Freitag, 30. Oktober 2015

Spellcaster - Düstere Träume

"Ein Junge, der von dunklen Visionen gequält wird. Ein Mädchen mit der magischen Gabe, ihn zu retten. Das Böse, das sie beide vernichten will. Mateos Visionen bringen ihn fast an den Rand des Wahnsinns. Es ist ein dunkler Familienfluch, der seine Mutter in den Tod getrieben hat und nun auch ihm zum Verhängnis werden könnte. Immer wieder sieht er in seinen Träumen ein schönes, sterbendes Mädchen ? und jetzt ist dieses Mädchen wirklich da! Mit ihrem Vater und ihrem Bruder ist Nadia nach Captive's Sound gezogen. Mateo ahnt, was kommen wird: Auf magische Weise sind er und Nadia füreinander bestimmt. Doch ihr Ende ist ungewiss..." (Quelle: HarperCollins)

Meine Meinung:

Ich muss zugeben, die Evernight-Reihe von Claudia Gray wartet immer noch in meinem Schrank darauf, dass ich sie endlich lese. Als ich dann gesehen habe, dass sie eine neue Reihe startet, habe ich mir fest vorgenommen, dass das dieses Mal nicht genauso passieren wird. Das ansprechende Cover in den wundervollen Blautönen und der verheißungsvolle Klappentext haben es mir allerdings auch einfach gemacht, dieser Entscheidung zu folgen.

Die Geschichte beginnt gleich ohne große Einleitung mit dem Umzug von Nadia, ihrem Vater und ihrem kleinen Bruder Cole nach Captive´s Sound. Schon auf den ersten Seiten wird man als Leser mit der Magie konfrontiert, die diesen Ort beherrscht. Alle wichtigen Charaktere werden schnell eingeführt und schon nach wenigen Seiten habe ich mich entschieden, wem ich meine Sympathien schenken will und wem nicht.

Nadia und ihren kleinen Bruder habe ich schnell ins Herz geschlossen. Nadia ist selbstbewusst, mutig und unglaublich beschützend gegenüber ihrem Bruder. Die Ablehnung, die beide von der Mutter erfahren, hat sie tief verletzt, aber auf der anderen Seite auch sehr zusammengeschweißt. Nadia ist eine Hexe, doch leider wurde ihre Ausbildung durch die Trennung von der Mutter unterbrochen.

Auch Mateo hat mir gut gefallen. Seine Träume lotsen ihn gleich zu Nadias erstem Eintreffen in Captive´s Sound, da er fürchtet, dass diese wahr werden können. Als dies tatsächlich geschieht, versucht er fortan alles, damit Nadia nichts zustößt, denn immer wieder sieht er sie in seiner Gegenwart sterben, doch keine seiner Taktiken scheint die Zukunft aufhalten zu können.

Die Spannung ist in diesem Roman eigentlich konsequent spürbar. Gekoppelt mit dem einnehmenden Schreibstil hing ich gebannt an den Seiten und wollte stets wissen, wie es weiterging. Ich konnte erst wieder zur Ruhe kommen, als ich am Ende angelangt war, doch die teilweise offene Handlung lässt mich weiterhin um die liebgewonnenen Charaktere bangen.

 

Fazit:

"Spellcaster - Düstere Träume" bietet vielseitige Unterhaltung aus dem Bereich Jugendfantasy. Der Trilogieauftakt kann mit einer spannenden Handlung rund um Hexerei und sympathischen Charakteren punkten. Ich freue mich schon auf die Fortsetzung und hoffe, dass dann meine noch offenen Fragen beantwortet werden.






Hardcover mit 400 Seiten
Autorin: Claudia Gray
Übersetzer/in: Ira Panic
Verlag: HarperCollins
 

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erschienen: 09.10.2015
Preis: 14,90 Euro
ISBN:
978-3959670098
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Vielen Dank an HarperCollins für die Zusendung eines Rezensionsexemplars.
 

