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Sonntag, 22. Januar 2017

Das wilde Leben der Jessie Jefferson

"Kaum hat Jessie die Neuigkeit verdaut, dass Rockstar-Legende JohnnyJefferson ihr echter Dad ist, steht ihre Welt kopf! Ständig lauern ihr Papparazzi auf und sie kann keinen Schritt mehr ohne Bodyguard machen. Zum Glück steht der gut aussehende Tom ihr in diesem Chaos bei, und ihre Beziehung wird immer intensiver. Aber plötzlich taucht der heiße Gitarrist Jack, den Jessie bereits abgeschrieben hatte, wieder in ihrem Leben auf. Doch welchem der beiden Jungs ihr Herz gehört, ist nicht die einzige schwierige Entscheidung, die sie treffen muss …" (Quelle: HarperCollins)

Meine Meinung:

Der erste Band der Reihe hatte bei mir einen Volltreffer gelandet und natürlich wollte ich daraufhin wissen, wie es weitergehen wird in Jessie Jeffersons Leben. Der vorgeschaltete Prolog der Fortsetzung baut dann auch gleich viel Spannung auf und lässt meine Erwartungen in die Höhe schnellen.

Auch dieses Mal empfinde ich den Roman als sehr emotional; ich habe das Gefühl direkt an Jessies Gefühlsleben teilzuhaben. Die anfängliche Ungewissheit, wer ihr leiblicher Vater ist, hat Jessie schon lange hinter sich gelassen, doch damit ist ihr Leben nicht wirklich leichter geworden.

Sie lebt zwischen den Stühlen und fühlt sich hin- und hergerissen. Auf der einen Seite ist da ihr Rockstar-Vater, der ihr mit seiner Familie immer mehr ans Herz wächst und das flippige Leben, das er führt, und auf der anderen Seite sind da Stu, ihr Stiefvater, ihre Freunde, Tom und ihre gewohnte Umgebung. Zwei unterschiedliche Welten prallen aufeinander und schütteln Jessie emotional richtig durch.

 
Als ihr neues Leben in das alte hineinschwappt, wird es jedoch für Jessie noch komplizierter. Zudem macht sich bei ihr Unsicherheit breit, wer für diese Kollision ihrer Welten verantwortlich ist...

Die Darstellung der Protagonistin hat mir wieder sehr gut gefallen. Sie wirkt sehr lebendig auf mich und spiegelt die für dieses Alter typische Unentschlossenheit wider. Neuem gegenüber ist sie sehr aufgeschlossen; gleichzeitig hat sie aber auch Angst vor weiteren Verletzungen.

Schade fand ich, dass ihr Stiefvater Stu dieses Mal nicht so präsent war. Ihn hatte ich von Anfang an in mein Herz geschlossen. Die anderen Charaktere waren leider immer noch ein wenig eindimensional im Vergleich zu Jessie, aber zum Teil lag das vielleicht auch an der mangelnden Präsenz in diesem Teil der Geschichte.


Locker und beschwingt führt mich Paige Toon durch den Roman und lässt wieder einmal keine Längen aufkommen. Es macht einfach Spaß, Jessie zu folgen und ich freue mich schon sehr auf die Fortsetzung, die zum Glück bald erscheinen wird.

 
Fazit:

"Das wilde Leben der Jessie Jefferson" ist die spannende Fortsetzung einer unterhaltsamen Jugendbuch-Reihe. Paige Toon konnte mich nicht nur mit der Umsetzung ihrer Idee überzeugen, sondern auch mit ihrem locker-flockigen Schreibstil.






Taschenbuch mit 304 Seiten
Autorin: Paige Toon
Übersetzer/in: Gisela Schmitt
Verlag: HarperCollins
 

Facebookauftritt des Verlags → HIER 
erschienen: 05.12.2016
Preis: 15,00 Euro
ISBN:
9783959670234
mehr Infos, Leseprobe und Einkauf über Verlag möglich →HIER
Website der Autorin → HIER

Vielen Dank an HarperCollins für die Zusendung eines Rezensionsexemplars.
 

Donnerstag, 20. Oktober 2016

Demon Road - Hölle und Highway

Merkwürdig waren Ambers Eltern ja schon immer etwas, aber das, was sie so in den letzten Tagen gebracht haben, sprengt eigentlich jeden Rahmen. Angefangen von ihrem seltsamen Verhalten in ihrer Schule bis zu dem Moment, als Amber erfährt, dass ihre Eltern sie zum Fressen gern haben.

Seitdem ist sie auf der Flucht vor ihnen - auf der Demon Road, einer magischen Straße, die merkwürdige Wesen und gruselige Ort miteinander verbindet. Übrigens ist Amber auch so ein Wesen, doch das weiß sie erst seit kurzem, weshalb sie sich erst langsam an ihre Kräfte gewöhnen muss....

Meine Meinung:

Das Cover ist ja schon mal ein echter Hingucker. Farblich in höllisch rot gehalten, macht es mich auf jeden Fall neugierig auf das Buch. Der Klappentext verspricht eine außergewöhnliche Handlung, doch das habe ich bei einem Buch von Derek Landy nicht anders erwartet.

Der Autor hat einen ganz eigenen Schreibstil, den ich persönlich erfrischend anders finde, genauso wie den skurrilen Inhalt des Buches. Wer Derek Landy nicht kennt, sollte sich von allen Erwartungen befreien und dann einfach nur genießen.

