Donnerstag, 15. Januar 2015

Der Geschmack von Glück

Autor: Jennifer E. Smith 
Titel: Der Geschmack von Glück
Alter: ab 12 Jahren
 

Preis: 17,90 Euro, Taschenbuch ab 02.07.15: 8,99 Euro, ebook: 12,99 Euro 
Seitenzahl: 368 
Verlag: Carlsen 
erschienen: 25.07.2013 
Teil einer Reihe: -

Ein einziger, kleiner Tippfehler und schon landet die Email von Graham Larkin, dem zurzeit am heißesten umschwärmten Teeniestar, in Ellies Postfach - ganz am anderen Ende der USA und in einer vollkommen anderen Welt: ohne Glamour, dafür mit Ferienjob in einer Eisdiele. Dennoch, und ohne, dass der eine irgendetwas vom anderen weiß, entspinnt sich sofort ein wunderbarer, sprühender Dialog zwischen den beiden. Sie können über Gott und die Welt miteinander reden, nur nicht darüber, wer sie in Wirklichkeit sind.

Doch dann schlägt Graham als Drehort für seinen neuesten Film Ellies kleines Küstenstädtchen vor, weil er sie endlich persönlich kennenlernen will. Aber wie macht man das als überall bekannter Filmstar und warum scheut umgekehrt Ellie die Öffentlichkeit so sehr? (Quelle Text und Foto: Carlsen Verlag)

Ultra-Kurz-Meinung:

Cover: verträumt und süß
Klappentext: treffend, spannungsaufbauend
Schreibstil: jugendlich und frisch
Charaktere: sympathisch und liebenswert
Spannung: unterschwellig dauerhaft präsent
Magie: -
Weltenbild: -

Gedanken:

Der Roman beginnt mit dem E-Mail-Wechsel der Protagonisten, die beide einen angenehmen, trockenen Humor besitzen. Als ich vor ca. einem Jahr die Leseprobe las, habe ich mich weggerollt vor Lachen und wusste, dieses Buch muss ich unbedingt haben.

Der Aufbau der Geschichte ist langsam und dezent. Die Charaktere und auch alles andere werden Stück für Stück vorgestellt und nahmen so vor meinem inneren Auge Gestalt an. Ich habe mich in das kleine Örtchen in Maine schnell verliebt, ebenso wie in Graham, der sich immer mehr zu verlieren scheint, bis er durch Zufall auf Ellie trifft, die ihn langsam wieder erdet. Klar, dass er versucht, nachdem sie sich in ihren Mails immer nähergekommen sind, sie auch persönlich kennenzulernen.

Besonders seine Eigenschaft, immer auch die Motive der anderen zu hinterfragen und zu überlegen, weshalb diese sich nun so verhalten haben, hat mir gut an ihm gefallen. Er vermittelt so eine geistige Reife, die ich an einem Siebzehnjährigen so nicht erwartet hätte. Aber natürlich hat er auch schon mehr erlebt, als andere in seinem Alter.

Ellie merkt man an, dass sie immer ein Stück von sich zurückhalten muss, obwohl sie dies so gar nicht will. Mir gefiel ihre innige Verbindung mit ihrer Mutter, mit der die Ereignisse sie zusammengeschweißt haben. Die Sache mit Graham bringt bei ihr so einiges ins Rollen, das sonst vielleicht für immer geschlummert hätte.

Ich habe das Buch sehr gerne gelesen und, wer jugendliche Liebesromane mag, sollte ihn sich auch nicht entgehen lassen.