Dienstag, 27. Oktober 2015

Zwischen Licht und Finsternis

Die 16-jährige Lily ist unheimlich begabt am Computer und hilft ihrem Vater, einem Anwalt, oft bei der Klärung seiner Fälle. Als sie dabei einem merkwürdigen Ereignis auf den Grund gehen will, sieht sie sich plötzlich in einem Londoner Hinterhof einem zweiköpfigen Hund gegenüberstehen! Bevor sie noch weglaufen kann, geht das Tier zum Angriff über.

Glücklicherweise schreitet plötzlich der gutaussehende und geheimnisvolle Regan ein und rettet ihr mit einer beherzten Tat das Leben. Doch weshalb weiß er von ihrer seltenen Blutgruppe? Und was war das für ein merkwürdiges Tier? Regans Erklärung mutet nahezu fantastisch an. Als dann jedoch plötzlich immer wieder Mädchen verschwinden, gehen die beiden dem zusammen auf den Grund und decken dabei Dinge auf, die Teil einer ganz großen Bedrohung sind.

Meine Meinung:

Cover und Klappentext haben meine Neugierde entfacht, als ich mich unter den Neuerscheinungen umgeschaut habe. Als ich das Buch dann tatsächlich in meinen Händen hielt, wurde es meinen optischen Erwartungen mehr als gerecht.

Die Handlung beginnt unmittelbar und wirft seine Leser direkt in die Geschichte, in der Lily die Protagonistin ist. Die Autorin fackelt nicht lange und präsentiert schnell die fantastische Welt der Eldritche, die mitten unter den Menschen leben. Doch in letzter Zeit tauchen immer mehr bedrohliche Exemplare ihrer Art in London auf und drohen, das Gleichgewicht zu zerstören. Als Wächter der alten Mauern schafft es Regan kaum noch, seinen Pflichten alle nachzukommen. Lilys Auftauchen setzt dabei eine Ereigniskette in Gang, die schon vor einiger Zeit vorhergesagt worden ist.

Lily selbst fand ich sehr sympathisch. Sie ist eine mutige und tatkräftige kleine Person, die eher selten über die Konsequenzen ihres Handelns nachdenkt. Etwas eigentümlich fand ich, wie sie schnell sie sich mit der fantastischen Welt um sich herum abgefunden hat, aber auf der anderen Seite, was sollte es für eine Erklärung für einen zweiköpfigen Hund und die Selbstheilungskräfte von Regan sonst geben?

Leider bleiben die Charaktere für mich die ganze Zeit ein wenig blass und wirken zeitweilig etwas unauthentisch. Irgendwie ist es der Autorin nicht so ganz gelungen, die Gefühle zu mir zu transportieren. Zwar wollte ich stets wissen, wie es weitergeht, aber ich habe nicht so großen Anteil am Geschehen genommen, wie es möglich gewesen wäre.

Dabei ist das Erzähltempo stets hoch und lässt definitiv keine Langeweile aufkommen. Die spannende Handlung trieb mich voran und das teilweise abgeschlossene Ende lässt vermuten, dass die Geschichte an dieser Stelle noch nicht zu Ende ist.

Fazit:

Mit "Zwischen Licht und Finsternis" hat Lucy Inglis einen spannenden Jugendfantasyroman präsentiert, der mich konsequent zu unterhalten wusste. Das hohe Erzähltempo lässt nicht viel Zeit zum Nachdenken und präsentiert nebenbei ein ganz andere Seite von London, von der ich gerne noch mehr gelesen hätte. 






gebundenes Buch mit 400 Seiten
Autor/in: Lucy Inglis 

Übersetzer/in: Ilse Rothfuss 
Verlag: Chicken House 
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erschienen: 02.10.2015 

Alter: ab 14 Jahren
Preis: 19,99 Euro
ISBN: 978-3-551-52080-7
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Vielen Dank an den Chicken House Verlag für die Zusendung eines Rezensionsexemplars.
 