Die Handlung beginnt gleich sehr spannend und unmittelbar. Derek Landy hält sich nicht mit langen Vorstellungen auf, sondern wirft seine Leser gleich ins Geschehen. Schnell überschlagen sich die Ereignisse in Ambers Leben und muten zu einem unterhaltsamen Roadmovie an.

Die Charaktere dieses Romans sind allesamt interessant und abstrakt beschrieben und machen dieses Buch allein deshalb schon unheimlich lesenswert. Sehr lebendig dargestellt haben sie alle ihre ganz eigene, oftmals sehr eigenwillige Persönlichkeit, so dass ich keinen von ihnen missen wollte. Zudem war es sehr interessant zu beobachten, wie Amber so nach und nach ihre außergewöhnlichen Fähigkeiten entdeckt.

Ihr Beschützer Milo ist ein wortkarger Mann und irgendwie hatte er mich gleich für sich eingenommen. Er scheint nicht nur der einzige Mensch zu sein, der zwischen ihr und ihren Eltern steht, sondern auch der einzige, der es überhaupt wagt, sich für sie einzusetzen. Gleich beim ersten Kennenlernen erhält man den Eindruck, dass Milo mehr als ein Geheimnis vor Amber hat - womit ich sofort Blut geleckt hatte, weil ich wissen wollte, was dahintersteckt.

Ihren zusätzlichen Mitfahrer Glen nehmen die beiden nur widerwillig mit. Er wirkt lustig, extrem redselig und oftmals mehr als einfältig. Doch dann gibt es wieder Situationen, in denen er mich echt überrascht hat.

Natürlich darf bei einem Derek Landy-Roman auch eine ordentliche Portion Witz nicht fehlen - so etwas mag ich immer ganz besonders.

Es gab nur wenige Längen und meist konnte ich nicht einmal erahnen, in welche Richtung die Geschichte nun weitergeht. Unterhaltsame Spannung hat mich vorangetrieben, immer in Sorge um Ambers Wohlergehen und was die Zukunft ihr wohl noch bringen mag.

Fazit:

"Demon Road - Hölle und Highway" ist der Auftakt einer neuen Reihe von Derek Landy und hatte mich bereits nach wenigen Minuten gepackt. Hier ist einfach alles drin, das mich beim Lesen fesselt und darüber hinaus noch einiges mehr: Geniale Charaktere, jede Menge Witz und eine abwechslungsreiche Handlung, die nicht vorhersehbar ist. Das alles, gepaart mit einfallsreicher Fantasy, hat mich begeistert durch die Seiten fliegen lassen.






Hardcover mit 480 Seiten
Autor: Derek Landy
Übersetzer/in: Ursula Höfker
Verlag: Loewe
Facebookauftritt des Verlags → HIER
erscheint: 20.01.2014
Alter: ab 14 Jahren
Preis: 19,95 Euro
ISBN: 978-3-7855-8508-5
mehr Infos und Einkauf über Verlag möglich → HIER

Montag, 27. Juni 2016

Das verrückte Leben der Jessie Jefferson

"An Jessies 15. Geburtstag verunglückt ihre Mutter tödlich - ohne je verraten zu haben, wer ihr leiblicher Vater ist. Außer sich vor Trauer und Wut, entlockt Jessie ihrem Stiefvater das schockierende Geheimnis: Ihr Erzeuger ist der Mega-Rockstar Johnny Jefferson, der nichts von ihrer Existenz ahnt! Klar, dass Jessie ihren berühmten Dad unbedingt treffen will, doch der Besuch im sonnigen Kalifornien, wo Johnny mit seiner Familie lebt, verläuft zunächst holprig. Dank des heißen Nachwuchsmusikers Jack findet Jessie schließlich Gefallen an der Glitzerwelt von L.A. Aber kann sie in dieser Glamourwelt wirklich bestehen?" (Quelle: HarperCollins)

Meine Meinung:

Der Roman beginnt sogleich sehr emotional und lässt seine Leser zu einem Zeitpunkt teilhaben, an dem Jessies Mutter bereits gestorben ist. Das Mädchen kommt mit dem Verlust nicht klar und stößt die Menschen von sich, die ihr noch etwas bedeuten. Während ihr Stiefvater verzweifelt versucht, zu ihr durchzudringen, hängt Jessie sich an neue Freunde, mit denen sie abfeiert, raucht und trinkt.

Neben dem Verlust und den Schuldvorwürfen gegen sich selbst, plagt das Mädchen zudem die Ungewissheit, wer ihr Vater ist. Denn das hat ihr ihre Mutter bisher immer erfolgreich verschwiegen. Umso erstaunter ist sie, als ihr Stiefvater Stu ihr verkündet, dass er über dessen Identität im Bilde ist und vor allem: wer er ist!

Und an diesen einen Gedanken hängt sich das Mädchen. Sie ist neugierig, aber auch ängstlich. Dennoch will sie ihren Vater unbedingt kennenlernen. Mir war Jessie auf jeden Fall sympathisch, auch wenn sie sich manchmal etwas daneben benimmt - wer will es ihr verdenken.

Die anderen Charaktere bleiben für mich größtenteils hinter Jessies Person zurück. Stu habe ich aber gleich ins Herz geschlossen und auch ihre Stiefmutter Meg gefällt mir, da sie sehr authentisch herüberkommt. Von Jack und Johnny hätte ich allerdings etwas mehr erwartet. Ich bin gespannt, ob sie im nächsten Band aufholen können.

