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Dienstag, 3. Mai 2016

Die Zeitagentin

Peri Reed ist Zeitagentin und arbeitet für die Geheimorganisation Opti. Sie ist in der Lage vierzig Sekunden in die Vergangenheit zu springen und damit eine neue Zeitschiene zu schaffen und die alte auszulöschen. Damit sie keine geistigen Schäden davon zurückbehält, weil sich die alte und die neue Zeitschiene in ihrem Kopf verschieben könnten, hat Peri einen sogenannten Anker. Für sie ist das ihr Partner Jack, dem sie uneingeschränkt vertraut und, der mehr für sie ist als nur ein Partner.

Nach einem Sprung löschen sich die alte und die neue Zeitschiene nach den 40 Sekunden bei ihr und Jack versucht, die Erinnerungen, die Peri bei dem Sprung unweigerlich verliert und die auch längere Zeiträume umfassen können, zu erneuern. Doch irgendetwas ist bei dem letzten Einsatz schiefgelaufen, denn Peri wird plötzlich des Verrats bezichtigt und weiß gar nicht weshalb....

Meine Meinung:

Die Autorin war mir bereits von ihren "Rachel Morgan"-Büchern her bekannt und so gab es kein Zögern für mich, als sie eine neue Reihe gestartet hat.

Der Prolog ist kurz und informativ und gibt gleich einen Einblick auf Peris Persönlichkeit. Sie ist selbstbewusst, frech und tough und weiß einfach, was sie kann. Und damit hält sie auch nicht hinterm Berg. Ich mag sie gleich zu Beginn und freue mich auf die Zeit mit ihr.

Schnell wird die Handlung komplexer. Spätestens nach dem ersten Drittel des Buches ist klar, das liest man nicht so nebenbei, hier ist volle Konzentration gefragt. Und die habe ich auch und ohne, dass ich es merke, blättere ich Seite um Seite um und die Zeit vergeht.

Dabei ist es sehr schwer, die einzelnen Charaktere in gute oder böse Schubladen zu stopfen. Kim Harrison wirft immer mal wieder ein paar Brotkrumen aus, die Spekulationen Nahrung geben, mich aber letzten Endes nur noch weiter verwirren. Genau wie Peri weiß man einfach nicht, wem man trauen kann.

Dem Rat einer anderen Leserin folgend, habe ich nach dem ersten Drittel noch das Prequel "Zeitspiel" dazwischengelesen, da ich mir ein tiefergehendes Verständnis der Handlung davon erhoffte. Und tatsächlich stimme ich ihr zu, denn ich finde es auch empfehlenswert, vorab das Prequel zu lesen, denn hier erkennt man, dass die Charaktere eine gemeinsame Vergangenheit haben und so kann man sie ganz anders zuordnen.

Der Schreibstil der Autorin ist die ganze Zeit ungeheuer flüssig und das Buch liest sich ohne irgendwelche Längen. Die Erklärungen zu den Zeitsprüngen und der modernen Technik lesen sich zwar manchmal etwas komplex, nehmen mir jedoch nicht meinen Lesegenuss.

Fazit:

"Die Zeitagentin" von Kim Harrison ist ein spannender Zukunftsroman, der meine volle Aufmerksamkeit forderte und, die ich auch mehr als bereitwillig spendete. Der Autorin ist hier ein toller Auftakt zu einer neuen Reihe gelungen, die ich auf jeden Fall weiterfolgen werde. 






Klappenbroschur mit 640 Seiten
Autor/in: Kim Harrison 

Übersetzer/in: Frauke Meier 
Verlag: Heyne 
Facebookauftritt des Verlags → HIER
erschienen: 11.04.2016 

Preis: 14,99 Euro
ISBN: 978-3-453-31730-7
mehr Infos, Leseprobe und Einkauf über Verlag möglich → HIER
Website der Autorin → HIER


Vielen Dank an den Heyne Verlag für die Zusendung eines Rezensionsexemplars.
 

Donnerstag, 31. März 2016

Für immer Hollyhill

Es ist Emily nicht leichtgefallen, Hollyhill zu verlassen und nach München zurückzukehren. Doch hier angekommen, vermisst sie ihre Freundin Fee, die seit kurzem spurlos verschwunden ist. Erst Joe und Silly, die plötzlich bei ihr auftauchen, bringen Licht ins Dunkel und erklären Emily, dass Fee kurz nach ihrer Abreise auf der Suche nach ihr in Hollyhill aufgetaucht ist. Sie bitten sie um ihre Hilfe.

Da Emily seit einiger Zeit auch schlimme Träume wegen Matt hat, in denen immer wieder dasselbe geschieht,  sagt sie zu und reist zurück. Doch Matt ist nicht in Hollyhill und auch sonst hat sich das Dorf irgendwie verändert....

Meine Meinung:

Endlich ist er da, der abschließende Band der Hollyhill-Reihe, und natürlich mochte ich wieder mit auf die Reise gehen. Dieses Mal ist das liebgewonnene Cover in einem kräftigen Rot unterwegs und signalisiert gemeinsam mit dem verheißungsvollen Titel ein hoffentlich gutes Ende der Reihe.

Auch bei diesem Band war das Lesen des Buches ein Genuss. Das lag vor allem an dem flüssigen Schreibstil der Autorin, der mich durch die Geschichte fliegen ließ. Die schön gezeichneten Charaktere, die alle sehr stimmig und gut beschrieben sind, haben mich schon vor langer Zeit für sich eingenommen und eine magische Anziehungskraft auf mich ausgeübt. Ich habe mitgelacht und geweint und mich der spannenden Atmosphäre hingegeben, die mich ganz und gar gefesselt hat.
 
Dass Emilys Freundin Fee in diesem Band präsenter ist, hat mich sehr gefreut. Auf der Suche nach Emily hat sie Hollyhill entdeckt - und fühlt sich hier pudelwohl. Das hat natürlich auch mit einem gewissen jungen Mann zu tun, der ganz und gar nicht Emilys Zustimmung findet. Fee bringt frischen Wind in das Dorf, auch wenn ich manchmal das Gefühl hatte, dass sie alles viel zu sehr auf die leichte Schulter nahm. Böse sein konnte ich ihr deswegen jedoch nicht.

Gut gefallen hat mir auch, wie die Autorin die Atmosphäre der 1920er Jahre transportiert hat. Das machte es mir leicht, mir die einzelnen Szenen vorzustellen, die zeitgleich in meinem Kopf mitliefen.

Das Ende der Reihe hat mir gut gefallen, auch wenn noch einige Fragen für mich offenblieben. Aber vielleicht überrascht die Autorin ihre Leser ja doch noch mal mit einer Fortsetzung? Wer weiß...


Fazit:
 
In "Für immer Hollyhill" begibt sich Emily zum dritten Mal mit dem Dorf auf Reisen. Schnell hat mich der Jugendfantasyroman wieder mit seinen Charakteren verzaubert und tief in seine Geschehnisse hineinkatapultiert. Ich liebe Zeitreiseromane und diese Reihe ist auf jeden Fall etwas Besonderes mit der genau richtigen Mischung aus Spannung, Magie und Liebe, die mich direkt gefesselt hat.



 
gebundenes Buch mit 385 Seiten
Verlag: Heyne fliegt
Alter: ab 14 Jahren
Preis: 16,99 Euro
ISBN:
978-3-453-27028-2 
erschienen: 29.02.2016
weiter Infos, Leseprobe und Einkauf über Verlag möglich → HIER
Blog der Autorin → HIER

Vielen Dank an den Heyne Verlag für die Zusendung eines Rezensionsexemplars. 

