Donnerstag, 30. Oktober 2014

Jake Djones - Die Dynastie des Bösen

Eine furchtbare Nachricht ist der Anlass für Jake Djones neuestes Abenteuer, das er mit seinen Freunden Nathan und Topaz unternimmt. Neu dabei ist die Chinesin Yoyo, die sich heimlich dazugeschmuggelt hat, während Charlie wegen einer Verletzung zurückbleiben muss.

Vom London des 17. Jahrhunderts aus verfolgen sie ihren Feind Xi Xiang bis nach China. Dessen Plan ist es die Handelsbeziehungen zwischen Ost und West zu zerstören und einen Krieg anzuzetteln. Mittendrin die tapferen, jungen Geschichtshüter, die ganz nebenbei auch noch auf der Suche nach Hinweisen zu Jakes verschwundenem Bruder Philip sind. Wird er ihn endlich finden?

Meine Meinung:

Ich habe mich sehr gefreut, endlich den dritten Teil der Abenteuer um den mutigen Jake Djones in der Hand halten zu dürfen. Längst zählt Jake, genau wie der Rest seiner Familie, fest zu den geheimnisvollen Geschichtshütern, die es sich zum Ziel gemacht haben, den Verlauf der Geschichte zu bewahren.

Ich mochte Jake von Anfang an. Er ist nicht der typische, junge Held, sondern einfach nur ein Junge, der zwar zu Außergewöhnlichem fähig, aber ansonsten ein ganz normaler Teenager ist. Er hat das Herz auf dem rechten Fleck und manchmal schießt er über sein Ziel hinaus. Inzwischen ist einiges an Zeit vergangen und man kann spüren, dass Jake erwachsener geworden ist.

Gut gefallen hat mir, dass mit Yoyo frisches Blut zu der Gruppe gestoßen ist. Gerade weil sie sich erst in diese integrieren muss, kommt ihr Charakter mit all seinen Facetten sehr gut zur Geltung. Sie ist ungeheuer selbstbewusst - und macht in dieser Hinsicht sogar Nathan Konkurrenz - und klug und sorgt dafür, dass die Hormone der Jungs ein wenig verrückt spielen.

Wahnsinnig spannend präsentiert sich der dritte Teil der Reihe, der mir noch besser als sein Vorgänger gefallen hat. Der flüssige Schreibstil des Autors hat mich schnell durch die Geschichte transportiert und es hat Spaß gemacht, die Jugendlichen bei ihrem neuen Abenteuer zu begleiten. Wie immer bekommt man beim Lesen auch automatisch eine ordentliche Portion Geschichtswissen mit, die hübsch verpackt und so ganz nebenbei in meine grauen Zellen gesickert ist.

Dabei zieht sich die Suche nach Jakes Bruder wie ein roter Faden durch die Handlung. Sein Schicksal ist ungewiss seit er vor einiger Zeit bei einer Mission verschwunden ist, doch Jake hat ihn - ebenso wenig wie ich - längst nicht aufgegeben. Und das mag ich ganz besonders an ihm.


Fazit:

"Jake Djones - Die Dynastie des Bösen" von Damian Dibben ist der spannende, dritte Teil einer Jugendbuchserie, die die Faszination der Vergangenheit mit der Magie der Zeitreisen verbindet. Actionreich wurde ich durch die rasante Handlung geführt, in der die Spannung stets präsent war. Ich bin schon ungeheuer gespannt, wie es mit den heldenhaften Geschichtshütern weitergehen wird.  





gebundenes Buch mit 336 Seiten
Verlag: Penhaligon
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erschienen: 20.10.2014
Preis: 16,99 Euro
ISBN: 
978-3-7645-3095-2
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Vielen Dank an den Penhaligon Verlag für die Zusendung eines Rezensionsexemplars. 

Sonntag, 26. Oktober 2014

LÚM - Zwei wie Licht und Dunkel

Nach dem dritten Weltkrieg sind nur wenige Gebiete noch besiedelbar, in die sich die letzten lebenden Menschen gerettet haben. Im neugegründeten Unionsstaat des Lichts soll es nie wieder so weit kommen und so ist fortan alles streng wissenschaftlich.