Der Schreibstil ist sehr locker und beschwingt. Es macht einfach Spaß, Jessie zu folgen. Irgendwie war das Buch dann auch viel zu schnell für meinen Geschmack zu Ende. Die Fortsetzung erscheint zum Glück aber noch dieses Jahr.

Einziges Manko in diesem Buch war für mich, dass ich den Eindruck hatte, dass der Alk
oholgenuss von Jessie hier etwas verharmlost worden ist. Immerhin ist sie erst fünfzehn und meistens wurde ihr Verhalten doch mehr oder weniger toleriert.

Fazit:

"Das verrückte Leben der Jessie Jefferson" ist ein spannendes Jugendbuch, das mich zu unterhalten wusste. Die Idee und das Setting fand ich sehr interessant aufgezogen und auch die Umsetzung konnte mich, ebenso wie der Schreibstil, überzeugen.






Taschenbuch mit 304 Seiten
Autorin: Paige Toon
Übersetzer/in: Gisela Schmitt
Verlag: HarperCollins
 

Facebookauftritt des Verlags → HIER 
erschienen: 10.06.2016
Preis: 14,99 Euro
ISBN:
9783959670234
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Website der Autorin → HIER

Vielen Dank an HarperCollins für die Zusendung eines Rezensionsexemplars.
 

Dienstag, 17. Mai 2016

Die Prinzessin von New York

Quelle: heartbeat-books.blogspot.de
Als einzige Tochter eines Mafiabosses ist Skylers Leben alles andere als leicht. Sie lebt in einem goldenen Käfig, immer auf der vergeblichen Suche nach Zuneigung und Anerkennung durch ihren Vater. Als dieser sie dann auch noch gegen ihren Willen verheiraten will, flüchtet Skyler.

Nach vielen Monaten, in denen sie sich bemüht hat, eine falsche Spur zu legen, beschließt sie, sich in Los Angeles niederzulassen. Zu ihrem Schutz versucht sie, Kampfsportunterricht bei
Julin „The Killer“ zu bekommen. Bei den  illegalen Untergrundkämpfen ist er ein Star. In der Hoffnung, dass ihre Tarnung nicht auffliegt, lässt sich Skyler auf ein Verhältnis mit ihm ein. Doch natürlich kommt es selten so, wie man es plant....

Meine Meinung:

Seit den "Blanche"- Romanen bin ich ein Fan von Jane Christo und alles, was ich danach gelesen habe, konnte bestens mit den anderen Büchern mithalten. Ich liebe ihren Schreibstil, der locker, aber auch ungeheuer fesselnd ist und mich tief in die Seiten des Buches hineinlockt.

Die Protagonisten in den Büchern der Autorin, die ich kenne, sind allesamt keine Weicheier, und das kann man auch hier nicht von Skyler und Julin behaupten. Beide sind tough, selbstsicher und mit einer großen Klappe und so einigen anderen ungewöhnlichen Fähigkeiten ausgestattet. Skyler zum Beispiel ist ein Informatikass. Ein Talent, um das ich sie sehr beneide. Dazu kommt, dass es mir für sie unheimlich leidtut, wie sie aufgewachsen ist, denn außer ihrem Stiefbruder hatte sie in der Jugend kaum jemanden, dem sie sich anvertrauen konnte. Und dessen Verschwinden hat sie letztendlich hart getroffen.

Irgendwie schafft es Jane Christo obendrein immer wieder, dass mir auch ein Teil der "bösen" Buben gefallen. Normalerweise würde allein schon mein Gerechtigkeitssinn dafür sorgen, dass ich Julin nicht leiden kann, aber, ich weiß nicht wie, ich finde ihn trotz seiner Machenschaften sympathisch. Vielleicht weil nicht alles schwarz und weiß ist, vielleicht aber auch weil die Sorte Mann Frauen unweigerlich anzieht. Innerhalb seiner eigenen Parameter ist Julin auf jeden Fall gar nicht so übel und auch die stärkste Frau braucht einfach manchmal einen Mann, der sie beschützt und, bei dem sie sich anlehnen kann.

Neben der Liebesgeschichte gibt es natürlich auch noch den kriminalistischen Teil. Abgesehen von dem Mafiagenre ist da noch eine ungeklärte Geschichte aus der Vergangenheit, die die Wurzel allen Übels scheint. Zusammen mit Skyler war ich sehr erpicht darauf, letztendlich die Wahrheit zu erfahren und fand das Ende in dieser Hinsicht überaus gelungen.

Fazit:

Mit "Die Prinzessin von New York" hat Jane Christo bei mir wieder einmal voll gepunktet. Jede Menge Action, Spannung und Erotik haben mich voll auf meine Kosten kommen lassen und sind mit Hilfe des einnehmenden Schreibstils der Autorin zu einem runden Leseerlebnis geworden. Ich freue mich schon auf das nächste Buch der Autorin.





Taschenbuch mit 316 Seiten
Verlag: CreateSpace
Autor: Jane Christo
 

Facebookauftritt der Autorin → HIER
erschienen: 28.01.2016

Preis: 9,90 Euro
ISBN: 
978-1523423781
Blog der Autorin → HIER

Vielen Dank an Jane Christo für die Zusendung eines Rezensionsexemplars.
 

