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Mittwoch, 7. Dezember 2016

Die Legenden der Schattenjäger Akademie

"Ohne Erinnerungen muss Simon erneut herausfinden, wer er eigentlich ist. Hat er das Zeug zum Dämonen bekämpfenden Helden – wie ihm seine früheren Freunde Clary und Jace erzählen? Oder ist er doch der bleiche Comicfan, der nicht einmal die Kraft hat, eine Waffe der Nephilim richtig in der Hand zu führen? Und dann gibt es noch Isabelle, an deren Liebe er sich nicht erinnern kann, obwohl es in seinem Bauch kribbelt, immer wenn er an sie denkt. War er wirklich mit diesem tollen Mädchen zusammen, und wenn ja, wie hat er das nur angestellt?" (Quelle: Arena Verlag)

Meine Meinung:

Das Cover des Romans erstrahlt im gewohnten Design der Chroniken des Magnus Bane und macht sich auch gut neben den anderen Reihen rund um die Welt der Schattenjäger. Das Buch setzt die Lektüre der Chroniken der Unterwelt und der Schattenjäger auf jeden Fall voraus, denn die Handlung spielt nach diesen Ereignissen. Dennoch ist es auch möglich, den Roman unabhängig davon zu lesen, doch mehr Lesespaß verspricht die richtige Reihenfolge.

Die Handlung rund um Simon und seine Erlebnisse in der Schattenjäger Akademie bildet einen Rahmen um 10 Einzelgeschichten, die in diesem Band zusammengefasst und jeweils mit einem exklusiven Comicstrip garniert wurden. Sie wurden von Cassandra Clare gemeinsam mit drei weiteren Autorinnen geschrieben; dies merkt man dem Schreibstil auch immer wieder mal an, tut aber dem Lesevergnügen keinen Abbruch.

Neben der sehr unterhaltsamen Rahmenhandlung verschaffen die Einzelgeschichten tiefere Einblicke in die Vergangenheit, die aber gekonnt in die übergreifende Rahmenhandlung eingearbeitet sind. Mir hat dieser Mix sehr gut gefallen, erfährt man hier doch Dinge, die die vorangegangenen Romane sehr gut abrunden.

Zudem fand ich es auch sehr schön, dass hier der Fokus auf Simon lag. Von Anfang an war mir dieser Charakter sympathisch, doch allzu oft war ihm das Glück zuvor nicht hold. Dabei ist Simon absolut liebenswert und bleibt sich in jeder Situation treu. Auch hier habe ich wieder mit ihm gelitten und gemeinsam mit ihm noch einmal die Welt der Schattenjäger neu kennengelernt.

Neben den bekannten Protagonisten haben die Autorinnen hier weitere Charaktere eingeführt, die Simon auf seinem Weg an der Schattenjäger Akademie begleiten. Auch sie waren gut beschrieben und haben durch ihre Anwesenheit die Handlung bereichert.

Der Schluss bildet ein würdiges Ende der Geschichte, die mich emotional nicht unberührt zurückgelassen hat.

Fazit:

Mit "Die Legenden der Schattenjäger Akademie" präsentieren Cassandra Clare, Maureen Johnson, Robin Wasserman und Sarah Rees Brennan neue, spannende Abenteuer aus der Schattenjägerwelt. Diese Kurzgeschichtensammlung ist perfekt für alle diejenigen, die nicht genug von den Schattenjägern bekommen können und damit definitiv ein Leckerbissen für alle Fans. 





gebundenes Buch mit 896 Seiten
Verlag: Arena
Facebookauftritt des Verlags → HIER
erschienen: November 2016
Alter: ab 12 Jahren
Preis: 24,99 Euro
ISBN: 978-3-401-60147-2
mehr Infos und Einkauf über Verlag möglich → HIER
Website der Hauptautorin → HIER

Vielen Dank an den Arena Verlag für die Zusendung eines Rezensionsexemplars.

Samstag, 1. Oktober 2016

Plötzlich Banshee

Die Privatdetektivin Alana scheint das Unglück anzuziehen wie das Licht die Motten. Dabei versucht sie nur, aus ihrer merkwürdigen Gabe das Beste zu machen und andere Menschen zu retten. Denn Alana kann sehen, wie lange jemand noch zu leben hat. Eine rückwärtslaufende Uhr über den Köpfen der Menschen gibt einem Countdown gleich die restliche Lebenszeit an und tendiert diese arg gegen Null, dann bricht sich aus Alana ein Schrei bahn, den sie nicht unterdrücken kann. Denn Alana ist eine Banshee - auch wenn sie diese Erkenntnis am liebsten verdrängen würde.

Als in ihrer Nähe mehrere Leichen auftauchen, macht sie unweigerlich die Bekanntschaft des attraktiven Detectives Dylan Shane, der Nachforschungen in diesem Fall betreibt. Merkwürdigerweise hatte Alana zu allen Verstorbenen Kontakt, was sie natürlich ins Visier des Detectives rückt, der obendrein ein ganz besonderes Interesse an Alana zu haben scheint. Diese macht sich auf eigene Faust auf die Suche nach dem Mörder und bringt dabei nicht nur sich, sondern auch die Menschen, die sie liebt, in große Gefahr.

Meine Meinung:

Schon bei der Vorankündigung des Verlags ist mir der Roman ins Auge gefallen. Cover und Klappentext haben mir sehr zugesagt und die inhalierte Leseprobe hatte mein Schicksal dann besiegelt: Ich musste dieses Buch lesen.

Die Grundidee selbst ist nicht neu, aber welche ist das schon. Sie ist jedoch so wunderbar in diese Story eingebettet, dass ich einfach nicht aufhören konnte zu lesen. Besonders die tollen Charaktere, die die Autorin für mich hat lebendig werden lassen, haben es mir angetan.

Allen voran natürlich Alana mit ihrer spitzen Zunge, die selten um einen Spruch verlegen ist. Damit kann man auf jeden Fall bei mir punkten. Sie ist ausgesprochen mutig und immer bereit, anderen Menschen zu helfen. Dabei scheint sie selbst von einem Unglück ins nächste zu tapsen. Ständig geschieht ihr ein Missgeschick nach dem anderen und das ausgerechnet auch immer noch in der Nähe von Detective Sockenschuss alias Dylan.

