Seit Katarinas Einbruch in das sicherste
Museum der Welt, dem Henley, sind sie und ihr Team in der Branche in
aller Munde. Deshalb ist sie auch gar nicht so verwundert, dass sie
plötzlich auf der Straße von einer alten Dame und ihrem Enkel
angesprochen wird, die einen Auftrag für sie haben. Sie soll den
sagenumwobenen Smaragd der Kleopatra stehlen!
In Kürze soll er
nach vielen Jahren im Verborgenen wieder auftauchen und, obwohl Onkel
Eddie strikt dagegen ist, machen sie und ihr Team sich daran, einen Plan
zu entwerfen. Doch der Edelstein ist verflucht und ehe sie es sich
versehen, sitzen alle ganz tief im Schlamassel.
Meine Meinung:
Obwohl
Ally Carter im zweiten Teil der Reihe ihrem Schreibstil treugeblieben
ist, habe ich in diesem Band nicht mehr so sehr das Gefühl gehabt, mich
in einem Actionfilm zu befinden. Vielleicht habe ich mich auch schlicht
und einfach daran gewöhnt, aber auf jeden Fall kamen hier die Charaktere
meiner Meinung mehr zur Geltung.
Insbesondere Kats Gefühlsleben
wird durchleuchtet. Nach dem vorangegangenen, großartigen Coup scheint
sie sich in einer Art Rausch zu befinden. Mit dem Gefühl, das nichts und
niemand sie aufhalten kann, macht sie sich immer öfter allein auf zu
neuen Jobs. Dabei bringt sie nicht nur sich selbst in Gefahr, sondern
stößt auch ihre Freunde, allen voran Hale, sehr vor den Kopf. Erst ein
Fehler und ein drohender, persönlicher Verlust machen ihr wieder klar,
dass ihre Stärke eindeutig im Team liegt. Eine Gruppe, auf die sie sich
verlassen kann und mit der sie gemeinsam durch dick und dünn geht.
Allerdings
hätte ich mir für den zweiten Teil auch einen winzig kleinen, weiteren
Hinweis zum elementaren Geheimnis aus dem ersten Buch gewünscht. Doch
die Autorin lässt ihre Leser weiterhin im Dunkeln tappen, was die
Spannung natürlich umso mehr anheizt. Diesbezüglich erhoffe ich mir
jedoch einen Fortschritt im dritten Band.
Fazit:
"Meisterdiebin" von Ally Carter macht da weiter, wo "Meisterklasse"
aufhörte. Im gewohnt rasantem Tempo flog ich durch den kurzweiligen
Roman und erfreute mich an den vertrauten und teilweise neuen
Charakteren, die mich durch die Handlung begleiteten und meine Neugier
auf den dritten Teil geweckt haben.
gebundenes Buch mit 384 Seiten
Verlag: Fischer FJB
Facebookauftritt des Verlags → HIER
Alter: ab 14 Jahren
erschienen: 20.06.2013
Preis: 17,99 Euro
ISBN: 978-3-8414-2148-7
mehr Infos, Leseprobe und Einkauf über Verlag möglich → HIER
Website der Autorin → HIER
Posts mit dem Label Freund werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
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Mittwoch, 19. Juni 2019
Donnerstag, 19. September 2013
Isegrim
Für Jola ist der Wald ihr einziger
Zufluchtsort. Hier kommt sie hin, wenn sie wieder frei atmen will, denn
oft fühlt sie sich von ihren Mitmenschen - vor allem von ihrer
überängstlichen Mutter - stark eingeengt. Auch die Beziehung zu ihrem
Freund Kai gibt Jola schon lange nicht mehr soviel wie zum Anfang. Das
kleine Dorf mit seinen Bewohnern voller Vorurteile und Klatschsucht
machen ihr Leben obendrein nicht einfacher, so dass sie in letzter Zeit
nahezu täglich in den Wald flüchtet.
Doch jüngst fühlt sie sich auch hier immer öfter beobachtet. Dann begegnet sie eines Tages Olek, der sie fasziniert und ihr zahlreiche Rätsel aufgibt. Diverse Diebstähle und ein gemeinsames Schulprojekt mit ihren Freunden sorgen dafür, dass die Wogen im Dorf immer höher schlagen und längst Vergangenes wieder ausgegraben wird. Ebenso wie ein Verbrechen, das bereits fünf Jahre zurückliegt und, in dem Jola auf besondere Weise involviert ist.
Meine Meinung:
Die Bücher von Antje Babendererde liebe ich vor allem wegen ihres unverwechselbaren Schreibstils. Sehr ruhig und leicht melancholisch präsentiert sie ihre Geschichten, die ohne Ausnahme sehr viel Tiefe aufweisen und mich direkt berühren.
Auch in "Isegrim" sind ihre Beschreibungen sehr bildhaft und schnell hat das Dorf, in dem Jola lebt, vor meinem geistigen Auge Gestalt angenommen, mitsamt seinen einzigartigen Persönlichkeiten.
Vor allem Jola ist ein ganz besonderer Charakter. Entgegen dem Trend der heutigen Jugend ist sie nicht dauervernetzt und -beschallt, sondern liebt die Ruhe und den Frieden, die der Wald für sie ausstrahlen. Ihre Umwelt reagiert darauf mit Unverständnis, doch Jola lässt sich nicht beirren und hält an ihren Gewohnheiten fest. Oftmals kommt es ihr so vor, als würde ihr reales Leben nur im Wald stattfinden, während sie außerhalb nur eine Rolle spielt, um die Erwartungen ihrer Mitmenschen zu erfüllen.
Aber auch die anderen Charaktere sind sehr detailliert gezeichnet und trotz der Erzählperspektive in der ersten Person verblassen diese nicht hinter der Protagonistin, sondern runden das Gesamtbild der Erzählung wohltuend ab. Angefangen bei Jolas Mutter, die unter einer Angststörung leidet, über den beeinträchtigten Magnus und den Eigenbrötler Tobias, bis hin natürlich auch zu Olek, dessen Lebensweise mehr als außergewöhnlich ist und, der ein großes Geheimnis verbirgt.