Mittwoch, 25. November 2015

Die Farbe der Zukunft - Zeitenspringer-Saga 2

Nach der Aufdeckung von Alphas Machenschaften hat sich die momentane Lage bei Annum Guard etwas entspannt. Doch noch immer suchen Amanda und ihre Freunde nach den Hintermännern. Die neue Chefin Jane Bonner erweckt jedoch den Eindruck, als arbeite sie gegen die anderen, denn sie schickt vor allem Amanda, aber auch ihre Freunde fast nur auf harmlose Beobachtungsjobs.

Erst als immer mehr Mitglieder der Gruppe spurlos verschwinden, kommt Bewegung in die Sache. Es scheint, als hätten sie einen Spion in ihren Reihen, denn stets scheinen ihre Gegner zu wissen, welchen Schritt sie machen. Die Zeit wird knapp und erst spät erkennt Amanda, wie bedeutend die Hintergründe tatsächlich sind.

Meine Meinung:


Auch im zweiten Band hält sich Meredith McCardle nicht mit so etwas wie einer Einleitung auf. Ich werde erneut als Leser direkt in die Handlung geworfen und genauso liebe ich es. Amanda befindet sich immer noch auf den Spuren der korrupten Mitglieder von Annum Guard bzw. der Organisation, die hinter alledem steckt.

Amanda ist sympathisch, willensstark und definitiv nicht auf den Kopf gefallen. Manchmal mangelt es ihr an gutem Benehmen und es fällt ihr schwer, ihre Herkunft hinter sich zu lassen. Ihr Freund Abe ist der Ruhepol für sie. Sie haben sich an der Academy kennengelernt und sind schon eine ganze Weile zusammen. Inzwischen ist auch Abe Mitglied bei Annum Guard. Doch die momentane Lage belastet die Beziehung der beiden und immer öfter kommt es zu Auseinandersetzungen. Da ist es natürlich nicht hilfreich, dass die Gruppe unerwarteten Zuwachs bekommt. Dennoch drängt sich dieser Teil des Romans angenehmerweise nie wirklich in den Vordergrund.

Inzwischen ist Amanda in der Organisation anerkannt und längst keine Außenseiterin mehr. Die Mitglieder ihrer Gruppe sind Freunde für sie geworden und ersetzen ihr die fehlende Familie. Sie ist beseelt von dem Wunsch, die Hintermänner der Korruption aufzudecken, doch die neue Leiterin des Teams erweckt den Anschein, sie regelmäßig ausbremsen zu wollen.

Gleichzeitig macht sie sich Sorgen um ihre Mutter, die die Mitarbeit in der Klinik verweigert. Es sieht so aus, als wolle diese in alte Muster zurückfallen, was Amanda sehr zusetzt.

 

Neue Nebencharaktere tauchen auf und bringen frischen Wind in die Gruppe. Vor allem Amanda wird diesen als "Babysitter" zugeteilt, wovon sie natürlich alles andere als begeistert ist.

Die Verwicklungen in diesem Buch fand ich sehr gut dargestellt und sie haben mich immer wieder überraschen können. Die Autorin macht es ihren Lesern nicht leicht, hinter die Fassaden ihrer Charaktere zu gucken und eigentlich ist man auch viel zu sehr mit der actionreichen Handlung beschäftigt und wieder einmal hatte ich mit dem Ausgang des Romans so keinesfalls gerechnet.

Während der Schluss des ersten Bandes noch teilweise abgeschlossen war, hat mich das Ende dieses Teils einfach nur umgehauen. Mir fehlten da echt die Worte und ich mag gar nicht daran denken, dass ich nun noch eine Weile auf die Fortsetzung warten muss.

 

Ich habe das Lesen des Buches sehr genossen; ich konnte gar nicht aufhören damit. Die Autorin hat einen unheimlich mitreißenden Schreibstil, dem man sich einfach nicht entziehen kann.

Fazit:

Mit
"Die Farben der Zukunft - Zeitenspringer-Saga 2" konnte Meredith McCardle an den Erfolg des ersten Bandes mühelos anknüpfen. Ich konnte mich vom Buch einfach nicht mehr lösen, denn die Autorin hat mir beim Lesen keine Chance zum Luftholen gelassen. Hier trifft man auf Korruption, Verschwörungen und Betrug und begibt sich dabei auf eine extrem spannende und packende Reise quer durch die Jahrhunderte und das in einem atemberaubenden Tempo.






Klappenbroschur mit 384 Seiten
Verlag: ivi
Autorin: Meredith McCardle
Übersetzer/in: Diana Bürgel
Facebookauftritt des Verlags → HIER
erschienen: 09.11.2015
Preis: 16,99 Euro
ISBN: 
978-3-492-70355-0
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Webseite der Autorin → HIER

Vielen Dank an ivi Verlag für die Zusendung eines Rezensionsexemplars.

Sonntag, 7. Juni 2015

Die achte Wächterin - Die Zeitenspringer-Saga 1

Es ist Testtag an der Peel Academy und alle Schüler müssen daran teilnehmen. Dabei ist die Academy keine gewöhnliche Einrichtung - ihre Absolventen landen fast ausnahmslos später als Agenten im Staatsdienst. Auch Amanda ist eine von ihnen und kämpft sich durch den anspruchsvollen, körperlichen und psychologischen Test.

Doch obwohl es mehr als unwahrscheinlich ist, dass ein Schüler ihres Jahrgangs schon auserwählt wird, hat Amanda ein ungutes Gefühl, das dann tatsächlich bestätigt wird. Ehe sie sich versieht, wird sie jedoch gekidnappt und landet bei "Annum Guard", einer geheimen Organisation der Regierung und muss ihr altes Leben und ihren Freund Abe hinter sich lassen. Denn ab sofort soll sie durch die Zeit reisen und den Lauf der Geschichte verändern! Kann sie "Annum Guard" wirklich trauen?

Meine Meinung:

Beginnend mit dem Testtag wird man als Leser direkt in die Handlung geworfen. Hier lernt man Amanda kennen, die sich für die Peel Academy entschieden hat, um ihrem Zuhause mit der psychisch erkrankten Mutter zu entkommen und, um zu erfahren, wie ihr Vater tatsächlich gestorben ist.

Amanda ist sympathisch, willensstark und definitiv nicht auf den Kopf gefallen. Manchmal mangelt es ihr an gutem Benehmen und es fällt ihr schwer, ihre Herkunft hinter sich zu lassen. Ihr Freund Abe ist der Ruhepol für sie. Sie haben sich an der Academy kennengelernt und sind schon eine ganze Weile zusammen.

Innerhalb der Organisation ist Amanda eine Außenseiterin. Die genaueren Gründe hierfür erfährt man erst später, doch auf Amanda lastet nicht nur dadurch ein ungeheurer Druck. Denn sollte sie sich nicht als würdig erweisen, wird sie den Rest ihres Lebens in einer kleinen Zelle in Sicherungshaft verbringen.

Auch die anderen Nebencharaktere sind interessant gestaltet, gewinnen jedoch erst im Laufe der Geschichte mehr an Bedeutung.