Diesen hat Alana übrigens total aus dem Konzept gebracht. Er findet sie nicht nur attraktiv, sondern ausgesprochen unterhaltsam. Zudem hat sie seinem kleinen Bruder das Leben gerettet. Merkwürdig ist nur, dass in ihrer Nähe immer wieder Unfälle passieren und dann diese Schreie....

Alana zur Seite steht zudem auch Clay, der gemeinsam mit ihr vor vielen Jahren im Waisenhaus abgegeben wurde und ihr seitdem nicht mehr von der Seite weicht. Die beiden leben gemeinsam und versuchen sich mit Jobs über Wasser zu halten. Clay scheint der einzige zu sein, dem Alana noch kein Unglück gebracht hat.

Die Handlung ist sehr schlüssig und gut durchdacht aufgebaut. Auch das Ende fand ich sehr zufriedenstellend. Einziges Manko für mich war, dass es relativ vorhersehbar war, aber das hat die Autorin mit ihren genialen Dialogen und dem tollen Schreibstil auf jeden Fall wieder wettgemacht, so dass meine Begeisterung nicht getrübt worden ist.

Fazit:

Ich habe "Plötzlich Banshee" von Nina MacKay geliebt. Der Roman aus dem Fantasygenre ist unterhaltsam, witzig und überaus spannend. Alana ist für mich als Charakter ein absoluter Hauptgewinn und ich habe mich dem Alltag erst wieder stellen können, als ich am Ende des Buches angekommen bin. Das war definitiv nicht mein letztes Buch der Autorin. 





Klappenbroschur mit 400 Seiten
Verlag: ivi
Autor/in: Nina MacKay
Facebookauftritt des Verlags → HIER
erschienen: 01.09.2016
Preis: 15,00 Euro
ISBN: 
978-3-492-70393-2
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Facebookseite der Autorin → HIER

Vielen Dank an den piper ivi Verlag für die Zusendung eines Rezensionsexemplars.


Mittwoch, 6. Juli 2016

Plötzlich Prinz - Die Rache der Feen

"Knapp dem Tode entronnen, muss Ethan Chase, der Bruder der Feenkönigin Meghan, feststellen, dass Nimmernie und die Welt der Menschen bedroht sind. Nachdem die Barrieren zwischen den beiden Welten durchlässiger geworden sind, gewinnt die Herrscherin der Vergessenen, beflügelt durch die Furcht der Menschen, zunehmend an Macht. An der Spitze ihrer Armee: Keirran, Ethans Neffe und Meghans abtrünniger Sohn! Die Vergessenen wollen die Herrschaft über ganz Nimmernie an sich reißen, und der Einzige, der sie jetzt noch stoppen kann, ist Ethan. Doch er muss dafür alles riskieren: das Vertrauen seiner Schwester, seine Liebe zu seiner Freundin Kenzie und sein Leben …" (Quelle: Heyne fliegt)

Meine Meinung:

Das Finale! Lange habe ich darauf gewartet und endlich darf ich es in meinen Händen halten. Mit gemischten Gefühlen habe ich mich daran begeben, denn neben der Freude, wieder eintauchen zu können, ist auch das Bedauern da, das die Reihe zu Ende geht.

Vorab der Hinweis: die "Plötzlich Fee"-Serie muss man nicht kennen, um diese Reihe zu verstehen, aber da einige der dortigen Charaktere auch hier agieren, sorgt es definitiv für ein tieferes Verständnis und Lesevergnügen.

Das Cover des Buches passt zu seinen Vorgängern und sieht dieses Mal besonders toll aus. Ich liebe die Farben. Der Klappentext verspricht ein packendes und emotionales Finale.

Obwohl der zweite Teil schon eine Weile für mich zurückliegt, bin ich schnell wieder in der Handlung gewesen. Nach dem dramatischen Ende von Band zwei war es mir eh ein Bedürfnis und in gleicher spannender und actionreicher Manier geht es direkt weiter.

Ethan und Kenzie sind und bleiben mir einfach ungeheuer sympathisch und ich habe die ganze Zeit mit ihnen und den anderen liebgewonnenen Charakteren gebangt. Das Gefühlskarussell hatte mich hierbei fest im Griff und hat mir so manchen emotionalen Moment beschert.

Die Spannung war für mich die ganze Zeit spürbar. Sie kam unmittelbar nach Beginn der Handlung auf und ließ mich auch die ganze Zeit nicht mehr los. Das Weltenbild, das die Autorin hier geschaffen hat, war gewohnt rund und authentisch. Nicht einmal kam es mir in den Sinn, irgendetwas zu hinterfragen.

Der Schreibstil der Autorin ist dabei gewohnt grandios. Während des Lesens kommt man kaum zum Atemholen, so dass es mir unmöglich war, das Buch an die Seit zu legen. Geschickt hat Julie Kagawa
das Nimmernie und seine Bewohner mit der realen Welt versponnen und so ausdrucksstark beschrieben, dass die Handlung für mich nahezu Realität angenommen hat.

Fazit:

"Plötzlich Prinz - Die Rache der Feen"  ist der dritte und letzte Band einer Jugendfantasy-Reihe von Julie Kagawa aus dem Reich der Feen. Gnadenlose Spannung und ein stetiges Auf und Ab der Gefühle haben mich dabei durch ein Handlung katapultiert, die mit diesem Buch einen wohlverdienten und würdigen Abschluss gefunden hat.





gebundenes Buch mit 480 Seiten
Autorin: Julie Kagawa
Übersetzer/in: Charlotte Lungstrass-Kapfer
 

Verlag: Heyne fliegt
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erschienen: 13.06.2016
Alter: ab 14 Jahren
Preis: 16,99 Euro
ISBN: 978-3-453-26868-5
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Vielen Dank an den Heyne fliegt Verlag für die Zusendung eines Rezensionsexemplars.