Besonders gut gefällt mir, dass kein Charakter hier ausschließlich gut oder böse ist. Sie alle haben Ecken und Kanten und handeln zuweilen unvernünftig oder machen Fehler. Das ist nicht nur absolut menschlich, sondern lässt die Charaktere dieses Romans im hohen Maße authentisch erscheinen. Besonders das Thema Schuld wird hier auf vielfältige Art beleuchtet und sehr schön aufbereitet.
Fazit:
"Isegrim" von Antje Babendererde war ein absolutes Lesevergnügen für mich. Sehr ruhig und gefühlvoll geht der Roman in die Tiefe und hat mich weit in die dortige Welt hineingezogen. Die tollen Charaktere sind mir nahe gekommen und haben mich dabei sehr berührt. "Isegrim" ist ein toller Jugendroman, den ich voll und ganz empfehlen kann.
gebundenes Buch mit 416 Seiten
Verlag: Arena
Facebookauftritt des Verlags → HIER
erschienen: August 2013Alter: ab 14 Jahren
Preis: 16,99 Euro
ISBN: 978-3-401-06753-7
mehr Infos und Leseprobe → HIER
Website der Autorin → HIER
Vielen Dank an den Arena Verlag für die Zusendung eines Rezensionsexemplars.
Doch jüngst fühlt sie sich auch hier immer öfter beobachtet. Dann begegnet sie eines Tages Olek, der sie fasziniert und ihr zahlreiche Rätsel aufgibt. Diverse Diebstähle und ein gemeinsames Schulprojekt mit ihren Freunden sorgen dafür, dass die Wogen im Dorf immer höher schlagen und längst Vergangenes wieder ausgegraben wird. Ebenso wie ein Verbrechen, das bereits fünf Jahre zurückliegt und, in dem Jola auf besondere Weise involviert ist.
Meine Meinung:
Die Bücher von Antje Babendererde liebe ich vor allem wegen ihres unverwechselbaren Schreibstils. Sehr ruhig und leicht melancholisch präsentiert sie ihre Geschichten, die ohne Ausnahme sehr viel Tiefe aufweisen und mich direkt berühren.
Auch in "Isegrim" sind ihre Beschreibungen sehr bildhaft und schnell hat das Dorf, in dem Jola lebt, vor meinem geistigen Auge Gestalt angenommen, mitsamt seinen einzigartigen Persönlichkeiten.
Vor allem Jola ist ein ganz besonderer Charakter. Entgegen dem Trend der heutigen Jugend ist sie nicht dauervernetzt und -beschallt, sondern liebt die Ruhe und den Frieden, die der Wald für sie ausstrahlen. Ihre Umwelt reagiert darauf mit Unverständnis, doch Jola lässt sich nicht beirren und hält an ihren Gewohnheiten fest. Oftmals kommt es ihr so vor, als würde ihr reales Leben nur im Wald stattfinden, während sie außerhalb nur eine Rolle spielt, um die Erwartungen ihrer Mitmenschen zu erfüllen.
Aber auch die anderen Charaktere sind sehr detailliert gezeichnet und trotz der Erzählperspektive in der ersten Person verblassen diese nicht hinter der Protagonistin, sondern runden das Gesamtbild der Erzählung wohltuend ab. Angefangen bei Jolas Mutter, die unter einer Angststörung leidet, über den beeinträchtigten Magnus und den Eigenbrötler Tobias, bis hin natürlich auch zu Olek, dessen Lebensweise mehr als außergewöhnlich ist und, der ein großes Geheimnis verbirgt.
Besonders gut gefällt mir, dass kein Charakter hier ausschließlich gut oder böse ist. Sie alle haben Ecken und Kanten und handeln zuweilen unvernünftig oder machen Fehler. Das ist nicht nur absolut menschlich, sondern lässt die Charaktere dieses Romans im hohen Maße authentisch erscheinen. Besonders das Thema Schuld wird hier auf vielfältige Art beleuchtet und sehr schön aufbereitet.
Fazit:
"Isegrim" von Antje Babendererde war ein absolutes Lesevergnügen für mich. Sehr ruhig und gefühlvoll geht der Roman in die Tiefe und hat mich weit in die dortige Welt hineingezogen. Die tollen Charaktere sind mir nahe gekommen und haben mich dabei sehr berührt. "Isegrim" ist ein toller Jugendroman, den ich voll und ganz empfehlen kann.
gebundenes Buch mit 416 Seiten
Verlag: Arena
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erschienen: August 2013Alter: ab 14 Jahren
Preis: 16,99 Euro
ISBN: 978-3-401-06753-7
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Vielen Dank an den Arena Verlag für die Zusendung eines Rezensionsexemplars.
Samstag, 3. August 2013
Mädchen sind die besseren Spione
Die Sicherheitsmaßnahmen für Cameron Morgan
an der Gallagher Academy für außergewöhnlich begabte Mädchen haben sich
verschärft, denn die Top-Spionin von Morgen hat mit ihren heimlichen
Ausflügen zu Josh gezeigt, dass das System so manche Lücke hat.
Doch während Cammie noch ihrer ersten Liebe hinterhertrauert, kommen sie und ihre Freundinnen einem Geheimnis auf die Spur: Die Akademie erhält Besuch von ihrem Pendant für die männlichen Anwärter! So macht Cammie die Bekanntschaft von Zach, der nicht nur absolut schnuckelig scheint, sondern leider auch viel zu leicht in immer wieder neue Persönlichkeiten schlüpft. Was verbirgt er?
Meine Meinung:
Ich habe mich sehr gefreut wieder mit den Gallagher girls unterwegs sein zu dürfen. Die aus Cammies Sicht erzählte Geschichte ist gewohnt lustig und spritzig-flott und lässt dabei keine Langeweile aufkommen.
Inzwischen hat Cammie einige Erfahrungen auf dem für sie wohl schwierigsten Gebiet gesammelt: Jungs. Noch vor wenigen Monaten war das junge Mädchen, dass vierzehn Sprachen fließend spricht und einen Mann auf sieben verschiedene Art und Weisen töten kann, noch völlig unbedarft in diesem Bereich und dabei gnadenlos auf die Tipps ihrer neuen Freundin Macey angewiesen.