Sonntag, 1. Mai 2016

Der Kuss des Raben

"Mila ist schön und rätselhaft. Ihre Vergangenheit will sie um jeden Preis geheim halten. In Moorstein sucht die Sechzehnjährige einen Neuanfang und findet ihre große Liebe. Tristan, eigentlich unerreichbar, erwählt ausgerechnet sie! Mila kann ihr Glück kaum fassen. Doch auch Tristan hat ein Geheimnis. Als in der Kleinstadt ein junger Mann namens Lucas auftaucht und das Haus der Rabenfrau in Besitz nimmt, erwachen die Schatten der Vergangenheit zum Leben. Denn Lucas und Tristan scheinen sich zu kennen – und zu hassen. Im undurchsichtigen Spiel der beiden gerät Mila zwischen die Fronten und findet sich plötzlich vor einem finsteren Abgrund wieder …" (Quelle: Arena Verlag)

Meine Meinung:

Das Tolle an den Büchern von Antje Babendererde ist, dass jedes von ihnen mir das Gefühl gibt, es sei ihr bestes und damit die Messlatte für alle nachfolgenden ganz hoch hängt. Logischerweise sollte man davon ausgehen, dass es dadurch irgendwann zu einer Enttäsuchung kommen muss, doch ich muss bisher sagen: weit gefehlt!

Ich weiß nicht, wie sie es macht, aber die Autorin schafft es jedes Mal, ihre Geschichten für mich zum Leben zu erwecken. Ich konnte das Haus von Lucas quasi vor mir sehen, ebenso wie die Straßen in dem kleinen Städtchen. Ganz mühelos erzeugt die Autorin Bilder in meinem Kopf - ein Film könnte das kaum besser.

Die Charaktere des Romans sind mir auf ganz unterschiedliche Weise begegnet. Mila ist ungeheuer mutig. Sie hat alles in ihrer Heimat zurückgelassen, um sich ihren Traum zu erfüllen, den sie verbissen verfolgt. Fast ganz auf sich allein gestellt, kommt sie in dem für sie fremden Land klar und beißt sich durch. Sie nimmt die täglichen Dinge, die sich ihr eröffnen, nicht als selbstverständlich hin, sondern hat aufgrund ihrer Erfahrungen ein Auge für das Detail.

Dabei ist sie ihren Freunden gegenüber stets etwas zurückhaltend. Man spürt, dass sie etwas verbirgt, und genau dieses Gefühl vermittelt sie mir auch als Charakter, so dass ich ihr zwar leider nicht richtig nahe kommen konnte, aber wodurch ihr Charakter ganz besonders authentisch wirkt. Und natürlich holt sie die Vergangenheit irgendwann ein, denn wir alle sind ein Produkt aus vergangenen Erlebnissen und Entscheidungen.

Auch Lucas schleppt so sein Päckchen mit sich herum. Im Gegensatz zu Mila hat er es jedoch geschafft, mich von Anfang an zu berühren. Seine Geschichte und er selbst wirken offener, auch wenn Dinge zunächst unausgesprochen bleiben. Zu ihm konnte ich schnell eine Verbindung aufbauen.

Die Geschichte beginnt mit einer kurzen Sequenz aus einer Rehaklinik, die einen kleinen Ausblick auf die Geschehnisse gibt. Sie besteht aus reinem Dialog und wirft schnell die Frage auf, wie es zu dieser Situation gekommen ist. Die Handlung selbst wird größtenteils als Rückblick erzählt, immer wieder durch kurze Szenen aus der Rehaklinik aufgelockert. Zum Schluss führt die Autorin die Stränge gekonnt zusammen und klärt alle Fragen.

Dabei fordert sie ihre Leser wie bei allen ihren Büchern zum Nachdenken auf. Besonders Themen wie Vertrauen und Vorurteile werden hier aufgegriffen, aber auch alltägliche Dinge, die junge Menschen bewegen.

Fazit:

Angefangen mit einer berührenden Liebesgeschichte beinhaltet "Der Kuss des Raben" von Antje Babendererde auch ganz viel Spannung und einen Hauch Mystery. Wie immer punktet die Autorin bei mir mit ihren gut beschriebenen Charakteren und dem Setting und der ganz besonderen Atmosphäre, die sie stets in ihren Büchern schafft. 





gebundenes Buch mit 496 Seiten
Verlag: Arena
Facebookauftritt des Verlags → HIER
erschienen: März 2016
Alter: ab 14 Jahren

Preis: 17,99 Euro
ISBN:
978-3-401-60009-3
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Website der Autorin → HIER


Vielen Dank an den Arena Verlag für die Zusendung eines Rezensionsexemplars. 


 

Sonntag, 24. April 2016

Die längste Nacht

Das Abitur liegt endlich hinter Vita und sie brennt darauf, gemeinsam mit ihren Freunden Trixie und Danilo gen Süden zu reisen - nur weg von zu Hause. Die Atmosphäre hier ist sehr unterkühlt und je weiter die drei Freunde kommen, um so freier kann Vita atmen.

Doch dann verschlägt es die drei nach Viagello, den Ort, von dem Vita heimlich in einem unveröffentlichten Manuskript gelesen hat, dass ihrem Vater zugeschickt worden ist und, das ihn so sehr aufgewühlt hat. Dieser Ort strahlt eine magische Anziehungskraft auf Vita aus. Das gilt auch für den Seiltänzer Luca, dessen Bekanntschaft sie macht. Sie ahnt nicht, was Viagello tatsächlich für sie bedeutet bis die Erinnerungen sich nach und nach ihren Weg bahnen...