Interessant fand ich unter anderem auch das Motto der "Annum Guard": Verbesserung nicht Veränderung. Genau wie Amanda fiel es mir schwer, den Unterschied zu begreifen, da eine Verbesserung ja eigentlich nur eine subjektiv bewertete Veränderung ist - oder nicht?

Die Verwicklungen in diesem Buch fand ich sehr gut dargestellt und sie haben mich immer wieder überraschen können. Die Autorin macht es ihren Lesern nicht leicht, hinter die Fassaden ihrer Charaktere zu gucken und eigentlich ist man auch viel zu sehr mit der actionreichen Handlung beschäftigt und so hatte ich mit dem Ausgang des Romans so keinesfalls gerechnet.

Ich habe das Lesen des Buches sehr genossen; ich konnte gar nicht aufhören damit. Die Autorin hat einen unheimlich mitreißenden Schreibstil, dem man sich einfach nicht entziehen kann.

Fazit:

"Die achte Wächterin - Die Zeitenspringer-Saga" von Meredith McCardle ist ein atemberaubendes Abenteuer durch die Zeit. Hier trifft man auf Korruption, Verschwörungen, Betrug und sogar Mord und begibt sich dabei auf eine extrem spannende Reise quer durch die Jahrhunderte. Ich freue mich schon sehr auf die Fortsetzung der actionreichen Handlung, die noch in diesem Herbst erscheinen wird. 





Klappenbroschur mit 416 Seiten
Verlag: ivi
Facebookauftritt des Verlags → HIER
erschienen: 11.05.2015
Preis: 16,99 Euro
ISBN:
978-3-492-70352-9
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Webseite der Autorin → HIER

Vielen Dank an ivi Verlag für die Zusendung eines Rezensionsexemplars.

Mittwoch, 4. März 2015

Das Buch der Nacht

Die Hexe Diana und ihr geliebter Vampir Matthew sind zurückgekehrt aus dem England des 16. Jahrhunderts, doch ihre Freude über das Wiedersehen mit ihrer Familie und ihren Freunden wird durch einen herben Verlust getrübt. Aber es bleibt ihnen nicht viel Zeit für Trauer, denn die Zukunft ihrer Kinder ist in Gefahr.

Während sie weiterhin nach den fehlenden Seiten des rätselhaften und mächtigen Manuskripts Ashmole 782 fahnden, nimmt die Bedrohung durch Matthews verstoßenen Sohn Benjamin neue Züge an, denn auch er ist hinter dem Buch und Diana her und scheut dabei vor keinen Gräueltaten zurück. Doch auch der Pakt der Kongregation ist eine spürbare Bedrohung für Diana, Matthew und ihre Familie. Die Zeit scheint ihnen im wahrsten Sinne des Wortes davonzulaufen. Werden sie ihre Familie und deren Zukunft noch retten können?

 
Meine Meinung:

Der erste Band der Reihe "Die Seelen der Nacht" hatte mich bereits völlig in seinen Bann geschlagen und auch der zweite Band "Wo die Nacht beginnt" konnte meine Begeisterung nicht schmälern. Nun ist er da, der dritte und letzte Teil, der genauso schön aussieht wie seine Vorgänger und unheimlich viel Spannung verspricht.

Obwohl Deborah Harkness wie gewohnt ein sehr umfangreiches Werk abgeliefert hat, schafft sie es, wie kaum eine andere Autorin, diese mit so viel Leben zu füllen, dass ich die enorme Länge der Geschichte gar nicht wirklich wahrgenommen habe und am liebsten immer noch weitergelesen hätte. Erst konnte ich das Ende nicht erwarten, dann hatte ich Angst es zu erreichen, weil es bedeutete, dass ich mich bald von der Geschichte und ihren tollen Charakteren trennen musste. Ich wollte, dass die Reihe nie enden möge, doch gerade gute Serien sollten einen würdigen Abschluss finden, bevor zu sehr gewollte Fortsetzungen ihnen die Besonderheit raubt.

Die Handlung setzt wieder unmittelbar da ein, wo sie im Band zuvor endete. Ich habe ein wenig gebraucht, um die vielen Charaktere anfangs wieder zuordnen zu können, aber dann ging es doch schneller als gedacht und meine Umgebung begann zu verblassen und ich war wieder mittendrin in meiner geliebten Geschichte - es war fast wie nach Hause kommen.

Insbesondere Diana hat inzwischen eine enorme Veränderung durchgemacht. Abgesehen von den optischen Aspekten und ihrer Zwillingsschwangerschaft, scheint sie nahezu versöhnt mit ihrem Hexendasein und bereit, ihre Kräfte für ihre Familie einzusetzen. Die nahende Geburt der Kinder setzt alle unter Druck, denn es ist klar, dass die Kongregation die Vermischung der Arten nicht einfach so hinnehmen wird. Verzweifelt suchen Diana und Matthew nach einer Lösung und laufen dabei beide zur Hochform auf.

An dieser Reihe gefällt mir besonders gut, dass hier nicht nur die zwei Protagonisten so toll beschrieben sind und authentisch agieren, sondern auch, dass die Nebencharaktere ebenso einprägsam und detailliert gezeichnet sind und dabei jeder von ihnen seinen ganz eigenen Charme besitzt. Mein ganz besonderer Liebling ist und bleibt Matthews Neffe Gallowglass, der mit seiner losen Zunge des öfteren zu meiner Erheiterung beigetragen hat.

Ich lese Bücher praktisch nie zweimal, da ich mich meist viel zu gut an deren Inhalt erinnern kann, als dass ich sie beim wiederholten Lesen genießen könnte. Diese Reihe werde ich aber auf jeden Fall noch einmal lesen, gerade weil ich mich an so viele schöne Szenen erinnere, in die ich unbedingt noch einmal eintauchen möchte, denn n
och lange nach dem Lesen hat mich die Geschichte beschäftigt, meine Fantasie beflügelt und in mir den Wunsch geweckt, die Realität einfach hinter mir zu lassen und mich wieder zwischen ihre Buchdeckel zu kuscheln.

Vielleicht wird es ja irgendwann ja doch noch eine Fortsetzung geben; eine kleine, ungeklärte Sequenz am Schluss, die die Autorin eingebaut hat, lässt in dieser Hinsicht einen winzigen Hoffnungsschimmer bei mir zurück.
 


Fazit:

"Das Buch der Nacht" von Deborah Harkness ist der finale Teil einer wundervollen Fantasytrilogie, die im Blanvalet Verlag erschienen ist und mich voll und ganz verzaubert hat. Mit ihren gut entwickelten Charakteren und bildstarken Beschreibungen hat mich die Autorin bis zur letzten Seite gefesselt. Diese Reihe geht für mich über einfaches Lesevegnügen hinaus, denn mit ihrer genau richtigen Mischung aus Fantasy, Abenteuer, Spannung und Romantik übt sie einen Sog auf mich aus, der in mir eine wahre Lesesucht auslöst.


 


gebundenes Buch mit 768 Seiten
Verlag: Blanvalet
Facebookauftritt des Verlags → HIER
erschienen: 02.03.2015
Preis: 19,99 Euro
ISBN:
978-3-7645-0527-1
mehr Infos, Leseprobe und Einkauf über Verlag möglich → HIER
deutsche Website der Autorin → HIER
amerikanische Website der Autorin → HIER

Vielen Dank an den Blanvalet Verlag für die Bereitstellung eines Rezensionsexemplars.