Samstag, 24. Oktober 2015

Talon - Drachenzeit

Endlich ist die Zeit gekommen, in der das Drachenmädchen Ember und ihr Zwillingsbruder Dante der Organisation Talon etwas entfliehen können und lernen müssen, sich in der Menschenwelt anzupassen. Hierzu werden sie nach Südkalifornien in ein sicheres Quartier gebracht, denn sie dürfen keinesfalls auffallen und ihre Tarnung verlieren. Zu groß ist die Gefahr, dass Krieger des Geheimordens St. Georg von ihrem Aufenthalt Wind bekommen und sie töten.

Während Ember und Dante ihre ersten Gehversuche in ungewohnter Freiheit haben und beginnen, Freundschaften zu schließen, wurden jedoch bereits St-Georgs-Krieger auf sie angesetzt. Garret ist einer von ihnen. Gemeinsam mit seinem Kameraden macht er sich auf die Suche nach den getarnten Drachen und kommt Ember dabei näher, als er es beabsichtigt hat. Kann dieses mutige und schöne Mädchen, das sein Herz schneller schlagen lässt, tatsächlich der Feind sein?

 

Meine Meinung: 

Julie Kagawa hat sich nach den großen Erfolgen ihrer Feenreihen mit "Talon - Drachenzeit" in ein neues Genre vorgewagt, dessen Titel Programm ist. Das Cover ist ähnlich der "Plötzlich Fee"-Serie gestaltet, jedoch mit einem echsenhaften Einschlag. Das hat nicht nur Wiedererkennungswert, sondern sieht auch noch sehr ansprechend aus. Der Klappentext klingt interessant, erinnert mich aber an eine andere Drachenreihe, die ich bereits gelesen habe. Doch nach wenigen Seiten wird mir klar, dass dies wohl auch die einzige Gemeinsamkeit der beiden Reihen bleiben würde.

Aus der Sicht ihrer Protagonisten Ember, Garret und Riley schreibt die Autorin den Roman abwechselnd in der Ich-Form, wobei die Passagen mit Ember den Hauptanteil ausmachen. Mir hat es sehr gefallen, so viele Blickwinkel zu haben, zumal die drei Charaktere höchst unterschiedlich positioniert sind in diesem Buch. Nahezu jeder von ihnen ist das Feindbild des anderen - so haben sie es gelernt. Doch die vorherrschende Situation gibt ihnen die Chance, einander kennenzulernen - was einfach alles verändert.

Ich mochte die selbstbewußte Ember sofort. Von Anfang an war klar, dass sie ihren eigenen Weg gehen würde. Sie ist nicht angepasst wie ihr Bruder und unheimlich neugierig auf die Welt der Menschen. Weibliche Drachen sind eher selten und wie allen anderen Artgenossen ist Ember ihr Platz im Leben von Talon bereits vorherbestimmt.

Auch Garret ist in seine Organisation hineingewachsen. Es ist ihm eine heilige Pflicht, alle Drachen auszulöschen, denn für ihn sind sie das personifizierte Böse. Sein Sondereinsatz in Kalifornien ist ihm zunächst gar nicht recht, denn eigentlich weiß er gar nicht, wie es ist, wirklich Spaß zu haben. Er ist ein Soldat durch und durch. Deswegen trifft ihn die Situation auch am härtesten, denn er ist alles andere als vorbereitet auf Sonne, Meer, Surfen - und Freunde.

Währenddessen Riley als einziger schon zu Beginn weiß, wo sein Platz ist. Das liegt natürlich auch daran, dass er bereits älter ist und schon einschlägige Erfahrungen gemacht hat. Ich fand es schwer, ihn anfänglich einzuschätzen und selbst jetzt zum Schluss bin ich mir noch immer nicht ganz sicher, wo genau er steht. 