Meine Meinung:

Also eigentlich wollte ich das Buch gar nicht lesen. Nicht, dass ich die Autorin nicht mag, im Gegenteil, ich fand die Leseprobe sehr fesselnd geschrieben, aber die Geschichte klang sehr traurig und melancholisch und ich bin leider jemand, der bei solchen Büchern dann meist ein ganze Packung Taschentücher verbraucht.

Dann habe ich mich doch auf das Buch eingelassen und konnte einfach nicht mehr aufhören zu lesen. Gleich zu Beginn der Geschichte verstreut die Autorin ihre Brotkrumen und macht mich neugierig auf das, was damals in Italien geschehen ist. Man bekommt zwar eine leichte Ahnung, aber das tatsächlich Geschehene weicht dann doch noch mal ordentlich von dem ab, was ich mir vorgestellt habe.

Schneller als gedacht liegen die Karten hinsichtlich der Identitäten der Charaktere auf dem Tisch und ich war schon fast enttäuscht, weil ich dachte, dass alles Wichtige bereits erzählt worden ist. Doch dann ging es erst so richtig los. Die Spannung stieg und ich merkte, wie ich immer mehr der Lösung des Rätsels entgegenfieberte.

Die Charaktere selbst fand ich dabei überaus gelungen. Sie alle zeichneten sich durch ganz spezifische Eigenschaften aus und handelten die ganze Zeit sehr authentisch; nicht einmal habe ich irgendetwas von dem, was sie taten, hinterfragt. Auch die Beschreibungen Viagellos waren sehr detailliert, so dass man den Eindruck gewinnen konnte, man sei tatsächlich gemeinsam mit Vita und ihren Freunden dort.

 

Das Ende fand ich sehr überzeugend und war dann auch tatsächlich für mich tränenreich, aber dennoch überaus gelungen und das war auch okay so, denn Isabel Abedi hat es einfach geschafft, mich mit ihren Zeilen zu berühren und genau so etwas macht schließlich ein gutes Buch aus.

Fazit:

"Die längste Nacht" von Isabel Abedi ist ein Jugendroman, der mich sehr berührt hat. Auf sehr einfühlsame Weise beschreibt die Autorin den Weg einer jungen Frau in ihre Zukunft, die jedoch zunächst die ihr bislang unbekannte Vergangenheit aufarbeiten und Hindernisse aus dem Weg räumen muss. Gerne habe ich Vita auf diesem Weg begleitet und gemeinsam mit ihr der Wahrheit entgegengefiebert. 





gebundenes Buch mit 408 Seiten
Verlag: Arena
Autorin: Isabel Abedi
Facebookauftritt des Verlags → HIER
erschienen: März 2016
Alter: ab 14 Jahren
Preis: 19,99 Euro
ISBN: 
978-3-401-06189-4  
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Website der Autorin → HIER

Vielen Dank an den Arena Verlag für die Zusendung eines Rezensionsexemplars. 


Freitag, 1. Januar 2016

Missing Girl - Verschollen

Nach einem Schulwechsel kann Kalah es kaum glauben, dass die angesagten Freundinnen Beth und Britney sich ihrer annehmen. Die Beziehung der drei Mädchen ist kompliziert und wird auf die Probe gestellt, als Beth an ihrem achtzehnten Geburtstag urplötzlich verschwindet.

Kalah, die mehr Gefühle für Beth entwickelt hat, ist verzweifelt und versucht, hinter den Grund für Beths Flucht zu kommen. Sie mag nicht glauben, dass diese sich nur einfach abgesetzt hat, wie ihr Britney versichert. Doch bevor Kalah auch nur etwas herausfinden kann, verschwindet auch Britney mehr oder weniger spurlos.

Meine Meinung:

Der Klappentext des Buches hat mich im wahrsten Sinne direkt angesprochen. Wer hat nicht schon mal ganz kurz den Gedanken gehabt, alles hinter sich zu lassen und irgendwo ganz neu anzufangen. Ich war gespannt, wie die Autorin dieses Thema aufgreifen wollte.

Der Einstieg in den Roman hat mir gut gefallen. Ich konnte mir schnell ein Bild sowohl von den Hauptcharakteren, als auch vom eigentlichen Geschehen machen.

Ich fand das Buch sehr flüssig geschrieben, Längen kamen bei mir eigentlich nicht auf. Dafür der dringende Wunsch die Protagonistin Kalah immer mal wieder ganz kräftig zu schütteln und am liebsten in die Realität zurückzuholen. Nach allem, was sie durchgemacht hat in der Vergangenheit, scheint sie nicht viel daraus gelernt zu haben. Sie macht sich selbst zum Sklaven einer Freundschaft, die mehr als einseitig zu sein scheint, nimmt dies zwar wahr, zieht aber nicht die nötigen Konsequenzen daraus.

Zum einen wird immer wieder betont, dass sie gar nicht glauben kann, dass Beth und Britney sich mit ihr abgeben, auf der anderen Seite scheint sie es aber nie wirklich zu hinterfragen. Auch die Rolle, die sie in dieser Dreierbeziehung übernimmt, scheint sie nicht stutzig zu machen. Alles wird von der Idee überschattet, dass sie sich vielleicht in Beth verliebt hat. Der Umstand, dass sie dennoch nicht Schluss mit ihrem Freund macht, der im Gegensatz zu ihren Freundinnen immer für sie da ist, macht Kalah zudem nicht unbedingt sympathisch für mich.