Dienstag, 13. Januar 2015

Die verborgenen Insignien des Pan

Autor: Sandra Regnier 
Titel: Die verborgenen Insignien des Pan
Alter: ab 14 Jahren
 

Preis: 8,99 Euro als Taschenbuch 
Seitenzahl: 368
Verlag: Carlsen 
erschienen: 22.08.2014
Teil einer Reihe: Band 3 von 3

Eigentlich sollte sich Felicity ja glücklich schätzen. Nicht nur scheinen plötzlich sämtliche Jungen aus ihrer Schule an ihr interessiert zu sein, sie ist auch bereits mit dem bestaussehendsten Typen Londons verlobt. Nur leider ist die Verlobung schon vor Jahrhunderten arrangiert worden und ihr Zukünftiger der etwas zu charmante Halbelf Leander FitzMor, der viel zu vielen Frauen den Kopf verdreht. Felicity kann sich einfach nicht entscheiden, ob sie ihn lieber schlagen oder ihm doch endlich den alles verändernden Kuss geben soll. Zu allem Überfluss spitzt sich auch die Lage in der Anderwelt zu und wieder hängt alles von Felicity ab. Nur sie kann die für die Elfen so wichtigen Insignien finden, muss dafür aber ziemlich durch die Zeit reisen …(Quelle Text und Foto: Carlsen Impress Verlag)

Ultra-Kurz-Meinung:

 

Cover: sehr schön, passt perfekt zu den Vorgängern
Klappentext: für Leser der Bände davor informativ
Schreibstil: jugendlich locker
Inhalt: sagenhaft
Charaktere: authentisch und sympathisch
Spannung: konstant spürbar
Magie: gut eingeflochten
Weltenbild: leicht zugänglich

Gedanken:

 

Den dritten Band habe ich direkt nach dem zweiten verschlungen und das war auch gut so - noch einmal hätte ich nicht warten mögen. Ich habe ja sehr lange gezügert bis ich die Reihe begonnen habe - warum auch immer - aber im Nachhinein bin ich sehr froh, konnte ich doch so alles hintereinander weglesen.

Inzwischen kennt Felicity die Details ihrer Beziehung zu Lee und das und ein weiterer Aspekt werfen sie diesbezüglich erst einmal aus der Bahn. Die Lage spitzt sich immer weiter zu und ein Kampf zwischen den Elfen und den Drachenkindern scheint fast unausweichlich. Ob Felicity und Lee rechtzeitig den Verräter entdecken können?

Gut gefallen hat mir, dass Felicitys Freunde sie stets wieder auf den Teppich geholt haben, wenn sie drohte die Bodenhaftung zu verlieren. Obwohl ich sie da total verstehen kann, denn durch ihre äußerliche Veränderung und andere Umstände interessieren sich nun so viele tolle Typen für sie - da kann man schon mal etwas abheben - vor allem in dem Alter.

Ich mag den Humor in der kompletten Reihe und werde - nun nach Beendigung- Felictiy und Lee sehr vermissen. Insbesondere Felicity hat sich in mein Herz geschlichen und dort einen bleibenden Eindruck hinterlassen. Es gibt zwar ein paar Aspekte in der Trilogie, die meiner Meinung nach noch der Aufklärung bedurft hätten, aber ich kann auch so gut damit leben, ganz einfach, weil ich das Lesen unheimlich genossen habe. 






Freitag, 9. Januar 2015

Das geheime Vermächtnis des Pan

Autor: Sandra Regnier 
Titel: Das geheime Vermächtnis des Pan
Alter: ab 14 Jahren 
Preis: 8,99 Euro als Taschenbuch 
Seitenzahl: 416 
Verlag: Carlsen 
erschienen: 20.12.2013 
Teil einer Reihe: Band 1 von 3

Felicity Morgan ist nicht gerade das, was sich die Elfenwelt unter ihrer prophezeiten Retterin vorgestellt hat. Sie ist achtzehn, trägt immer noch eine Zahnspange, hat keinen Sinn für schicke Klamotten und scheint niemals genügend Schlaf zu bekommen. Leander FitzMor hingegen, der Neue an Felicitys Schule, ist der wohl mit Abstand bestaussehendste Typ Londons. Um keinen coolen Spruch verlegen und zu allem Überfluss auch noch intelligent – denkt Felicity, die Gott sei Dank nicht auf arrogante Frauenschwärme steht. Auch wenn diesen Leander immer jener seltsam anziehende Duft nach Heu und Moos umgibt und er sie manchmal anschaut, als könne er ihre Gedanken lesen. Aber das Schlimmste an dem Ganzen ist, dass er einfach nicht mehr von ihrer Seite weichen will … (Quelle Text und Foto: Carlsen Impress Verlag)

Ultra-Kurz-Meinung:

Cover: sehr schön
Klappentext: hat definitiv meine Neugier geweckt
Schreibstil: jugendlich locker
Inhalt: sagenhaft
Charaktere: authentisch und sympathisch
Spannung: konstant spürbar
Magie: gut eingeflochten
Weltenbild: leicht zugänglich

Gedanken: 

 
Felicity hat es bestimmt nicht leicht in ihrem jungen Leben. Sie ist ein wenig zu dick, die angsagte Mädchenclique der Schule macht sich über sie lustig und obendrein muss sie auch ständig ihrer Mutter in deren Pub helfen, was ihr leider viel zu oft zu einem nicht wohlriechenden Äußeren und andauernder Unausgeschlafenheit verhilft.
Die Identifikation mit Felicity wird wahrscheinlich vielen Mädchen und Frauen leichtfallen, denn sie ist alles andere als perfekt - wer ist schon zufrieden mit seiner Optik. Zudem ist sie auch ein wenig tollpatschig und mit einem unterirdischen Selbstbewusstsein ausgestattet.
Langsam aber sicher verwandelt sie sich jedoch, die Nähe und die Anerkennung von Lee tun ihr gut. Doch was ich noch viel mehr an ihr mochte, war ihre große, zynische Klappe. Mit so etwas können Protas immer bei mir punkten.


Und Lee mochte ich, weil auch ihm das gut gefällt. Sein überirdisches Äußeres passt zwar gut in die Geschichte, aber würde mich genauso wie Felicity zunächst einmal Abstandhalten lassen. Wer möchte schon, dass sein Freund ständig von anderen Frauen angeglotzt und befummelt wird? Aber er ist auch ein feiner Kerl, der nicht nur auf Felicitys Sicherheit bedacht ist, sondern ihr auch helfen will, besser im Leben zurechtzukommen. Gleichzeitig spürt man jedoch auch, dass er ihr einiges veheimlicht und das lässt mich gemeinsam mit Felicity an ihm zweifeln.

Nie im Leben wäre ich dann auf den eigentlichen magischen Aspekt des Romans gekommen. Ich war also angenehm überraschst, als sich die Handlung immer mehr von meinen Erwartungen wegentwickelte. Die Spannung war konstant spürbar und hat mich den Roman an einem Stück verschlingen lassen. Gut, dass Ferien waren. Das Ende ließ mich dann am ausgestreckten Arm verhungern, so dass ich gleich Band 2 und 3 bestellen musste. Hoffentlich kommen sie bald.