Mittwoch, 8. Juni 2016

Lady Midnight - Die dunklen Mächte

"Niemals wird sie den Tag vergessen, an dem ihre Eltern starben. Die 17-jährige Emma Carstairs war noch ein Kind, als sie damals ermordet wurden, und es herrschte Krieg. Die Wesen der Unterwelt kämpften bis aufs Blut gegeneinander, und die Schattenjäger, die Erzfeinde der Dämonen, wurden fast völlig ausgelöscht. Aber Emma glaubt bis heute nicht, dass ihre Eltern Opfer dieses dunklen Krieges wurden, sondern dass sie aus einem anderen rätselhaften Grund sterben mussten. Inzwischen sind fünf Jahre vergangen, und Emma hat Zuflucht im Institut der Schattenjäger in Los Angeles gefunden. Eine mysteriöse Mordserie sorgt für große Unruhe in der Unterwelt. Immer wieder werden Leichen gefunden, übersät mit alten Schriftzeichen, ähnliche Zeichen wie sie auch auf den Körpern von Emmas Eltern entdeckt worden waren. Emma muss dieser Spur nachgehen, selbst wenn sie dafür ihren engsten Vertrauten und Seelenverwandten Julian Blackthorn in große Gefahr bringt …" (Quelle: Goldmann Verlag)

Meine Meinung:

Endlich gibt es etwas Neues von Cassandra Clare und der Schattenjägerwelt! Ich habe mich wahnsinnig gefreut, als ich das Buch in meinen Händen hielt und mich auch augenblicklich daraufgestürzt.
 


Durch den Verlagswechsel passt die neue Reihe jetzt natürlich optisch nicht ganz so gut zu den restlichen Bänden, allerdings muss ich sagen, dass mich das Cover sehr, sehr anspricht.  

In dieser neuen Reihe geht es um Emma Carstairs und ihre Ersatzfamilie, die Blackthorns. Bereits in den Chroniken der Unterwelt hatten diese Charaktere einen nicht zu kleinen Auftritt und waren mir dadurch bereits vertraut. Es fühlte sich irgendwie wie nach Hause kommen an, als ich das 832 Seiten starke Buch aufschlug. Cassandra Clare hält sich auch gar nicht lange mit Einführungen auf, sondern wirft ihre Leser genau da hin, wo sie hin wollen: mitten ins Geschehen!

Emma selbst fand ich ungeheuer sympathisch. Sie wirkt wie eine weibliche Form von Jace mit ihrem unbedingten Willen zu kämpfen und immer die Beste zu sein. Seit Jahren treibt sie die Suche nach dem Mörder ihrer Eltern voran und gerade jetzt scheint es so, als habe sie endlich eine echte Spur entdeckt.

Ihr Parabatai und bester Freund Julian steht ihr dabei stets zur Seite. Er trägt eine ungeheure Last mit sich, denn seit dem Tod seines Vaters ist er verantwortlich für seine jüngeren Geschwister und sogar noch einiges darüber hinaus. Er opfert sich für alle, die er liebt nahezu auf, was ihm einen besonders liebenswerten Zug gibt.

Aber auch d
ie anderen Figuren des Romans haben für mich schnell Gestalt angenommen und sind nicht einfach nur im Hintergrund geblieben. Allen voran natürlich Julians Geschwister und auch Emmas Freundin Christina. Der Hexenmeister von Los Angeles blieb für mich leider ein wenig blass zurück. Dennoch sind alle Charaktere ein unverzichtbarer Teil der Handlung. 


Die Spannung war hier für mich konstant spürbar, so dass die enorme Seitenzahl im Nu schrumpfte und ich mich dem ersehnten, aber auch gefürchteten Ende des Buches viel zu schnell näherte. Zum Ende selbst möchte ich an dieser Stelle nichts sagen, da ich niemanden hier etwas vorwegnehmen möchte. 

Fazit:

Mit "Lady Midnight - Die dunklen Mächte" hat Cassandra Clare eine neue Trilogie aus der Schattenjägerwelt gestartet, die sich nicht hinter ihren Vorgängern verstecken muss.
Die atemberaubende Handlung erzählt von Liebe und Verlust, von Gefahr, Geheimnissen und Magie. Ich habe das Buch nahezu inhaliert und bin jetzt schon megagespannt auf die Fortsetzung. Das war definitiv wieder einmal Cassandra Clare in Höchstform!






gebundenes Buch mit 832 Seiten
Autorin: Cassandra Clare
Übersetzer: Franca Fritz und Heinrich Koop 
 

Verlag: Goldmann
Facebookauftritt des Verlags → HIER
erschienen: 17.05.2016
Preis: 19,99 Euro
ISBN: 
978-3-442-31422-5
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Website der Autorin → HIER
eigene Seite der Reihe → HIER

Vielen Dank an den Goldmann Verlag für die Zusendung eines Rezensionsexemplars.

Dienstag, 8. Dezember 2015

Feenglut

"Die Schwertkämpferin Kayla führt ein entbehrungsreiches, aber freies Leben. Zusammen mit ihrer Schwester Naias zieht sie von Arena zu Arena, um ihrer beider Lebensunterhalt zu bestreiten.
Während die eine Schwester eine außergewöhnliche Kriegerin ist, vermag die andere durch Magie zu heilen. Naias Gabe muss jedoch ein Geheimnis bleiben.
Als Kayla in der Arena von Ro’an zu ihrem bisher schwersten Kampf antritt, nimmt das Schicksal seinen Lauf. Naias gerät in Gefahr und Kayla verliert ihre Freiheit. Doch welche Rolle spielt der geheimnisvolle Krieger, dem sie während der Kämpfe in Ro’an immer wieder begegnet?" (Quelle: Drachenmond Verlag)

Meine Meinung:

Das Cover des Romans ist eine Wucht und überzeugt nicht nur durch die schönen Farben, sondern bildet damit den Titel auch unheimlich gut ab. Das Buch ist ein echter Hingucker in meinem Bücherregal, genau wie die anderen Romane vom Drachenmond Verlag.


