert. Im Gegenteil wirkt Anton bereits viel reifer als seine Altersgenossen und er lässt sich weder von gleichaltrigen Störenfrieden, noch von Erwachsenen einschüchtern und sagt stets, was er denkt. Gerne nimmt er Herausforderungen an und so ist es auch nicht verwunderlich, dass er an der neu entdeckten magischen Welt sofort Gefallen findet.
Sein neuer Freund Oskar scheint ihm ziemlich gleichgesinnt, denn obwohl es untersagt ist, Menschen an der magischen Welt teilhaben zu lassen, entschließt er sich spontan, Anton mit auf den Zauberkongress zu nehmen und weiht ihn hilfsbereit in viele Geheimnisse seiner Welt ein. Unterstützt wird er dabei von der Halbelfe Emma, die sehr wissbegierig und belesen ist. Ganz selbstverständlich und ohne jede Vorurteile nehmen sie ihn in ihren Freundeskreis auf.
"Anton Pfeiffer und der Zauberkongress" ist ein spannendes magisches Abenteuer für junge Leser ab ca. 8 Jahren. Doch auch ältere Leser werden ihre wahre Freude an diesem schönen Buch haben. Hier werden Werte wie Freundschaft, Familie und Zusammenhalt vermittelt und gleichzeitig der Gedanke von Weihnachten neu entdeckt. Der Leser lernt eine magische Parallelwelt kennen, die sehr schön beschrieben ist und dabei so realistisch wirkt, dass sie möglicherweise gar nicht so weit von einem selbst entfernt liegt. Wenn ich das nächste Mal in Wuppertal bin, werde ich auf jeden Fall ein besonderes Auge auf große, alte Eichen haben. Wer weiß, vielleicht entdecke ich ja einen Türknauf?
Mittwoch, 2. Januar 2019
Im Zeichen des Mondfests
Sienna zieht mit ihrem Vater von England nach China, in das Land, in
dem ihre Mutter Kate vor einiger Zeit verschwunden ist. Da ihr Vater viel
arbeiten muss, hat er sie bei der chinesischen Haushälterin abgestellt,
damit diese ihr Mandarin beibringt. Doch diese Frau scheint eiskalt und
ist Sienna nicht sehr wohlgesonnen. Kontakte nach außen oder zu ihrem
Vater versucht sie zu unterbinden.
Als Sienna ihre geliebte Kiste mit den Briefen ihrer Mutter vermisst, kommt sie zufällig dahinter, dass die Haushälterin nicht nur diese, sondern auch den wertvollen Schmuck ihrer Mutter stiehlt. Sie stellt sie zur Rede, doch dies kümmert die Haushälterin wenig. Als diese kurz abgelenkt ist, ergreift Sienna die Gelegenheit und verschwindet kurzerhand mit ihrer Kiste. Dank eines Jungen, der ihr schon bei ihrer Ankunft aufgefallen ist, gelingt ihr die Flucht. Dabei stellt sich heraus, dass auch dieser auf der Suche nach jemanden ist. Sein bester Freund, den er liebevoll großer Bruder nennt, hat nämlich Siennas Mutter begleitet und ist nun auch zusammen mit ihr verschwunden. Gemeinsam wollen sie klären, was mit den beiden passiert ist und machen sich, nur in Begleitung ihrer unsichtbaren Freunde, mutig auf in die Provinz Henan - dorthin wo die beiden zuletzt gesehen worden sind. Werden sie die Vermissten finden? Und wer steckt hinter alledem?
Der Schreibstil der Autorin ist wirklich sehr flüssig und lebendig. Wie im Flug ist die Geschichte dahingeflogen und war leider viel zu schnell zu Ende. Nichtsdestotrotz ist die dort erzeugte Spannung sofort auf mich übergegangen.
Sienna habe ich sofort in mein Herz geschlossen. Dieses liebe Mädchen, dass sich ergeben den Wünschen ihrer beruflich viel zu eingespannten Eltern beugt und so einsam ist, dass nur ein imaginärer Hund - oder ist er real? - ihr Gesellschaft leistet. Entwurzelt aus der Heimat, die sie kennt, nimmt ihr Vater sie mit nach China, wo der Kulturschock wahrscheinlich größer nicht sein kann. Zum Glück hat Sienna schon viel von diesem Land dank der Arbeit ihrer Eltern gelernt. Dabei ist sie stets sehr tapfer und verliert ihr Ziel nie aus den Augen. Gemeinsam mit ihren unsichtbaren Freunden trifft Sienna auf ihrer Suche viele echte Freunde und hilfsbereite Menschen.