Fernab davon leben Menschen in einem zerstörten Gebiet. An ihrem 15. Geburtstag bilden die meisten von ihnen Gaben aus und auch Meleike steht kurz vor der sogenannten Mantai. Ihre Großmutter ist die größte Seherin von Adeva und der Druck auf ihr ist hoch. Doch aller Hoffnung zum Trotz geht sie an ihrem großen Tag leer aus, nichtsahnend, dass die Aufgabe, die ihr stattdessen zugedacht ist, sie in jedwedem Sinne an ihre Grenzen bringen wird und damit ist sie nicht die einzige, denn auch in Lúm gibt es jemanden, der so besonders ist wie Meleike.

Meine Meinung:

Der Schreibstil der Autorin hat mir sehr gefallen, ebenso wie die schöne Idee, die hinter ihrem Roman steht. Ich fand es sehr außergewöhnlich, dass Eva Siegmund eine Dystopie in nur einem Band geschrieben hat, denn meist nimmt die Erklärung des Weltenbildes soviel Raum ein, dass doch zumindest eine Dilogie daraus entsteht.

Der Anfang ist sofort spannend und ich konnte gleich Sympathien für die Protagonistin Meleike aufbauen. Ein wichtiger Tag steht für sie an und der Druck der damit auf ihr lastet, war direkt spürbar. Ich fühlte und litt mit Meleike. Das junge Mädchen, dem man zu Beginn noch anmerkte, dass sie zum Teil immer noch ein Kind ist, macht im Laufe der Handlung eine Wandlung durch, in der sie sehr viel gefestigter wirkt. In dieser Zeit ist ihr kleiner Kosmos sehr viel größer geworden und sie händelt die Verantwortung, die auf ihr lastet ausgeprochen gut.

Die Beschreibungen der Handlungsorte fand ich sehr detailliert und gut gelungen. Die Bilder von Adeva und Lúm waren sofort da bei mir und ich konnte die Umgebung, in der Meleike aufgewachsen ist, fast sehen. Ich liebe es, wenn Autoren es schaffen, bei mir während des Lesens Bilder entstehen zu lassen.

Auch der starke Unterschied zwischen den beiden Orten fand ich schön transportiert. Auf der einen Seite ist da Adeva, mit seinem Schutt, seinem Dreck, den kargen Lebensumständen, aber gleichzeitig auch mit der Wärme der Menschen untereinander und ihren Gaben. Auf der anderen Seite fühlt man die Kälte in Lúm an jeder Ecke. Alles sauber, nahezu hygienisch und streng wissenschaftlich. Die Menschen, die dort leben, wirken sehr automatisiert.


Gut gefallen hat mir auch, wie die Autorin die Handlungsstränge zusammengeführt hat. Stets hatte ich das Bedürfnis weiterlesen zu müssen, denn an vielen Ecken warteten unvorhergesehene Wendungen auf mich, die den Spannungspegel nach oben schnellen ließen.

Trotz des abgeschlossenen Endes blieben für mich leider einige interessante Fragen offen. Gerne hätte ich mehr erfahren, doch alles weitere Geschehen ist der Fantasie des Lesers überlassen.

Fazit:

Mit ihrer gut umgesetzten Idee in "LÚM - Zwei wie Licht und Dunkel" konnte mich Eva Siegmund schnell überzeugen. Sympathische Charaktere und stets präsente Spannung sorgten für ein fesselndes Leseerlebnis, das ich gerne ausgehnt und fortgesetzt hätte. 






gebundenes Buch mit 512 Seiten
Verlag: cbt
 

erschienen: 29.09.2014 
Alter: ab 13 Jahren
Preis: 16,99 Euro
ISBN: 
978-3-570-16307-8
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Seite der Autorin → HIER

 

Vielen Dank an den cbt-Verlag für die Zusendung eines Rezensionsexemplars.

Freitag, 24. Oktober 2014

Frankfurter Buchmesse 2014

Etwas verspätet möchte ich Euch dennoch nicht meine Erlebnisse der diesjährigen Frankfurter Buchmesse vorenthalten. Es war bereits das dritte Mal, dass ich dort hinfahren durfte und dieses Mal hatte ich das Glück, bei den 20 ausgesuchten Blogreportern von Blogg dein Buch mitmachen zu dürfen. Danke schon einmal an dieser Stelle an die Verantwortlichen. :-)

Mein Tag begann recht früh; mein Wecker ging bereits um kurz nach sechs Uhr. Als ich das Haus verlassen haben, schlief der Rest der Familie noch selig und ich machte mich motiviert auf den Weg nach Frankfurt.