Montag, 5. Januar 2015

Die Stunde der Lilie

Autor: Sandra Regnier 
Titel: Die Stunde der Lilie 
Alter: 14 Jahren 
Preis: ebook 4,99 Euro 
Seitenzahl: 362 
Verlag: Carlsen Impress 
erschienen: 07.08.2014 
Teil einer Reihe: Band 1 von insgesamt 2

Es sollte ein gewöhnlicher Ausritt nach einem anstrengenden Schultag werden. Niemals hätte sich die sechzehnjährige Julia träumen lassen, dass es sie an der mit Lilien gesäumten Weggabelung aus dem Deutschland der Gegenwart ins Frankreich des 17. Jahrhunderts verschlagen würde. Und das ohne eine Möglichkeit der Rückkehr. Von einem Tag auf den anderen muss sich Julia den Sitten des Versailler Königshofes anpassen und zu allem Übel auch noch Französisch lernen. Glücklicherweise bekommt sie jedoch einen einflussreichen Vormund an die Seite gestellt: Etienne Flémont, den Grafen von Montsauvan. Ein Mann, der ihr Schicksal noch weitreich beeinflussen soll…(Quelle Text und Foto: Carlsen Impress)

Ultra-Kurz-Meinung:

Cover: total schön
Klappentext: weckt meine Neugier
Schreibstil: sehr flüssig, jugendlich
Inhalt: schön
Charaktere: sympathisch
Spannung: Ich hatte stets das Bedürfnis, weiterlesen zu wollen.
Magie: minimal → Zeitreiseeffekt
Weltenbild: -

Gedanken:

Mein erster Roman von Sandra Regnier hat mir sehr gefallen. Besonders die Charaktere hatten es mir hier angetan. Allen voran natürlich Julia, die sich im Laufe der Handlung so schnell entwickelt hat. Ich wage zwar zu bezweifeln, ob es tatsächlich möglich ist, innerhalb so kurzer Zeit perfektes Französisch sprechen zu können, auch wenn man bereits zuvor einige Jahre Unterricht auf dem Buckel hat, aber das war nur ein kleiner Nebengedanke, den ich zwischendurch so hatte. Nichtsdestotrotz ist sie ungeheuer liebenswert, was ja auch der männlichen Fraktion in diesem Roman aufgefallen ist.

Bei Etienne bin ich mir immer noch nicht ganz sicher, was ich von ihm halten soll. Wie weit geht sein Interesse an Julia? Er ist ihr stets ein Freund, der sie so vieles lehrt und sie wie seinen Augapfel beschützt, aber er ist auch dem Rest der weiblichen Bevölkerung nicht abgeneigt.

Ich fand die geschichtlichen Aspekte des Romans unheimlich gut eingewebt. Man merkt, dass die Autorin fleißig recherchiert hat und wie sie im Anhang auch erklärt, durchaus ein bisschen zurechtgerückt hat. Ihre Beschreibungen des Frankreichs der damaligen Zeit fand ich sehr einprägsam, insbesondere des Schlosses Versailles. Ich kann mich noch vage an einen Besuch meinerseits vor zwanzig Jahren erinnern, habe es damals aber nie mit Blick auf den historischen Aspekt angesehen. Geschichte war nie mein Lieblingsfach, aber hier wurde sie für mich so anschaulich und lebendig gemacht, dass ich gerne etwas davon mitgenommen habe.

Ich bin schon wahnsinnig gespannt auf die Fortsetzung, die leider erst im Sommer erscheinen wird. Gut, dass ich noch ein weiteres Buch der Autorin hier liegen habe, auf das ich mich gleich stürzen werde.




Mittwoch, 3. Dezember 2014

Sturm der Zeit

Als Jackson sich von seiner Begegnung mit dem Tod erholt hat, ist er nicht nur von den Menschen, die er am meisten liebt, sondern auch von einigen der ursprünglichen Zeitreisenden umgeben. Von ihnen erhält er wichtige Informationen und schnell wird klar, dass es nie wichtiger war, gegen Eyewall vorzugehen.

Aber leider sind sie alle in der Zukunft auf einer Insel gefangen. Zwar können sie sich in einem gewissen Areal frei bewegen, doch ihnen sind Grenzen gesetzt, die es zudem unmöglich machen,  einen Zeitreisesprung vorzunehmen. Obendrein werden sie regelmäßig mit einem Memogas gequält, das sie zwingt, ständig ihre schlimmsten Momente und Ängste durchzuleben. Doch dann taucht plötzlich Agent Stewart auf und präsentiert Jackson und seinen Freunden einen ristkanten Fluchtplan.


Meine Meinung:

"Sturm der Zeit" knüpft direkt an den Vorgängerband an. Gefangen in der Zukunft versucht Jackson immer noch verzweifelt, seine Fehler der Vergangenheit auszulöschen.

Vorab möchte ich noch anmerken, dass dies eine Reihe ist, die man unbedingt in der richtigen Abfolge lesen sollte. Die Handlung ist sehr komplex und ich wage zu behaupten, dass man ihr nicht folgen kann, wenn man nicht die Geschehnisse zuvor kennt. Selbst in der richtigen Reihenfolge erfordert das Lesen hohe Konzentration, da man ansonsten die verschiedenen Zeitschienen nicht mehr auseinanderhalten kann.

 
Auch dieses Mal hat sich Jackson weiterentwickelt. Er erkennt, dass er sich zuvor ausschließlich von persönlichen Motiven hat leiten lassen und ist nun bereit, auch das große Ganze hinter den Zeitreisen zu sehen. Dennoch fällt ihm der Gedanke verständlicherweise schwer, bei seinen Aktionen jemanden, der ihm nahesteht, zu verlieren.

In diesem Teil der Reihe kommt die Handlung zunächst ein wenig zum Ruhen, da sich alle beteiligten zwangsweise in der Zukunft befinden und daran gehindert werden, sie wieder zu verlassen. Von da an  steigert Julie Cross ganz langsam das Geschehen und die darin enthaltene Spannung bis es zum Ende hin zum ganz großen Knall kommt. Nichts davon habe ich kommen sehen und schon gar nicht erwartet.

Allerdings muss ich zugeben, dass ich es irgendwann aufgegeben habe, die einzelnen Zeitschienen, die sich im meinen Kopf verheddert haben, zu entwirren. Nachdem ich mein Unbehagen deswegen überwunden habe, konnte ich mich wieder in den fesselnden Schreibstil der Autorin fallenlassen und fieberte begeistert dem Finale entgegen.

Fazit:

"Sturm der Zeit" ist der dritte und finale Band einer Reihe von Julie Cross. Die Autorin nahm mich mit auf eine emotionale, wissenschaftliche und mentale Reise durch die Zeit und konnte mich mit ihrem fantastischem Schreibstil und der spannenden Handlung total überzeugen. Ich habe sowohl diesen Teil, als auch die ganze Reihe begeistert verschlungen und freue mich schon auf weitere Projekte der Autorin.


 


gebundenes Buch mit 512 Seiten
Verlag: Fischer FJB
Facebookauftritt des VerlagsHIER
erschienen: 23.10.2014
Preis: 16,99 Euro
ISBN: 978-3-8414-2211-8
mehr Infos, Leseprobe und Einkauf über Verlag möglich → HIER
Website der Autorin → HIER

Vielen Dank an den Fischer Verlag für die Zusendung eines Rezensionsexemplars.




Donnerstag, 30. Oktober 2014

Jake Djones - Die Dynastie des Bösen

Eine furchtbare Nachricht ist der Anlass für Jake Djones neuestes Abenteuer, das er mit seinen Freunden Nathan und Topaz unternimmt. Neu dabei ist die Chinesin Yoyo, die sich heimlich dazugeschmuggelt hat, während Charlie wegen einer Verletzung zurückbleiben muss.