"Feenglut" ist aus der Feder der Autorin Sandra Bäumler und ist ungeheuer flüssig und spannend geschrieben. Problemlos konnte ich mir dank des schönen Schreibstils der Autorin die Szenerie vorstellen
und auch die interessanten Charakteren nahmen schnell für mich Gestalt an.

Besonders Kayla, aus deren Sicht der Roman geschildert wird, habe ich als starke Persönlichkeit empfunden. Ich mag mir gar nicht vorstellen, wie sie es ertragen hat, bereits in jungen Jahren auf sich alleingestellt zu sein und obendrein auch noch die Sorge für die jüngere Schwester zu haben. Dadurch hat sie sich eine harte Schale zugelegt, die ihr dabei geholfen hat, in den Arenen zu überleben. Für sie zählt einzig und allein Naias zu schützen und genug zu verdienen, damit diese eine Heilerausbildung machen kann.

Naias selbst wirkt dabei eher unbedarft, was mich ein wenig irritiert hat. Auch sie ist ja auf den Straßen großgeworden und hat erlebt, wie hart Kayla für ihr gemeinsames Überleben kämpfen musste. Doch im Gegensatz zu ihr ist Naias eher ein zartes, weiches Wesen und wirkt zunächst, als wäre sie allein nicht überlebensfähig. Dennoch spürt man die starke Bindung der zwei, die mit dem Eintreffen von Fenn jedoch leicht aufgebrochen wird.

Mir hat die Vielfalt der magischen Wesen in diesem Roman sehr gefallen. Schon der Epilog löste bei mir Vorfreude aus, da er bei mir die Hoffnung auf ein Treffen mit einer Spezies ausgelöst hat, die ich sehr gerne mag.

Auch die Welt, die die Autorin hier geschaffen hat, ist eine interessante Mischung, die mir sehr gefallen hat. Ich fühlte mich ein wenig in die Zeit des römischen Reiches versetzt, die durch die bunte, magische Mischung angenehm aufgepeppt worden ist.

Fazit:

"Feenglut" ist ein emotionaler und spannender Fantasyroman, dem auch eine Liebesgeschichte zugrundeliegt und, zu dem ich schnell Zugang fand. Die Seiten zogen dank des schönen Schreibstils nur so dahin und der Schluss gipfelt letztendlich in einem emotionalen Höhepunkt, der mich aufgewühlt zurückgelassen hat. 






Softcover mit 384 Seiten
Verlag: Drachenmond
Autorin: Sandra Bäumler
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erschienen: 03.11.2015
Preis: 14,90 Euro
ISBN: 
978-3-931989-71-2
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Seite der Autorin → HIER

Vielen Dank an den Drachenmond Verlag für die Zusendung eines Rezensionsexemplars und an Sandra Bäumler für die schöne Widmung.
 



Donnerstag, 12. November 2015

Die Dreizehnte Fee - Erwachen

Nach einem tausendjährigen Dornröschenschlaf erwacht die dreizehnte Fee Lilith im Land Pandora und muss feststellen, dass die Welt sich auch ohne sie weitergedreht hat. Ihre Schwestern hatten sie betrogen und in den Schlaf gelockt. Gemeinsam mit einem Hexenjäger, dessen Gefangene sie nun ist, macht sie sich auf die Suche nach ihnen, um Rache zu üben.

Doch ohne ihre magischen Fähigkeiten ist das gar nicht so einfach und auch ihre Schwestern wissen, dass Lilith wieder wach ist und versuchen, ihr zuvorzukommen. Eine unglaubliche Jagd beginnt, bei der Lilith sich mit lang vergessenen, menschlichen Gefühlen und ihren ehemaligen Taten auseinandersetzen muss.

 

Meinung:

Julia Adrian hat einen ganz tollen Schreibstil, der einen unweigerlich mitreißt. Sie erzählt die Geschichte aus der Sicht von Lilith, der dreizehnten Fee, in der Ich-Form. Dadurch erhielt ich nicht nur viele Informationen und Einblicke in die Gedanken- und Gefühlswelt von Lilith, es machte den Roman mit dem wunderschönen Cover auch ungeheuer lebendig. Die Kapitel sind sehr kurz gehalten und steigern dadurch das hohe Erzähltempo.
 

Trotz ihrer ursprünglich negativ behafteten Rolle war mir Lilith sympathisch, da man sofort mit ihr mitfühlt. Sie hat als Kind schlimme Dinge erlebt, die sie verändert haben und zu etwas gemacht haben, dass sie tief drinnen nie sein wollte. Sie war gewissenlos, machtgierig und böse. Ihre innere Stimme hatte sie lange beiseitegeschoben und erst jetzt, nach sehr vielen Jahren und den neuen Erfahrungen als ausschließlich menschliches Wesen, scheint sich diese wieder Gehör verschaffen zu können.
 

Ein bisschen irritiert war ich von der Liebesgeschichte, die anfänglich ja eigentlich keine ist und auch später eher unterschwellig zu spüren ist. Liliths Bereitwilligkeit zu eindeutigen Handlungen konnte ich nicht so ganz nachvollziehen, ebensowenig wie die des Hexenjägers, den ich gerne etwas näher kennengelernt hätte.
 

Mit dem Prolog hat die Autorin gleich zu Beginn die Spannung hochgepuscht und konnte diese auch über den gesamten Roman halten. Nie gab es Längen und der ständige Wunsch weiterzulesen, trieb mich in einem atemberaubenden Tempo durch die Geschichte. Ich musste einfach wissen, wie es für Lilith weitergeht und kam erst zu einer erzwungenen Ruhe als ich am Ende angelangt war. Ein Ende, das noch so viel offenlässt für die Fortsetzung, die ich unbedingt auch lesen muss.
 

Fazit:

"Die Dreizehnte Fee - Erwachen" ist ein Fantasyroman mit einer außergewöhnlichen Grundidee.
Julia Adrian ist es gelungen, gleich mit ihrem Erstlingswerk einen beeindruckenden Roman zu kreieren, der sich vor der Konkurrenz nicht verstecken muss. Die Handlung ist durchweg spannend und hat mich von Anfang an gefesselt. Ich bin jetzt schon ganz gespannt auf die Fortsetzung, die ich mir nicht entgehen lassen werde.