Ich bin jedes Mal wieder begeistert, wenn ich auf den Service bei der Buchmesse vor Ort treffe. Angefangen bei der Einweisung ins Parkhaus und dem flüssigen Shuttleservice, habe ich bisher noch nirgends großartig warten müssen. Eine tolle Organisation!

Da ich bereits vor dem allgemeinen Treffen da war, habe ich mir zunächst noch die Halle 3.0 angesehen. Am liebsten hätte ich dort Stunden verbracht, aber das Treffen mit Blogg dein Buch wartete auf mich. Nach einem Gruppenfoto und dem Eintrag auf der Anwesenheitsliste spaltete sich
Quelle: blogg dein buch

die Gruppe zu Beginn gleich auf und die eine Hälfte ging weiter ins Pressezentrum, während die anderen schon zum Blog´n´Talk von randomhouse stürmte. Das Treffen der großen Verlagsgruppe scheint von Jahr zu Jahr mehr Teilnehmer anzuziehen. Dieses Mal war kaum ein Durchkommen möglich.
Viele bekannte Gesichter waren da, die ich aber oft nur von weitem sehen konnte.
Randomhouse hatte einige Autoren eingeladen, z. B. Eric Berg, Adnan Maral und Marc Elsberg und sich wirklich sehr nett um alle gekümmert.




Vom Treffen aus ging es eilig zur nächsten Station von Blogg dein Buch: dem dotbooks Verlag. Als stolze Besitzerin eines ebook readers war ich sehr neugierig auf diesen Termin, zumal ich schon einige schöne Bücher dieses Verlags gelesen habe.

Dort auch anwesend war Veronika von skoobe, die begeistert von ihrem Projekt erzählt hat. Aus einem Angebot von um die 75.000 Bücher kann man inzwischen bei dem Online-Ausleih-Dienst aussuchen und herunterladen, wenn man eine monatliche Pauschale von 9,99 Euro zahlt. Als App kann skoobe auf jedem Gerät genutzt werden und die An- oder Abmeldung ist relativ problemlos.

Im Moment bin ich zwar buchtechnisch ziemlich ausgelastet, aber bestimmt werde ich den Ausleih-Dienst in der Zukunft einmal testen. Ich werde Euch dann berichten.

Zum Schluss hatten wir noch Gelegenheit, Fragen zu stellen; das wurde auch dankbar angenommen.

Weiter ging es zu einem sehr interessanten Stand: dem cbj/cbt Verlag. Als begeisterte Jugendbuchleserin habe ich mich auf diesen Termin sehr gefreut und wurde auch nicht enttäuscht.
Sebastian Menacher erklärte seinen neugierigen Zuhörern alles Wissenswerte zum Thema Rezensionsexemplare und zur Interaktion des Verlages mit den Bloggern. Sehr interessant fand ich, dass die eingereichten Belege auch an die entsprechenden Autoren weitergeleitet werden.

Anhand des Buches "Blackbird" von Anna Carey, das erst im Dezember erscheinen wird,  erklärte uns Herr Menacher den Weg eines Buches vom amerikanischen zum deutschen Buchmarkt. Bislang nahm ich an, dass die Verlage im direkten Kontakt miteinander stehen, doch die Regel ist eher der Austausch über Agenturen, die zwischengeschaltet sind. Diese präsentieren dann kurze Auszüge der Bücher, anhand derer ein Verlag entscheidet, ob er die Lizenz einkaufen möchte oder nicht. Haben mehrere Verlage Interesse, wird das Geschäft über Auktionen geregelt.

Auch das Cover kann miteingekauft werden, doch funktionieren ausländische nicht immer auch auf dem deutschen Buchmarkt. Anhand des o.g. Buches wurde schnell klar, wie unterschiedlich die Geschmäcker der Leser sind. Letztendlich durften wir alle ein Exemplar des Romans mit nach Hause nehmen und ich freue mich schon darauf, es mir zu Gemüte zu führen.

Nur ein kurzes Stück weiter ging es dann zu Sebastian Rothfuss, der u. a. den Blanvalet Verlag vertritt.

Wie ich erfuhr interagiert der Verlag mit einer beachtlichen Anzahl an Bloggern, die einen enormen E-Mail-Verkehr verursachen. Umso mehr bin ich begeistert von dem freundlichen Kontakt den Herr Rothfuss stets zu jedem einzelnen von uns hält.