Vom London des 17. Jahrhunderts aus verfolgen sie ihren Feind Xi Xiang bis nach China. Dessen Plan ist es die Handelsbeziehungen zwischen Ost und West zu zerstören und einen Krieg anzuzetteln. Mittendrin die tapferen, jungen Geschichtshüter, die ganz nebenbei auch noch auf der Suche nach Hinweisen zu Jakes verschwundenem Bruder Philip sind. Wird er ihn endlich finden?

Meine Meinung:

Ich habe mich sehr gefreut, endlich den dritten Teil der Abenteuer um den mutigen Jake Djones in der Hand halten zu dürfen. Längst zählt Jake, genau wie der Rest seiner Familie, fest zu den geheimnisvollen Geschichtshütern, die es sich zum Ziel gemacht haben, den Verlauf der Geschichte zu bewahren.

Ich mochte Jake von Anfang an. Er ist nicht der typische, junge Held, sondern einfach nur ein Junge, der zwar zu Außergewöhnlichem fähig, aber ansonsten ein ganz normaler Teenager ist. Er hat das Herz auf dem rechten Fleck und manchmal schießt er über sein Ziel hinaus. Inzwischen ist einiges an Zeit vergangen und man kann spüren, dass Jake erwachsener geworden ist.

Gut gefallen hat mir, dass mit Yoyo frisches Blut zu der Gruppe gestoßen ist. Gerade weil sie sich erst in diese integrieren muss, kommt ihr Charakter mit all seinen Facetten sehr gut zur Geltung. Sie ist ungeheuer selbstbewusst - und macht in dieser Hinsicht sogar Nathan Konkurrenz - und klug und sorgt dafür, dass die Hormone der Jungs ein wenig verrückt spielen.

Wahnsinnig spannend präsentiert sich der dritte Teil der Reihe, der mir noch besser als sein Vorgänger gefallen hat. Der flüssige Schreibstil des Autors hat mich schnell durch die Geschichte transportiert und es hat Spaß gemacht, die Jugendlichen bei ihrem neuen Abenteuer zu begleiten. Wie immer bekommt man beim Lesen auch automatisch eine ordentliche Portion Geschichtswissen mit, die hübsch verpackt und so ganz nebenbei in meine grauen Zellen gesickert ist.

Dabei zieht sich die Suche nach Jakes Bruder wie ein roter Faden durch die Handlung. Sein Schicksal ist ungewiss seit er vor einiger Zeit bei einer Mission verschwunden ist, doch Jake hat ihn - ebenso wenig wie ich - längst nicht aufgegeben. Und das mag ich ganz besonders an ihm.


Fazit:

"Jake Djones - Die Dynastie des Bösen" von Damian Dibben ist der spannende, dritte Teil einer Jugendbuchserie, die die Faszination der Vergangenheit mit der Magie der Zeitreisen verbindet. Actionreich wurde ich durch die rasante Handlung geführt, in der die Spannung stets präsent war. Ich bin schon ungeheuer gespannt, wie es mit den heldenhaften Geschichtshütern weitergehen wird.  





gebundenes Buch mit 336 Seiten
Verlag: Penhaligon
Facebookauftritt des Verlags → HIER
erschienen: 20.10.2014
Preis: 16,99 Euro
ISBN: 
978-3-7645-3095-2
mehr Infos, Leseprobe und Einkauf über Verlag möglich → HIER
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Vielen Dank an den Penhaligon Verlag für die Zusendung eines Rezensionsexemplars. 

Samstag, 19. April 2014

Verliebt in Hollyhill

Emily ist erst wenige Tage in Hollyhill, dem kleinen, englischen Ort, der auf keiner Landkarte erscheint und, der mitsamt seinen Bewohnern regelmäßig durch die Zeit reist. Auf der Suche nach ihren Wurzeln hat sie hier nicht nur ihre Großmutter mütterlicherseits kennengelernt, sondern auch auf ziemlich drastische Weise erfahren müssen, dass sie ebenfalls eine Zeitreisende ist und über eine besondere Gabe verfügt.

Dazu kommt, dass sie sich in Matt, einen der Bewohner, verliebt hat und nun einfach nicht mehr weiß, wo ihr Platz im Leben ist. Zu verwirrend waren die letzten Tage. Doch bevor Emily ihren Gefühlen genau auf den Grund gehen kann, wird das Dorf erneut in die Vergangenheit und in ein neues, spannendes Abenteuer katapultiert.

Meine Meinung:

Schnell war ich wieder in der Geschichte drin, als wäre kaum Zeit zwischen den beiden Bänden vergangen. Und in der Handlung ist es tatsächlich nicht, denn sie setzt unmittelbar da ein, wo sie im ersten Teil aufhörte.

Emily steckt in einem ziemlichen Gefühlsdilemma. Sie fühlt sich zerrissen zwischen ihrer Großmutter und ihrer besten Freundin Fee in München und ihrer Großmutter Rose und Matt in Hollyhill. Doch obwohl die beiden sich zuletzt sehr nahe gekommen sind, fühlt Emily, wie Matt sie immer mehr wegstößt und ihr Gefühlschaos nur noch verstärkt. Will er sie tatsächlich loswerden oder will er sie nur schützen?

Der erneute Sprung in die Vergangenheit kommt Emilys Grübelei dazwischen und so ist sie erst einmal abgelenkt. Denn natürlich gibt es für die Reise einen Grund und den wollen die Dorfbewohner mit vereinten Kräften erkunden. Dabei macht Emily die Bekanntschaft zweier weiterer Einwohner, Cullum und Chloe, die ihr feindselig entgegentreten und sehr geheimnisvoll wirken.

Unterdessen erfährt man in diesem zweiten Roman der Reihe endlich mehr über den ein oder anderen Charakter. Denn sie alle haben spezielle Fähigkeiten, die sie für ihre Zwecke bei den Reisen nutzen. Und auch Matts Vergangenheit, über die er sich bisher ausgeschwiegen hat, kommt hier zur Sprache und verdeutlicht seine innere Zerrissenheit, die immer wieder an die Oberfläche spielt.

Fazit:

Spannend geht es mit "Verliebt in Hollyhill" in der Reihe von Alexandra Pilz weiter. Die interessanten Charaktere konnten mich erneut verzaubern und tief in ihre Geschichte einsaugen, ebenso wie der lebendige Schreibstil der Autorin. Mit ihrem überraschenden Ende hat sie mich zudem sehr neugierig auf die Fortsetzung gemacht. 






gebundenes Buch mit 384 Seiten
Verlag: Heyne
Alter: ab 14 Jahren
Preis: 16,99 Euro
ISBN:
978-3-453-26917-0
erschienen: 17.03.2014
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Vielen Dank an den Heyne Verlag für die Zusendung eines Rezensionsexemplars. 

Freitag, 28. Februar 2014

Zeitsplitter - Die Jägerin

Em sitzt seit Monaten in einer Zelle und wird regelmäßig verhört und gefoltert. Mit ihr eingesperrt ist Finn, mit dem sie schon soviel durchgestanden hat und, der nur durch eine solide Mauer von ihr getrennt ist. Flucht scheint unmöglich, doch dann findet sie plötzlich Informationen, die überlebenswichtig für die beiden sind und ihr neuen Mut geben.