Klappenbroschur mit 212 Seiten
Verlag: Drachenmond
Autorin: Julia Adrian
Facebookauftritt des Verlags → HIER
erschienen: September 2015
Alter: ab 12 Jahren
Preis: 12,00 Euro
ISBN:
978-3-95991-131-3
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Facebookseite der Autorin → HIER

Vielen Dank an den Drachenmond Verlag für die Zusendung eines Rezensionsexemplars und an Julia Adrian für die schöne Widmung.
 

Sonntag, 18. Oktober 2015

Nacht ohne Sterne

Naya ist ein Halbblut. Ihr Vater ist ein Mensch und ihre Mutter eine Lichtelfe, deren Volk sie verstoßen hat. Naya selbst besitzt keine Magie und der Zugang zur Elfenwelt bleibt ihr verwehrt. Ihr einziger Kontakt in dieser Hinsicht ist der Lichtelf Jaron, mit dem sie zusammen aufgewachsen ist.

Ihr Vater führt einen ganz besonderen Buchladen, in dem er auch seltene Bücher über Magie verkauft. Naya hilft ihm oft dort, ebenso wie die Fee Rosa, die sich bislang immer um Naya gekümmert hat. Als letztere die Bekanntschaft des Dunkelelfs Vidar macht, gerät sie zwischen die Fronten eines uralten Krieges zwischen Licht- und Dunkelelfen. Wem kann Naya noch trauen?

Meine Meinung:

"Nacht ohne Sterne" ist nicht mein erstes Buch von Gesa Schwartz. Das wundervolle Cover mit der glitzernden Schrift und der spannende Klappentext verheißen ganz viel Lesespaß rund um die Fantasywelt der Elfen.

Naya war mir schnell sympathisch und es war nicht schwer, sich in sie hineinzuversetzen und mit ihr zu fühlen. Ein Teil von ihr sehnt sich nach der Welt der Lichtelfen, die sie niemals betreten darf. Sie fühlt, dass irgendetwas in ihrem Leben fehlt. Die Begegnung mit Vidar verändert dann von jetzt auf gleich alles. Nach allem, was sie gelernt hat, ist er das personifizierte Böse, doch ihre Erfahrungen sprechen da eine ganz andere Sprache. Natürlich ist Naya nicht das harmlose, menschliche Halbblut, wie sie annimmt, das Gefühl wird beim Lesen schnell stärker. Aber ich möchte in dieser Hinsicht nicht vorweggreifen und einen Teil der Spannung herausnehmen.

Jaron und Vidar sind beide sehr interessante Charaktere. Jaron hat stets auf Naya aufgepasst; sie sind wie Geschwister aufgewachsen. Allerdings scheint sich in letzter Zeit etwas zwischen ihnen geändert zu haben, denn es gibt immer wieder Momente, in denen es knistert. Was sich auf der einen Seite langsam entwickelt hat, schlägt beim Treffen mit Vidar wie eine Bombe ein. Naya ist hin- und hergerissen zwischen dem, was sie gelernt hat, und dem, das sie selbst sieht und fühlt.

Ich fand es interessant, wie sich die Charaktere im Laufe der Geschichte veränderten. Insbesondere Jaron erfährt hier eine große Wandlung. Doch ich fand seine Sicht zeitweilig etwas eingeengt. Im Gegensatz zu Naya ist er aber auch nicht aus dem eigenen Volk ausgegrenzt worden und hat damit einen ganz anderen Blickwinkel als sie, die etwas unvoreingenommener an alles herangehen kann.

Sehr gut gefallen hat mir, dass es sich bei diesem Roman um einen Einzelband handelt. Zwar lese ich auch sehr gerne Mehrteiler dieses Genres, aber zwischendurch ist es einfach mal erfrischend, diesbezüglich etwas Abwechslung zu haben und nicht zitternd auf eine Fortsetzung warten zu müssen.

Fazit:

"Nacht ohne Sterne" von Gesa Schwartz ist ein starker Jugendfantasyroman, der mich gekonnt zu unterhalten wusste und vor allem mit seinen schönen Beschreibungen und den sympathischen Charakteren punktet. Gerne bin ich in die fantastische Welt eingetaucht, die die Autorin geschaffen hat und befand mich stets im begeisterten Lesefluss. 






gebundenes Buch mit 544 Seiten
Verlag: cbt
Autorin: Gesa Schwartz
Facebookauftritt des Verlags → HIER
erschienen: 28.09.2015
Alter: ab 14 Jahren
Preis: 18,99 Euro
ISBN: 
978-3-570-16320-7
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Vielen Dank an den cbt Verlag für die Zusendung eines Rezensionsexemplars. 

Dienstag, 7. April 2015

Die Feenjägerin

Nach außen wirkt die schöne Aileana Kameron wie eine aristokratische, junge Dame, doch hinter ihrer Fassade verbirgt sich jemand ganz anderes. Seit dem Tod ihrer Mutter vor einem Jahr hat Aileana ihre Fähigkeiten trainiert, Feen aufzuspüren und gegen sie zu kämpfen, doch das muss sie geheimhalten, weil es wieder schicklich für eine Dame im Schottland des 19. Jahrhunderts ist, noch glauben die meisten Menschen tatsächlich an Feen.

Angetrieben von dem Wunsch, jene Fee zu töten, die ihre Mutter umgebracht hat, befolgt sie verbissen alle Anweisungen von Kiaran und begibt sich des Nächtens auf die Jagd. Weshalb er ihr hilft, seinesgleichen zu töten, bleibt für Aileana jedoch im Dunkeln. Doch ihre Rache wird kompliziert, als sie erfährt, wieviel mehr hinter ihren Fähigkeiten steckt und was tatsächlich auf dem Spiel steht.

Meine Meinung:

Das tolle Cover des Buches hat mich angelockt und der Klappentext ist wirklich vielversprechend. Schnell war mir klar, das ich hier einen echten Leseschatz vor mir habe.