Bei ihm erfuhren wir noch einiges über die geplanten Neuerscheinungen seines Verlags. Während sich einige für einen neuen Band von George A. Martin begeistern konnten, brach in mir die innerliche Vorfreude aus, als ich hörte, dass im Frühjahr der letzte Teil der "All souls"-Trilogie von Deborah Harkness erscheint: "Das Buch der Nacht". Ich liebe die Bücher dieser Frau!

Von hier ging es weiter zu neobooks. Bei dem zu Droemer Knaur gehörigen Verlag herrschte nicht 
nur enorme Freude, weil sie ein Buch der aktuellen Friedensnobelpreisträgerin veröffentlichen durften, sondern auch ziemliches Chaos. Wir standen nicht nur mitten auf, sondern auch jedem im Weg und außer der begeisterten Ansprache der freundlichen Mitarbeiterin habe ich leider nicht viel mitbekommen. Schade eigentlich, denn das Team von Blogg dein Buch hatte für  akustische Verstärkung gesorgt, die
aber leider von keinem Verlag angenommen worden ist. Bedauerlich, ich hätte gerne mehr über neobooks erfahren.

Zum Glück hatten wir noch einiges an Infomaterial mit nach Hause bekommen. Interessant fand ich darin vor allem, dass Autoren ihre Texte bei neobooks eigenständig hochladen können. Bei besonders ansprechenden Büchern kann sich zudem auch eine weitere vertragliche Bindung mit Droemer Knaur ergeben, wenn das von Autorenseite gewollt ist.

Spannende, nächste Station war das Treffen mit Julius Arens vom Mira Taschenbuch Verlag. Hier wurden wir einmal ausgefragt und hatten sehr viel Spaß mit Julius und seinen Versuchen, ein Selfie zu erstellen. :-)

Gut gefallen hat mir hier auch, dass sich Julius als einziger auch einen persönlichen Eindruck von jedem einzelnen Blogger verschaffen wollte, indem er jeden von uns bei der Goodievergabe mit Namen ansprach und versuchte, sich ein Gesicht zum Blog einzuprägen.

Ich bin übrigens schon sehr gespannt auf mein Mitbringsel vom Verlag. "Ekstase & Erlösung" von Sylvia Day ist dann doch eher Neuland für mich, da ich mich ja hauptsächlich mit Jugendbüchern und Fantasy beschäftige. Mal schauen, was da auf mich zukommt... ;)

Zum Schluss der Verlagsvorstellungen landeten wir bei Beltz & Gelberg, die uns gemeinsam mit dem Autor, Schauspieler (Lindenstraße) und Drehbuchautor (z. B. SOKO 5113, Der letzte Bulle) Christoph Wortberg empfingen. Seine neueste Veröffentlichung ist der Jugendbuchroman "Der Ernst des Lebens macht auch keinen Spaß", von dem er uns auch bereitwillig erzählte. Er selbst würde seine Bücher übrigens am liebsten nicht ein starres Genre quetschen, sondern sie alterstechnisch offen für jedermann halten.

Anschließend hatten wir noch ein Date mit dem Grüffelo, der seinen 15. Geburtstag feiert. Freundlicherweise hat er uns zu Keksen und Saft eingeladen, die wir uns auch ausgiebig haben schmecken lassen. ;)

Wer mochte, konnte sich von Franziska Hoffmann noch die aktuellen Jugendbücher vorstellen lassen. Gerne haben dies einige von uns angenommen.

Zum Finale gab es noch mal ein Abschlusstreffen mit Blogg dein Buch, an dem ich aber leider nicht mehr teilnehmen konnte, da nicht nur ein langer Fahrtweg auf mich wartete, sondern auch meine geduldigen Kinder. Ganz, ganz lieben Dank an das Team. Ihr habt Euch sehr viel Mühe gegeben und die Betreuung war auch ausgesprochen nett.

Zu Hause angekommen war ich erschöpft, mit schmerzenden Füßen, aber dennoch glücklich, einen so ereignisreichen Tag erlebt haben zu dürfen.

Dienstag, 21. Oktober 2014

Guardian Angel - Zwischen Leben und Licht

In letzter Zeit wird Melody häufig von Alpträumen gequält. Darin sieht sie unheimliche Schattengestalten und lichtdurchflutete Wesen. Immer schwerer fällt es ihr, ihren normalen Alltag in der geliebten Familienbäckerei aufrechtzuerhalten. Als sie eines dieser Wesen auch am hellichten Tag wahrnimmt und auf ihrem Arm ein geheimnisvolles Mal erscheint, klappt Melody zusammen.