Doch gerade als sie anfing, die Sache mit Josh zu verarbeiten, begegnet sie ihm wieder. Aber seine Erinnerungen an die letzten Wochen scheinen durch den Tee ihrer Mutter komplett ausgelöscht zu sein, obwohl er Cammie recht merkwürdige Blicke zusendet. Außerdem ist da ja auch noch Zach, aus dem Cammie so gar nicht schlau wird. Er und seine Freunde scheinen irgendetwas zu verbergen und während die Mädchen noch verzweifelt nachforschen, entbrennt in der Akademie ein harter Kampf der Geschlechter.
Fazit:
Sehr unterhaltsam führt "Mädchen sind die besseren Spione" die Reihe der Gallagher girls fort. Spannend und actionreich schlagen sich Cammie und ihre Freundinnen durch ihren ungewöhnlichen Schulalltag und versuchen alle Fragen auf ihre ganz besondere, witzige Art zu klären. Dabei zeigen sie, dass Freundschaft, Teamgeist und Vertrauen unerlässlich wertvoll sind. Ich werde die Reihe auf jeden Fall weiterverfolgen.
Broschur mit 256 Seiten
Verlag: Planet Girl
Facebookauftritt des Verlags → HIER
erschienen: 15.07.2013
Alter: ab 12 Jahren
Preis: 12,95 Euro
ISBN: 978-3-522-50332-7
mehr Infos, Leseprobe und Einkauf über Verlag möglich → HIER
Website der Autorin → HIER
Vielen Dank an den Planet Girl Verlag für die Zusendung eines Rezensionsexemplars.
Doch während Cammie noch ihrer ersten Liebe hinterhertrauert, kommen sie und ihre Freundinnen einem Geheimnis auf die Spur: Die Akademie erhält Besuch von ihrem Pendant für die männlichen Anwärter! So macht Cammie die Bekanntschaft von Zach, der nicht nur absolut schnuckelig scheint, sondern leider auch viel zu leicht in immer wieder neue Persönlichkeiten schlüpft. Was verbirgt er?
Meine Meinung:
Ich habe mich sehr gefreut wieder mit den Gallagher girls unterwegs sein zu dürfen. Die aus Cammies Sicht erzählte Geschichte ist gewohnt lustig und spritzig-flott und lässt dabei keine Langeweile aufkommen.
Inzwischen hat Cammie einige Erfahrungen auf dem für sie wohl schwierigsten Gebiet gesammelt: Jungs. Noch vor wenigen Monaten war das junge Mädchen, dass vierzehn Sprachen fließend spricht und einen Mann auf sieben verschiedene Art und Weisen töten kann, noch völlig unbedarft in diesem Bereich und dabei gnadenlos auf die Tipps ihrer neuen Freundin Macey angewiesen.
Doch gerade als sie anfing, die Sache mit Josh zu verarbeiten, begegnet sie ihm wieder. Aber seine Erinnerungen an die letzten Wochen scheinen durch den Tee ihrer Mutter komplett ausgelöscht zu sein, obwohl er Cammie recht merkwürdige Blicke zusendet. Außerdem ist da ja auch noch Zach, aus dem Cammie so gar nicht schlau wird. Er und seine Freunde scheinen irgendetwas zu verbergen und während die Mädchen noch verzweifelt nachforschen, entbrennt in der Akademie ein harter Kampf der Geschlechter.
Fazit:
Sehr unterhaltsam führt "Mädchen sind die besseren Spione" die Reihe der Gallagher girls fort. Spannend und actionreich schlagen sich Cammie und ihre Freundinnen durch ihren ungewöhnlichen Schulalltag und versuchen alle Fragen auf ihre ganz besondere, witzige Art zu klären. Dabei zeigen sie, dass Freundschaft, Teamgeist und Vertrauen unerlässlich wertvoll sind. Ich werde die Reihe auf jeden Fall weiterverfolgen.
Broschur mit 256 Seiten
Verlag: Planet Girl
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erschienen: 15.07.2013
Alter: ab 12 Jahren
Preis: 12,95 Euro
ISBN: 978-3-522-50332-7
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Website der Autorin → HIER
Vielen Dank an den Planet Girl Verlag für die Zusendung eines Rezensionsexemplars.
Dienstag, 26. März 2013
In dieser ganz besonderen Nacht
Nach dem Tod ihrer Mutter fühlt Amber sich
innerlich leer und zurückgelassen. Doch es ist ihr nicht vergönnt, in
der vertrauten, deutschen Kleinstadt mit Hilfe ihrer Freunde zu sich
zurückzufinden, denn ab jetzt muss sie bei ihrem Vater Ted in San
Francisco leben. Dabei wäre sie viel lieber bei der besten Freundin
ihrer Mutter oder ihren Großeltern geblieben, doch ihre Eltern haben
dies vorab so vereinbart. Und so beginnt für Amber ein neues Leben mit
ihrem Vater, den sie kaum kennt, in einem fremden Land ohne Freunde. Sie
ist verzweifelt und entwurzelt und sperrt sich gegen jedweden
Annäherungsversuch ihres Vaters. Erst die magische Anziehung eines
fremden, leer stehenden Hauses verändert Ambers neues Leben.
Hier begegnet sie Nathaniel, einem nicht nur gut aussehenden, sondern auch ausgesprochen gefühlvollen, älteren Jungen. Mit ihm kann sie über alles reden, doch körperlich bleibt er stets auf Distanz. Zutiefst verunsichert darüber und unwissend, ob Nathaniel ihre starken Gefühle erwidert, kommt es bei Amber zu einem Gefühlsausbruch, bei dem sie zufällig Nathaniels wahre Natur entdeckt: Er ist ein Geist und normalerweise für das menschliche Auge nicht sichtbar! Gefangen zwischen den Sphären und aus einer fernen Vergangenheit steckt Nathaniel in seinem jetzigen Dasein fest, ohne zu wissen, weshalb. Zwar ist es ihm möglich, tote Gegenstände zu berühren, aber für lebende Körper hat seine Existenz keinen festen Widerstand. Diese Tatsache setzt den beiden im Laufe der Zeit immer mehr zu und gemeinam mit Ambers inzwischen neu gefundenen Freunden versuchen sie eine Lösung zu finden. Werden die beiden eine Zukunft haben?