Der Roman wird aus Aileanas Sicht erzählt; ich mochte das junge Mädchen sofort. Der Tod ihrer Mutter hat ihr sehr zugesetzt und ihr Fehlen verstärkt noch einmal den Eindruck der Ablehnung, die sie von ihrem Vater erfährt. Dennoch gibt Aileana nicht auf und hat sich ein Ziel gesetzt. Sie ist unwahrscheinlich mutig, intelligent und tödlich für die meisten ihrer Gegner. Gleichzeitig hat sie sich aber die Fähigkeit, Mitgefühl und Liebe zu empfinden, bewahrt.

Aus Kiaran wird man anfangs so gar nicht schlau. Er ist stark, listig, dunkel und gefährlich und lässt Aileana wissen, wie skrupellos seine Art ist. Doch mehr gibt er nicht von sich preis und es dauert eine Weile, bis Aileana den Grund für sein Handeln erfährt. Regelmäßig treibt er sie an ihre Grenzen, damit sie ihre Schwächen überwindet und immer stärker wird. Seine sexy Ausstrahlung lenkt Aileana dabei so manches Mal von ihrer Mission ab.

Aber die Geschichte lebt nicht nur durch die beiden Protagonisten, sondern auch durch viele andere, starke Nebencharaktere. Ihre Freundin Catherine und deren Bruder Gavin sind für mich aus dieser Geschichte gar nicht wegzudenken. Nicht zuletzt natürlich auch nicht Derrick, eine kleine Fee, die in Aileanas Ankleidezimmer lebt und ihren ganz eigenen Charme hat.

Der Weltenaufbau in diesem Roman hat mir unheimlich gut gefallen. Grundlage ist das Schottland des 18. Jahrhunderts, angereichert durch Magie und das Vorhandensein des mystischen Feenvolkes, das hier alles andere als weichgespült, sondern skrupellos und blut- bzw. energiedürstig ist. Komplettiert wird das Ganze durch zahlreiche Einflüsse des Steampunks, den ich so gerne lese. Hier war alles stimmig und gut platziert.

Das Ende bleibt offen und ist einfach spektakulär. Das anschließende Bestarium, das noch einmal die unterschiedlichen Feen erläutert, hätte ich liebend gern gegen die Fortsetzung eingetauscht. Ich mag gar nicht daran denken, wie lange ich jetzt nun warten muss...

Fazit:


"Die Feenjägerin" von Elizabeth May ist der erste Band einer Trilogie und gleichzeitig das Debüt der vielversprechenden Autorin. Gekonnt verbindet sie hier elektrisierende Fantasy mit Romantik und Action mit Steampunk-Technologie. Das spannende, ereignisreiche Abenteuer, das sich des historischen Schottlands als perfekter Kulisse bedient, hat mich total verzaubert und begeistert und ich erwarte nun sehnsuchtsvoll die Fortsetzung dieser Reihe.





Paperback mit 400 Seiten
Verlag: Heyne
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erschienen: 09.02.2015
Preis: 13,99 Euro
ISBN: 
978-3-453-31609-6
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Website der Autorin → HIER
 

Vielen Dank an den Heyne Verlag für die Zusendung eines Rezensionsexemplars. 

Samstag, 6. Dezember 2014

Plötzlich Prinz - Das Schicksal der Feen

Zurück in der realen Welt scheinen die Probleme für Ethan kein Ende zu finden. Als dann noch seine Schwester Meghan auftaucht, und ihm um seine Hilfe bittet, scheint sich die nächste Katastrophe anzubahnen. Sein Neffe Keirran ist verschwunden!

Nur ungern macht er sich auf die Suche, möchte er doch am liebsten nie wieder etwas mit der Feenwelt zu tun haben. Und natürlich bleiben dort die gefährlichen Situationen nicht aus, die scheinbar nur auf Ethan gewartet haben.

Meine Meinung:

Als Fan der "Plötzlich Fee"-Reihe war natürlich auch Julie Kagawas neue, magische Feensaga ein absolutes Muss für mich. Der erste Teil der Reihe hat mir sehr gut gefallen und so war ich mächtig auf die Fortsetzung gespannt.

Man muss die andere Reihe nicht unbedingt kennen, um die "Plötzlich Prinz"-Reihe zu verstehen und zu genießen, doch sicherlich ist es an manchen Stellen nicht nur hilfreich, sondern teilweise wie ein Gefühl, als käme man nach Hause, wenn die vorherigen Geschehnisse bekannt sind.

Das Cover des Buches ist farblich sehr schön und ansprechend gestaltet und passt sich seinem Vorgänger wunderbar an. Der Klappentext macht neugierig, verrät aber nicht zuviel.

Ethan hat mir als Charakter wirklich gut gefallen. Er ist ein sympathischer, junger Mann, der seinen Mitmenschen nicht schaden will und deshalb auf Abstand geht. Denn die Feen sind für ihn rund um die Uhr präsent. Nie kann er sich ausruhen, denn ständig wollen sie ihm Schaden zufügen. Das Nimmernie ist für ihn das Böse schlechthin, zu sehr hat er unter den Erlebnissen seiner Kindheit gelitten. Doch inszwischen scheint es seiner Freundin Kenzie gelungen zu sein, die harte Schale, die sich Ethan zugelegt hat, etwas zu knacken.

NIcht nur deswegen mochte ich das Mädchen so sehr. Sie ist eine ausgesprochen mutige, junge Frau, die trotz ihrer Krankheit Ethan wacker zur Seite steht, obwohl ihr das erste Abenteuer körperlich sehr zugesetzt hat. Doch ihre Gefühle für Ethan sind weitaus stärker und so hilft sie ihm, wo sie nur kann. Dafür habe ich sie sehr bewundert.

Ich liebe den Schreibstil von Julie Kagawa einfach. Nie kommt es in ihren Romanen zu Längen, stets habe ich das dringende Bedürfnis, alles in einem Rutsch durchzulesen. Leider war ich mal wieder viel zu schnell durch die Seiten geflogen und bin an dem erschreckenden Ende des Romans fast verzweifelt. Ich kann unmöglich warten, bis es weitergeht!