Die Thematik des unsichtbaren Freundes wurde schon des öfteren in der Literatur benutzt, doch noch nie habe ich sie so schön umgesetzt gefunden wie in diesem Buch von Barbara Laban. Diese Figuren sind allesamt wunderschön gezeichnet und vermitteln den Geist echter Freundschaft. Und nur die, die den Glauben an diese nicht verloren haben, können sie sehen.
Sehr ansprechend fand ich auch die chinesischen Kapitelüberschriften, die von der Lautschrift und der Übersetzung begleitet wurden. Diese feinen Einzelheiten runden das Gesamtbild des Buches sehr schön ab. Ebenso wie das Cover, das mich gleich von Anfang für sich eingenommen hat. Farblich wunderschön gestaltet zeigt es einen Drachen und herrliche Blütenzweige. Ein echter Hingucker.
"Im Zeichen des Mondfests" ist ein sehr schönes Kinderbuch, in dem die Spannung in keinem Fall zu kurz kommt und das mich obendrein wahrlich verzaubert hat.
Als Sienna ihre geliebte Kiste mit den Briefen ihrer Mutter vermisst, kommt sie zufällig dahinter, dass die Haushälterin nicht nur diese, sondern auch den wertvollen Schmuck ihrer Mutter stiehlt. Sie stellt sie zur Rede, doch dies kümmert die Haushälterin wenig. Als diese kurz abgelenkt ist, ergreift Sienna die Gelegenheit und verschwindet kurzerhand mit ihrer Kiste. Dank eines Jungen, der ihr schon bei ihrer Ankunft aufgefallen ist, gelingt ihr die Flucht. Dabei stellt sich heraus, dass auch dieser auf der Suche nach jemanden ist. Sein bester Freund, den er liebevoll großer Bruder nennt, hat nämlich Siennas Mutter begleitet und ist nun auch zusammen mit ihr verschwunden. Gemeinsam wollen sie klären, was mit den beiden passiert ist und machen sich, nur in Begleitung ihrer unsichtbaren Freunde, mutig auf in die Provinz Henan - dorthin wo die beiden zuletzt gesehen worden sind. Werden sie die Vermissten finden? Und wer steckt hinter alledem?
Der Schreibstil der Autorin ist wirklich sehr flüssig und lebendig. Wie im Flug ist die Geschichte dahingeflogen und war leider viel zu schnell zu Ende. Nichtsdestotrotz ist die dort erzeugte Spannung sofort auf mich übergegangen.
Sienna habe ich sofort in mein Herz geschlossen. Dieses liebe Mädchen, dass sich ergeben den Wünschen ihrer beruflich viel zu eingespannten Eltern beugt und so einsam ist, dass nur ein imaginärer Hund - oder ist er real? - ihr Gesellschaft leistet. Entwurzelt aus der Heimat, die sie kennt, nimmt ihr Vater sie mit nach China, wo der Kulturschock wahrscheinlich größer nicht sein kann. Zum Glück hat Sienna schon viel von diesem Land dank der Arbeit ihrer Eltern gelernt. Dabei ist sie stets sehr tapfer und verliert ihr Ziel nie aus den Augen. Gemeinsam mit ihren unsichtbaren Freunden trifft Sienna auf ihrer Suche viele echte Freunde und hilfsbereite Menschen.
Die Thematik des unsichtbaren Freundes wurde schon des öfteren in der Literatur benutzt, doch noch nie habe ich sie so schön umgesetzt gefunden wie in diesem Buch von Barbara Laban. Diese Figuren sind allesamt wunderschön gezeichnet und vermitteln den Geist echter Freundschaft. Und nur die, die den Glauben an diese nicht verloren haben, können sie sehen.
Sehr ansprechend fand ich auch die chinesischen Kapitelüberschriften, die von der Lautschrift und der Übersetzung begleitet wurden. Diese feinen Einzelheiten runden das Gesamtbild des Buches sehr schön ab. Ebenso wie das Cover, das mich gleich von Anfang für sich eingenommen hat. Farblich wunderschön gestaltet zeigt es einen Drachen und herrliche Blütenzweige. Ein echter Hingucker.
"Im Zeichen des Mondfests" ist ein sehr schönes Kinderbuch, in dem die Spannung in keinem Fall zu kurz kommt und das mich obendrein wahrlich verzaubert hat.
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