Meine Meinung:
Der im cbj Verlag erschienene Roman "In dieser ganz besonderen Nacht" von Nicole C. Vosseler ist ein ganz besonderer Lesegenuss. Abwechselnd erzählt aus der Sicht von Amber und Nathaniel habe ich beim Lesen einen unheimlich tiefen Einblick in zwei verwundete Seelen und ihre Gefühle gewonnen.
Amber ist im Grunde genommen eine sehr starke Persönlichkeit. Monatelang hat sie es geschafft, für ihre sterbende Mutter da zu sein und sie zu stützen. Nach ihrem Tod verspürt sie plötzlich eine Leere in ihrem Leben und ist zunächst nicht in der Lage ihren Gefühlen Ausdruck zu verleihen. Der Umzug in ein unbekanntes Land, in dem sie erneut "funktionieren" muss, ist für Amber psychisch eine große Belastung. Doch die erlebte Nähe zum Tod hat in ihr eine Tür geöffnet, die es ihr fortan möglich macht, Geister zu sehen. Dessen ist sich Amber allerdings erst spät bewusst; umso überraschter ist sie, als sie realisiert, dass sie mit dieser Gabe nicht allein ist. Ihre Liebe zu Nathaniel gibt ihr zunächst neue Kraft, doch die nicht vorhandene, gemeinsame Zukunft mit ihm wird zunehmend belastend für sie und setzt sie einer unbekannten Gefahr aus.
Nathaniel ist eigentlich alles, was sich ein junges Mädchen von einem Mann wünscht. Er ist nicht nur äußerst attraktiv, sondern scheint auch sehr sensibel zu sein. Umso schlimmer für ihn, dass er sich zum Großteil an seine menschliche Vergangenheit nicht mehr erinnert, geschweige denn, wie lange er bereits in dieser Existenz ausharrt. Viele Jahre hat er sich in dem verlassenen Haus verschanzt und das Auftauchen von Amber ist sein einziger Lichtblick. Sehr schnell ist sie ungeheuer wichtig für ihn geworden und er fürchtet sich vor dem Tag, an dem Amber ihn nicht mehr an ihrem Leben teilhaben lassen will.
Aber nicht nur die beiden Protagonisten sind von der Autorin so schön gezeichnet worden, sondern auch die anderen Charaktere, die jeder für sich etwas ganz Besonderes und sehr wichtig in Ambers Leben sind. Insgesamt ist das Geschehen mitsamt seinen wundervollen Beschreibungen von San Francisco, so atmosphärisch dicht beschrieben, dass ich beim Lesen einfach mitgerissen worden bin.
Fazit:
"In dieser ganz besonderen Nacht" ist ein emotionaler und spannender Jugendroman mit fantastischen Aspekten, der mich ungeheuer berührt und auch nach dem Lesen einfach nicht mehr losgelassen hat. Ich bin ganz tief eingetaucht in die fesselnde Geschichte und habe dabei kaum gemerkt, wie die Seiten dabei vorüberflogen. Der Schluss gipfelt in einem emotionalen Höhepunkt, in dem sich die Vielfalt der beschriebenen Gefühle auch in mir widerspiegelten, so sehr habe ich mit Amber mitgefiebert und -gefühlt. Nicole C. Vosselers neuer Roman erhält von mir eine unbedingte Leseempfehlung.
gebundenes Buch mit 576 Seiten
Alter: ab 12 Jahren
Preis: 18,99 Euro
ISBN: 978-3-570-15534-9
Einkauf über Verlag, weitere Infos, Trailer und Leseprobe → HIER
Seite der Autorin → HIER
Hier begegnet sie Nathaniel, einem nicht nur gut aussehenden, sondern auch ausgesprochen gefühlvollen, älteren Jungen. Mit ihm kann sie über alles reden, doch körperlich bleibt er stets auf Distanz. Zutiefst verunsichert darüber und unwissend, ob Nathaniel ihre starken Gefühle erwidert, kommt es bei Amber zu einem Gefühlsausbruch, bei dem sie zufällig Nathaniels wahre Natur entdeckt: Er ist ein Geist und normalerweise für das menschliche Auge nicht sichtbar! Gefangen zwischen den Sphären und aus einer fernen Vergangenheit steckt Nathaniel in seinem jetzigen Dasein fest, ohne zu wissen, weshalb. Zwar ist es ihm möglich, tote Gegenstände zu berühren, aber für lebende Körper hat seine Existenz keinen festen Widerstand. Diese Tatsache setzt den beiden im Laufe der Zeit immer mehr zu und gemeinam mit Ambers inzwischen neu gefundenen Freunden versuchen sie eine Lösung zu finden. Werden die beiden eine Zukunft haben?
Meine Meinung:
Der im cbj Verlag erschienene Roman "In dieser ganz besonderen Nacht" von Nicole C. Vosseler ist ein ganz besonderer Lesegenuss. Abwechselnd erzählt aus der Sicht von Amber und Nathaniel habe ich beim Lesen einen unheimlich tiefen Einblick in zwei verwundete Seelen und ihre Gefühle gewonnen.
Amber ist im Grunde genommen eine sehr starke Persönlichkeit. Monatelang hat sie es geschafft, für ihre sterbende Mutter da zu sein und sie zu stützen. Nach ihrem Tod verspürt sie plötzlich eine Leere in ihrem Leben und ist zunächst nicht in der Lage ihren Gefühlen Ausdruck zu verleihen. Der Umzug in ein unbekanntes Land, in dem sie erneut "funktionieren" muss, ist für Amber psychisch eine große Belastung. Doch die erlebte Nähe zum Tod hat in ihr eine Tür geöffnet, die es ihr fortan möglich macht, Geister zu sehen. Dessen ist sich Amber allerdings erst spät bewusst; umso überraschter ist sie, als sie realisiert, dass sie mit dieser Gabe nicht allein ist. Ihre Liebe zu Nathaniel gibt ihr zunächst neue Kraft, doch die nicht vorhandene, gemeinsame Zukunft mit ihm wird zunehmend belastend für sie und setzt sie einer unbekannten Gefahr aus.