Die Eröffnungen, die ihre Mutter ihr anschließend macht, sprengen alles, das Melody für möglich gehalten hätte: Ihre Mutter ist ein Medium! Sie hilft einem Schutzengel Leben zu retten und nun ist es an ihr, diese Tradition fortzusetzen! Unwillig lässt sie sich ins ländliche Silver Crossing verfrachten, um dort von dem Engel Holly alles Nötige zu erlernen und ein gnadenloses Training zu absolvieren. Dabei trifft sie auch auf den umwerfenden Tristan, dessen Art Melody jedoch regelmäßig bis aufs Blut reizt. Doch wo es Licht gibt, da ist auch Schatten und längst sind die Dämonen aufmerksam auf Melody geworden...

Meine Meinung:

Nachdem mich Kirsten Greco bereits mit ihrer Silvanubis-Reihe begeistern konnte, führte für mich natürlich kein Weg an ihrem neuesten Werk vorbei. Der Einstieg in die Geschichte ist unmittelbar und fast ein wenig zu schnell für mich. Ich habe ein paar Seiten gebraucht, um die ganzen Charaktere, die einem direkt vorgestellt werden, auseinanderzuhalten, doch als mir dies gelungen ist, konnte ich mich in den schönen Schreibtstil der Autorin und in die wunderbare Geschichte fallen lassen.

Wie in ihren anderen Romanen hat Kirsten Greco auch in diesem Buch ein tolles Händchen für Charaktere. Sie alle sind sehr klar und schön dargestellt und größtenteils so liebenswürdig, dass ich sie liebend gern auch zu meinen Freunden zählen würde; besonders Spencer habe ich dabei in mein Herz geschlossen.

Selbstverständlich bezieht sich das auch auf die Protagonistin Melody, die sich zuerst so gar nicht mit ihrer neuen Rolle abfinden kann. Sie rebelliert gegen ihr Schicksal und schlägt dabei auch gelegentlich verbal um sich. Bevorzugtes Opfer ihrer Gefühlsregungen ist Tristan, der eigentlich genug mit seinen eigenen Problemen zu tun hat. Gleichzeitig ist sie aber auch ungeheuer mutig und stark und ich habe sie dafür bewundert, wie sie letzten Endes mit allem umgegangen ist.

Tristan könnte man wohl als den begehrtesten Junggesellen von Silver Crossing bezeichnen, doch ihm selbst ist diese Aufmerksamkeit der Damenwelt wohl eher unangenehm. Neben seinen Einsätzen als Medium, die meist sehr spontan erfolgen und ihn zu unerklärbaren Abgängen zwingen, die bei seinem Umfeld Unverständnis hervorrufen, hat er obendrein auch noch mit seiner Vergangenheit zu kämpfen. Trotz vertrauenswerter Menschen, die ihn umgeben, verschließt er seine Probleme tief in sich.

Ich habe mich beim Lesen so wohl, aber auch gleichzeitig unheimlich gefesselt gefühlt, dass ich einfach nicht aufhören konnte und erst zufrieden war, als ich mitten in der Nacht beim Ende angelangt war. Zu gerne hätte ich es mir noch weiter zwischen den Seiten bequem gemacht, denn ich mochte die vertraute Atmosphäre nur ungern verlassen.

Fazit:

Mit "Guardian Angel - Zwischen Leben und Licht" hat Kirsten Greco einen wunderschönen Fantasy-Roman abgeliefert, in den ich beim Lesen völlig versunken bin. Das Buch verfügt nicht nur über eine gute Portion Spannung und Romantik, sondern auch über ausgesprochen interessante und liebenswerte Charaktere, deren Gefühle stets zum Greifen nahe waren. Ich freue mich schon auf das nächste Projekt der Autorin. 




Taschenbuch
Verlag: Oldigor
Facebookauftritt des Verlags → HIER
erschienen: 21.10.2014

Alter: ab 14 Jahren
Preis 13,90 Euro,  

ISBN: 978-3945016442 
ebook für 3,99 Euro 
ISBN 978-3-945016-43-5 
mehr Infos → HIER
Website der Autorin → HIER

Vielen Dank an Kirsten Greco für die Zusendung eines Vorabexemplars ihres Romans.
 