Besonders gut gefallen hat mir, dass man hier nicht wirklich von gut und böse sprechen kann, denn aus den Blickwinkeln der einzelnen Charaktere ist ihre Sichtweise jeweils voll und ganz verständlich. Ihre strenge und zielgerichtete Erziehung lässt zunächst kein anderes Handeln und Denken zu, doch es wird schnell klar, dass man niemals eine ganze Gruppe verallgemeinern darf und, dass es wichtig ist, Dinge zu hinterfragen und sich eine eigene Meinung zu bilden.


Fazit: 


Mit "Talon - Drachenzeit" legt Julie Kagawa den Auftakt einer neuen Reihe hin, bei dem sie Fantasy und Realität gekonnt miteinander verwebt. Trotz der umfangreichen Seitenzahl des Romans kamen beim Lesen nie Längen auf und ich fühlte mich stets gut unterhalten. Mit ihren bildhaften Beschreibungen erschafft die Autorin eine Welt aus Action, Spannung und Fantasy, in der auch Gefühle nicht fehlen dürfen, die sich durch den fesselnden Schreibstil direkt auf den Leser übertragen.





gebundenes Buch mit 560 Seiten
Autorin: Julie Kagawa
Übersetzer/in: Charlotte Lungstrass-Kapfer
 

Verlag: Heyne fliegt
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erschienen: 05.10.2015
Alter: ab 13 Jahren
Preis: 16,99 Euro
ISBN:
978-3-453-26970-5
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Vielen Dank an den Heyne fliegt Verlag für die Zusendung eines Rezensionsexemplars.

Mittwoch, 21. Oktober 2015

Was die Spiegel wissen

"Es wird Herbst in Henrietta. Blue und die vier Raven Boys suchen noch immer nach dem Grab des walisischen Königs Glendower. Fast glauben sie sich am Ziel, als Adam eine beunruhigende Vision hat: Im magischen Wald Cabeswater gibt es drei Schlafende. Einer von ihnen darf unter gar keinen Umständen geweckt werden. Die Frage ist allerdings, welcher es ist und was geschieht, wenn er trotz aller Vorsicht aufwachen sollte. Währenddessen hat Blue ganz andere Sorgen: Ihre Mutter ist verschwunden und außer einer mysteriösen Nachricht gibt es keine Spur von ihr. Und dann sind da noch Blues Gefühle für Gansey, gegen die sie vergeblich anzukämpfen versucht. Denn ein Kuss von ihr könnte seinen Tod bedeuten ..." (Quelle: script5 Verlag)
 

Meine Meinung:

Der dritte Teil der Raven Boys-Reihe präsentiert sich mit einem ähnlichen Cover wie seine Vorgänger. Leicht abgewandelt und mit einem anderen, farblichen Grundton passt er perfekt zur Reihe. Der Klappentext ist spannend gehalten, verrät jedoch nahezu nichts über den Inhalt des Buches. Das finde ich gut für diejenigen, die in der Reihe noch nicht so weit fortgeschritten sind. Zudem ist es sowieso ratsamer, die Bücher der Reihe nach zu lesen, da man ansonsten die Zusammenhänge nur schwer versteht.

Maggie Stiefvaters Bücher liebe ich schon lange. Ihr ruhiger und gleichzeitig eindringlicher Schreibstil übt jedes Mal eine fesselnde Wirkung auf mich aus, so dass es mir unmöglich wird, mich der Geschichte zu entziehen.
Schnell war ich wieder mitten im Geschehen, ohne, dass ich einer besonderen Einführung bedurfte.
 
 
Blue ist mir bereits in den ersten beiden Teilen ans Herz gewachsen und ich konnte mich wieder sehr gut in sie hineinversetzen. Ich fand es bewundernswert, wie sie die Situation mit ihrer Mutter gehändelt hat. Natürlich ist sie durch ihr außergewöhnliches Leben mit den ganzen, hellsichtigen Frauen eine Menge gewohnt, doch ihre Mutter ist ihre direkte Bezugsperson und die beiden stehen sich sehr nahe. Es hat mich ein wenig böse gemacht, wie leichtsinnig ihre Mutter alles aufs Spiel gesetzt hat.