Nathaniel ist eigentlich alles, was sich ein junges Mädchen von einem Mann wünscht. Er ist nicht nur äußerst attraktiv, sondern scheint auch sehr sensibel zu sein. Umso schlimmer für ihn, dass er sich zum Großteil an seine menschliche Vergangenheit nicht mehr erinnert, geschweige denn, wie lange er bereits in dieser Existenz ausharrt. Viele Jahre hat er sich in dem verlassenen Haus verschanzt und das Auftauchen von Amber ist sein einziger Lichtblick. Sehr schnell ist sie ungeheuer wichtig für ihn geworden und er fürchtet sich vor dem Tag, an dem Amber ihn nicht mehr an ihrem Leben teilhaben lassen will.
Aber nicht nur die beiden Protagonisten sind von der Autorin so schön gezeichnet worden, sondern auch die anderen Charaktere, die jeder für sich etwas ganz Besonderes und sehr wichtig in Ambers Leben sind. Insgesamt ist das Geschehen mitsamt seinen wundervollen Beschreibungen von San Francisco, so atmosphärisch dicht beschrieben, dass ich beim Lesen einfach mitgerissen worden bin.
Fazit:
"In dieser ganz besonderen Nacht" ist ein emotionaler und spannender Jugendroman mit fantastischen Aspekten, der mich ungeheuer berührt und auch nach dem Lesen einfach nicht mehr losgelassen hat. Ich bin ganz tief eingetaucht in die fesselnde Geschichte und habe dabei kaum gemerkt, wie die Seiten dabei vorüberflogen. Der Schluss gipfelt in einem emotionalen Höhepunkt, in dem sich die Vielfalt der beschriebenen Gefühle auch in mir widerspiegelten, so sehr habe ich mit Amber mitgefiebert und -gefühlt. Nicole C. Vosselers neuer Roman erhält von mir eine unbedingte Leseempfehlung.
gebundenes Buch mit 576 Seiten
Alter: ab 12 Jahren
Preis: 18,99 Euro
ISBN: 978-3-570-15534-9
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Montag, 11. Februar 2013
Und keiner wird dich kennen
Eigentlich hat Maja alles, was sich ein
Mädchen in ihrem Alter wünscht: eine nette Clique, eine tolerante Mutter
und Lorenzo, den schärfsten Jungen der Welt als Freund. Wäre da nicht
die Angst, die ihr ständiger Begleiter wäre. Denn vor drei Jahren hat
Robert, der damalige Freund ihrer Mutter, die komplette Familie
tyrannisiert, bedroht und hat dabei auch vor Gewalttätigkeiten nicht
zurückgeschreckt. Erst ein Übergriff gegen ihre Mutter hat schließlich
zu seiner Festnahme und Inhaftierung geführt und nur langsam hat sich
die Familie von diesem Schrecken erholt. Umso geschockter sind sie, als
sie erfahren, dass Robert demnächst entlassen wird. Als er sie bereits
vorab wieder am Telefon bedroht und dabei deutlich macht, dass er ihren
neuen Wohnort kennt, begibt sich die gesamte Familie panisch zur
Polizei, die als einzigen Ausweg, die Teilnahme an einem
Opferschutzprogramm anbietet. Doch dafür müssen sie ihr komplettes,
altes Leben hinter sich lassen und sämtliche Verbindungen zu Verwandten
und Freunden abbrechen.
Maja kann sich ein Leben ohne Lorenzo gar nicht vorstellen, aber die Angst um ihre Familie ist so wahnsinnig groß, dass sie letzten Endes dem Neuanfang zustimmt. Nach einiger Zeit der Planung landen sie schließlich in Bayern, unweit von München. Nur langsam schafft es Maja, neue Kontakte zu ihren Mitschülern aufzubauen. Zu groß ist die Angst, ungewollt zuviel von sich preiszugeben. Die neuen Namen und ihre konstruierte Vergangenheit ist der Familie leider nur schwer geläufig und so kommt es, das Maja immer öfter Gefahr läuft, sich zu verraten. Ihre gezwungene Zurückhaltung und die daraus resultierende Einsamkeit verführen Maja letztendlich zu einer verhängnisvollen Entscheidung, die das Leben ihrer Familie aufs Schärfste bedroht.
meine Meinung:
Der im Beltz & Gelberg Verlag erschienene Roman "Und keiner wird dich kennen" von Katja Brandis ist ein spannender Jugendthriller, der die Thematik des Stalkings aufgreift. Dabei gelingt es der Autorin, die Gefühle der Charaktere wundervoll einfzufangen und zu beschreiben. Ich hatte den Eindruck, die Emotionen aller nicht nur nachvollziehen zu können, sondern auch mitzuempfinden. Als Nichtbetroffene kann ich wahrscheinlich nur ansatzweise ermessen, welche Ängste Maja und ihre Familie ausstehen müssen. Allein der Gedanke, dass jemand meinen Kindern wehtun könnte, treibt mir schon die Tränen in die Augen und genau wie Lila würde ich alles dafür tun, um sie zu beschützen. Ich fand es sehr realistisch beschrieben, wie sie nicht nur die starke Mutter ist, sondern in ihren schwachen Momenten auch unter Panikattacken leidet und neben ihrer Angst verständlicherweise ein wenig den Blick für die Sorgen ihrer Tochter verloren hat.
Maja ist für mich eine echte Heldin, denn ich denke, nicht jedes Mädchen in ihrer Situation hätte es geschafft, das Wohl ihrer Familie über die eigenen Wünsche zu stellen. Ihre Einsamkeit an dem neuen Wohnort mit ihrer neuen Identität konnte ich hautnah nachvollziehen. Auch ihren Zwiespalt zwischen dem Wunsch, ein neues Leben zu führen und der Hoffnung, das alte nicht ganz zu verlieren. Es ehrt sie, dass es ihr nicht leicht fällt, ihre neuen Freunde zu belügen, doch dieser an und für sich löbliche Charakterzug bringt sie auch in Schwierigkeiten, da ihr anzusehen ist, dass sie etwas zu verbergen hat. Und so steht sie zwischen zwei Identitäten und damit zwischen zwei Leben und kann in keinem davon richtig Fuß fassen. Sie fühlt sich verloren und ohne Halt und gerät dadurch in Versuchung, unvorsichtig zu werden.