Trotz des angenehmen Schreibstils will die Spannung nicht so recht bei mir ansteigen. Das Buch ist im Genre Thriller eingeordnet, deswegen hätte ich in dieser Hinsicht etwas mehr erwartet. Es wäre allerdings möglich, dass mein Unverständnis für die Protagonistin mein Empfinden da ein wenig blockiert hat.

Dennoch habe ich das Buch sehr gerne gelesen, da mir der Schreibstil der Autorin sehr gut gefallen hat. Neben Vertrauen, Freundschaft und diverser Formen von Liebe hat E. E. Cooper hier ein paar sehr interessante Themen angeschnitten, zu denen ich gerne mehr erfahren hätte.

Das Ende lässt mich etwas unzufrieden zurück und ich hatte die meiste Zeit das Gefühl, dass die Autorin mit der Handlung nur an der Oberfläche gekratzt hat. In diesem Buch steckt eine ganze Menge Potential und ich kann nur hoffen, dass es eine Forsetzung geben wird, die mehr in die Tiefe gehen wird.

Fazit:

Mit "Missing Girl - Verschollen" hat E. E. Cooper ein gelungenes Debüt hingelegt. Der Jugendroman, der in einem psychologischen Verwirrspiel mündet, thematisiert Freundschaft, Liebe und Vertrauen. Der leichte Schreibstil der Autorin ließ während des Lesens keine Längen aufkommen.






gebundenes Buch mit 304 Seiten
Verlag: HarperCollins - ya!
Autorin: E. E. Cooper
Übersetzer/in: Ira Panic

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erschienen: 10.12.2015
Preis: 16,90 Euro
ISBN:
9783959670159
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Vielen Dank an HarperCollins für die Zusendung eines Rezensionsexemplars.

Dienstag, 16. September 2014

Lillesang - Das Geheimnis der dunklen Nixe

Der Tod einer Jo bislang unbekannten Tante ihrer Mutter führt die Familie nach Dänemark, um die notwendigen Angelegenheiten des Erbes zu regeln. Das 11-jährige Mädchen ist begeistert von der Reise, denn sie liebt das Wasser und freut sich, einige Zeit am Meer verbringen zu dürfen, das ihrer Mutter im Gegensatz zu ihr eine merkwürdige und unerklärliche Angst einflößt.

Beim Haus von Tante Mette angekommen, macht die Familie nicht nur die Bekanntschaft der Jansens, mit deren Tochter Julie sich Jo anfreundet, sondern auch von Bente, die eine Freundin der Tante war und ihnen bei allem behilflich sein will. Die Geschichten, die sie erzählt, sind gruselig und handeln von finsteren Meeresbewohnern und als Jo eines Nachts von einer ihr bekannten Melodie magisch ans Meer gezogen wird, beginnt für sie ein Abenteuer, das sie in große Gefahr bringt.

Meine Meinung:
 

"Lillesang - Das Geheimnis der dunklen Nixe" hat mich gleich von Anfang an verzaubert. Der wunderschöne Schreibstil von Nina Blazon hat dafür gesorgt, dass die Seiten einfach nur dahingeflogen sind und ich mich leider viel zu schnell schon am Ende der Geschichte wiedergefunden habe.  

Als Leser wird man gleich zu Beginn mitten ins Geschehen hineingezogen und die kontinuierlich anhaltende Spannung lässt einen auch nicht wieder los. So ganz nebenbei erfährt man dabei viele wundervolle Dinge über Hans Christian Andersen, die die Autorin mit in die Geschichte eingeflochten hat und dessen kleine Meerjungfrau hier noch eine wichtige Rolle spielen wird.

Die Charaktere sind so wundervoll und realitätsnah gezeichnet, dass sich jeder junge Leser problemlos mit ihnen verbunden fühlen kann und auch die detaillierten Beschreibungen der örtlichen Begebenheiten gaben mir das Gefühl, ein Teil der Geschichte zu sein und schürten dabei den Wunsch, den nächsten Familienurlaub unbedingt nach Dänemark zu verlegen.

Freundschaft in all seinen Facetten wird hier thematisiert und sehr schön altersentsprechend aufbereitet, ebenso, wie wichtig die Familie und gegenseitiges Vertrauen sind.
 

Die Idee zu der Geschichte war für mich unverbraucht und frisch und erschien mir wirklich gut umgesetzt. Dabei sorgt die Autorin stets für unvorhergesehene Wendungen und überrascht dann letztendlich mit einer Lösung, die zuvor nicht erkennbar war, aber dennoch sehr stimmig in den Rahmen der Handlung passt.

Das Lesen dieses Buches, das mit einem wundervollen Cover ausgestattet ist, war ein wahrer Genuss und ich kann es nur jedem - auch außerhalb der empfohlenen Altersangabe - uneingeschränkt empfehlen. 