Es ist ein Brief aus der Vergangenheit und genau dorthin muss sie zurück. Zu einer Zeit, als alles noch in Ordnung war und sie ein glückliches und unbedarftes, junges Mädchen war, kurz bevor der Wahnsinn begann. Und sie muss etwas tun, das sie niemals tun wollte, denn nur so kann sie die Welt vor einer grausamen Zukunft retten. Es gibt keine Alternative, auch, wenn es sie zerstören wird....

Meine Meinung:

Ich wurde mitten in die Geschichte hineinkatapultiert und anfangs schwirrte mir noch ein wenig der Kopf, aufgrund der Wechsel zwischen den Zeiten. Doch schnell gewann ich den Überblick und war von da an gefesselt von der spannenden Story, die nicht nur von der tollen Idee und der gut durchdachten Umsetzung profitiert, sondern auch von den Charakteren, denen Cristin Terrill so gekonnt Leben eingehaucht hat.

Vorne weg natürlich Em bzw. Marina, die ein und dieselbe Person sind, zwischen denen jedoch vier Jahre und ein gefühltes ganzes Leben liegen. Die junge Marina ist noch relativ unbedarft und gibt sich den Schwärmereien für den Nachbarsjungen James hin. Dieser scheint aber in seiner ganz eigenen Welt zu leben, die mit Formeln und wissenschaftlichen Projekten ausgefüllt ist. Seine Zuneigung zu Marina ist offensichtlich, doch ob er mehr für sie empfindet, lässt er im Unklaren.

Außerdem ist da ja auch noch Finn, sein Freund, der Marina immer dazwischenzufunken scheint und,der die gegenseitige Abneigung als ein großes Spiel auffasst. Und doch ist das derselbe Junge, der gemeinsam mit Em in der Zelle sitzt und mit ihr für eine bessere Zukunft kämpft. Die Marina der Zukunft ist gezeichnet von ihren Erlebnissen, abgebrühter und viel erwachsener als sie eigentlich in ihrem Alter schon sein dürfte.

Ungeheuer spannend führt die Autorin ihre Leser an die Hintergründe heran und erst so nach und nach konnte ich mir das Ganze dann zusammenpuzzeln. Dabei wirkte alles stets durchdacht und steuert zum Schluss auf ein atemberaubendes und geniales Ende zu.

Allerdings ist mir bislang schleierhaft, in welche Richtung die geplante Fortsetzung gehen wird. Ich bin mit dem jetzigen Ende eigentlich sehr zufrieden und es erweckt auch den Eindruck eines kompletten Abschlusses. In dieser Hinsicht bin ich also höchstgespannt, wie die Geschichte weitergehen soll.

Fazit:

Spannend und rasant führt Cristin Terrill in "Zeitsplitter - Die Jägerin" zwei Erzählstränge aus verschiedenen Zeiten zusammen, die in einem großartigen Finale münden. Tolle Charaktere brillieren hier in einer gut durchdachten Zeitreisegeschichte, die mich voll und ganz fesseln konnte. 





gebundenes Buch mit 332 Seiten
Verlag: Boje Verlag (Bastei Lübbe) 

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erschienen: 14.02.2014
Preis: 14,99 Euro
ISBN: 978-3-414-82390-8
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Mittwoch, 19. Februar 2014

Melli - Dreimal gestern und zurück

Inzwischen sind Melli und ihre Mutter in das neue Haus eingezogen. An Adrian, ihren neuen Stiefvater, könnte sich Melli ja gewöhnen, aber dessen Sohn Jason, der sich für das größte Geschenk unter dem Himmel hält, geht einfach gar nicht. Wenn es nach ihr ginge, dann würde dieser sofort wieder in die USA zurückkehren - und in diesem Fall sind sich die beiden ausnahmsweise mal einig.

Jason ist nicht nur hochbegabt, sondern auch ein begnadeter Sportler - und zu allem Übel ist ihm dies durchaus bewusst. Selbst den neuen Pool im Garten hält er für sein Privateigentum, das eigentlich seinen Ansprüchen an sein Schwimmtraining gar nicht genügt. Als es Melli zu bunt wird, behauptet sie, ebenfalls ein Schwimm-As zu sein und fordert Jason zu einem Wettkampf heraus. Doch schnell merkt sie, dass sie damit über das Ziel hinausgeschossen ist, denn in der kurzen Zeit kann sie ja wohl kaum ihre durchschnittlichen Fähigkeiten auf Wettkampfniveau hochtrainieren - oder doch?

Meine Meinung:

Ich habe Melli bereits im ersten Band der Reihe in mein Herz geschlossen. Dieses liebenswerte, junge Mädchen ist zwar manchmal mit dem Mund schneller als mit dem Kopf, aber zum Glück hat sie immer das Herz auf dem rechten Fleck sitzen. Und natürlich ist es auch nicht so einfach, mit dem Fluch, den sie ihrer Großmutter Doro zu verdanken hat, klarzukommen. Denn sobald sie etwas Scharfes isst, reist Melli durch die Zeit.

Aber auch den anderen Charakteren hat Stefanie Dörr ein ganz eigenes Leben eingehaucht und mich mit dieser Zusammenstellung wieder einmal bezaubert. Allen voran natürlich Mellis beste Freundinnen und Cousinen, die Zwillinge Pia und Lora. Selbst Jason, der selten ein gutes Wort für Melli hat, fand ich sehr authentisch und detailreich dargestellt.

Lustig waren hier die Sprüche von Amrit, des Mannes, der den Fluch aus zurückgewiesener Liebe zu Oma Doro ausgesprochen hat und, dem Melli nun das Dilemma zu verdanken hat. Immer, wenn sie sich in einer parallelen Zeitzone aufhält oder die Zeit angehalten hat, quält Amrit sie mit seinen indischen Lebensweisheiten, die oftmals auf die akutelle Situation wie die sprichwörtliche Faust aufs Auge passen. Ich bin schon sehr neugierig auf diesen Mann und sehr gespannt, wann Melli ihm einmal von Angesicht zu Angesicht gegenübertreten wird.

Schade fand ich nur, dass Oma Doro hier für meinen Geschmack ein wenig zu kurz gekommen ist, aber ich hoffe doch sehr, dass sich das in dem folgenden Band wieder ändern wird, der bereits sehr vielversprechend wirkt, wenn ich mir das Ende diesen Buches betrachte, das nicht nur überraschend ist, sondern für die weitere Handlung eine Menge Spaß verspricht.

Fazit:

Die liebenswerten Charaktere und die unterhaltsame Handlung konnten mich auch bei "Melli - Dreimal gestern und zurück" wieder ungebrochen begeistern und vermitteln dabei ganz nebenbei die Bedeutung von Freundschaft und Mitgefühl im Leben. Es hat Spaß gemacht, Melli erneut bei ihren Zeitreisen zu begleiten und ich erwarte bereits sehnsüchtig den dritten Teil der Reihe.






gebundenes Buch mit 192 Seiten
Verlag: Arena
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erschienen: Januar 2014
Alter: ab 10 Jahren
Preis: 12,99 Euro
ISBN: 978-3-401-60008-6
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Vielen Dank an den Arena Verlag für die Zusendung eines Rezensionsexemplars.