Gut gefallen hat mir auch, dass die Autorin in ihrem Buch auch die Gedanken des Täters erfasst hat und, die in ihrer Verworrenheit und Komplexität genau die richtige Dosis an Verständnis und einen Hauch Mitgefühl aufkommen lassen. Niemand ist von Geburt an böse und ich bin überzeugt, dass erst die Kombination aus den charakterlichen Grundzügen mit dem persönlichen Umfeld einen Menschen erst zu dem machen, was er ist. Aber gerade auch die in der Jugend gelesenen Bücher prägen meiner Meinung nach das Moralverständnis eines Menschen und umso mehr freue ich mich über die hiesige Darstellung des Täters, die beim Lesen weder Hassgefühle, noch allzu starkes Mitleid in mir geweckt und mich eigentlich nur mit einem Gefühl von Traurigkeit für ihn zurückgelassen hat.
Fazit:
"Keiner wird dich kennen" ist ein spannender Jugendthriller mit ausnahmslos starken und detailliert beschriebenen Charakteren. Ich habe beim Lesen komplett mitgefiebert, wodurch sich das ein oder andere Mal auch eine Träne des Mitgefühls in meine Augenwinkel geschlichen hat, während mich die ständig präsente Spannung weiter im Text nach vorne katapultierte. Die Autorin zeigt in ihrem Roman ganz klar auf, wozu Menschen fähig sind, im Guten wie im Bösen, und wie schnell uns unsere Gefühle vom Weg des Verstandes abbringen können. Aber sie weckt auch Verständnis für diejenigen, die sich in einer ähnlichen Situation wie Maja befinden, deren Furcht ihr tägliches Leben bestimmt und, die nichts gegen die Bedrohung unternehmen können solange die Täter die Grenzen des Gesetzes nicht überschreiten. Es ist beängstigend, wieviel Macht ein einziger haben kann und wie leicht es ist, das Leben anderer zu zerstören. Der Roman hat mich gefesselt und zutiefst bewegt und wird mir deshalb noch lange im Gedächtnis bleiben. Von meiner Seite gibt es eine ganz klare Leseempfehlung für das Buch.
Vielen Dank an blogg dein buch und den Beltz & Gelberg Verlag für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars und die Möglichkeit zur Teilnahme an ihrer Aktion "Offizieller Beltz & Gelberg Buchblogger 2013".
gebundenes Buch mit 400 Seiten
Alter: ab 12 Jahren
Preis: 16,95 Euro
ISBN: 978-3-407-81130-1
Leseprobe und Einkauf direkt über den Verlag → HIER
weitere Bücher der Autorin beim Beltz & Gelberg Verlag:
Schatten des Dschungels → HIER
Ruf der Tiefe → HIER
Autorenwebsite → HIER
Maja kann sich ein Leben ohne Lorenzo gar nicht vorstellen, aber die Angst um ihre Familie ist so wahnsinnig groß, dass sie letzten Endes dem Neuanfang zustimmt. Nach einiger Zeit der Planung landen sie schließlich in Bayern, unweit von München. Nur langsam schafft es Maja, neue Kontakte zu ihren Mitschülern aufzubauen. Zu groß ist die Angst, ungewollt zuviel von sich preiszugeben. Die neuen Namen und ihre konstruierte Vergangenheit ist der Familie leider nur schwer geläufig und so kommt es, das Maja immer öfter Gefahr läuft, sich zu verraten. Ihre gezwungene Zurückhaltung und die daraus resultierende Einsamkeit verführen Maja letztendlich zu einer verhängnisvollen Entscheidung, die das Leben ihrer Familie aufs Schärfste bedroht.
meine Meinung:
Der im Beltz & Gelberg Verlag erschienene Roman "Und keiner wird dich kennen" von Katja Brandis ist ein spannender Jugendthriller, der die Thematik des Stalkings aufgreift. Dabei gelingt es der Autorin, die Gefühle der Charaktere wundervoll einfzufangen und zu beschreiben. Ich hatte den Eindruck, die Emotionen aller nicht nur nachvollziehen zu können, sondern auch mitzuempfinden. Als Nichtbetroffene kann ich wahrscheinlich nur ansatzweise ermessen, welche Ängste Maja und ihre Familie ausstehen müssen. Allein der Gedanke, dass jemand meinen Kindern wehtun könnte, treibt mir schon die Tränen in die Augen und genau wie Lila würde ich alles dafür tun, um sie zu beschützen. Ich fand es sehr realistisch beschrieben, wie sie nicht nur die starke Mutter ist, sondern in ihren schwachen Momenten auch unter Panikattacken leidet und neben ihrer Angst verständlicherweise ein wenig den Blick für die Sorgen ihrer Tochter verloren hat.
Maja ist für mich eine echte Heldin, denn ich denke, nicht jedes Mädchen in ihrer Situation hätte es geschafft, das Wohl ihrer Familie über die eigenen Wünsche zu stellen. Ihre Einsamkeit an dem neuen Wohnort mit ihrer neuen Identität konnte ich hautnah nachvollziehen. Auch ihren Zwiespalt zwischen dem Wunsch, ein neues Leben zu führen und der Hoffnung, das alte nicht ganz zu verlieren. Es ehrt sie, dass es ihr nicht leicht fällt, ihre neuen Freunde zu belügen, doch dieser an und für sich löbliche Charakterzug bringt sie auch in Schwierigkeiten, da ihr anzusehen ist, dass sie etwas zu verbergen hat. Und so steht sie zwischen zwei Identitäten und damit zwischen zwei Leben und kann in keinem davon richtig Fuß fassen. Sie fühlt sich verloren und ohne Halt und gerät dadurch in Versuchung, unvorsichtig zu werden.