Fazit:

Auch mit "Lillesang - Das Geheimnis der dunklen Nixe" hat mich Nina Blazon schnell wieder in ihren Bann geschlagen. Sie ist und bleibt für mich einfach
eine geniale Geschichtenerzählerin. Fasziniert habe ich den Roman verfolgt, der Märchengeschichte auf so wunderschöne Weise lebendig macht. Tolle und vielschichtige Charaktere haben mich ebenso wie die unvorhersehbare und spannende Handlung beeindruckt und ich wünschte, der Roman hätte nie geendet. 




gebundenes Buch mit 416 Seiten
Verlag: cbt 
erschienen: 01.09.2014 
Alter: ab 10 Jahren
Preis: 16,99 Euro
ISBN: 978-3-570-16287-3
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Website der Autorin → HIER
 

Montag, 7. April 2014

Magische Zeiten - plötzlich geküsst

Die sportliche Marli verbringt ihre Freizeit entweder beim Freerunning oder gemeinsam mit ihren besten Freundinnen Luna und Suse, die sie mit ihrer Vorliebe für diesen exotischen Sport bereits angesteckt hat. Die drei Mädchen verbindet zudem ein Geheimnis, denn sie alle sind im Besitz von Ringen, die die Gesetze der Zeit aufheben. Als sie sich in ihren Ferien vorgenommen haben, dieses Geheimnis ein für alle mal zu lösen, werden die Dinge zusehends kompliziert.

Erst müssen sie gegen die Ferienpläne von Lunas Papa ankämpfen und dann verhält sich Marlis Tante Emmi immer merkwürdiger. Was hat sie mit dem Geheimnis der Ringe zu tun? Und weshalb schaut Suses Bruder Greg Marli jetzt immer so seltsam an und sucht ständig ihre Nähe?
 
Meine Meinung:

"Magische Zeiten - plötzlich verliebt" ist der dritte Band der fantasievollen Reihe von Katja Henkel. Dieser finale Teil wird aus der Sicht von Marli erzählt und klärt nunmehr alle offenstehenden Fragen.

Es war sehr interessant, jetzt auch mehr über die dritte im Bunde zu erfahren und die Situation einmal aus ihren Augen zu betrachten, die ja die stärkste Bindung zu der mysteriösen Emmi hat. Gemeinsam entdecken die unzertrennlichen Mädchen das Geheimnis ihrer Ringe und stehen auch schwerere Zeiten durch.

Das Cover des dritten Teils erstrahlt in einem wunderschönen Lilaton und passt damit perfekt in die Reihe. Auch ihrem jugendlichen Schreibstil bleibt Katja Henkel treu und bringt damit das hippe Wesen der quirligen Marli voll zur Geltung.

Mit Suses Bruder Greg tritt auch ein weiterer Anwärter auf das Herz eines der Mädchen auf den Plan, während Tom und Henry in diesem Teil leider gar nicht mehr in Erscheinung treten. Zwar bin ich immer noch der Meinung, dass diese Erfahrungen mit Blick auf das Alter der Mädchen ein wenig zu früh kommt, aber da sie sehr schön und einfühlsam beschrieben waren, passte es wie immer ganz gut zur Erzählung.

Toll fand ich, dass hier der Opa von Luna und Suse mehr in den Vordergrund gerückt ist. Ich mag einfach seine Ausstrahlung, seine Andersartigkeit und sein freundliches Wesen. Zudem ist er genau der Richtige, um Marli ein wenig erwachsenen Beistand zu bieten. Am liebsten würde ich ihn mir schnappen und sofort adoptieren.

Fazit:

"Magische Zeiten - plötzlich geküsst" ist der dritte und letzte Teil einer magischen Jugendbuchreihe von Katja Henkel. Das Finale dieser wundervollen Geschichte konnte mich wieder voll und ganz fesseln und überzeugte erneut mit seinen sympathischen und liebevoll gestalteten Charakteren. Der hippe und jugendliche Erzählstil rundete das Leseerlebnis wundervoll ab.




gebundenes Buch mit 248 Seiten
Verlag: Arena
Facebookauftritt des Verlags → HIER
erschienen: März 2014
Alter: ab 11 Jahren
Preis: 12,99 Euro
ISBN: 978-3-401-06974-6
mehr Infos → HIER
Website der Autorin → HIER


Vielen Dank an den Arena Verlag für die Zusendung eines Rezensionsexemplars.



Sonntag, 30. März 2014

Gefährliche Lügen - Zu schön zum Sterben

Natascha Sander hat endlich Ferien, doch statt ihre Zeit nun mit ihrem Freund, dem schnuckeligen Bodyguard Enzo verbringen zu können, sitzt sie allein zu Hause, denn Enzo muss arbeiten. Sein neuer Job bei einer Filmcrew scheint ihn voll einzuspannen, so dass Natascha, als sich ihr die Gelegenheit bietet dort ebenfalls zu arbeiten, völlig verzweifelt zugreift.

Aber irgendwie scheint sich dies auch nicht steigernd auf ihre gemeinsam verbrachte Zeit auszuwirken, denn Enzo zeigt ihr während der Arbeit die kalte Schulter. Vielmehr konzentriert er sich voll und ganz auf seine Klientin, was ziemlich an Nataschas Selbstbeherrschung zerrt. Währenddessen scheint sich die angespannte Atmosphäre am Filmset immer mehr hochzuschaukeln und gipfelt letztendlich sogar in einem Mord! Klar, dass Natascha sich hier in die Ermittlungen einklinken muss, zumal die Polizei mal wieder völlig verpeilt scheint und sich auf den Falschen als möglichen Täter konzentriert!

Meine Meinung:

Natascha Sander ist zurück! Das clevere Mädchen mit der losen Zunge ist natürlich mal wieder direkt in einen Kriminalfall hineingestolpert und natürlich musste ich sie da begleiten, denn ihrem Charme kann man einfach nicht widerstehen.