Fazit:

"Plötzlich Prinz - Das Schicksal der Feen" ist der zweite Band einer Jugendfantasy-Reihe von Julie Kagawa aus dem Reich der Feen. Flüssig und spannend hat sie hier das Nimmernie und seine Bewohner mit unserer realen Welt versponnen und dabei so eindrucksvoll beschrieben, dass die Handlung für mich fast Realität angenommen hat. Ich freue mich schon darauf zu erfahren, wie das Abenteuer von Ethan Chase weitergeht. 






gebundenes Buch mit 480 Seiten
Verlag: Heyne fliegt
Facebookauftritt des Verlags → HIER
erschienen: 10.11.2014 
Alter: ab 14 Jahren
Preis: 16,99 Euro
ISBN: 978-3-453-26867-8
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Vielen Dank an den Heyne fliegt Verlag für die Zusendung eines Rezensionsexemplars.


Samstag, 8. November 2014

Der letzte Drache - Weltenmagie I

An seinem 25. Geburtstag soll Kayne im fantastischen Reich Albany als vermutlicher Thronerbe die magische Weihe erhalten, doch die Drachen, verweigern ihm diese und bestätigen damit den langgehegten Verdacht, dass Kayne der Sohn des bösen Zauberers Samukal ist. Alles, was Rang und Namen hat in Albany ist dabei zugegegen.

Enttäuscht vom Ausgang dieses Tages flüchtet sich Kayne auf eine Reise durchs Land. Begleitet wird er von seinen Freunden, der Nebelhexe Leána und Toran und Siah. Schnell geraten die Freunde in ein Abenteuer, dass mit der Entdeckung eines magischen Portals beginnt, das sie in unsere Welt bringt. Hier treffen sie auf den geheimnisvollen Michael und Rob, dessen Schicksal mit dem ihren auf merkwürdige Weise verbunden zu sein scheint. Doch gleichzeitig befinden sie sich auch in großer Gefahr...

Meine Meinung:

Der Einstieg in das Buch war zunächst ein wenig schwierig für mich, da gleich zu Beginn eine Vielzahl von Charakteren präsentiert wurden, die ich anfänglich nicht so schnell sortieren konnte. Doch das gab sich relativ zügig, da mich der Schreibstil und die Handlung so mitgezogen haben, dass ich ganz nebenbei ein Gefühl für das Weltenbild und die Figuren darin bekam.
 

Die Darstellung der Charaktere hat mir dabei außerordentlich gut gefallen. Allesamt sind sie sehr klar gezeichnet und schnell fühlt man sich mit ihnen verbunden.

Besonders die impulsive Leána habe ich dabei ins Herz geschlossen. Sie ist so lebenslustig und mutig und weiß meist ganz genau, was sie möchte. Wenn sie einen Plan gefasst hat, dann gibt es nichts und niemanden, der sie davon abhalten kann. Gleichzeitig schafft sie es aber auch, stets Verständnis für ihre Freunde aufzubringen und schaut gezielt hinter die Fassade, die andere nach außen zeigen.

Auch Kayne war mir sympathisch. Wenn er nicht gerade in verständlichem Selbstmitleid schwelgt, dann ist er sehr loyal gegenüber seinen Freunden und auch darauf bedacht, niemanden mutwillig Schaden zuzufügen. Bei der Verkündung seiner Abstammung hatte ich sehr viel Mitgefühl für ihn und ich habe ihn gleichzeitig dafür bewundert, wie er mit der Situation umgegangen ist.

 

Gut gefallen hat mir auch der Zusammenhalt und die Freundschaft die die Protagonisten haben und auch leben. Ich hoffe, dass ihnen dies auch in den nachfolgenden Bänden erhalten bleibt, denn es verleiht ihnen gemeinsam sehr viel Stärke, die sie bestimmt noch beweisen müssen.

Trotzdem die neue "Weltenmagie"-Reihe in sich abgeschlossen und auch für sich allein durchaus verständlich ist, würde ich empfehlen, zunächst die "Weltennebel"-Trilogie zu lesen, da die dortigen Charaktere zu einem großen Teil in diesem Buch wiederauftauchen und viele Andeutungen auf frühere Geschehnisse somit besser verstanden werden können.

Fazit:

 

Viele offene Fragen und die Hoffnung auf viel mehr "Weltenmagie" sorgen dafür, dass ich mich bereits jetzt auf die Fortsetzung von "Der letzte Drache - Weltenmagie I" freue. Aileen P. Roberts konnte im ersten Teil der spannenden Trilogie für mich vor allem mit dem wundervollen Weltenbild und ihren starken Charakteren punkten, von denen ich unbedingt noch sehr viel mehr lesen will.




Taschenbuch mit 480 Seiten
Verlag: Goldmann
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erschienen: 15.09.2014
Preis: 12,99 Euro
ISBN: 
978-3-442-48044-9
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Montag, 17. Februar 2014

Plötzlich Prinz - Das Erbe der Feen

Seitdem Ethan Chase als Kind von den Feen entführt worden ist, wird er sie einfach nicht mehr los. Überallhin folgen sie ihm und versuchen, ihm das Leben schwer zu machen. Auch an seiner neuen Highschool scheint es nicht anders zu sein. Hier trifft er auf Todd, ein Halbblut, dem er in einer brenzligen Situation seine Hilfe nicht versagen kann.

Gleichzeitig hat Ethan die Aufmerksamkeit von Kenzie geweckt. Diese möchte unbedingt über ihn einen Artikel in der Schülerzeitung schreiben und heftet sich gnadenlos an seine Fersen. Als Todd plötzlich verschwindet und Ethan von nie zuvor gesehenen Feen angegriffen wird, flüchtet er sich gemeinsam mit Kenzie ins Nimmernie, den Ort, der er sich geschworen hatte, nie wieder zu betreten.