Samstag, 18. Oktober 2014

Fearless

Nachdem sich Boy Nobody, der Junge ohne Namen oder Vergangenheit, der sich seit neuestem unter dem Namen Daniel bewegt, in eines seiner Ziele verliebt hat, hat das Programm Angst, einen seiner wichtigsten Agenten zu verlieren. In einem Jugendcamp, in das er sich kurzzeitig abgesetzt hat, um sich in Ruhe mit allem auseinanderzusetzen, spüren sie ihn auf und unterziehen ihn einigen Tests zur Klärung seiner Loyalität.

Obwohl die gegenseitigen Zweifel nicht gänzlich ausgeräumt zu sein scheinen, erhält er einen neuen, schwierigen Auftrag, bei dem bereits ein anderer Agent zuvor gescheitert ist.
Eugene Moore, der Besitzer eines militärischen Ausbildungscamps, ist sein neuestes Ziel. Doch auch hier befindet sich Daniel schnell wieder außerhalb seiner Missionsparameter und plötzlich ist er sogar völlig auf sich alleingestellt.

Meine Meinung:

Der erste Band der Reihe hatte bei mir total eingeschlagen, da ich zuvor nichts in dieser Art jemals gelesen habe. Umso gespannter war ich natürlich nun auf die Fortsetzung, an die ich hohe Erwartungen gesetzt habe.

Die Handlung setzt kurz nach den Ereignissen des ersten Bandes ein und der Autor ist dabei seinem Schreibstil treugeblieben. Kurze und prägnante Sätze stehen für die sachliche Effektivität, mit der Daniel handelt und, die ihn stets ein bisschen roboterhaft erscheinen lassen.

Daniels neuestes Ziel ist
Eugene Moore, ein ehemaliger US-Offizier, der derzeit ein Camp führt, das ein  militärisches Trainingslager für Jugendliche in den Bergen von New Hampshire ist. Er war bereits zuvor das Ziel des Programms, doch der Agent, der zuerst auf ihn angesetzt worden ist, ist verschwunden. Es liegt nun an Daniel, die Aufgabe zu Ende zu führen und dadurch dem Programm erneut seine Loyalität zu beweisen. Doch die Vorgaben für seine Mission sind klar und wiederum fühlt sich Daniel genötigt, diese zu ignorieren.
 

Hatte er im Auftakt der Reihe noch mein vollstes Mitgefühl, so empfinde ich nun aufgrund seiner Taten ein wenig zwiegespalten für ihn. Trotzdem bewundere ich weiterhin seine Abgebrühtheit, ebenso wie die Eleganz, die Kraft und die Präzision, mit der er seine Aufträge erledigt. Die Situationen, denen er hier vor allem im zwischenmenschlichen Bereich ausgesetzt ist, muten dieses Mal leider jedoch merkwürdig an, wenn man den Blick auf das Alter der Protagonisten hält, und tendieren dadurch ein wenig ins Lächerliche.  

Schade fand ich auch, dass in den Szenen, in denen er vermehrt mit Gefühlen zu kämpfen hatte, sich dies nicht auch im Schreibstil niedergeschlagen hat. Ich hätte mir auch mehr Einblick in seine Vergangenheit gewünscht, die hier, nicht mehr als im ersten Teil auch, nur angerissen worden ist.  

Sehr gefreut habe ich mich über ein Wiedersehen mit einem anderen Charakter des ersten Bandes. Dieser war und ist für mich ein echter Sympathieträger, der das Geschehen ganz klar inhaltlich aufgewertet hat.

Zum Schluss schafft es der Autor noch einmal die Spannung ordentlich ansteigen zu lassen und lässt seinen Protagonisten endlich auch einmal eine andere Seite von sich zu zeigen. Die besonderen Umstände, unter denen ich Daniel nun leider vorerst zurücklassen muss, schüren meine Neugier auf die Fortsetzung und meine Hoffnungen auf mehr Einblick in die Hintergründe und die Vergangenheit von ihm.
Fazit:

Spannend war die Reise mit "Fearless", die leider etwas hinter meinen Erwartungen zurückblieb. Trotzdem hat Allen Zadoff es verstanden, mich durchgehend zu fesseln, gut zu unterhalten  und mich mit seinem rasanten und aufwühlenden Ende neugierig auf die Fortsetzung zurückzulassen.





gebundenes Buch mit 432 Seiten
Verlag: bloomoon

Facebookauftritt des Verlags → HIER
erschienen: 03.07.2014
Alter: ab 14 Jahren
Preis: 16,99 Euro
ISBN:
978-3-8458-0006-6
mehr Infos, Leseprobe und Einkauf über Verlag möglich → HIER
Website des Autors → HIER