Gut gefallen hat mir auch, dass die Autorin in ihrem Buch auch die Gedanken des Täters erfasst hat und, die in ihrer Verworrenheit und Komplexität genau die richtige Dosis an Verständnis und einen Hauch Mitgefühl aufkommen lassen. Niemand ist von Geburt an böse und ich bin überzeugt, dass erst die Kombination aus den charakterlichen Grundzügen mit dem persönlichen Umfeld einen Menschen erst zu dem machen, was er ist. Aber gerade auch die in der Jugend gelesenen Bücher prägen meiner Meinung nach das Moralverständnis eines Menschen und umso mehr freue ich mich über die hiesige Darstellung des Täters, die beim Lesen weder Hassgefühle, noch allzu starkes Mitleid in mir geweckt und mich eigentlich nur mit einem Gefühl von Traurigkeit für ihn zurückgelassen hat.
Fazit:
"Keiner wird dich kennen" ist ein spannender Jugendthriller mit ausnahmslos starken und detailliert beschriebenen Charakteren. Ich habe beim Lesen komplett mitgefiebert, wodurch sich das ein oder andere Mal auch eine Träne des Mitgefühls in meine Augenwinkel geschlichen hat, während mich die ständig präsente Spannung weiter im Text nach vorne katapultierte. Die Autorin zeigt in ihrem Roman ganz klar auf, wozu Menschen fähig sind, im Guten wie im Bösen, und wie schnell uns unsere Gefühle vom Weg des Verstandes abbringen können. Aber sie weckt auch Verständnis für diejenigen, die sich in einer ähnlichen Situation wie Maja befinden, deren Furcht ihr tägliches Leben bestimmt und, die nichts gegen die Bedrohung unternehmen können solange die Täter die Grenzen des Gesetzes nicht überschreiten. Es ist beängstigend, wieviel Macht ein einziger haben kann und wie leicht es ist, das Leben anderer zu zerstören. Der Roman hat mich gefesselt und zutiefst bewegt und wird mir deshalb noch lange im Gedächtnis bleiben. Von meiner Seite gibt es eine ganz klare Leseempfehlung für das Buch.
Vielen Dank an blogg dein buch und den Beltz & Gelberg Verlag für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars und die Möglichkeit zur Teilnahme an ihrer Aktion "Offizieller Beltz & Gelberg Buchblogger 2013".
gebundenes Buch mit 400 Seiten
Alter: ab 12 Jahren
Preis: 16,95 Euro
ISBN: 978-3-407-81130-1
Leseprobe und Einkauf direkt über den Verlag → HIER
weitere Bücher der Autorin beim Beltz & Gelberg Verlag:
Schatten des Dschungels → HIER
Ruf der Tiefe → HIER
Autorenwebsite → HIER
Freitag, 8. Februar 2013
Die Bestimmung - Tödliche Wahrheit
Tris und Tobias sind mit einigen Flüchtlingen bei den Amite angekommen,
doch schnell wird klar, dass sie hier nicht lange bleiben können. Tris
ist emotional sehr angeschlagen. Nicht nur ihre Eltern sind tot, sondern
sie war auch gezwungen Will, einen ihrer Freunde, der in der Simulation
gefangen war und mit seiner Waffe auf sie angelegt hatte, zu töten. Es
fällt Tris sehr schwer mit diesen Erlebnissen umzugehen, zumal sie nicht
in der Lage scheint, sich irgendjemanden anzuvertrauen. Gleichzeitig
beginnt die verzweifelte Suche nach Verbündeten und nach den Gründen des
Angriffs der Ken.
Neue und auch altbekannte Akteure treten auf den Plan und sorgen für Überraschungen und man erfährt endlich mehr über die einzelnen Fraktionen, deren Leben und Motivationen. Auch Tobias scheint Geheimnisse vor Tris zu haben und so steht ihre Beziehung immer mehr auf wackeligen Füßen, zumal ihre Auffassungen über die Pläne der Zukunft stetig auseinanderdriften. Wird ihre Beziehung diesen Belastungen standhalten? Und was ist der wahre Grund für den Angriff der Ken?
Den ersten Band der dystopischen Reihe von Veronica Roth habe ich förmlich verschlungen. Viel zu schnell war er zu Ende, umso glücklicher war ich, dass ich endlich den zweiten Teil lesen durfte.
Ich mag den Schreibstil der Autorin unheimlich gern und finde, dass insbesondere die Ich-Erzählung im Präsens aus der Sicht von Tris die Spannung noch zusätzlich anheizt und auch eine besondere Verbundenheit mit der Protagonistin schafft.
Gut gefällt mir auch, dass der zweite Band da weitermacht, wo der erste aufgehört hat. Ich habe mich beim Lesen gefesselt gefühlt und mit Tris gemeinsam eine schwere Zeit durchgestanden. Denn Tris ist sehr angeschlagen. Sie gibt sich die Schuld am Tod von Will und auch der Verlust ihrer Eltern nagt sehr an ihr. Sie wird zusehends labiler und scheint die Gefahr und das Risko förmlich zu suchen. Dabei fällt es Tobias immer schwerer, mit ihrem veränderten Verhalten umzugehen. Er spürt, dass Tris ihm etwas verheimlicht und abzurutschen droht. Aber auch er verschließt sich zum Teil vor ihr und dieses zwangsläufig gegenseitig geschürte Misstrauen droht die beiden für immer auseinanderzubringen.
Auch das Vertrauen zu ihren anderen Weggefährten steht auf wackeligen Füßen und nicht nur einmal überraschen Beteiligte mit ihren Handlungen und Entscheidungen. Es fällt immer schwerer Freund und Feind auseinanderzuhalten bis es fast gänzlich unklar wird, welche Ziele der einzelne verfolgt. Es kommt zu herben Verlusten und Menschen werden getötet, einzig aufgrund ihrer Fraktionszugehörigkeit. Jede Fraktion sieht sich im Recht und scheint das Handeln im Wohl aller für sich gepachtet zu haben, so dass ein Krieg unausweichlich zu sein scheint.