Meine Meinung:

Als Fan der "Plötzlich Fee"-Reihe war der Auftakt zu Julie Kagawas neuer, magischen Feensaga natürlich ein Muss. Wer denkt, er würde hier nur einen Abklatsch der Reihe bekommen, täuscht sich jedoch, denn die neue Reihe um Ethan Chase steht der um Meghan in keinster Weise nach.

Man muss die andere Reihe nicht unbedingt kennen, um "Plötzlich Prinz - Das Erbe der Feen" zu verstehen und zu genießen, doch sicherlich ist es an manchen Stellen nicht nur hilfreich, sondern teilweise wie ein Gefühl, als käme man nach Hause, wenn die vorherigen Geschehnisse bekannt sind.

Ethan hat mir als Charakter wirklich gut gefallen. Er ist ein sympathischer, junger Mann, der seinen Mitmenschen nicht schaden will und deshalb auf Abstand geht. Denn die Feen sind für ihn rund um die Uhr präsent. Nie kann er sich ausruhen, denn ständig wollen sie ihm Schaden zufügen. Das Nimmernie ist für ihn das Böse schlechthin, zu sehr hat er unter den Erlebnissen seiner Kindheit gelitten. Da hilft es auch nicht, dass seine Schwester Meghan den Kontakt zur Familie gänzlich abgebrochen hat. Erst Kenzie scheint seine harte Schale, die er sich zugelegt hat, langsam zu knacken.

Es war sehr schön, die liebgewonnen Charaktere aus der "Plötzlich Fee"-Reihe wiederzutreffen, auch, wenn sie in diesem ersten Teil nicht allzu lange Auftritte hatten. Doch auch neue Charaktere kommen zum Zuge, allen voran Keirran, der mir sehr gefallen hat und, der neben Ethan und Kenzie mit zu den Protagonisten zählte.

Fazit:

"Plötzlich Prinz - Das Erbe der Feen" ist der Auftakt einer neuen Jugendfantasy-Reihe von Julie Kagawa aus dem Reich der Feen. Flüssig und spannend hat sie hier das Nimmernie und seine Bewohner mit unserer realen Welt versponnen und dabei so eindrucksvoll beschrieben, dass die Handlung für mich fast Realität angenommen hat. Ich freue mich schon darauf zu erfahren, wie das Abenteuer von Ethan Chase weitergeht. 





gebundenes Buch mit 512 Seiten
Verlag: Heyne 
Facebookauftritt des Verlags → HIER
erschienen: 20.01.2014 
Alter: ab 14 Jahren
Preis: 16,99 Euro
ISBN: 978-3-453-26866-1 
mehr Infos, Leseprobe und Einkauf über Verlag möglich → HIER
Website der Autorin → HIER

Vielen Dank an den Heyne Verlag für die Zusendung eines Rezensionsexemplars.

Sonntag, 17. Juni 2012

Dreams ´n´ Whispers - Verpiept nochmal! Evie in Action

Endlich hat Evie das, was sie sich immer gewünscht hat: Ein ganz normales Leben. Doch leider hat auch das seine Tücken, denn ihr jetziges Highschool-Leben hat nicht viel gemein mit ihrer liebsten Highschoolfernsehserie. So hat sie nur wenig Kontakt zu ihren Mitschülern und ihre Sportlehrerin hasst sie abgrundtief - was übrigens auf Gegenseitigkeit beruht. Und während ihr heißgeliebter Freund Lend aufs College geht und nur am Wochenende vorbeikommt, lebt Evie mit einer Vampirin zusammen und jobbt im Paranormalen-Café von Lends Dad. So hatte sie sich das normale Leben eigentlich nicht vorgestellt.
Mitten in ihrem Frust taucht auf einmal Raquel wieder auf und bietet ihr an, wieder für die IBKP zu arbeiten. Während Lend und sein Dad dies unumwunden ablehnen, zögert Evie noch. Zu gerne würde sie Raquel, die für sie einer Mutter noch am nächsten kommt, gerne öfter sehen und ab und an aus ihrem Normalbürgerleben ausbrechen. Gleichzeitig lernt sie auch noch Jack kennen, der als Mensch bei den Feen aufgewachsen ist und nun für die IBKP arbeitet, wo er unter anderem die Feenpfade beschreitet. Letztendlich entscheidet sich Evie dafür, in dem ein oder anderen Fall wieder aktiv zu werden. Damit sind merkwürdige, paranormale Zwischenfälle wieder vorprogrammiert - und Ärger mit dem Liebsten auch..... Und warum tauchen auf einmal so viele Paranormale gleichzeitig auf? Und wo zur Hölle sind all die Elementarwesen hin?

Kiersten White hat auch im zweiten Band ihrer Reihe ihren gewohnten, lockerleichten und flapsigen Erzählstil mit dabei. Evie wäre nicht Evie, wenn sie nicht alles und jeden kommentieren würde auf ihre flippige und verrückte Teenieart. Auch das bekannte "Piep" statt eines deftigen Fluchs darf hier nicht fehlen. Doch das scheint nur Evies Schutzschild zu sein, damit sie niemanden an ihre Gefühle und ihn Innerstes heranlassen muss. Noch immer grübelt sie über ihre Herkunft nach und auch die Sache mit Vivian und den Toten in der Zentrale macht ihr noch schwer zu schaffen. Zudem fällt es ihr schwer, sich in ein "normales" Familienleben einzufügen, hat sie doch nie eines gekannt und war immer mehr oder weniger auf sich alleingestellt. Und da wäre ja auch noch diese eine Sache, die sie Lend immer noch nicht gesagt hat.....
Dreams 'n'Whispers ist ein kurzweiliger Jugendfantasyroman, der gekonnt zu unterhalten weiss. Ich muss sagen, der zweite Band der Reihe hat mir noch besser gefallen als der erste, da hier eindeutig ein bisschen mehr Tiefgang in der Geschichte war. Ich würde jedoch jedem empfehlen, zunächst den ersten Band zu lesen, da der zweite dann eindeutig besser verstanden werden kann. Ich bin gespannt, was der nächste bringt und wie sich das Geheimnis um Evie auflöst.