Die Tatsache, dass Blue die einzige nicht hellsichtige Person in einem Haushalt mit so vielen magisch talentierten Frauen ist, und magisch eher eine inaktive Veranlagung hat, finde ich nach wie vor sehr interessant und es hat den Anschein, als würde dies Blue so nach und nach akzeptieren. Doch das Erscheinen eines neuen Charakters rührt erneut an ihrer Hoffnung, doch mehr zu können, als ein magischer Verstärker zu sein.
Und über allem schwebt zudem immer noch die Prophezeiung, dass Blue ihre wahre Liebe mit einem Kuss töten wird, wie ein Damoklesschwert im Raum. 


Doch nicht nur Blue ist ein eindrucksvoller Charakter dieses Buches, sondern auch alle anderen Haupt- und Nebenakteure. Jedem einzelnen von ihnen gibt Maggie Stiefvater ein Gesicht, einprägsame Eigenschaften und einen unverwechselbaren Hintergrund. Inzwischen hat man als Leser einen tieferen Einblick in die Vergangenheit der Jungs bekommen. Denn die ist es, die sie zu dem machen, was sie heute sind und, die sie letzten Endes auch zusammengeführt hat. Jeder von ihnen hat etwas, dass der Suche nach Glendower zuträglich ist und keinen von ihnen wollte ich in der Geschichte missen. Sie alle haben ihren vorherbestimmten und sinnvollen Platz in dieser gut durchdachten Handlung.

Besonders ins Herz geschlossen habe ich mittlerweile Mr. Gray. Das ist umso merkwürdiger, als dass er doch eine sehr eigenwillige Rolle in dieser Geschichte hat, aber irgendwie kann ich mich seinem Charme einfach nicht entziehen.
 
 

Für diese Reihe sollte man sich als Leser sehr viel Zeit nehmen, damit man sie aufmerksam lesen kann, denn die Erzählung ist teilweise sehr komplex und bestückt mit Andeutungen, die man beim oberflächlichen Lesen vielleicht überliest. Die Welt, die die Autorin hier geschaffen hat, ist wohl durchdacht und ich bin jetzt schon gespannt, wie sie zum Schluss alle losen Enden zusammenführen wird. Das Ende dieses Bandes hat mich jedenfalls nicht nur überrascht, sondern lässt mich ängstlich auf das weitere Geschehen warten.

Fazit:

"Was die Spiegel wissen" ist der dritte und vorletzte Teil der Reihe von Maggie Stiefvater rund um die Raven Boys. Die faszinierende Handlung hatte mich schnell wieder hinabgezogen in eine Welt, in der die Magie noch präsent ist. Einprägsame Charaktere in einer atmosphärisch dichten Handlung, die sich um Liebe, Tod, Magie und Freundschaft rankt, haben mich gefesselt und lassen mich auch so schnell nicht wieder los. Ich fiebere jetzt schon ungeduldig dem Finale entgegen.





gebundenes Buch mit 448 Seiten
Autor/in: Maggie Stiefvater
Übersetzer/in: Sandra Knuffinke und Jessika Komina
Verlag: script 5
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erschienen: 21.09.2015
Alter: ab 16 Jahren
Preis: 18,95 Euro
ISBN:
978-3-7855-8330-2
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Sonntag, 18. Oktober 2015

Nacht ohne Sterne

Naya ist ein Halbblut. Ihr Vater ist ein Mensch und ihre Mutter eine Lichtelfe, deren Volk sie verstoßen hat. Naya selbst besitzt keine Magie und der Zugang zur Elfenwelt bleibt ihr verwehrt. Ihr einziger Kontakt in dieser Hinsicht ist der Lichtelf Jaron, mit dem sie zusammen aufgewachsen ist.