Band eins der dystopischen Reihe war einfach ein Knaller und konnte mich fesseln von Anfang bis zum Ende und hat meine Erwartungen an den Nachfolger sehr hochgeschraubt. Dem zweiten Teil ist es gelungen, an dieser Stelle nahtlos anzuknüpfen, jedoch fand ich hier das ständige Hin und Her von Tris und Tobias ein wenig ermüdend. Beide sind viel zu lange emotional gesehen auf sich allein gestellt gewesen und so fällt es ihnen schwer, sich dem anderen vollständig zu öffnen. Misstrauen kommt auf und Alleingänge sind die Folge, aber insbesondere Tris hat hier meiner Meinung nach den Bogen ein wenig überspannt. Doch es ist ihr zu verzeihen, denn man sollte ihr zartes Alter und die furchtbaren Dinge, die sie erlebt hat, nicht völlig unberücksichtigt lassen, gleichwohl es bei ihren mutigen Taten oftmals in Vergessenheit gerät.
Nichtsdestotrotz ist der im cbt Verlag erschienene Roman "Die Bestimmung - Tödliche Wahrheit" ein sehr gelungener und sehr spannender zweiter Teil, dessen Handlung in einem atemberaubenden Tempo mit mir dahinfliesst und, dessen zumindest teilweise überraschendes Ende mich glücklicherweise wieder ein wenig mit den kleinen Unstimmigkeiten, die auch vielleicht meinen extrem hohen Erwartungen entspringen, versöhnt hat. Und nun warte ich ganz gespannt auf das Erscheinen des finalen Bandes, denn nach diesem Ende muss ich unbedingt wissen, wie es weitergeht.
gebundenes Buch mit 512 Seiten
Alter: ab 14 Jahren
Preis: 17,99 Euro
ISNB: 978-3-570-16156-2
Infos, Leseprobe und Einkauf direkt beim Verlag → HIER
eigene Seite der Reihe mit ganz vielen Extras → HIER
Neue und auch altbekannte Akteure treten auf den Plan und sorgen für Überraschungen und man erfährt endlich mehr über die einzelnen Fraktionen, deren Leben und Motivationen. Auch Tobias scheint Geheimnisse vor Tris zu haben und so steht ihre Beziehung immer mehr auf wackeligen Füßen, zumal ihre Auffassungen über die Pläne der Zukunft stetig auseinanderdriften. Wird ihre Beziehung diesen Belastungen standhalten? Und was ist der wahre Grund für den Angriff der Ken?
Den ersten Band der dystopischen Reihe von Veronica Roth habe ich förmlich verschlungen. Viel zu schnell war er zu Ende, umso glücklicher war ich, dass ich endlich den zweiten Teil lesen durfte.
Ich mag den Schreibstil der Autorin unheimlich gern und finde, dass insbesondere die Ich-Erzählung im Präsens aus der Sicht von Tris die Spannung noch zusätzlich anheizt und auch eine besondere Verbundenheit mit der Protagonistin schafft.
Gut gefällt mir auch, dass der zweite Band da weitermacht, wo der erste aufgehört hat. Ich habe mich beim Lesen gefesselt gefühlt und mit Tris gemeinsam eine schwere Zeit durchgestanden. Denn Tris ist sehr angeschlagen. Sie gibt sich die Schuld am Tod von Will und auch der Verlust ihrer Eltern nagt sehr an ihr. Sie wird zusehends labiler und scheint die Gefahr und das Risko förmlich zu suchen. Dabei fällt es Tobias immer schwerer, mit ihrem veränderten Verhalten umzugehen. Er spürt, dass Tris ihm etwas verheimlicht und abzurutschen droht. Aber auch er verschließt sich zum Teil vor ihr und dieses zwangsläufig gegenseitig geschürte Misstrauen droht die beiden für immer auseinanderzubringen.
Auch das Vertrauen zu ihren anderen Weggefährten steht auf wackeligen Füßen und nicht nur einmal überraschen Beteiligte mit ihren Handlungen und Entscheidungen. Es fällt immer schwerer Freund und Feind auseinanderzuhalten bis es fast gänzlich unklar wird, welche Ziele der einzelne verfolgt. Es kommt zu herben Verlusten und Menschen werden getötet, einzig aufgrund ihrer Fraktionszugehörigkeit. Jede Fraktion sieht sich im Recht und scheint das Handeln im Wohl aller für sich gepachtet zu haben, so dass ein Krieg unausweichlich zu sein scheint.
Band eins der dystopischen Reihe war einfach ein Knaller und konnte mich fesseln von Anfang bis zum Ende und hat meine Erwartungen an den Nachfolger sehr hochgeschraubt. Dem zweiten Teil ist es gelungen, an dieser Stelle nahtlos anzuknüpfen, jedoch fand ich hier das ständige Hin und Her von Tris und Tobias ein wenig ermüdend. Beide sind viel zu lange emotional gesehen auf sich allein gestellt gewesen und so fällt es ihnen schwer, sich dem anderen vollständig zu öffnen. Misstrauen kommt auf und Alleingänge sind die Folge, aber insbesondere Tris hat hier meiner Meinung nach den Bogen ein wenig überspannt. Doch es ist ihr zu verzeihen, denn man sollte ihr zartes Alter und die furchtbaren Dinge, die sie erlebt hat, nicht völlig unberücksichtigt lassen, gleichwohl es bei ihren mutigen Taten oftmals in Vergessenheit gerät.
Nichtsdestotrotz ist der im cbt Verlag erschienene Roman "Die Bestimmung - Tödliche Wahrheit" ein sehr gelungener und sehr spannender zweiter Teil, dessen Handlung in einem atemberaubenden Tempo mit mir dahinfliesst und, dessen zumindest teilweise überraschendes Ende mich glücklicherweise wieder ein wenig mit den kleinen Unstimmigkeiten, die auch vielleicht meinen extrem hohen Erwartungen entspringen, versöhnt hat. Und nun warte ich ganz gespannt auf das Erscheinen des finalen Bandes, denn nach diesem Ende muss ich unbedingt wissen, wie es weitergeht.
gebundenes Buch mit 512 Seiten
Alter: ab 14 Jahren
Preis: 17,99 Euro
ISNB: 978-3-570-16156-2
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