Samstag, 23. November 2013

Jake Djones in der Arena des Todes

Als die Vorräte des Atomiums, dass die Geschichtshüter zum Zeitreisen benötigen, sich gefährlich dem Ende neigen, werden Charlie, Nathan und Jake beauftragt, Nachschub zu besorgen. Nur eine Familie kennt das Geheimnis der Zusammenstellung dieses seltenen Stoffes, über dessen Herstellungsort selbst die Geschichtshüter nicht im Bilde sind. Doch bei der Übergabe läuft so einiges schief und Jake begeht einen verhängnisvollen Fehler. Das Ende vom Lied ist, dass der Feind den Vorrat erbeutet und damit abhaut.

Zurück auf Mont-Saint-Michel erhalten die Zeitreisenden eine Nachricht von Topaz, die von ihrer Familie entführt worden ist und sich sehr weit in der Zeit zurück befindet. Gemeinsam mit Jupitus machen sich Nathan und Charlie auf den Weg zu ihr. Jake muss aufgrund seines Fehlers zurückbleiben. Doch als sie von der gestarteten Crew einen Notruf erhalten, gibt es auch für ihn kein Halten mehr.

Meine Meinung:

Endlich hielt ich das zweite Abenteuer vom mutigen Jake Djones in der Hand, der im ersten Band zu einer geheimnisvollen Gruppe gestoßen ist, die sich die Geschichtshüter nennen und, die den Verlauf der Geschichte bewahren. Ebenso wie seine Eltern und sein großer Bruder hat auch Jake das außergewöhnliche Talent zu Zeitreisen geerbt.

Doch zum Glück ist Jake kein übernatürlicher Held, sondern nur ein Junge, der das Herz auf dem rechten Fleck hat und manchmal über das Ziel hinausschießt. Gerade das macht ihn auch so sympathisch, denn Fehler machen wir alle und vor allem dann, wenn wir völlig neuen Situationen ausgeliefert sind. Dieses Mal hat Jakes Fehler allerdings weitreichende Folgen und er ist sehr geknickt darüber, dass er die Anforderungen, die er selbst an sich stellt, nicht erfüllt hat. Doch das Schicksal stellt ihn schon recht bald wieder vor neue Herausforderungen.

Unheimlich spannend präsentiert sich der zweite Teil der Reihe, der seinem Vorgänger in nichts nachsteht und mir persönlich sogar noch besser gefallen hat. Der flüssige Schreibstil des Autors hat mich schnell durch die Geschichte transportiert und es hat Spaß gemacht, die Jugendlichen bei ihrem neuen Abenteuer zu begleiten. Gleichzeitig habe ich beim Lesen sehr viel über das alte Rom erfahren. Sehr anschaulich hat der Autor dieses Wissen in seinem Roman verpackt und vermittelt es mit Hilfe des cleveren und wissbegierigen Charlies.

Dabei zieht sich die Suche nach Jakes Bruder wie ein roter Faden durch die Handlung. Sein Schicksal ist ungewiss seit er vor einiger Zeit bei einer Mission verschwunden ist, doch Jake hat ihn - ebenso wenig wie ich - längst nicht aufgegeben. Ich bin sehr neugierig, was Jake in dieser Hinsicht noch herausfinden wird.

Fazit:

"Jake Djones in der Arena des Todes" von Damian Dibben ist ein spannender Jugendroman, der die Faszination des antiken Roms mit der Magie der Zeitreisen verbindet. Actionreich wurde ich durch die rasante Handlung geführt, in der die Spannung stets präsent war. Ich freue mich schon auf den nächsten Band, in dem die Reise Richtung China gehen wird. 





gebundenes Buch mit 352 Seiten
Verlag: Penhaligon
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erschienen: 14.10.2013
Preis: 16,99 Euro
ISBN:
978-3-7645-3094-5 
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Vielen Dank an den Penhaligon Verlag für die Zusendung eines Rezensionsexemplars.

Mittwoch, 28. August 2013

Feinde der Zeit

Nachdem Jackson in die Vergangenheit zurückgegangen ist und sein erstes Treffen mit seiner großen Liebe Holly ungeschehen gemacht hat, tritt er in die Dienste von Tempest ein. Er lässt sich zum Agenten ausbilden und hofft so, an wichtige Informationen zu gelangen. Nur langsam schafft er es, sich gegen die Vorurteile seiner Kameraden zu behaupten und seinen Platz in der Gruppe zu finden.

Doch der Zufall will, dass Holly ihm erneut über den Weg läuft, so dass er einfach nicht aufhören kann, an sie zu denken. Was er dann jedoch über sie erfährt, wirft ihn beinahe um. Sollte sein Bemühen sie zu schützen, seine unerfüllte Liebe gänzlich umsonst gewesen sein? Plötzlich wird Tempest angegriffen und alles um Jackson herum scheint sich zu verändern und gegen ihn zu verschwören. Wem kann er noch trauen?

Meine Meinung:

"Feinde der Zeit" knüpft direkt an den Vorgängerband an. Nach all seinen Erlebnissen beschließt Jackson, dass der einzige Weg, seine Freunde Holly und Adam zu schützen, die Ausradierung ihres Kennenlernens ist. Zu groß ist die Gefahr, dass jemand von den Feinden der Zeit auftaucht, und ihnen etwas antut und er hofft, dass, wenn keine Verbindung mehr zu ihnen besteht, dass seine Freunde dann ein sicheres Leben führen können.

Jacksons Entscheidung ist sehr selbstlos und zeugt von einer Weiterentwicklung seines Charakters. Obwohl ihm der Verlust sehr zusetzt, nimmt er aus ihm auch die Kraft, seine Ziele weiterzuverfolgen und alles über das Zeitreisen und die beteiligten Gruppen darum, zu erfahren. Nie wieder will er jemanden, der ihm nahesteht, sterben sehen, koste es, was es wolle.

In diesem Teil der Reihe, der seinen Schwerpunkt weniger auf die Zeitreisen, als auf die Kämpfe der verfeindeten Gruppen und die einzelnen Charaktere legt, steigert Julie Cross ganz langsam die Handlung und die darin enthaltene Spannung bis es zum Ende hin zum ganz großen Knall kommt. Nichts davon habe ich kommen sehen und schon gar nicht erwartet.

Gleichzeitig stieg im letzten Abschnitt allerdings auch meine Verwirrung, denn irgendwann habe ich den Faden verloren, wer denn nun gut und, wer böse ist und vor allem fingen die einzelnen Zeitschienen an, sich im meinen Kopf zu verheddern. Das lag aber weniger am Schreibstil der Autorin, sondern doch eher an der Tatsache, dass ich meinte, den Roman zu später Stunde unbedingt noch zu Ende lesen zu müssen, weil ich mich einfach nicht davon lösen konnte.

Fazit:

"Feinde der Zeit" ist der zweite Band einer Reihe von Julie Cross. Die Autorin nahm mich mit auf eine emotionale, wissenschaftliche und mentale Reise durch die Zeit und konnte mich mit ihrem fantastischem Schreibstil und der spannenden Handlung total überzeugen. Das offene Ende zum Schluss lässt mich in der Erwartung einer Fortsetzung zurück, auf die ich leider noch einige Zeit warten muss, da der dritte Band im Original leider erst im Januar 2014 erscheinen soll.






gebundenes Buch mit 544 Seiten
Verlag: Fischer FJB
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erschienen: 22.08.2013 
Preis: 16,99 Euro
ISBN: 978-3-8414-2210-1
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Vielen Dank an den Fischer Verlag für die Zusendung eines Rezensionsexemplars.