Dabei gerät die arme Natascha unversehens in die chaotische Scheinwelt einer Filmproduktion hinein, dabei wollte sie doch einfach nur ihrem geliebten Enzo nahe sein. Doch der macht ihr in vielerlei Hinsicht Kummer, was das toughe Mädchen aber nicht daran hindert, ihrer Spürnase und ihrem Herzen zu folgen und nicht nur dafür liebe ich sie einfach. Sie sagt, was sie denkt und das oftmals mit einem sarkastischen Unterton, für den ich sowieso sehr empfänglich bin.

Ich hatte also gar keine andere Wahl, als die meiste Zeit des Lesens mit einem fetten Grinsen dazusitzen, unfähig, das Buch an die Seite zu legen. Auch in diesem Band blitzt dabei immer wieder das goldene Herz von Natascha auf, die sich in fast jeder Lebenslage zu helfen weiß und eher selten nachtragend ist. Mit dem Thema Mädchenhandel wird auch zeitweilig ein ernsterer Ton angeschlagen, der ganz selbstverständlich in die Handlung miteinfließt.

Bei ihrer Suche nach dem Täter ist wieder einmal keiner vor Natascha sicher und irgendwann war ich dann soweit, dass ich fast jeden als Mörder akzeptiert hätte, da ich überhaupt keinen Plan mehr hatte. Geschickt und schlüssig präsentiert die Autorin dann zum Schluss die Auflösung, mit der ich so in dieser Form keinesfalls gerechnet hätte.

Fazit:

"Gefährliche Lügen" ist der dritte Teil um Natascha Sander aus der Feder von Hanna Dietz, der wieder einmal für 1A-Unterhaltung bei mir gesorgt hat. Megawitzig und mit einer ordentlichen Portion Spannung ausgerüstet, hat der Roman dafür gesorgt, dass ich ihn gar nicht mehr aus der Hand legen konnte und die ganze Story begeistert in einem Rutsch durchgelesen habe. 





Klappenbroschur mit 360 Seiten
Verlag: Arena
Facebookauftritt des Verlags → HIER
erschienen: März 2014
Alter. ab 12 Jahren
Preis: 12,99 Euro
ISBN:
978-3-401-06959-3 

mehr Infos → HIER
Nataschas Facebookseite → HIER


Vielen Dank an den Arena Verlag für die Zusendung eines Rezensionsexemplars.
 

Donnerstag, 31. Oktober 2013

Carlotta - Internat und Prinzenball

Das Highlight dieses Schuljahrs ist eindeutig der große Prinzenball für Carlotta und ihre Freunde. Nicht nur, dass die Mädchen verzweifelt nach DEM passenden Kleid dafür suchen, sondern alle Mittelstufenschüler haben extra dafür Tanzunterricht. Doch mit wem soll Carlotta nur tanzen? Mit dem unkomplizierten Brendan oder lieber mit Niko aus der Foto-AG?

Derweil sind die Mädchen und Jungen aber auch noch aus einem anderen Grund aufgeregt: Sie haben einen neuen Mitschüler! Und dieser Julian sorgt mit seinem guten Aussehen und seinem arroganten Gehabe dafür, dass die Mädchen ihn reihenweise anhimmeln. So auch Carlottas Freudin Sofie. Doch irgendetwas stimmt nicht mit diesem Jungen...

Meine Meinung:

Jetzt ist endlich der vierte Teil der beliebten "Carlotta"-Reihe von Dagmar Hoßfeld herausgekommen. Nicht nur ich habe mich darüber gefreut, sondern auch meine Tochter hat dem Erscheinungstermin schon eine Weile entgegengefiebert und es war schön, die Mädchen im Internat Prinzensee wiederzutreffen.

Die drei Freundinnen Carlotta, Manu und Sofie gehen alle sehr verschieden mit dem angekündigten Prinzenball um. Während sich die natürliche Manu konsequent verweigert, scheint Sofie darin ihre Erfüllung gefunden zu haben. Carlotta ist sich noch eher unschlüssig und sieht dem Tanzunterricht mit gemischten Gefühlen entgegen.

Auch hinsichtlich der Jungs, die ihr gefallen, kann sie sich nicht wirklich entscheiden, wohingegen Sofie für den neuen Mitschüler Julian förmlich in Flammen aufgeht. Dieser erhitzt die Gemüter und polarisiert mit seinem aristokratischen Verhalten.

Gut gefallen hat mir auch, dass hier nicht nur das Internatsleben eine Rolle gespielt hat, sondern auch das Privatleben von Carlotta mitsamt ihren Gefühlen und Gedanken bezüglich ihrer geschiedenen Eltern, die jeder auf seine eigene Weise mit der Trennung voneinander und auch der temporären von Carlotta - bedingt durch das Internatsleben - umgehen.

Fazit:

Mit "Carlotta - Internat und Prinzenball" konnte mich Dagmar Hoßfeld wieder einmal begeistern. Sehr autenthisch lässt sie uns am Leben von Carlotta und ihren Freunden teilhaben und thematisiert hier ganz nebenbei so wichtige Werte wie Freundschaft und Ehrlichkeit. Altersgerecht erleben wir das erste, harmlose Verliebtsein und ich freue mich schon auf den nächsten Band, auf den die Leseprobe am Ende des Buches schon sehr neugierig macht.





gebundenes Buch mit 256 Seiten
Verlag: Carlsen
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erschienen: 02.10.2013
Alter: ab 10 Jahren
Preis: 9,99 Euro
ISBN: 978-3-551-65094-8
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Vielen Dank an den Carlsen Verlag für die Zusendung eines Rezensionsexemplars.