Montag, 5. Januar 2015

Die Stunde der Lilie

Autor: Sandra Regnier 
Titel: Die Stunde der Lilie 
Alter: 14 Jahren 
Preis: ebook 4,99 Euro 
Seitenzahl: 362 
Verlag: Carlsen Impress 
erschienen: 07.08.2014 
Teil einer Reihe: Band 1 von insgesamt 2

Es sollte ein gewöhnlicher Ausritt nach einem anstrengenden Schultag werden. Niemals hätte sich die sechzehnjährige Julia träumen lassen, dass es sie an der mit Lilien gesäumten Weggabelung aus dem Deutschland der Gegenwart ins Frankreich des 17. Jahrhunderts verschlagen würde. Und das ohne eine Möglichkeit der Rückkehr. Von einem Tag auf den anderen muss sich Julia den Sitten des Versailler Königshofes anpassen und zu allem Übel auch noch Französisch lernen. Glücklicherweise bekommt sie jedoch einen einflussreichen Vormund an die Seite gestellt: Etienne Flémont, den Grafen von Montsauvan. Ein Mann, der ihr Schicksal noch weitreich beeinflussen soll…(Quelle Text und Foto: Carlsen Impress)

Ultra-Kurz-Meinung:

Cover: total schön
Klappentext: weckt meine Neugier
Schreibstil: sehr flüssig, jugendlich
Inhalt: schön
Charaktere: sympathisch
Spannung: Ich hatte stets das Bedürfnis, weiterlesen zu wollen.
Magie: minimal → Zeitreiseeffekt
Weltenbild: -

Gedanken:

Mein erster Roman von Sandra Regnier hat mir sehr gefallen. Besonders die Charaktere hatten es mir hier angetan. Allen voran natürlich Julia, die sich im Laufe der Handlung so schnell entwickelt hat. Ich wage zwar zu bezweifeln, ob es tatsächlich möglich ist, innerhalb so kurzer Zeit perfektes Französisch sprechen zu können, auch wenn man bereits zuvor einige Jahre Unterricht auf dem Buckel hat, aber das war nur ein kleiner Nebengedanke, den ich zwischendurch so hatte. Nichtsdestotrotz ist sie ungeheuer liebenswert, was ja auch der männlichen Fraktion in diesem Roman aufgefallen ist.

Bei Etienne bin ich mir immer noch nicht ganz sicher, was ich von ihm halten soll. Wie weit geht sein Interesse an Julia? Er ist ihr stets ein Freund, der sie so vieles lehrt und sie wie seinen Augapfel beschützt, aber er ist auch dem Rest der weiblichen Bevölkerung nicht abgeneigt.

Ich fand die geschichtlichen Aspekte des Romans unheimlich gut eingewebt. Man merkt, dass die Autorin fleißig recherchiert hat und wie sie im Anhang auch erklärt, durchaus ein bisschen zurechtgerückt hat. Ihre Beschreibungen des Frankreichs der damaligen Zeit fand ich sehr einprägsam, insbesondere des Schlosses Versailles. Ich kann mich noch vage an einen Besuch meinerseits vor zwanzig Jahren erinnern, habe es damals aber nie mit Blick auf den historischen Aspekt angesehen. Geschichte war nie mein Lieblingsfach, aber hier wurde sie für mich so anschaulich und lebendig gemacht, dass ich gerne etwas davon mitgenommen habe.

Ich bin schon wahnsinnig gespannt auf die Fortsetzung, die leider erst im Sommer erscheinen wird. Gut, dass ich noch ein weiteres Buch der Autorin hier liegen habe, auf das ich mich gleich stürzen werde.