Ihr Vater führt einen ganz besonderen Buchladen, in dem er auch seltene Bücher über Magie verkauft. Naya hilft ihm oft dort, ebenso wie die Fee Rosa, die sich bislang immer um Naya gekümmert hat. Als letztere die Bekanntschaft des Dunkelelfs Vidar macht, gerät sie zwischen die Fronten eines uralten Krieges zwischen Licht- und Dunkelelfen. Wem kann Naya noch trauen?

Meine Meinung:

"Nacht ohne Sterne" ist nicht mein erstes Buch von Gesa Schwartz. Das wundervolle Cover mit der glitzernden Schrift und der spannende Klappentext verheißen ganz viel Lesespaß rund um die Fantasywelt der Elfen.

Naya war mir schnell sympathisch und es war nicht schwer, sich in sie hineinzuversetzen und mit ihr zu fühlen. Ein Teil von ihr sehnt sich nach der Welt der Lichtelfen, die sie niemals betreten darf. Sie fühlt, dass irgendetwas in ihrem Leben fehlt. Die Begegnung mit Vidar verändert dann von jetzt auf gleich alles. Nach allem, was sie gelernt hat, ist er das personifizierte Böse, doch ihre Erfahrungen sprechen da eine ganz andere Sprache. Natürlich ist Naya nicht das harmlose, menschliche Halbblut, wie sie annimmt, das Gefühl wird beim Lesen schnell stärker. Aber ich möchte in dieser Hinsicht nicht vorweggreifen und einen Teil der Spannung herausnehmen.

Jaron und Vidar sind beide sehr interessante Charaktere. Jaron hat stets auf Naya aufgepasst; sie sind wie Geschwister aufgewachsen. Allerdings scheint sich in letzter Zeit etwas zwischen ihnen geändert zu haben, denn es gibt immer wieder Momente, in denen es knistert. Was sich auf der einen Seite langsam entwickelt hat, schlägt beim Treffen mit Vidar wie eine Bombe ein. Naya ist hin- und hergerissen zwischen dem, was sie gelernt hat, und dem, das sie selbst sieht und fühlt.

Ich fand es interessant, wie sich die Charaktere im Laufe der Geschichte veränderten. Insbesondere Jaron erfährt hier eine große Wandlung. Doch ich fand seine Sicht zeitweilig etwas eingeengt. Im Gegensatz zu Naya ist er aber auch nicht aus dem eigenen Volk ausgegrenzt worden und hat damit einen ganz anderen Blickwinkel als sie, die etwas unvoreingenommener an alles herangehen kann.

Sehr gut gefallen hat mir, dass es sich bei diesem Roman um einen Einzelband handelt. Zwar lese ich auch sehr gerne Mehrteiler dieses Genres, aber zwischendurch ist es einfach mal erfrischend, diesbezüglich etwas Abwechslung zu haben und nicht zitternd auf eine Fortsetzung warten zu müssen.

Fazit:

"Nacht ohne Sterne" von Gesa Schwartz ist ein starker Jugendfantasyroman, der mich gekonnt zu unterhalten wusste und vor allem mit seinen schönen Beschreibungen und den sympathischen Charakteren punktet. Gerne bin ich in die fantastische Welt eingetaucht, die die Autorin geschaffen hat und befand mich stets im begeisterten Lesefluss. 






gebundenes Buch mit 544 Seiten
Verlag: cbt
Autorin: Gesa Schwartz
Facebookauftritt des Verlags → HIER
erschienen: 28.09.2015
Alter: ab 14 Jahren
Preis: 18,99 Euro
ISBN: 
978-3-570-16320-7
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Website der Autorin → HIER

Vielen Dank an den cbt Verlag für die Zusendung eines Rezensionsexemplars.